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Schwedische Gewürzkekse

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Vorgestern noch gefeiert – am Dienstag schon wieder bei der Arbeit – und ich hatte euch doch noch das Rezept für die „Schwedischen Gewürzkekse” von meinem Weihnachtsgruß versprochen…


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Irgendwo, in einem Buch oder einer Zeitschrift,  hatte ich diese schwedischen Gewürzplätzchen entdeckt, altmodisch von Hand abgeschrieben und neulich beim Durchstöbern meiner Weihnachtsrezepte wieder entdeckt.
Ein supereinfacher Teig, den man nicht gleich verarbeiten muss, sondern sogar über Nacht stehen lassen kann, um am nächsten Tag – mit aufgeräumter Küche und viel Platz für die vielen zu belegenden Bleche und fertigen Plätzchen – mit der Bäckerei loslegen kann…


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Wer mag, kann die Plätzchen noch mit Kuvertüre nach Wahl und Nonpareilles (kleine bunte Zuckerperlen) verzieren
Dazu die Kuvertüre (ich habe eine Mischung aus Zartbitter und Vollmilch Kuvertüre verwendet) über dem heißen Wasserbad schmelzen, die Kekse eintauchen, abtropfen lassen und in eine kleine Schüssel mit Nonpareilles dippen. Dann auf einem Gitter oder mit Backpapier belegtem Blech die Schokolade fest werden lassen.


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Das sieht sehr hübsch aus und ist sowohl bei Kindern als auch Erwachsenen der Renner – bei meinen Kollegen und Kolleginnen im Büro waren die dann auch zuerst aus der Plätzchendose gefuttert. Ich habe auch noch ein paar große Elche und Tannenbäume ausgestochen, die ich dann mit etwas größeren Zuckerperlen bestreut habe

– und wer es vor Weihnachten nicht geschafft hat zu backen, der kann noch Silvesterkekse in Form von Kleeblättern daraus zaubern – vielleicht mit grünem Zuckerguss verziert?


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Schwedische Gewürzkekse


Zutaten
für ca. 100 Kekse

• 150 ml heller Sirup (z. B. Grafschafter)
• 250 g feinster Zucker
• 200 g Butter
• 150 ml Sahne
• 1 Teelöffel gemahlener Ingwer
• 1 Teelöffel gemahlener Zimt
• 1 Teelöffel Natron
• 700 g Mehl
• Mehl zum Bestäuben

Zubereitung

In einem großen Kochtopf bei mittlerer Temperatur Sirup, Zucker und Butter erhitzen, bis die Butter geschmolzen und der Zucker vollständig aufgelöst ist.
Den Topf vom Herd nehmen und die Sahne sowie die Gewürze einrühren. Natron hinzufügen und anschließend das Mehl nach und nach dazugeben und mischen, bis sich alles vermengt hat.
Zu einem lockeren Teig verarbeiten. Zudecken und über Nacht an einem kühlen Ort stehen lassen.
Am nächsten Tag sollte der Teig schön aufgegangen sein.

Am folgenden Tag den Ofen auf 180 °C (Umluft 160 °C) vorheizen. Zwei Backbleche mit Mehl bestäuben.
Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca. 2 mm dick ausrollen. Mit Ausstechförmchen Plätzchen ausstechen.
Im Ofen 8-10 Minuten backen, bis die Plätzchen an den Rändern eine satte braune Farbe haben und in der Mitte etwas heller sind.
Aus dem Ofen nehmen und auf einem Gitterrost abkühlen lassen.
In luftdichten Behältern aufbewahren.



Swedish spiced / gingerbread biscuits

Ingredients
For about 100 cookies

150 ml of light syrup (e.g. Lyle’s Golden Syrup)
250 g very fine sugar
200 g butter
150 ml cream
1 teaspoon ground ginger
1 teaspoon ground cinnamon
1 teaspoon of baking soda
700 g flour
Flour for dusting

Preparation

In a large pot, heat syrup, sugar and butter at medium temperature until the butter melts and the sugar is completely dissolved.
Remove the pot from the heat, then stir in cream and spices. Add baking soda and gradually add the flour. Stir until everything is evenly mixed.
Process into a loose dough. Cover and leave in a cool place overnight.

The next day, pre-heat the oven to 180 °C/356 °F (convection 160 °C/320 °F). Dust two baking sheets with flour.
Roll out the dough on a floured working surface, approximately 2 mm thick. Cut out the biscuits with a cookie cutter.
Bake in the oven for 8-10 minutes, until the cookies have a rich brown color at the edges and are slightly lighter in the middle.
Remove from the oven and allow to cool on a rack.
Store in airtight containers.

If you like, you can decorate the biscuits with chocolate and nonpareilles.
To do this, melt the chocolate/couverture (I use a mixture of plain and milk chocolate couverture) over a hot water bath (bain marie), dip the biscuits in the melted couverture, drain.
After that, dip into a small bowl filled with nonpareilles. Let dry on baking paper.

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Bretagne – Eine Wanderreise mit AVANTI (4) – Von der Pointe de la Jument fast bis nach Beuzec

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Unsere zweite Wanderung in der Bretagne sollte sehr anstrengend werden…. An unserem dritten Tag in der Bretagne war geplant, von unserem letzten Zielort, der Pointe de la Jument nach Beuzec zu wandern. Diesmal fuhren wir etwas früher los, denn zum Einkaufen für’s Picknick ging es diesmal nach Beuzec, wo unser Busfahrer Gerhard bei dem kleinen Dorfladen dann sein Fahrrad abgestellt hat, um später den Bus zu holen, während wir in einem Café auf ihn warten sollten.


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Wettervorhersage für den 30. Juli – es wird große Hitze erwartet

Nachdem wir die Einkäufe wieder auf die Rucksäcke verteilt hatten, und uns nochmal die Karte für diese Gegend angeschaut hatten, fuhren wir zu unserem Ausgangspunkt, der Pointe de la Jument.


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Und es wurde an diesem Tag wirklich sehr, sehr anstrengend. Es ging immer bergauf und bergab, überwiegend ohne jegliches schattige Plätzchen und sogar der sonst an der Küste so erfrischende Wind blieb auch irgendwann aus. Bei sengender Hitze gaben die ersten Wanderer schon nach etwa 1 ½ Stunden der Wanderung auf. Zum Glück gibt es von Zeit zu Zeit immer wieder markierte Ausstiege, über die man zur nächsten Straßenverbindung gelangt. Es wurde ein Taxi gerufen, das die erschöpften Wanderer zurück ins Hotel nach Douarnenez brachte. Die Markgräflerin hatte durchgehalten, aber von den mitgenommenen 2 Litern Flüssigkeit für den Weg war hinterher kein einziger Tropfen mehr übrig. Fotos wurden nur wenige gemacht, denn man hatte überhaupt keine Lust, irgendwo in der Sonne stehenzubleiben. Hauptsache weitergehen und bald ans Ziel kommen, war an diesem Tag das Motto. Hier ist dennoch eine kleine Zusammenfassung der Wanderung.



Mit reichlich Verspätung gelangten wir zu einem schattigen Platz in einem Waldstück, wo es Picknick gab. Irgendwie war das aber auch nicht so gemütlich.


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Wir beschlossen, die Wanderung abzukürzen und stiegen beim „Plage de Pors Péron” aus. Gerhard unser Busfahrer verabschiedete sich unterwegs von uns, um den Bus am Pointe de la Jument zu holen, der Rest von uns ging weiter.



Wir waren heilfroh, als wir den Strand erreicht hatten und wir uns im Schatten von ein paar Felsen ausruhen konnten. Als der Bus endlich kam, um uns abzuholen, waren wir alle glücklich. Gerhard schenkte zur Erfrischung erst mal gekühlten Cidre aus. Im Hotel war dann erst einmal ein ausgiebige Dusche fällig, ein warmer Tee – denn wenn es heiß ist, soll man ja eher etwas Warmes trinken und ein kleines Erholungsnickerchen. Später gab es zum Apéro noch ein Panaché (Radler) in einer Kneipe in der Nähe des Flüsschens Rhu. Anschließend sind wir zum Abendessen gegangen.


Ty Port Rhu 3_1 Cidre


Zum Essen gab es Cidre – keinen Tee!!! Der Cidre wird in der Bretagne oft in Bols = kleinen Schälchen serviert, manchmal auch mit Henkel…


Die Vorspeise


Ty Port Rhu 3_1 Vorspeise Andouille
Salat mit Andouille und Paté

Als Vorspeise gab es Salat mit Andouille und Paté. Andouille ist eine spezielle Rauchwurst, die mit Innereien (z. B. mit Kutteln) gefüllt ist. Typisch bretonisch! Das ist vielleicht nicht gerade jedermanns Sache. Aber die Scheibchen waren recht dünn geschnitten und ich fand den Geschmack doch interessant.


Das Hauptgericht


Ty Port Rhu 3_2 Galette lachs_


Und dann gab es unsere erste, echt bretonische Galette, gefüllt mit Lachs, Lauch und Crème fraîche! Kennt ihr eigentlich den Unterschied zwischen Crêpes und Galettes? Crêpes bestehen aus einem leicht gesüßten Teig und werden auch meist mit süßen Füllungen serviert. Sie werden überwiegend aus Hartweizenmehl (farine de froment) hergestellt. Galettes werden meist mit salzigen Zutaten gefüllt. Man verwendet dafür Buchweizenmehl (farine de blé noir) oder eine Mischung aus Buchweizen- und Weizenmehl.


 Das Dessert



Ein saftiger Schokoladenkuchen mit Vanillesauce… Mmmh.



Und dann hatten wir jeden Abend beim Essen Besucher… Möwen, die meinten, dass irgendetwas essbares vom Tisch fallen könnte… Der Markgräfler und die Markgräflerin sind danach zum Sonnenuntergang zum Hafen spaziert. Davon berichte ich in einem weiteren Blog Beitrag. – Fortsetzung folgt –