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Biskuitroulade mit Maronen-Crème-Füllung

Kastanien Rolle 4
Mmmh, locker leichter Biskuit und eine Maronencrème, die mit etwas Kirschwasser verfeinert wird. Seit ich vergangenes Jahr die Maronenmousse im Glas gemacht hatte, habe ich vor, auch dieses Rezept einmal auszuprobieren. Das Kastanienpüree ist nicht selbst gemacht, man kann das fertige Püree aus Frankreich verwenden (Dose), in der Schweiz, bei Migros kann man es auch tiefgekühlt kaufen. Ausserdem kommt cremiger Mascarpone in die Füllung. Perfekt für den herbstlichen Kaffeetisch.

Mmm, fluffy, light biscuit and a chestnut cream that is flavored with a little kirsch. Since I had made the Chestnut Mousse in a Jar last year, I wanted to try this recipe. The chestnut puree is not homemade, you can use the canned puree from France, in Switzerland, at Migros you can also buy it frozen.
There’s also creamy Mascarpone in the filling. Perfect for your coffee-table in fall.

Kastanien Rolle 1

Biskuit-Roulade mit Maronen-Crème-Füllung / Rolled sponge-cake filled with chestnut and mascarpone-cream

Biskuit / sponge cake:
4 Eiweiß, 6 Eigelb / 4 egg whites, 6 egg yolks
1 Prise Salz / 1 pinch salt
60 g Zucker / 60 g caster sugar
125 g Mehl / 125 g flour
½ Teelöffel Backpulver / ½ teaspoon baking soda
1 Päckchen Vanillezucker / 1 small packet vanilla sugar
Puderzucker zum Bestäuben / icing sugar to dust

Füllung / filling:
300 g Kastanienpürre / 300 g chestnut puree
200 g Mascarpone / 200 g Mascarpone
80 g Zucker / 80 g caster sugar
1 Päckchen Vanillezucker / 1 small packet vanilla sugar
2-3 Esslöffel Kirschwasser / 2-3 tablespoons kirsch
50 ml Milch / 50 ml milk
4 Blatt weiße Gelatine / 4 white gelatin sheets
150 g geschlagene Sahne / 150 g whipped cream

Biskuit:

Den Backofen auf 200 °C vorheizen.
Die Eier trennen. Zuerst das Eiweiß mit einer Prise Salz sehr steif schlagen.
In einer zweiten Schüssel die Eigelbe mit dem Zucker cremig rühren. Das Mehl mit Backpulver und Vanillezucker mischen und unter die Eigelbmasse rühren, dann vorsichtig den Eischnee unterheben.
Den Teig gleichmäßig auf ein mit Backpapier belegtes Blech verstreichen (ca. 1 cm dick). Bei 200 °C etwa 8-10 Minuten backen, herausnehmen und auf ein feuchtes Küchentuch stürzen. Das Backpapier abziehen und den Biskuit zusammen mit dem Tuch aufrollen. Vollständig abkühlen lassen.

Füllung:
Die Gelatine im kaltem Wasser einweichen. Kastanienpürree, Mascarpone, Zucker, Vanillezucker und Kirschwasser gut vermischen. In einem kleinen Topf die Milch erhitzen, die gut ausgedrückte Gelatine dazu geben und bei schwacher Hitze darin auflösen. 3 Esslöffel von der Creme unterziehen, dann unter die übrige Creme rühren. Zum Schluss die geschlagene Sahne unterheben und etwas abkühlen lassen, bis die  Creme leicht fest wird (evtl. kurz in den Kühlschrank stellen).
Den Biskuit ausrollen und mit der Maronencrème bestreichen, dabei einen Rand freilassen. Mit Hilfe des Küchentuchs aufrollen. Auf eine Platte gleiten lassen, und mit Frischhaltefolie abdecken. Ein paar Stunden in den Kühlschrank stellen (am besten über Nacht) bis die Crème fest ist.
Vor dem Servieren evtl. ungerade Ränder abschneiden und mit Puderzucker bestäuben.

Kastanien Rolle_

Zusammen mit einer guten Tasse Kaffee genießen! Schmeckt göttlich….

Kastanien Rolle 2

Have a good cup of coffee with it and enjoy! Tastes divine…

Sponge cake :

Preheat the oven to 200 ° C (392 °F) .
Separate the eggs . First, beat the egg whites (and pinch of salt ) until very firm.
In a separate bowl, stir the egg yolks and the sugar until creamy. Mix the flour with baking powder and vanilla sugar and stir into the egg yolk mixture, then gently fold in the beaten egg whites .
Evenly spread the dough on a tray lined with baking paper (about 1 cm thick). Bake at 200 ° C (392 °F) for about 8-10 minutes, take out and pounce on a damp kitchen towel. Peel off the baking paper and roll up the sponge cake together with the cloth. Allow to cool completely .

Filling:
Soak the gelatin in cold water. Mix well the chestnut purree, mascarpone, sugar, vanilla sugar and kirsch. Heat the milk In a small saucepan, add the well squeezed gelatine and dissolve it over low heat. Stir in 3 tablespoons of the cream, then stir this into the remaining cream. Finally, fold in the whipped cream and allow to cool slightly, until the cream is getting a little firmer (maybe in the fridge ) .
Unroll the sponge cake and spread the chestnut cream on it leaving out a margin. Roll up using the kitchen cloth. Slide onto a plate and cover with cling film.
Cool in the refrigerator ( preferably overnight ) until the cream is firm.

Before serving, cut off any uneven edges and dust with icing sugar .

Wer es fruchtig mag, kann mal diese Tarte mit Maronen und Sauerkirschen versuchen:

Tarte Marrons Cerises10Tarte aux marrons et cerises

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Kastanientruffes – nach Kathrin Rüegg und Werner und O. Feißt

Kastanientrüffes3

Im Adventskalender-Fenster von gestern hatten wir ja schon die Tessiner Marronisuppe, jetzt gibt es noch ein süßes Rezept aus der Küche der Schweizerin Kathrin Rüegg, die lange im Tessin lebte und über ihr Leben und ihr damaliges Aussteiger-Dasein mehrere Bücher geschrieben hat. Ich selbst war vor vielen Jahren während eines Tessin-Urlaubs einmal in ihrem kleinen Laden in Gerra-Verzasca, wo sie allerlei selbstgemachtes verkauft hatte. Leider haben wir sie damals nicht angetroffen. Aber sie war einige Male mit einem Stand auf dem Weihnachtsmarkt in Neuenburg zusammen mit Werner O. Feißt, der damals auch Mit-Initiator des Linzertorten -Backwettbewerbes war. Dort konnte man auch ein paar Worte mit den beiden wechseln und sich eine nette Widmung in das neu erworbene Buch schreiben lassen.

Beide leben inzwischen nicht mehr, aber ihre Kochsendung „Was die Großmutter noch wußte”, in der sich beide immer gerne neckten, und nebenbei noch kochten und alles genau erklärten, bleibt unvergessen. Mit von der Partie war auch immer ein Oekotrophologe Nicolai Worm, der ernährungswissenschaftliche Aspekte zum Sendungsthema darlegte, und die Medizinerin Ina Ilkhanipur, die Gesundheitstipps gab.

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Rezept für hausgemachte Kastanientruffes (nach Kathrin Rüegg/Werner O. Feißt)

600 g Kastanien
1/2 Liter Milch
1 Vanillestengel, der Länge nach aufgeschnitten
4 Esslöffel Puderzucker
2 Esslöffel Kakaopulver (1)
75 g frische Butter
2 Esslöffel Rum
2 Esslöffel Kakaopulver (2)

Die gewaschenen Kastanien auf der gewölbten Seite kreuzweise einschneiden. Milch, Salz und Vanillestengel aufkochen. Die Kastanien beigeben und auf kleiner Flamme 40 Minuten kochen. Abseihen. Die Kastanien so heiß wie möglich schälen. Durch ein Sieb streichen oder mit dem Stabmixer fein pürieren.
Zucker, Kakao (1) Butter und Rum daruntermischen. Mit kalten, nassen Händen Kugeln drehen, diese über Nacht in den Kühlschrank stellen. In einen Cognacschwenker Kakaopulver (2) geben. eine Kugel nach der andren hineingeben und durch einige Drehbewegungen des Glases gleichmäßig rund formen und mit Kakaopulver überziehen. In Pralinentütchen anrichten. Kalt servieren. Am besten zu einem Espresso.

Ich habe mir die Arbeit ein wenig vereinfacht und vorgegarte Kastanien verwendet (Vakuum-Pack, aus der Folie nehmen und so in die Milch geben). Die müssen nicht so lange in der Milch garen, und sollten eher in der heißen Milch durchziehen, d. h. man darf sie nicht zu stark köcheln lassen.
Ansonsten habe ich alles so gemacht, wie im Rezept beschrieben.

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Kastanientrüffes – am Tag zuvor, in einer verschliessbaren Plastikdose – vor dem Ruhen im Kühlschrank

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Weihnachtliche Marroni-Suppe aus dem Tessin

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Adventskalender Fenster Nr. 16: Langsam muss man sich schon überlegen, was es an den Weihnachtsfeiertagen zu Essen geben soll … Für die Vorspeisen-Suppe zu einem Wildgericht im Hauptgang bietet sich eine Tessiner Marronisuppe an. Ich habe zum Test die Menge halbiert und das Ganze als vorweihnachtlichen Samstagseintopf gekocht. Die Suppe ist allerdings sehr sättigend und mit einem Vollkornbrot- Sternchen, bestrichen mit Gänse-Griebenschmalz, hat es als Hauptmahlzeit ausgereicht!

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Wenn man also die Hälfte kocht, und die Menge auf vier kleine Schälchen oder Kaffeetassen verteilt, und ebenfalls Brot mit Schmalz dazu reicht, ist das als Vorspeise vor einem mehrgängigen Festmenü vollkommen ausreichend.

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Tessiner Marronisuppe
(als Hauptmahlzeit für 4 Personen)

Zutaten:
1 rote und
1 weiße Zwiebel
4 Zweige Rosmarin
3 Esslöffel Olivenöl
600 g vorgegarte, geschälte Marroni
500 ml Rotwein (z. B. Tessiner Merlot)
800 ml Gemüsebrühe
Meersalz, Pfeffer aus der Mühle
150 ml Sahne

Die Zwiebeln abziehen und hacken. Die Rosmarinnadeln von den Zweigen zupfen. Die Zwiebeln im Olivenöl andünsten.

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Rosmarin und Marroni beigeben und mit dünsten.

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Mit Wein ablöschen.

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Die Brühe beigeben und ca. 20 Minuten köcheln lassen, bis die Marroni weich sind. Die Suppe mit dem Stabmixer pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Durch ein Sieb streichen, wieder in den Topf geben und nochmals kurz erhitzen.
Zum Servieren die Sahne steif schlagen. In Schälchen oder Suppentassen füllen, einen Klecks Sahne darauf geben. Mit Petersilie verzieren.

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Für die Brotsterne Vollkorn-Toastbrot toasten. Eine Ausstechform (Stern, oder auch Herz o. ä.) in den noch heißen Toast drücken, mit einem Messer die Form ausschneiden.
Mit Gänse-Griebenschmalz bestreichen und zur Suppe servieren

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Risi e marroni

Risi e marroni

Abgeleitet vom italienischen Gericht Risi e Bisi aus Italien/Venetien (Reis mit Erbsen) habe ich statt der Erbsen einmal Maronen verwendet. Dazu ein wenig TK-Bouillon-Gemüse, Speck und als Krönung frisch geriebener Parmesankäse. Die Zutatenmenge reicht für 2-3 Portionen.
Da ich mich derzeit krank zu Hause rumdrücke (habe einen fiesen Erkältungsvirus erwischt – zum Glück ist es keine Grippe) muss es ein Essen sein, bei dem man nicht allzu viel Geschirr braucht, aus Vorräten, die im Haus sind, gemacht werden kann, und was trotzdem noch einigermassen gesund ist.
Nachdem ich nun schon Unmengen an Tee getrunken und Süppchen gegessen habe, ist es mal Zeit für was Herzhaftes. Denn der Geschmackssinn ist auch etwas durch die Erkältung beeinträchtigt.

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Risi e marroni

40 g durchwachsener Speck
200 g vorgegarte, geschälte Maronen (Edelkastanien)
eine Tasse fein gewürfeltes Bouillon-Gemüse (TK)
gemischte TK-Kräuter
40 g frisch geriebener Parmesan
125 g Risotto-Reis (Vialone- oder Avorio-Reis)
2 Esslöffel Butter
1/2 Liter heisse Fleischbrühe
1 Zwiebel
Salz, Pfeffer aus der Mühle

Den Speck und die Zwiebel in kleine Würfel schneiden. In einem beschichteten Topf 1 Esslöffel Butter zerlassen, den Speck und die Zwiebel darin glasig dünsten. Die Kräuter dazugeben und kurz mitdünsten. Die Maronen mit einem Messer grob zerhacken, dazugeben und ebenfalls kurz dünsten. 1/8 Liter der heissen Brühe hinzufügen, den Reis unter Rühren einstreuen, dann nach und nach die restliche Brühe einrühren. Unter Rühren den Reis ausquellen lassen. Das dauert je nach Reissorte 15-20 Minuten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Ein Esslöffel Butter und ein wenig Parmesankäse untermischen. Zum Servieren mit dem restlichen Parmesankäse bestreuen, nach Belieben zusätzlich Kräuter aufstreuen.

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Marroni – und noch mehr Bilder vom Jahrmarkt

Er ist auch immer beim Jahrmarkt – und ab und zu in der Fussgängerzone oder Werderstrasse anzutreffen. Bio-Marroni!

Marroni kann man auch ohne spezielle Pfanne ganz einfach im Backofen rösten: Die Marroni/Maronen/Esskastanien auf der gewölbten Seite mit einem spitzen, scharfen Messer kreuzweise einschneiden, auf einem Kuchenblech angefeuchtet bei 180 °C insgesamt 40-50 Minuten rösten. Nach 30-40 Minuten nochmals befeuchten, mit einem zweiten Blech bedecken und nochmals 10 Minuten rösten, bis die Schalen geplatzt und die Kastanien mehlig weich sind.

Wenn man die Kastanien weiterverarbeiten möchte, kann man sie auf folgende Arten schälen:
Die Kastanien waschen, mit einem spitzen, scharfen Messer einen 1-2 cm langen Einschnitt machen, in kochendes Wasser geben und 5 Minuten kochen. Jeweil eine Portion mit der Schaumkelle entnehmen und möglichst heiss schälen. Den Rest im Wasser lassen, denn wenn die Kastanien zu sehr abkühlen, lassen sie sich nicht mehr gut schälen.

Oder: Die gewaschenen Kastanien mit einem Tuch gut abtrocken und mit einem Schaumlöffel in heißes Öl tauchen, 5 Minuten brutzeln lassen, auf eine Pellkartoffelgabel aufspiessen und möglichst heiß schälen.

Marroni, traditionell in Tüten aus Zeitungspapier gefüllt

Rezepte mit Kastanien/Kastanienmehl oder Maronencreme:

Marroni-Crème Suppe

Marroni Gugelhupf

Kastanientrüffel

Castagnaccio

Korsischer Kastanienkuchen

Kastanienpfannkuchen (Insel Elba)

Kastanienspätzle mit Rotkraut und gebackenen Kürbisschnitzen

Maronen-Kirsch-Tarte / Tarte aux marrons et cerises

Macadamia-Maronen-Brot

Kastanieneis – Glacé aux marrons

Kürbis-Marroni-Crème Suppe mit Lauch

Entenbrust mit Maronen und Chicorée à l’orange

Rotkraut-Orangen Salat mit Maronen und Appenzeller Mostbröckli

Thanksgiving – Roast Turkey mit Maronenfüllung

Und dann musste ich wieder mal am Stand mit dem Gemüsehobel stehen bleiben – im vergangenen Jahr hatte ich mir endlich mal einen geleistet:

Zum Abschluss die traditionelle heiße Schokolade (auf Wunsch mit Rum) von der Confiserie Krauss – und dann war der Jahrmarkt 2012 auch schon wieder vorbei…

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Samstagseintopf: Kürbis-Marroni-Suppe mit Lauch

Und es geht weiter mit den Marroni (=Maronen, Edelkastanien, Esskastanien) und einem Hokkaido Kürbis. Gestern war Gartenarbeit angesagt: Hecke schneiden, wieder mal Äpfel aufsammeln, Schnittgut zur Kompostieranlage fahren, ein neues Gartenaccessoire bepflanzen (davon später) – und dabei war es draussen nicht besonders gemütlich. Kühl und später auch regnerisch.
Da kommt ein gesundes, wärmendes Süppchen gerade recht. Das Rezept reicht für vier Personen als Hauptspeise.

Kürbis Marroni-Suppe mit Lauch

800 g Hokkaido-Kürbis (oder Muskatkürbis)
1 Zwiebel
150 g Lauch (Poree)
150 g Marroni geschält und vorgegart, aus dem Vakuumpack
1 Esslöffel Butter
100 ml Weisswein (Gutedel!)
1,2 Liter Fleisch- oder Gemüsebrühe
150 ml Sahne
Salz, Cayennepfeffer, schwarzer Pfeffer
Kürbiskernöl

Kürbis und Zwiebel in Stücke, Lauch in feine Ringe schneiden. Alles bis auf eine Handvoll Lauchringe mit den Marroni in einem großen, hohen Topf in Butter andünsten, bis die Zwiebeln glasig sind. Den Wein dazugeben und etwas einkochen lassen. (Mmmmh das duftet…)
Die Fleischbrühe und 50 ml Sahne hinzufügen. Deckel auflegen und ca. 25 Minuten köcheln lassen.

Die Suppe pürieren. Mit Salz, Cayennepfeffer und schwarzem Pfeffer abschmecken. Die restlichen Lauchringe in siedendem Salzwasser ca. 2 Minuten blanchieren, durch ein Sieb abgießen und abtropfen lassen.
Die restlichen 100 ml Sahne steif schlagen (das geht ganz gut in einem Schüttelbecher). Die Suppe mit Sahne und dem Lauch garnieren.
Dazu schmeckt ein Brötchen mit Butter und „Schwarzwälder Schinkenspeck”. Das Kürbiskernöl auf den Tisch stellen, damit sich jeder selbst nehmen kann, soviel er möchte.

Mit dem Löffel verrührt gibt es eine Suppe mit Marmormuster, der dunkle Fleck ist eine Marone, die mein Mixstab nicht erwischt hat:

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Marronigugelhopf – Kastaniengugelhupf

Es beginnt bald wieder die Zeit, wo überall in der Basler Innenstadt Marronistände aufgestellt sind. Zeit für einen Marroni-Gugelhopf.
Das Rezept habe ich in einer alten „Saisonküche“ der Migros gefunden. Der Kastaniengeschmack ist bei diesem Kuchen, der in seiner Konsistenz eher einem etwas festeren Pudding gleicht, sehr dezent und macht sich hervorragend mit ein wenig Lebkuchengewürz. Ich habe noch ein wenig Kirschwasser untergemischt, um den Geschmack zu verfeinern. Der Kuchen ist schön feucht und aromatisch und eignet sich auch als Dessert.
Ich habe ihn in meiner Keramikform aus dem Elsass gebacken und musste die Backzeit auf eine Stunde erhöhen.

Marronigugelhopf (1 Liter-Gugelhopf-Form)

100 g weiche Butter
120 g Zucker
100 g Marronipüree
500 ml Milch
2 Eier
100 g Mehl
50 g frisch gemahlene Mandeln
1/2 Beutel Backpulver
2 Prisen Lebkuchengewürz
1 Prise Salz
2-3 Esslöffel Kirschwasser
100 g vorgegarte Marroni (Vakuumpack)
Butter für die Form
Mehl oder feiner Grieß für die Form
Puderzucker zum Bestäuben

1. Butter und Zucker mit dem Handrührgerät schaumig schlagen. Marronipüree und Milch dazumischen. Eier verquirlen und nach und nach dazurühren. Mehl, Mandeln, Backpulver, Lebkuchengewürz und Salz mischen. Zur Masse rühren.
Die Marroni halbieren und in dünne Scheiben schneiden. Unter die Masse mischen.

2. Backofen auf 180 °C vorheizen. Gugelhopfform mit Butter auspinseln und mit Mehl bestäuben. Masse in die Fomr geben. In der unteren Ofenhälfte ca. 40 Minuten backen. Den Gugelhopf in der form auskühlen lassen.


Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.

Marronigugelhupf mit Meringue

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Maronen-Kirsch-Tarte / Tarte aux marrons et cerises

Schmeckt einfach göttlich – nach einem Rezept aus Südfrankreich (mit Markgräfler Edel-Kirschen).

Dafür verwendet man die vakuumverpackten Marroni (ich habe mich während der vergangenen Kastanien-Saison vorsoglich gut damit eingedeckt).

Tarte aux marrons et cerises

Zutaten für eine Tarteform (28-30 cm Ø)

Für den Teig:
225 g Mehl
120 g kalte Butter
2 Päckchen Vanillezucker
1 Prise Salz

Für den Belag:

500 g frische, knackige Kirschen
250 g gekochte, vakuumverpackte Maronen
100 g Sahne
70 g Zucker
etwas gemahlene Vanille
150 g Crème fraîche
3 Eier

Für den Teig das Mehl (ich habe Dinkelmehl Type 630 verwendet) mit der Butter in kleinen Stücken, dem Vanillezucker, 1 Prise Salz und 2 Esslöffel eiskaltem Wasser zu einem glatten, geschmeidigen Teig kneten.

Den Teig zu einer Kugel formen und zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie rund und dünn ausrollen. Die Form mit dem Teig einkleiden, dabei einen Rand hochziehen. Den Teig in der Form für 30 Minuten ins Tiefkühlfach stellen.

Inzwischen die Kirschen waschen, entstielen und entkernen. Den Backofen auf 180 °C vorheizen. Die Maronen zerkrümeln und im Mixer mit der Sahne fein pürieren. Mit dem Zucker, der gemahlenen Vanille und der Crème fraîche verrühren, nach und nach die Eier untermischen.

Den Teig im heißen Ofen (Mitte) ca. 10 Minuten vorbacken.

Dann die Kirschen auf dem Teigboden verteilen

und mit der Maronencreme bedecken.

Den Kuchen wieder in den Ofen stellen und ca. 50 Minuten backen, bis die Creme fest und leicht gebräunt ist.


Noch ein kleiner Kurs in Allemannisch: diese Körbe, die man sich mit einem Gürtel umbindet, um Kirschen (=“Chriesi“) zu ernten (=“günne“) heißt
Chriesi-Chratte
(Somit hat man die Hände frei, um auf einer Leiter den Kirschbaum hochzuklettern, und dann die Kirschen zu pflücken).

Definition laut alemannischem Wörterbuch:
Chratte, de Chriesichratte  = Kirschpflückkorb m. zwei Henkeln an einer Seite

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Rotkraut-Orangen-Salat mit Marroni und Appenzeller Mostbröckli

Mmmmh, Rotkrautsalat – das Rotkraut habe ich hauchdünn mit dem berühmten, schwäbischen V-Hobel (den ich mir dieses Jahr auf dem Jahrmarkt endlich mal geleistet habe!) in Streifen geschnitten. Mit einem Orangen-Honig Dressing und Maronen wunderbar kombiniert mit Appenzeller Mostbröckli. Ein Gedicht!

Für das Dressing:
2 Orangen
1 rote Zwiebel
2 Esslöffel Butter
etwas Zucker
100 ml Gemüse- oder Fleischbrühe
100 ml trockener Weißwein
Salz, Pfeffer, etwas Honig
Walnussöl, Soja- oder Rapsöl, Weißweinessig
Kümmelsamen

1/4 Kopf Rotkraut
200 g gegarte Maronen (vakuumverpackt)
Eine handvoll Walnüsse und etwas Butter
Appenzeller Mostbröckli (Menge nach Belieben)
Salz, Pfeffer

Die Orangen auspressen. Die Zwiebel schälen und fein würfeln.
In einem Topf 2 Esslöffel Butter erhitzen und die Zwiebel darin glasig dünsten. 1 Esslöffel Zucker darüberstreuen und schmelzen lassen. Brühe, Wein und Orangensaft zugießen. Den Sud aufkochen und ca. 10 Minuten bei offenem Topf köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Nach Belieben Kümmel dazu geben.
Die vorgekochten Maronen hinzufügen, im Sud erhitzen, zum Schluss etwas Honig hinzufügen.
Den Rotkohl sehr fein in Streifen hobeln. Dann den heißen Sud darübergießen. Ca. 2 Esslöffel Walnussöl und einen Esslöffel Raps- oder Sojaöl und 2 Esslöffel Essig hinzufügen. Salzen, pfeffern und gut vermischen. 15 Minuten durchziehen lassen.

Die Walnusskerne grob hacken und in einer Pfanne in etwas Butter anrösten.
Den Salat auf Tellern anrichten, die Walnüsse darüber geben und mit Mostbröckli garnieren. Mit etwas Weißbrot (und Butter) servieren.

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Kastanientrüffel und eine Geschichte über die Liebe

Dessert: Ein Baden-Badener „Kurpark-Kastanientrüffel“ und ein Stückchen Kastanienkuchen mit Schokosauce garniert.

Dazu einen Espresso.

Rezept für hausgemachte Kastanientruffes (nach Kathrin Ruegg/Werner O. Feißt)

600 g Kastanien
1/2 Liter Milch
1 Vanillestengel, der Länge nach aufgeschnitten
4 Esslöffel Puderzucker
2 Esslöffel Kakaopulver (1)
75 g frische Butter
2 Esslöffel Rum
2 Esslöffel Kakaopulver (2)

Die gewaschenen Kastanien auf der gewölbten Seite kreuzweise einschneiden. Milch, Salz und Vanillestengel aufkochen. Die Kastanien beigeben und auf kleiner Flamme 40 Minuten kochen. Abseihen. Die Kastanien so heiß wie möglich schälen. Durch ein Sieb streichen oder mit dem Stabmixer fein pürieren.
Zucker, Kakao (1) Butter und Rum daruntermischen. Mit kalten, nassen Händen Kugeln drehen, diese über Nacht in den Kühlschrank stellen. In einen Cognacschwenker Kakaopulver (2) geben. eine Kugel nach der andren hineingeben und durch einige Drehbewegungen des Glases gleichmäßig rund formen und mit Kakaopulver überziehen. In Pralinentütchen anrichten. Kalt servieren. Am besten zu einem Espresso.

Ich habe die Truffes vor ein paar Jahren einmal gemacht. Sie waren sehr gut…Muss ich unbedingt wiederholen.

Zu den Kastanien noch eine nette Geschichte :

Jahrelang habe ich zwei Kastanienigel auf meinem Schreibtisch liegen gehabt. Irgendwer hat mir einmal mit ihrer Hilfe das Wesen der Liebe erklärt, vielleich war es eine kluge Frau, ich weiß es nicht mehr.
„Wenn zwei Stacheltiere frieren“, so hat sie gesagt, „dann rücken sie ganz nahe zusammen, um sich zu wärmen. Aber dann stechen sie sich. Also rücken sie auseinander.
Dann frieren sie wieder. Und rücken wieder zusammen, bis sie sich stechen. Das geht solange, bis sie eine ideale Entfernung gefunden haben, bei der sie sich zwar warm geben, aber noch nicht stechen. Siehst du, so ist es mit der Liebe. Auch da muß man diesen idealen Abstand finden, bei dem die Liebe den anderen und seine Freiheit noch nicht einschränkt.“(…)

W. O. Feißt in „Die besten Geschichten und Rezepte aus Großmutters Küche“