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Herbstzeit = Schäufele mit Kartoffelsalat – Zeit … oder: üben für Heiligabend

An Heiligabend soll es wieder Schäufele geben. Vergangenes Jahr war es ein Rollschinkli im Römertopf, damals noch der unechte Tontopf von der Schwiegeroma, in Wein gegart.

Beim Einkaufen hatte mich das Schäufele so angelacht, dass ich spontan Lust darauf bekam. Ein richtiges Herbst- und Winteressen. Am Heiligabend gibt es nebst Kartoffelsalat auch noch Nüssli=Feldsalat. Dazu das obligatorische Bauernbrot und natürlich Senf.

Gestern Abend gab es dann also Schäufele aus dem echten RÖMERTOPF®. Den Römertopf 10 Minuten wässern. Das Schäufele einlegen, mit reichlich Weisswein begießen – den feinen Gutedel von Herrmann Dörflinger – den Deckel auflegen, auf den Rost in den kalten Ofen stellen. Die Temperatur auf 200 °C einstellen und eine Stunde garen.

In der Zwischenzeit den Kartoffelsalat zubereiten (am besten aber schon vorher, damit der Salat richtig durchziehen kann!

Kartoffelsalat für 4 Personen:

800 g Kartoffeln (festkochende Sorte)
knapp mit Wasser bedecken und 20 – 30 Minuten kochen.
Pellen, in Scheiben schneiden (Tipp: mit einem Mozzarella-/Eierschneider bekommt man gleichmäßige Scheiben).
Kartoffelscheiben in eine Salatschüssel geben.

1 kleine Zwiebel würfeln, auf die Kartoffeln geben.
Salz, Pfeffer und 1 Teelöffel Senf hinzufügen.


2 Esslöffel Branntwein- oder Weißweinessig und
mit ca. 1/4 Liter Brühe vom Schäufele vermischen.
(Wer mal nur Kartoffelsalat ohne Schäufele macht, kann Brühe aus Fleischbrühwürfeln verwenden)

Durchziehen lassen!
Dazu den Kartoffelsalat nicht in den Kühlschrank stellen, er sollte lauwarm serviert werden.

Vor dem Servieren 4 Esslöffel Öl (Sonnenblumen, Raps oder Sojaöl)
untermischen.
Mit etwas Maggi abschmecken und evtl. noch mit etwas Salz und Pfeffer nachwürzen
und mit gehackter Petersilie überstreuen.

Mayonnaise hat in einem Markgräfler oder auch Badischen Kartoffelsalat übrigens gar nichts zu suchen!
Es sind allenfalls noch ein paar ausgelassene Speck- oder Schinkenwürfelchen erlaubt.

Das Schäufele ist fertig:

Den Deckel herunternehmen, dann das Schäufele vor dem Anschneiden etwa 5 Minuten ruhen lassen.

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Nüssli(-salat) = Feldsalat = Döchterli-(salat) mit Speck und Kracherle

Bald ist sie wieder da…die Zeit für den dunkelgrünen Salat, der viele Namen hat.
Bei uns und in der Lörracher Gegend heisst er eindeutig Nüsslisalat, Richtung Schweiz sagt man auch Lämmlisalat. Weiter nördlich heisst er Sunnewirbeli (Kaiserstuhl, Freiburg, Emmendingen) und Ritscherli (Offenburg), es gibt aber auch die Bezeichnung Rapunzel- oder Acker-/Äckerlesalat.

Pro Person rechnet man etwa 100 g Salat. Das Putzen ist etwas mühsam, aber der Aufwand lohnt sich.
Er wird oft mit knusprigen Speckwürfeln, Schalotten oder roten Zwiebeln, gerösteten Walnüssen und Brotwürfelchen serviert. Das Dressing besteht aus Walnussöl, Essig, Senf, Pfeffer und Salz.

Dressing für 4 Personen:
4 Esslöffel Walnußöl
2 Esslöffel Balsamico Essig
1 Teelöffel Senf
Pfeffer, Salz
(nach Belieben Maggi)

Eine Schalotte oder eine kleine rote Zwiebel fein hacken, mit Speckwürfelchen und Walnüssen in einer Pfanne ohne Fett anrösten.
Herausnehmen und über dem Salat verteilen. Das Dressing über den Salat träufeln. Dann die Brotwürfelchen (hier kann man auch trockene Brotreste verwenden), in wenig Butter anrösten und über dem Salat verteilen.

Dazu passt Scharwaie oder Baguette.