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Mozzarella mit Wassermelonen-Salsa

Mozzarella Melonen Salsa2

Gestern Abend hatten wir Besuch und es gab was feines zum Grillen. Eigentlich war es viel zu heiß, um etwas zu essen: 28 °C noch um 20 Uhr, um 23 Uhr waren es draussen noch knapp 25 °C.
So richtig viel essen mag da keiner. Deshalb habe ich als Vorspeise für jeden eine Kugel Mozzarella di bufala mit einer erfrischenden Wassermelonen-Salsa vorbereitet.
Das war richtig lecker. Die Mengenangaben für die Salsa sind ein wenig üppig, wenn also etwas übrig bleiben sollte, kann man den Rest auch als Salat essen, der schmeckt auch sehr gut als Beilage zu Fleisch. Bei heissen Temperaturen könnte das schon ganz alleine als Mittagsmahlzeit durchgehen, dann reicht man Baguette oder Ciabatta dazu.

Mozzarella Melonen Salsa1
Die Mozzarella-Kugel wird in der Mitte kreuzweise eingeschnitten, dann füllt man die Salsa ein. Man könnte aber auch Mini-Mozzarella Kugeln verwenden und einfach unter die Salsa mischen und einen erfrischenden Salat daraus machen. Salsa heisst immer scharf – und deshalb ist auch Chili drin…. 😉

Mozzarella mit Melonen Salsa
(für 4 Personen)
1 Kilo Wassermelone, möglichst kernarm
2 feste Tomaten
1 kleine rote Zwiebel
1/2  bis eine rote Pfefferschote (z. B. Thai-Chili)
4 Stiele Minze
6 Stiele Basilikum
4 Esslöffel Limettensaft
6 Esslöffel Olivenöl
Salz, Pfeffer
4 Büffelmozzarella Kugeln à 125 g

Die Melone schälen, in dünne Scheiben schneiden, entkernen und fein würfeln.
Von den Tomaten den Stielansatz entfernen. Tomate, Zwiebel und Pfefferschote fein würfeln. Minze- und Basilikumblätter von den Stielen zupfen und fein schneiden.

Melone, Tomaten, Zwiebel, Pfefferschote, Minze und Basilikum mit Limettensaft und Olivenöl mischen. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Mozzarella kreuzweise einschneiden und leicht aufdrücken. Dann auf Teller legen und die Melonensalsa darauf verteilen.

Mozzarella Melonen Salsa3
Die Kräuter sind wie immer aus dem eigenen Garten… Ansonsten gab es noch Kartoffelsalat, grünen Blattsalat, Grillwürste, Rinder- und Lammsteaks und Brot….
Und das Dessert – das kommt im nächsten Beitrag – Crème brulée Squares à la lavande….

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Smoked Salmon Puff Pastry Rolls

Wieder ein edles Reste-Essen:

1 Rolle Blätterteig, mit Räucherlachs und Mozzarella di Bufala sowie mit italienischer Kräutermischung belegt, ein wenig Tomatenmarkt mit Sahne verrührt und darüber geträufelt und zum Schluss noch Zwiebelringe darüber verteilt.
Längs einrollen, in dicke Scheiben schneiden. Diese auf ein mit Backpapier (aus der Blätterteig-Packung) belegtes Backblech legen, etwas flachdrücken.
Bei 200 ° C ca. 20-25 Minuten backen. Etwas abkühlen lassen.

Mmmmh, knuspriger Teig und cremige Füllung. Schmeckt lauwarm und kalt!
Macht sich bestimmt auch gut auf einem Halloween-Buffet!

Puff pastry, filled with smoked salmon, mozzarella di bufala, onion rings. Seasoned with Italian herbs and tomato paste (mixed with a bit of cream).

Delicious!

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Italienische Barküche – Mozzarella in carrozza

Meine erste Begegnung mit dem Mozzarella in carrozza ist etwa zwanzig Jahre her. Damals waren wir in den Herbstferien nach Rom gefahren. Ein Bekannter aus der Reisegruppe hatte den Reiseführer „Rom preiswert“ dabei und wusste immer Bescheid, wo man gut und günstig essen kann.
Die Restaurants sahen von aussen meist nicht sehr Vertrauen erweckend aus. In dem Restaurant mit dem „Mozzarella in der Kutsche“ , so heisst das Gericht nämlich übersetzt, standen im vorderen Raum etwa 2-3 leere Tische bei schummrigem Licht.

In Italien ist es so, dass man begrüsst wird und dann einen Tisch zugewiesen bekommt (immer brav warten, bis man aufgefordert wird). Also folgten wir dem netten Herrn, an der winzigen Küche vorbei, die nur durch eine in der Mitte geteilte Schwingtür getrennt war, in den Hinterraum. Wir setzten uns an einen großen Tisch – die übrigen Tische waren mit quirligen Italienern besetzt und es war auch nicht so schummrig wie im Vorraum. Ausser uns kein einziger Tourist – also doch ein Geheimtipp.

Die Ratlosigkeit auf unseren Gesichtern war nicht zu übersehen, denn die Speisekarte war nur in Italienisch (damals konnte ich nur 2-3 Worte Italienisch und war mit einem Pocket-Sprachführer unterwegs, in dem schon vorgefertigte Sätze für die wichtigsten Dinge des Lebens aufgeführt waren).

„Mozzarella in carrozza“ hört sich komisch an, muss aber irgendwas mit Mozzarella sein und stand eigentlich bei den Vorspeisen. Also haben wir das mal als Vorspeise bestellt.
„È molto buono“ meinte der nette Herr nur, und verschwand mit einem Lächeln auf dem  Gesicht, mit der Gewissheit, dass es uns schmecken würde.
Was wir ausser der Vorspeise noch gegessen hatten, weiss ich eigentlich nicht mehr so genau – aber die ist mir sehr gut im Gedächtnis geblieben – wirklich köstlich.

So, und hier ist nun das Rezept –  wer frischen Mozzarella di Bufala bekommen kann (wir holen den immer im italienischen Supermarkt) sollte diesen verwenden. Der gewöhnliche aus Kuhmilch geht aber auch.

Mozzarella in carrozza
für 4 Portionen

8 Scheiben Toastbrot vom Vortag
125 g Mozzarella di Bufala
Salz
Pfeffer
2 Eier
3 Esslöffel Milch
1 Esslöffel frisch geriebener Parmesan
4  Esslöffel Olivenöl
4 Esslöffel Butter

1. Die Toastbrotscheiben übereinander legen und mit einem Sägemesser die Rinde dünn abschneiden. Den Mozzarella in Scheiben schneiden und 4 Brote damit belegen, mit Salz und Pfeffer würzen. Je eine Brotscheibe darauf legen.

2. Eier, Milch und Parmesan miteinander verrühren. Die Brote mit den Rändern eintauchen und die Ränder festdrücken. Die Brote in eine flache Schale legen, die Eiermilch darüber gießen und einziehen lassen, dabei die Brote mehrmals wenden.

3. Öl und Butter in einer Pfanne erhitzen und die Brote darin auf jeder Seite 1 bis 2 Minuten braten, bis sie goldgelb und knusprig sind.

Sofort servieren.

Dazu passen Blattsalate, Tomaten, Basilikum.

Das Gericht soll typisch für die Gegend um Neapel sein – von wo übrigens auch der Mozzarella di Buffala stammt.
Ein Klassiker der italienischen Barküche – also zum Apéro geniessen.

Ein wunderbarer, alkoholfreier Apréritif ist übrigens Chinotto – eine Limonade mit Saft aus der Chinotto-Frucht (Bitterorange). Gekühlt genießen – evtl. mit Eiswürfeln und einer Zitronenscheibe.