Dessert, Essen & Trinken, Food, Fotografie, Italien, Kleine Kuchen und Torten, Reisen, Vegetarisch

EATALY Smeraldo – Milano


An unserem letzten Tag in Mailand, dem 1. Mai war es zunächst nur bewölkt, aber bald, nachdem wir uns auf den Weg in die Innenstadt gemacht hatten, hatte es angefangen in Strömen zu regnen.
Der EATALY Supermarkt in der Nähe der Porta Garibaldi/Porta Nuova hatte geöffnet und so haben wir uns dort ein wenig umgesehen und ein paar köstliche Mitbringsel für uns und die Daheimgebliebenen besorgt.



Bei EATALY werden qualitativ hochwertige,  italienische Lebensmittel angeboten und man bekommt natürlich auch die Spezialitäten aus der Region.
Eataly ist weltweit einer der größten Vertreiber von italienischen Konsumgütern.
Eataly kooperiert mit Slow Food.

In Mailand gibt es auch eine kleine Gärtnerabteilung mit Saatgut, mehrere Restaurants, Backwaren, eine Paninoteca und auch eine große Auswahl an Kochbüchern und Küchenzubehör.

Die Markgräflerin hat sich natürlich wieder ein Souvenir in Form eines Kochbuchs (Mailand/Lombardei) mitgebracht und ein Holzklötzchen mit Rillen, mit dem man Gnocci in die richtige Form bringen kann.

Das Buch erfüllt gleich mehrere Zwecke – es sind alle typischen Rezepte aus Mailand und der Lombardei einhalten – zum Beispiel verschiedene Risotti, Ossobuco, Co(s)toletta, Kürbisgnocchi – mit ansprechenden Food Fotos, ausserdem gibt es stimmungsvolle Fotos aus Mailand zu verschiedenen Jahreszeiten und man kann auch noch Sprachen damit lernen.
Weil es nämlich keine Bücher in Deutsch gab, habe ich mir die Version Italienisch mit  „Untertiteln” gekauft.
Links auf der Seite steht immer der italienische Originaltext, auf der rechten Seite die Übersetzung auf Englisch.
Ein wunderschönes Buch, das man gerne öfters zur Hand nimmt, um darin zu stöbern und etwas daraus nachzukochen.



Hier sind ein paar Bilder von unserem Besuch bei EATALY:



Es war Mittagszeit  – und natürlich bekommt man beim Durchschlendern mächtigen Appetit auf all die Köstlichkeiten.
Da wir nicht mehr so viel Zeit übrig hatten, haben wir uns nicht an einer der Schlangen der Restaurants angestellt, sondern haben uns jeder ein Panino bestellt.
Ich hatte ein Panino mit gegrilltem Gemüse und Käse, der Markgräfler eine Vollkorn-Piadine mit Frittata (Omelett) – beides unterm im Grill warm gemacht.

Danach gab’s an der Caffè-Bar noch einen Espresso und was Süßes zum Dessert.


Pizza!
Panini, Piadine, Tramezzini & Co.

Für zu Hause haben wir einen Panettone mitgenommen, außerdem eine gute Mailänder Salami, Tartufi, Catalogna Samen, eine Stofftasche mit EATALY-Aufdruck, Basilikum-Pesto (nur mit den Zutaten, die da reingehören), Safran Ravioli mit Ossobuco und Gremolata Füllung…



Und dann mussten wir schon wieder zurück in Richtung Hotel – aber nicht, ohne vorher in einer Bar um die Ecke unseren letzten Apéro in Mailand zu genießen.



In den meisten Bars ist es übrigens so, dass man zuerst an der Kasse bezahlt und mit dem Kassenbon zum Tresen geht.
Übrigens haben wir an der Bar nicht schlecht gestaunt, als der Barmann eine 3 Liter Apérol Flasche hervorgeholt hat – gibt es übrigens auch mit Campari.
Na denn – Prost!
Selbst wenn man seinen Apéro im Stehen an der Bar trinkt – was übrigens meist auch preisgünstiger ist, als wenn man sich hinsetzt und dort bedient wird – bekommt man üppige Snacks dazu.


 

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Mini-Panettoni

Mini-Panettoni

Neulich im Discounter gesehen: Italienischer Panettone. Da musste ich mal wieder in meinen alten Fotoalben kramen, denn das erinnert mich an unsere Fahrten mit Avanti Busreisen. Italien ist ja  vom Markgräflerland gut zu erreichen. Fast jeden Samstag fährt ein Bus von Freiburg nach Mailand. Der ist meist völlig ausgebucht. Manchmal kann man auch eine Übernachtung mitbuchen.

Duomo di Milano, Oktober 2001

Als Mitbringsel musste es immer ein Panettone sein, am besten das Original aus der Pasticceria Marchesi in der Via S. Maria alla Porta.
Es ist schon wieder 10 Jahre (!) her, seit wir das letzte Mal dort waren, das Geschäft existiert noch und es gibt den Panettone in Ausführungen von 1 – 5 kg. Damals musste man für einen Panettone (1 kg) 78.000 Lire, d. h. 40 Euro  hinlegen(…).
Panettone ist eine Spezialität, die typischerweise zu Weihnachten gegessen wird, ein Traditionsgebäck, wie es bei uns die Linzertorte ist.

Die Sage vom Panettone aus: Prime Letture (Erste italienische Lesestücke), dtv

Am Hofe von Ludovico dem Mohren, dem Herrscher von Mailand. Es ist ein Festtag, und gleich sollen zahlreiche Eingeladene ankommen. In den Sälen, die von Wandbehängen, Teppichen, Möbeln und kostbaren Bildern wunderbar geschmückt sind, steht alles bereit, die Gäste zu empfangen. In den Küchen herrscht ein Hin und Her von Köchen, Küchenjungen, Dienern, Pagen…
Das Essen beginnt. Auf die prächtig gedeckten Tische kommen die ersten Gänge: gebratenes Fleisch, Wild, Hühner, Pasteten mit Gewürzen, das Ganze umrahmt von Gesang, Gelächter, Musik, Rufen und Darbietungen von Jongleuren.
In den Küchen erlebt inzwischen der oberste Koch eine wahre Tragödie: die unendlich sorgfältig vorbereitete Nachspeise ist mißlungen; sie ist auf einem großen Silbertablett zusammengefallen, zum allgemeinen Entsetzen.
Niemand weiß, wie man dieses Missgeschick wieder gutmachen kann. Nur ein Küchenjunge verliert den Mut nicht:
er krempelt die Ärmel hoch und knetet ganz schnell in einem großen Gefäß ein Brot aus Mehl, Hefe, Butter, Eiern, Zucker, Succade und Gewürzen.
Als er schon das Brot in den Ofen schieben will, entdeckt er ein Gefäß mit Rosinen und tut sie auch noch in den Teig. Während in den Sälen die letzten Gänge aufgetragen werden, geht das Brot im Ofen auf, bekommt eine schöne goldenen Farbe und verbreitet einen köstlichen Duft.
Der Augenblick für die Nachspeise kommt heran. Der Küchenjunge, hinter einem Vorhang versteckt, beobachtet mit ängstlicher Unruhe die Tischgäste; er macht sich Sorgen wie sein Brot aufgenommen wird. Hinter ihm steht der noch sorgenvollere Oberkoch: wenn der Kuchen keinen Anklang findet, werden die Folgen fürchterlich sein! Aber der Erfolg ist verblüffend und einhellig: Lärmend rufen die Gäste dem Hausherren zu, dass sie den Erfinder dieses ausgezeichneten, nie zuvor gekosteten großen Brotes kennen lernen möchten.
Der schüchterne und verlegene Küchen Junge wird in den Saal geschoben, wo er mit Beifall und lauter Zustimmung empfangen wird.
„Wie heißt du?“ fragt ihn Ludovico der Mohr. „Mi chiamo Toni“ (ich heiße Toni), antwortet errötend der Junge.
Im allgemeinen Durcheinander hört man deutlich eine Stimme:
„Wir werden diesen Kuchen „Pan di Toni“ nennen!“
Und unter diesem Namen -Panettone- hat der Kuchen seinen Weg um die Welt gemacht; alle Jahre wieder, und zwar vor allem zu Weihnachten, erfreut er uns bei Tisch.

Rezept für Mini Panettoni (12 Stück) aus: „Kaffeebar“, GU
Zutaten:
2 Esslöffel weiche Butter
250 g Mehl (Type 550)
1/2 Würfel Hefe (20g)
knapp 1/8 Liter lauwarme Milch
30 g Zucker
75 g gemischte kandierte Früchte (gewürfelt)
1 Eigelb, 1 Prise Salz
Mehl für die Arbeitsfläche
Fett für die Muffinbleche

Da ich keine frische Hefe hatte, habe ich 1/2 Packung Trockenhefe verwendet und zusätzlich etwas Backpulver mit Safran unter das Mehl gemischt.
Das Mehl war eine Mischung aus Weizenmehl, Type 405 und helles Dinkelmehl Type 630.

Nach GU Rezept:
Die Butter mit dem Mehl in eine Schüssel geben und mit den Fingern unter das Mehl kneten. Eine Mulde eindrücken, die Hefe hineienbröckeln und mit 3 EL Milch und 1 Prise Zucker verrühren. 15 Minuten gehen lassen. Die Milch mit dem restlichen Zucker, den kandierten Früchten, Eigelb und dem Salz zugeben, verrühren und ca. 10 Minuten kräftig kneten. Den Teig zur Kugel formen, mit Mehl bestauben und zugedeckt an einem warmen Ort ca. 45 Minuten gehen lassen.

Meine Variante:
Mehl mit Trockenhefe, Zucker, Salz und Backpulver und Trockenfrüchten mischen. In einem Topf die Butter in der Milch schmelzen. Etwas abkühlen lassen. Dann mit dem Eigelb unter das Mehl kneten (Küchenmaschine). Nach Belieben können noch gehackte Nüsse (z. B. Walnüsse) oder Rosinen beigefügt werden.

Den Teig 45 – 60 Minuten gehen lassen. Nochmals durchkneten und in 12 gleichgroße Stücke teilen. Diese zu Kugeln formen und in das Muffinblech geben.
(Ich verwende Papiermuffinförmchen oder in Quadrate geschnittenes Backpapier).
Man kann den Teig auch in kleinen, ausgewaschenen Ton-Blumentöpfchen backen – die Panettoni sehen dann dem Original noch ähnlicher.

Bei mir hat die Teigmenge nur für etwa 8 Mini – Muffinförmchen gereicht plus 1 Tontopf (ca. 3-fache Menge, wie für 1 Mini Panettone).