Essen & Trinken, Food, Fotografie, Rezepte

Lauchquiche – Lauchkuchen Schwyzer Art

Ich hatte schon lange keinen Lauchkuchen mehr…. Jetzt wurde es mal wieder Zeit.
Da der Kuchen einen Eierguss hat, kann man ihn auch als Quiche bezeichen. Die Zubereitung ist einfach, braucht aber ein wenig Zeit – die Mühe lohnt sich… Der Lauch ist noch knackig, der Speck gibt den würzigen Geschmack , und dann noch der buttrig-krosse Boden…einfach köstlich.
Auch kalt schmeckt dieser pikante Kuchen hervorragend.

Zutaten für eine Form mit 28 cm Ø

Für den Teig:
250 g helles Dinkelmehl (Type 630)
1 Ei
3 Esslöffel eiskaltes Wasser
1 Prise Salz
100 g kalte Butter

Für den Belag
1 kg Lauch (Porree)
Salz
1/2 Tasse trockener Weißwein
100 g Schinkenspeck
4 Tomaten
2 Eier, 1 Eigelb
1/8 Liter Sahne
Salz, Pfeffer, frisch gemahlen
1 Esslöffel Semmelbrösel
Butter für die Form

Das Mehl auf die Arbeitsfläche sieben. In die Mitte eine Mulde drücken, Ei, 1 Esslöffel Wasser und Salz hineingeben. Die Butter auf dem Mehlrand schneiden. Mit einem Messer alle Zutaten hacken, bis sie bröselig sind. Dann schnell mit kühlen Händen alles verkneten, dabei das restliche Wasser hinzufügen.
Die Form einfetten. Die Arbeitsfäche mit Mehl bestäuben und den Teig darauf ausrollen. Die Form mit der Teigplatte auslegen, einen Rand formen und kühl stellen.

Den Lauch putzen, gründlich waschen und in Stücke schneiden. Etwas Salzwasser mit dem Wein zum Kochen bringen und die Lauchstücke darin bei schwacher Hitze 10 Minuten ziehen lassen. Dann in ein Sieb abgießen und gut abtropfen lassen.
Den Speck würfeln. Die Tomaten häuten, in Achtel schneiden, entkernen und den grünen Stielansatz entfernen.
Die Eier, das Eigelb und die Sahne verquirlen, mit Salz und Pfeffer würzen. Den Backofen auf 200 °C vorheizen. Den Teigboden mit den Semmelbröseln bestreuen,

den Lauch, die Speckwürfel und die Tomatenachtel darauf verteilen, mit der Eiersahne übergießen. Den Kuchen auf dem Rost auf der mittleren Schiene im Backofen ca. 40 Minuten backen.

Essen & Trinken, Food, Rezepte

Walnuss-Pie für zwei

Ein kleiner Pie (20 cm Ø Springform) für den kleinen Haushalt. Der Mürbeteigboden ist super knusprig, leicht salzig im Gegensatz zum Belag mit Walnüssen und Ahornsirup. Ein wunderbare Kontrast, der auf der Zunge eine kleine Geschmacksexplosion verursacht….

Das Rezept ist einem amerikanischen Pie nachempfunden (mit kalifornischen Wanüssen) aber selbstverständlich und vorzugsweise verwendet man die heimischen Walnüsse.

Walnuss Pie

Für den Teig:

125 g Dinkelmehl Type 630
50 g kalte Butter
Salz
40 ml Eiswasser
Butter für die Form

Mehl, Butter in Stückchen, eine kräftige Prise Salz und das Eiswasser in eine Schüssel gebenund rasch mit den Händen zu einem glatten teig verkneten. In Klarsichtfolie wickeln und ca. 1 Stunde an einem kühlen Ort ruhen lassen.

Den Backofen auf 220 °C vorheizen, die Form einfetten.

Den Teig in Formgröße ausrollen, die Backform damit auskleiden, einen Rand (1 cm) hochziehen. Den Teigboden mehrmals mit einer Gabel einstechen, im Ofen 10 Minuten vorbacken.

Für den Belag:

1 Ei
1 Eigelb
30 g brauner Rohrzucker
50 g Ahornsirup
1-2 Teelöffel Zitronensaft
1 Päckchen Bourbon Vanillezucker
25 g weiche Butter
1 Teelöffel Speisestärke
125 g Walnusskerne
Puderzucker zum Bestreuen

Ei, Eigelb und Zucker verrühren, bis der Zucker sich aufgelöst hat. Dann Ahornsirup, Zitronensaft, Vanillezucker, eine Prise Salz und weiche Butter darunterschlagen. Die Stärke klümpchenfrei unterrühren. Die Walnusskerne grob hackenund unter die Eier-Zucker-Masse rühren. Auf dem vorgebackenen Teigboden verteilen und ca. 25 Minuten backen. In der Form abkühlen lassen. Mit Puderzucker bestäuben. Wer mag, kann leich aufgeschlagene, ungesüßte Sahne dazu servieren.

Essen & Trinken, Food, Rezepte

Zwetschgen-Mirabellen-Tarte mit Walnuss-Streusel

Ein knuspriger Mürbeteig aus Butterstreuseln vorgebacken, dann mit Pudding  bestrichen und mit saftigen Mirabellen und Zwetschgen – dem Obst der Saison – belegt und als Krönung Walnuss-Streusel drauf – und die Tarte ist einfacher, als man denkt.

Zwetschgen-Mirabellen-Tarte mit Walnuss-Streusel

Zutaten:

700 g Zwetschgen
300 g Mirabellen
190 g Butter
300 g Mehl
220 g Zucker
Salz
100 g Walnusskerne, gemahlen
3 Esslöffel Vanillepuddingpulver (ca. 30 g)
350 ml Vollmilch

Butter oder Öl zum Ausfetten der Tarteform – ich habe eine französische Keramikform verwendet, weil meine Tarte-Form größer als die erforderliche 28 cm Ø ist, das geht auch….
Nach Belieben Puderzucker zum Bestäuben (ich fand die Tarte süß genug und habe darauf verzichtet)

Zubereitung:

1. Zwetschgen und Mirabellen waschen, halbieren und entsteinen.

2. 150 g Butter mit dem Mehl (300 g), 200 g Zucker und 1 Prise Salz zu einer gleichmässigen Masse verkneten. Den Teig zwischen den Händen zu Streuseln reiben.

3. Zwei Drittel der Streusel als Boden bis zum Rand in eine leicht gefettete Tarteform (28 cm Ø) drücken

und im vorgeheizten Backofen bei 180 °C 15 Minuten (Gas 2-3, Umluft 160 °C) vorbacken.

Die restlichen Streusel mit der restlichen Butter (40 g) und den gemahlenen Walnüssen verkneten, erneut zwischen den Händen zerbröseln, kalt stellen.

4. Das Puddingpulver mit etwas Milch und dem restlichen Zucker (20 g) glatt rühren. Mit der restlichen Milch unter Rühren aufkochen, von der Kochstelle nehmen und wieder abkühlen lassen.

5. Den vorgebackenen Boden aus dem Backofen nehmen und etwas abkühlen lassen.

Den Pudding auf den Boden füllen und glattstreichen.

Zwetschgen und Mirabellen vom Rand zur Mitte hin daraufsetzen.

Mit den Streuseln bestreuen.

6. Den Kuchen im Backofen bei gleicher Temperatur in 45 Minuten auf der 2. Einschubleiste von unten fertigbacken (Gas 2-3, Umluft 40 Minuten bei 160 °C).
Aus dem Backofen nehmen, auskühlen lassen, nach Belieben mit Puderzuckerbestäuben und mit geschlagener Sahne servieren.

Essen & Trinken, Food, Rezepte

♥ Ein Träumchen in Weiss ♥ – Weisse Johannisbeer Baiser Torte

Einmal im Jahr gehe ich mit der Schwiegeroma zum  Beerenpflücken. Sie hat gute Bekannte, die ganz viele Beerensträucher haben – Himbeeren, Stachelbeeren, schwarze – rote – und nur zwei Sträucher mit weißen Johannisbeeren, die ich ernten und mit nach Hause nehmen durfte. Man kann sie wegen ihrer Farbe wohl nicht so gut auf dem Markt verkaufen.

Dabei sind sie längs nicht so sauer wie die roten Johannisbeeren (Hannistrübli). Es handelt sich nicht um eine Naturform, sondern die weisse Johannisbeere ist eine Züchtung.
Ich habe schonmal weißes Johannisbeergelee mit Martini Bianco gemacht, diesmal sollte es ein Kuchen sein, und natürlich mit Baiser!

Ein recht unkompliziertes Rezept und es geht relativ schnell.

Weisse Johannisbeer-Torte mit Baiser
Zutaten für eine quadratische Springform  ca. 24 x 24 cm

Für den Teig:

150 g Butter
250 g helles Dinkelmehl (Type 630)
50 g Zucker
2 Eigelb
1 Prise Salz
3 Esslöffel kaltes Wasser

Die Zutaten mit dem Flachrührer der Küchenmaschine vermischen, bis ein weicher Mürbeteig entsteht. Eine Form (rund: 28 cm Ø) – ich habe eine entsprechende quadratische Form mit abgerundeten Ecken verwendet- mit Butter einfetten. Den Teig hineingeben und flach mit den Händen hineindrücken. Dabei einen ca. 4 cm hohen Rand formen.
Den Boden der Mitte des Backofens bei 200 °C 10-15 Minuten goldbraun vorbacken.

Für die Füllung:

2 Eiweiß
100 g Puderzucker
2 Teelöffel Speisestärke (Kartoffelmehl)
500 g weiße Johannisbeeren

Die Beeren waschen, entstielen und auf Küchenkrepp gut trocken lassen.
Das Eiweiß zu sehr steifem Schnee schlagen, Puderzucker und Speisestärke hinzufügen und  nochmals 3 Minuten schlagen.


Die Johannisbeeren vorsichtig unterheben, gleichmäßig auf dem vorgebackenen Mürbeteigboden verteilen und glattstreichen.

Dann auf der untersten Schiene bei 225°C weitere 15 Minuten backen. Vollständig auskühlen lassen.


Baiser lässt sich besser schneiden, wenn man das Messer zuvor in kaltes Wasser taucht.

Essen & Trinken, Food, Rezepte

Osterküchli – Osterflädli

Und was gibt es an der Basler Fasnacht denn so?
Die Faschtewaie hatte ich schon einmal vorgestellt.

Dann gibt es natürlich auch Berliner und Quarkbällchen.
Aber bei den Berlinern gibt es eine Besonderheit, die ich persönlich ganz toll finde, nämlich die „Kiebitze“:


Das ist Fettgebackenes, wie Berliner – aber mit zwei Füllungen: An einem Ende ist Marmelade und im anderen eine Vanillecreme. Mmmmh.

So, und dann kommen wir noch zu den Osterflädli,
einem ganz speziellen Gebäck. Kleine Küchlein (ca. 8 – 9 cm Durchmesser) mit Mürbeteigboden und einer Füllung aus Milchreis oder Grießbrei und Eiern.
Ich bevorzuge die Variante mit Rundkornreis. Man ist sich wohl nicht ganz einig, welches nun die echte ist – aber egal, Hauptsache es schmeckt.
Warum es die Osterflädli, oder Osterküchli schon kurz vor der Fasnacht gibt, weiss ich allerdings nicht. Vielleicht, weil der gute Christ wegen der Fastenzeit bis Ostern auf all die guten Sachen, die darin sind verzichten muss, oder weil man noch schnell alles aufbrauchen möchte?!
Mehr zur Historie

Faschtewaie und Osterflädli

Hier ist das Rezept:
Für 8-10 Förmchen von 8-9 cm Durchmesser
(Ich habe Chäsküchli Formen aus Alu mit 9 cm Durchmesser verwendet. Vor zwei Jahren hatte ich keine und habe die Osterflädli in Muffinförmchen gebacken, das geht auch.)

Osterflädli Muffins mit Sauerkirsch-Grütze (2010)

Zutaten:
Butter für die Förmchen
150 g Mehl
1 Msp. Salz
2 Esslöffel Zucker
90 g Butter, kalt in Stücke geschnitten
2-3 Esslöffel Vollrahm
2-3 Esslöffel Aprikosenkonfitüre, leicht erwärmt, durchs Sieb gestrichen

Füllung:
2 dl (=200 ml) Milch
2 dl (=200 ml) Vollrahm
1 Messerpitze Salz
75 g Rundkornreis
30 g Butter
50 g Zucker
1/2 Zitrone, abgeriebene Schale und Saft
30 g Korinthen oder Sultaninen
2 Eigelb
2 Eiweiß
2 Esslöffel Zucker
Puderzucker zum Garnieren

1. Für den Teig Mehl, Salz und Zucker mischen. Butter beifügen und zu einer krümeligen Masse verreiben, eine Mulde formen. Rahm hineingiessen. Zu einem Teig zusammenfügen, nicht kneten. In Folie gewickelt 30 Minuten kühl stellen.

2. Teig auf wenig Mehl 2-3 mm dick auswallen, Kreise (ca. 10 cm Durchmesser) ausstechen. In die ausgebutterten Förmchen legen, 20 Minuten kühl stellen.

3. Teigböden mit einer Gabel einstechen. Konfitüre darauf verstreichen.

4. Für die Füllung Milch, Rahm und Salz aufkochen. Reis unter Rühren zugeben, bei kleiner Hitze 20-25 Minuten kochen, mehrmals umrühren. Butter, Zucker, Zitronenschale und -saft sowie Korinthen oder Sultaninen darunter rühren, leicht auskühlen lassen. Eigelb darunter mischen. Eiweiß steif schlagen, Zucker zugeben, weiterschlagen, bis die Masse glänzt. Eischnee sorgfältig unter die Masse ziehen.

5. Füllung in den Teigböden verteilen.

6. Im unteren Teil des auf 200 °C vorgeheizten Backofens 20-25 Minuten backen.

7. Leicht auskühlen lassen, garnieren.
Ganz schön sieht es aus, wenn man sie mit Wald-Veilchen verziert (falls es schon welche gibt…)

Nachtrag aus der Austellung “ZU TISCH – A TABLE” im Museum in Lörrach 21.09.2012 bis 24.02.2013

Essen & Trinken, Rezepte

Schmandkuchen mit Sauerkirschguss

Mmmmmmm, Schmandkuchen (oder eher -Torte): Mit einem Mürbeteig Boden, Vanille-Schmand Füllung und Sauerkirsch-Guss!
Sieht kompliziert aus, ist aber ganz leicht. Man braucht nur ein wenig Zeit.

Das Rezept für eine Springform mit 26 cm Durchmesser:
Für den Mürbeteig:
200 g Mehl
100 g Butter
1 Ei
30 g Zucker
1 Prise Salz
Für den Mürbeteig wie immer das Mehl mit Salz mischen und  auf die Arbeitsfläche häufen. In die Mitte eine Mulde drücken. Den Zucker rundum verteilen, und die kalte Butter in Stückchen auf dem Rand verteilen. Das Ei in die Mitte geben und zuerst mit dem Messer die Butter einhacken, dann kneten, bis eine Teigkugel entsteht.
Den Teig ca. 30 Minuten kalt stellen.
Für den Belag:
2 Päckchen Vanillepuddingpulver
150 g Zucker
1/2 Liter Milch
3 Becher Schmand à 200 g = 600 g
1 Glas Sauerkirschen, abgetropft
1/4 Liter des Sauerkirschsafts
1 Beutel Tortenguss und Zucker nach Packungsanleitung

Aus 2 Päckchen Vanillepuddingpulver, 150 g Zucker und 1/2 Liter Milch einen Pudding nach Packungsangabe zubereiten.
Den Pudding abkühlen lassen, zwischendurch umrühren, damit sich keine Haut bildet. Pudding mit dem Schmand cremig rühren.

Den Boden einer Springform mit 26 cm Durchmesser mit Backpapier auslegen. Den Teig etwas größer als die Form auswallen, in die Form legen und einen Rand von ca. 2 cm Höhe formen.
Dann die Pudding-Schmand-Füllung auf den Teigboden geben, glattstreichen. Darauf die abgetropften Kirschen verteilen.
Backofen auf 180 °C vorheizen und 1 Stunde und 15 Minuten auf der mittleren Schiene backen.
Den Kuchen herausnehmen und in der Form abkühlen lassen.
Mit dem Kirschsaft aus 1 Päckchen Tortenguss und Zucker nach Packungsanleitung den Kirschguss zubereiten und auf dem Kuchen verteilen.
Wenn der Guss fest ist, kann der Kuchen angeschnitten werden.

Statt der Sauerkirschen könnte ich mir auch Mandarinen, Pfirsiche oder Aprikosen aus der Dose vorstellen…Das gibt dann einen hellen Guss mit dem jeweiligen Saft.