Essen & Trinken, Food, Rezepte

♥ Ein Träumchen in Weiss ♥ – Weisse Johannisbeer Baiser Torte

Einmal im Jahr gehe ich mit der Schwiegeroma zum  Beerenpflücken. Sie hat gute Bekannte, die ganz viele Beerensträucher haben – Himbeeren, Stachelbeeren, schwarze – rote – und nur zwei Sträucher mit weißen Johannisbeeren, die ich ernten und mit nach Hause nehmen durfte. Man kann sie wegen ihrer Farbe wohl nicht so gut auf dem Markt verkaufen.

Dabei sind sie längs nicht so sauer wie die roten Johannisbeeren (Hannistrübli). Es handelt sich nicht um eine Naturform, sondern die weisse Johannisbeere ist eine Züchtung.
Ich habe schonmal weißes Johannisbeergelee mit Martini Bianco gemacht, diesmal sollte es ein Kuchen sein, und natürlich mit Baiser!

Ein recht unkompliziertes Rezept und es geht relativ schnell.

Weisse Johannisbeer-Torte mit Baiser
Zutaten für eine quadratische Springform  ca. 24 x 24 cm

Für den Teig:

150 g Butter
250 g helles Dinkelmehl (Type 630)
50 g Zucker
2 Eigelb
1 Prise Salz
3 Esslöffel kaltes Wasser

Die Zutaten mit dem Flachrührer der Küchenmaschine vermischen, bis ein weicher Mürbeteig entsteht. Eine Form (rund: 28 cm Ø) – ich habe eine entsprechende quadratische Form mit abgerundeten Ecken verwendet- mit Butter einfetten. Den Teig hineingeben und flach mit den Händen hineindrücken. Dabei einen ca. 4 cm hohen Rand formen.
Den Boden der Mitte des Backofens bei 200 °C 10-15 Minuten goldbraun vorbacken.

Für die Füllung:

2 Eiweiß
100 g Puderzucker
2 Teelöffel Speisestärke (Kartoffelmehl)
500 g weiße Johannisbeeren

Die Beeren waschen, entstielen und auf Küchenkrepp gut trocken lassen.
Das Eiweiß zu sehr steifem Schnee schlagen, Puderzucker und Speisestärke hinzufügen und  nochmals 3 Minuten schlagen.


Die Johannisbeeren vorsichtig unterheben, gleichmäßig auf dem vorgebackenen Mürbeteigboden verteilen und glattstreichen.

Dann auf der untersten Schiene bei 225°C weitere 15 Minuten backen. Vollständig auskühlen lassen.


Baiser lässt sich besser schneiden, wenn man das Messer zuvor in kaltes Wasser taucht.

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Weiße Johannisbeeren – Weisses Johannisbeergelee mit Martini Bianco

Mal etwas Exotisches aus dem heimischen Beerenangebot, weiße Johannisbeeren. Ich finde, sie schmecken wie die roten, ich habe Gelee daraus gekocht.

Grundrezept für Gelees:

Zuerst werden die Früchte heißentsaftet, d. h. man gibt 2 kg Früchte in einen großen Topf und gießt 1 Liter Wasser dazu.
Man kocht die Früchte so lange, bis sie weich sind. Dann hängt man ein grobmaschiges Sieb in einen Auffangbehälter- ich verwende einen großen, weiten Messbehälter aus Glas mit Ausguss- und legt das Sieb mit einem Passiertuch aus (gibt’s z. B. im Raiffeisen-Markt).
Dann schöpft man die Beerenmasse in das Tuch und lässt das Ganze über Nacht abgedeckt stehen. Damit das Gelee klar bleibt, darf man das Tuch dann nicht auspressen!

Man misst den Saft ab und mischt diesen mit der auf der Packung angegebenen Menge Gelierzucker (Johannisbeeren gelieren in der Regel sehr gut, da sie einen hohen Pektingehalt haben, also evtl. etwas weniger Gelierzucker verwenden) in einem Topf. Ich nehme meist den Gelierzucker 1:1 von Südzucker.

Den Topf nur maximal bis zur Hälfte füllen – das verhindert das Überkochen. Sobald die Mischung anfängt, sprudelnd zu kochen, beginnt die Kochzeit: ca. 4 Minuten.
Gelierprobe machen, indem man ein wenig von dem Gelee auf eine kalt abgespülten Teller gibt. Wenn es schnell fest wird, ist das Gelee fertig.

Den Herd ausmachen, nach Belieben einen ordentlichen Schuss Martini Bianco hinzufügen und sofort in heiss ausgespülte Gläser geben, verschließen. Die Gläser  auf einem Tuch auf den Kopf stellen und abkühlen lassen.

Das Gelee wird leicht rötlich.

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Johannisbeer Götterspeise

Also, mit Johannisbeeren kann man ganz viele, tolle Sachen machen. Hier ein etwas außergewöhnliches Dessert mit frischer Pfefferminze aus meinem Garten.
Schmeckt sehr erfrischend.

Zutaten für eine Form mit 500 ml Inhalt:

8 Blätter Gelatine ( Menge für ca. 750 ml Flüssigkeit, auf der Packung nachsehen)
300 g Johannisbeeren
200 ml Martini bianco (Für Kinder statt Martini weißer Traubensaft)
500 ml Wasser
75 g Zucker
kleingeschnittene, frische Minze

zum Servieren:

etwas frische Minze
Schlagsahne und Vanilleeis
oder 200 g Crème fraîche mit 2 Esslöffel Zucker verrühren

Zubereitung:

Die Gelatine in reichlich kaltem Wasser einweichen. Die Johannisbeeren waschen und entstielen. Martini (oder weißer Traubensaft), Wasser und Zucker aufkochen. Die Beeren hineingeben. Bei großer Hitze 1 Minute kochen. Vom Herd ziehen. Gelatine gut ausdrücken und in der warmen Flüssigkeit auflösen. Vorsichtig, aber gründlich mischen.
Die Form kalt ausspülen, mit Klarsichtfolie auslegen, die Falten glatt streichen. Boden mit Beeren und Saft bedecken. Ca. 15 Minuten im Tiefkühler gelieren lassen. Klein geschnittene Minze darüber geben, wieder eine Schicht Beeren und Flüssigkeit darauf geben, und gelieren lassen. Mehrfach wiederholen. Dann im Kühlschrank ca. 3 Stunden fest werden lassen.

Dazu gibt es Vanilleeis und Sahne, oder wie bereits oben erwähnt, gezuckerte Crème fraîche.