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Bella Italia – Venezia – Dolci: Torta della nonna

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Torta della nonna heißt übersetzt: Torte der Großmutter. Dieses Dessert ist eine gedeckte Tarte, die mit crema pasticceria – Konditorencreme gefüllt und mit Pinienkernen bestreut ist. Sagenhaft. Hier mit Puderzucker bestreut und mit etwas geschlagener Sahne (crema) und Karamelsirup serviert

Torta della Nonna
1 runde Backform (evtl. Tarteform)mit 24-26 cm Ø

crema pasticceria (=Patisserie- oder Konditorencreme)

80 g Mehl (farina)
1 Liter Frisch-Milch (latte fresco, 1 litro)
abgeriebene Schale einer halben  Zitrone (la scorza di 1/2 limone)
8 Eigelb (tuorli)
1  Vanillestengel  (1 stecca di vaniglia)

pasta frolla (= Mürbeteig)

200 g Butter (burro)
400 g Mehl (farina)
eine Prise Salz (sale, 1 pizzico)
4 Eigelb (tuorli)
1 Päckchen Vanillezucker (vanillina, 1 bustina)
150 g Puderzucker (zucchero al velo)

la ricopertura (=Belag)

120 g Pinienkerne (pinoli)
Puderzucker mit etwas Vanille aromatisiert (zucchero a velo vanigliato)

Zuerst die Creme für die Füllung zubereiten, sie muss abkühlen, bevor sie auf den Teig gegeben werden kann.
Hierfür die Vanilleschote aufschlitzen, mit der Milch in einen Topf geben. Die Milch zum Kochen bringen.
Eigelb mit Zucker schaumig schlagen, das gesiebte Mehl darunter rühren. Dann die kochende Milch (Vanilleschote entfernen und auskratzen) langsam und unter ständigem Rühren zu der Eiermasse gießen. Vanillekörnchen hinzugeben, nochmals aufkochen, bis die Creme dick wird. Vollständig auskühlen lassen.

Aus den Teigzutaten einen Mürbeteig zubereiten. 1/2 Stunde im Kühlschrank ruhen lasssen.

Den Backofen auf 180 °C vorheizen.

Dann etwa 2/3 des Teigs in Größe der Form so auswellen, dass der Rand auch ausgekleidet ist (ca. 3 cm hoch). In die gefettete, mit Mehl bestäubte Form legen, den Teigboden mehrmals mit einer Gabel einstechen. Die abgekühlte Creme auf dem Boden verteilen. Den restlichen Teig auswellen und als Deckel auf die Creme legen. Den Rand verschließen.

Die Pinienkerne auf dem Teigdeckel verteilen. Auf der unteren Schiene des Backofens für 45-50 Minuten backen.

Die Torta aus dem Ofen nehmen, auskühlen lassen und vor dem Servieren dick mit Puderzucker bestäuben.

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Und was passiert mit den übrigen Eiweiß??? – In Italien macht man daraus überdimensional große Meringoni = Meringen (deutsch = Baiser), wie z. B. diese hier:

meringen

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Meringen

Wie bekommt man perfekte Meringen?  Es geht ganz einfach und sie sind, in Tupperdosen kühl gelagert (z. B. im Keller) lange haltbar…wenn sie nicht vorher vernascht sind!
Ich mag sie gerne leicht gebräunt – überhaupt, wer hat behauptet Meringen müssten schneeweiß sein???

Man braucht nur:

Eiweiß und Zucker
ein Rührgerät, ein Spritzbeutel mit Sterntülle, Backblech mit Dauerbackfolie, einen Backofen und etwas Zeit

Das Eiweiß abwiegen, doppelte Menge Zucker abwiegen. Das Eiweiß sehr steif schlagen, denn Zucker langsam einrieseln lassen und weiterrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. In einen Spritzbeutel füllen und die Masse auf ein Blech spritzen.


Dann 1 Stunde in der Mitte des Backofens bei 140 °C backen. Den Backofen ausschalten und noch etwas trocknen lassen.

Die Meringen passen sehr gut zu Eiscreme bzw. Parfait, zerkrümelt in Dessert (aber bitte mit Sahne…) oder natürlich zu Marroni-glacé, Vermicelles = Marronipürree mit Zucker und Kirschwasser mit einem Klecks Schlagsahne.