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Quinoa-Pfanne mit Auberginen und Raz el Hanout

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Ich habe mal wieder „frei Schnauze” gekocht und das Ergebnis seht ihr in diesem Bild. Ich hatte irrsinnig Lust auf etwas Vegetarisches – und noch ein Päckchen Quinoa, das kurz vor Verfalldatum ist. Ihr kennt das – man sieht irgendwo ein Rezept und hat aber die Zutaten nicht dazu. Dann sieht man irgendwo eine Zutat, wie in meinem Fall der Quinoa, und weiss aber nicht mehr, wo das Rezept ist…. Also blieb mir nichts übrig, als mir selbst etwas einfallen zu lassen. Auf dem Heimweg noch schnell einkaufen – mal sehen, was es gerade im Gemüseregal gibt: Lauchzwiebeln, bzw. Frühlingszwiebeln, braune Champignons, Auberginen, Paprika. Etwas Lauch, der schon fein vorgeschnitten war hatte ich noch im Kühlschrank, ausserdem hatte ich noch eine Tomate. Knoblauch habe ich sowieso immer im Haus. Statt Gemüsebrühe habe ich die Spargelbrühe, die ich von den Spargelpäckchen hatte (Schalen im Kochwasser ausgekocht) verwendet. Vom  Markt in Mulhouse hatte ich mir ein marrokkanisches Gewürz mitgebracht: Raz el Hanout.

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Raz el Hanout – marrokkanische Gewürzmischung
Bildquelle: Wikipedia

Mir war nach einer Mischung aus Marrokko und Frankreich – besser gesagt sowas wie Quinoa mit Ratatouille und marrokkanischem Geschmack, noch ein wenig Asia dazu in Form von Sojasauce und zur Abrundung des Geschmacks etwas Zuckerrübensirup – perfekt und gelungen.

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Quinoa-Pfanne mit Auberginen und Raz el Hanout
Für 2-3 Portionen

1 Tasse Quinoa
2 1/2 Tassen Wasser

1 kleine Aubergine
1 rote Paprika
1 kleines Stück Lauch
3-4 Frühlingszwiebeln
1 Knoblauchzehe
3-4 braune Champignons
1 Tomate
etwas Spargelwasser oder Gemüsebrühe
etwas dunkle Sojasauce
Raz el Hanout (ersatzweise Currypulver)
etwas Zuckerrübensirup

Quinoa mit heissem Wasser waschen (das nimmt die Bitterstoffe etwas heraus) durch ein Sieb geben, abtropfen lassen. Dann 2 1/2 Tassen Wasser in einen Topf geben, den Quinoa dazugeben und aufkochen. 20 Minuten bei geschlossenem Deckel sanft köchlen lassen, den Herd abschalten und 5 Minuten ausquellen lassen.

Das Gemüse waschen, putzen, die Champignons mit einer Pilzbürste säubern. Auberginen und Tomaten in Würfel, den Lauch in sehr feine Stücke, Pilze in Scheiben, Paprika in Streifen und Frühlingszwiebeln in Röllchen schneiden  (alles getrennt in kleinen Schüsselchen bereitstellen). Knoblauch abziehen und in kleine Würfel schneiden oder durch die Presse drücken.

Die Innenseite des  Woks (oder hohe Pfanne verwenden) mit wenig Soja- oder Sesamöl einreiben, zuerst die Auberginenwürfel unter häufigem Wenden darin anbraten. Wenn die Auberginen anfangen weich zu werden, nach und nach das übrige Gemüse und Pilze hinzufügen und bei mittelstarker Hitze unter häufigem Wenden anbraten.

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Mit Raz el Hanout, Knoblauch und Sojasauce würzen (die ist salzig genug- keine Zugabe von Salz notwendig), dann mit wenig Brühe ablöschen. Zum Schluss mit ein wenig Zuckerrüben-Sirup abschmecken, Quinoa untermischen – fertig.

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Quinoa ist glutenfrei. Neben hochwertigem pflanzlichen Eiweiß enthält Quinoa wertvolle Mineralstoffe wie Eisen, Kalium, Calcium und Magnesium.
Ein rundum gesundes Essen, das auch noch schmeckt. Ausserdem ist es fettarm.

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Wochenrückblick: Gehacktes mit Couscous oder Spaghetti

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Gehacktes mit Couscos

Am Donnerstag gab es Spaghetti mit Hackfleischsauce. Keine richtige Bolognesesauce mit einem Sofritto, in das ausser Zwiebeln noch Staudensellerie und Karotten gehören, weil der Markgräfler werder Staudensellerie noch Karotten in der Spaghettisauce mag… Die Reste gab es für mich dann am Freitag, aufgewärmt und dazu, weil es schnell gehen sollte, Couscous.

Couscous oder grober Hartweizengrieß aus „Durum Weizen” ist eigentlich die ideale Zutat für die schnelle Küche. Denn ganz fix hat man auch z. B. eine Gemüsepfanne gezaubert, die Beilage dauert nur 5 Minuten. Man braucht einen Heisswasserkocher, Wasser etwas Salz, nach Belieben ein Stückchen Butter und eine Schüssel mit Deckel. Man gibt eine große Tasse Couscous in die Schüssel, etwas Salz dazu und kocht Wasser im Heisswasserkocher. Vom kochenden Wasser misst man dann mit der gleichen Tasse ab und gibt es zum Couscous. Deckel drauf und 5 Minuten warten. Nach Belieben mit einem Stückchen Butter verfeinern und auflockern. Fertig!

Wir hatten Couscous früher in den Campingurlaub mitgenommen. In Frankreich ist das nicht notwendig – dort bekommt man Couscous in jedem Supermarkt. Für das Couscous würde sich auch eine orientalische Gewürzmischung mit gemahlemem Kreuzkümmel statt der italienischen Kräuter eignen (z. V. Raz el Hanout). Wer frischen Koriander bekommen kann sollte dann davon etwas aufstreuen.

Spaghetti Hackfleischsauce
Gehacktes mit Spaghetti

Spaghetti oder Couscous mit Hackfleisch-Tomatensauce

Für zwei bis drei Personen braucht man:

300 g gemischtes Hackfleisch vom Metzger
1 Zwiebel
2 Esslöffel Tomatenmark
1 Packung passierte Tomaten (500 g)
Olivenöl
1 Zwiebel, abgezogen und gehackt
1-2 Knoblauchzehen
Salz, Pfeffer, italienische Kräuter (getrocknet)
nach Belieben ein wenig gekörnte Brühe
250 g Spaghetti oder eine Tasse Couscous

etwas geriebenen Emmentaler oder Parmesan Käse
frische, gehackte Kräuter zum Aufstreuen

Olivenöl in einem Topf erhitzen. Darin die Zwiebeln andünsten. Das Tomatenmark hinzufügen, leicht anrösten, dann das Hackfleisch untermischen und krümelig braten. Knoblauch durch die Presse dazudrücken, mit Salz, Pfeffer und italienischen Kräutern würzen. Gut mischen, dann die passierten Tomaten dazugeben und nach Belieben etwas gekörnte Brühe.

Das ganze etwa 20 Minuten unter gelegentlichem Umrühren köcheln lassen. Bei Bedarf die Hitze ein wenig reduzieren und am besten den Deckel auflegen, weil die Tomaten spritzen – denn wer will hinterher schon die ganze Küche renovieren?

Spaghetti nach Packungsanweisung zubereiten oder Couscous – das Gehackte darauf geben, mit geriebenem Käse und frischen Kräutern bestreuen und genießen. Buon appetito!

Dazu passt hervoragend ein Glas Rotwein. Ein feines Bierchen geht aber auch!