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Mittwochspasta: Bandnudeln mit Mangold


Es ist wieder Mittwoch – und was steht da bei der Markgräflerin wohl auf dem Tisch? Richtig, es gibt wieder mal Pasta.

Dieses Jahr habe ich statt Rote Bete einmal Mangold ins Hochbeet gesät. Jetzt ist Erntezeit. Ich hatte bisher noch nicht viel Mangold gekocht oder gegessen, aber fand die tollen Farben der Mangoldstiele in den Bauerngärten schon immer sehr schön – so schön, dass man sie auch als Ziergemüse im Beet stehenlassen könnte.
Schaut man sich die Nährstoffbilanz von Mangold an, wäre es aber viel zu schade und fast schon eine Sünde, den Mangold nicht in der Küche zu verarbeiten.
Der gemeine Mangold, auch als Krautstiel, römischer Kohl ode Beißkohl bezeichnet, ist ein enger Verwandter der Roten Bete und der Zuckerrübe.
Er ist sehr eiweißreich und hat einen hohen Gehalt an Mineralstoffen wie Phosphor, Kalium, Magnesium sowei Eisen und enthält auch reichlich Vitamine, vor allem Vitamin K und dabei ist Mangold auch noch kalorienarm – nur etwas 25 kcal pro 100 Gramm. Ein wahres Superfood, das man auf wenig Raum im eigenen Garten heranziehen kann!

Schon seit dem zweiten Jahrhundert vor Christus ist dieses Gemüse als Kulturpflanze bekannt. Sie stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und dem Orient.
Und natürlich waren es, wie bei vielen anderen Obst- und Gemüsesorten die Römer, die den Mangold mit der Ausdehnung des römischen Reichs nach Norden zu uns gebracht haben.
Bis ins 16. Jahrhundert war der Mangold auch in Mitteleuropa eine weit verbreitete Gartenpflanze, bis er dann im 20. Jahrhunder vom Spinat weitgehend verdrängt wurde.
In Südeuropa und auf dem Balkan gehört der Mangold jedoch immer noch zu den gängigen kultivierten Gemüsearten.

Es gibt Blattmangold und Stielmangold. Der Blattmangold, den ich in meinem Garten habe trägt stark ausgeprägte, gerippte Blätter mit gelber, grüner oder rötlicher Färbung und einen schmalen, leicht faserigen Blattstiel.
Mangoldpflanzen sind einfach anzubauen und ideal für lazy gardeners (faule Gärtner) – er ist nämlich äußerst anspruchslos und sehr ergiebig – zur Ernte schneidet man die Blätter samt Stiel einfach bodennah ab, sie treiben nach dem Schnitt wieder neue Blätter aus, die erneut geerntet werden können. Die Hauptsaison für Mangold ist von Juli bis September.
Mangold sollte immer frisch geerntet verwendet werden, denn er verliert beim Lagern sehr schnell seine wertvollen Inhaltsstoffe



Bandnudeln mit Mangold


Zutaten
(Für 4 Personen)

• 300 g Bandnudeln
• 500 g Mangold
• 120 g rote Zwiebeln
• 3 Esslöffel Butterschmalz
• 1 Esslöffel Zucker
• Saft von ½ Zitrone
• 125 g Gemüsebrühe
• 1 Prise gemahlener Piment
• 1 kräftige Prise frisch gemahlener Kreuzkümmel
• Cayennepfeffer
• Salz
• Pfeffer
• Parmesan

Zubereitung
Die Nudeln nach Packungsanweisung al dente kochen und mit kaltem Wasser abschrecken.
Mangold unter kaltem Wasser waschen. Die Stiele in dünne Scheibchen, die Blätter in Streifen schneiden.
Zwiebel schälen und fein würfeln.
Butterschmalz mit Zucker in einem Topf erhitzen und leicht karamellisieren.
Mangoldstiele und Zwiebeln zugeben und bei schwacher Hitze 10 Minuten hellbraun andüsten.
Mangoldblätter zugeben und durchschwenken, mit Zitronensaft und Brühe ablöschen. Etwa 3 Minuten dünsten, dann die Nudeln untermischen.
Mit den Gewürzen abschmecken und 2 Minuten bei kleiner Hitze durchziehen lassen.
Mit Parmesankäse bestreut servieren.



Noodles with chard


Ingredients
(For 4 persons)

300 g noodles
500 g chard
120 g red onions
3 tablespoons clarified butter
1 tablespoon sugar
Juice of ½ Lemon
125 g vegetable broth
1 pinch of ground allspice
1 generous pinch of freshly ground cumin
Cayenne pepper
Salt
Pepper
Parmesan cheese

Preparation
Cook the pasta al dente according to package instructions and rinse with cold water.
Wash chard under cold water. Cut the stems into thin slices and the leaves into strips.
Peel and finely chop the onion.
Heat clarified butter with sugar in a saucepan and caramelise lightly.
Add chard stems and onions and brown for 10 minutes over low heat. Then add chard leaves and toss, deglaze with lemon juice and broth.
Steam for about 3 minutes, then fold in the noodles.
Season to taste with the spices and leave to stand for 2 minutes at low heat.
To serve, sprinkle with Parmesan cheese.

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Brazil 2014 kulinarisch: Algerien – Pikante Gemüsesuppe mit Harissa

Algerien Suppe1

In Algerien ist es warm und man isst gerne scharf, um die Hitze auszugleichen. Harissa, Koriander, Minze und Kreuzkümmel werden häufig zum Würzen der Speisen verwendet.

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Die Fußball-WM 2014 in Brasilien kulinarisch bei der Markgräflerin

Diese Suppe ist sehr pikant – wer es nicht so scharf mag, nimmt einfach weniger Harissa. Die Suppennudeln mildern die Schärfe etwas, dazu gibt es dünnes Fladenbrot mit Schwarzkümmel. Das Gemüse besteht aus Möhren, Staudensellerie und weißen Rüben, auch Mairübe oder Nevette (Französisch: navet) genannt.
Ich habe sie zum ersten mal zum Kochen verwendet – natürlich musste ich auch ein rohes Stück probieren – sie erinnern ein wenig an den Geschmack von Kohlrabi.

Algerien Suppe3

Pikante Gemüsesuppe mit Harissa

2 weiße Rüben
2 Möhren
2 Stangen Sellerie
75 ml Olivenöl
2 Esslöffel Tomatenmark
1-2 Teelöffel Harissa
1 Teelöffel getrocknete Nanaminze
1 Teelöffel gemahlener Kreuzkümmel
100 g feine Suppennudeln
1 Teelöffel Salz
4 Knoblauchzehen
1 Teelöffel Korianderkörner
1 Teelöffel Butterschmalz

Die Rüben und Möhren schälen und in kleine Würfel schneiden. Sellerie putzen und in dünne Scheiben schneiden.

Das Olivenöl in einem großen Topf erhitzen und das Gemüse darin anschwitzen. Tomatenmark und Harissa einrühren und kurz anrösten. Getrocknete Minze zwischen den Fingern verreiben und mit dem Kreuzkümmel dazugeben. 1 Liter kaltes Wasser angießen, einmal aufkochen und 30 Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen.

Die Suppennudeln zufügen, Suppe mit Salz würzen und 5 Minuten weiter köcheln.

Den Knoblauch schälen, würfeln und in einem Mörser mit den Korianderkörnern zermahlen. Im heißen Butterschmalz anbraten, dann unter die Suppe rühren. Weitere 2-3 Minuten köcheln lassen. Vor dem Servieren mit Salz und Harissa abschmecken.

Algerien Suppe2

This soup is very spicy – If you don’l like it hot, just take less Harissa. The soup noodles (vermicelli pasta) keep it from beeing too spicy and – we had some flat bread with black cumin on the side. The vegetables used in this soup are: carrots, celery and turnips, or Nevette (French: navet).
I have used them for the first time for cooking – of course I had to try a raw piece of it – they taste reminds a bit like kohlrabi.

Spicy vegetable soup with harissa

2 turnips
2 carrots
2 stalks of celery
75 ml olive oil
2 tablespoons of tomato paste
1-2 teaspoons harissa
1 teaspoon dried mint
1 teaspoon ground cumin
100 g of fine vermicelli
1 teaspoon of salt
4 cloves of garlic
1 teaspoon coriander seeds
1 teaspoon ghee

Peel the turnnips and carrotsl and cut into small cubes. Clean and cut th ecelery into thin slices.

Heat the olive oil in a large saucepan and sauté the vegetables in it. Stir in tomato paste and harissa and fry briefly. Add dried mint leaves -crumbled between your fingers-together with the cumin. Pour 1 litre of cold water, bring to a boil and let simmer over low heat for 30 minutes.

Add the noodles and season the soup with salt,  let simmer for 5 more minutes.

Peel the garlic, chop and grind in a mortar together with the coriander seeds. Fry in the hot ghee, then stir into the soup. Simmer for another 2-3 minutes. Before serving, season to taste with salt and harissa.