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Feine Mandelmakronen mit Vanille


Natürlich könnte man sich ein wenig Arbeit sparen und für diese feinen Mandelmakronen die fertig blanchierten, gemahlenen Mandeln aus dem Backzutaten-Regal verwenden….
Ich persönlich verwende aber grundsätzlich lieber ganzen Mandeln, blanchiere und mahle sie selbst.
Im allgemeinen halten sich nämlich Mandeln und alle Arten von Nüssen nämlich länger, als die gemahlene Ware.
Sollte von der Weihnachtsbäckerei im neuen Jahr noch etwas übrig sein, ist das also nicht ganz so tragisch – man kann etwas später immer noch etwas anderes als Plätzchen damit backen oder man knabbert sie als gesunden Snack.

Außerdem finde ich , dass die frisch gemahlenen Mandeln besser schmecken und man damit ein besseres Backergebnis erzielt. Das Gebäck wird luftiger, lockerer und hat mehr Volumen.



Mandelmakronen


Zutaten
(für 40 Stück)
• 250 g Mandeln
• ½ Vanilleschote
• 250 g Zucker
• 3 Eiweiss
• 1 Teelöffel Zitronensaft
• 40 runde Oblaten, 4 cm Ø
• 40 g feiner Zucker

Zubereitung
Mandeln in eine Schüssel geben und mit kochenheißem Wasser übergießen. Nach 3 Minuten durch ein Sieb abgießen und die Häutchen abziehen.
Mit einem sauberen Küchentuch oder Haushaltspapier trockentupfen. Dann die Mandeln mahlen.
Die halbe Vanilleschote längs aufschlitzen. Das Mark mit einem spitzen Messer herausschaben und mit dem Zucker mischen.
Das Eiweiss sehr steif schlagen. Den Zucker löffelweise zufügen und verschlagen. Gemahlene Mandeln und Zitronensaft unterheben.
Ein Backblech mti Oblaten belegen. Mit zwei Teelöffeln oder einem Spritzbeutel mti mittlerer Lochtülle kleine Häufchen darauf setzen. Leicht mit feinem Zucker bestreuen.
Im vorgeheizten Ofen auf mittlerer Schiene 60 Minuten bei 140 °C backen.
Aus dem Ofen nehmen und auf einem Kuchendraht auskühlen lassen



Almond Macaroons

ingredients
(for 40 pieces)
250 g almonds
½ vanilla pod
250 g sugar
3 egg whites
1 teaspoon lemon juice
40 round wafers, 4 cm Ø
40 g fine sugar

preparation
Put almonds in a bowl and pour boiling water over it. Let stand for 3 minutes, then drain in a sieve and remove the skins.
Dab dry with a clean kitchen towel or household paper. Then grind the almonds.
Slit the half vanilla pod lengthwise. Scrape out using a sharp knife and mix with the sugar.
Beat the egg whites until very stiff. Add the sugar spoonwise and beat. Add ground almonds and lemon juice, fold in.
Place wafers on a baking tray. Using two teaspoons or a piping bag with a medium pipe, put  small piles of the macaroon mass onto the wafers. Lightly sprinkle with fine sugar.
Bake in a preheated oven the medium rack at 140 °C 0 284 °F for 60 minutes.
Remove from the oven and let cool on a cake wire

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Köstliche Eiweissverwertung: Hägenmakronen

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Hägenmakronen

Von den zuletzt gebackenen Weihnachtsplätzchen und dem Zimteis hatte ich noch so viele Eiweiß übrig.
Ich hatte schon lange nach einem Rezept gesucht, dass in der Konsistenz ähnlich ist, wie die italienischen Amaretti. Hier war ich endlich erfolgreich. Die Plätzchen bestehen nur aus abgezogenen, gemahlenen Mandeln, Puderzucker, Eiweiß, etwas Zitronensaft und Hägenmark (Hagebuttenmarmelade)/ Schweiz: Buttenmost (Gegend um Solothurn) und sind deshalb auch bestens für Menschen mit Glutenunverträglichkeit geeignet (ohne Oblaten!).
Meine Mutter erzählte mir einmal, dass sie das Hagebuttenmark aus Basel kennt, und dass viele Bäuerinnen aus dem Elsass im Herbst das Hagebuttenmark auf dem Basler Markt angeboten hätten. Deshalb habe ich hier auch die Confiture Églantines Sauvages (Wilde Hagebutten) aus Mulhouse verwendet.

Haegenmark
Hägenmark aus dem Elsass – Mulhouse,
Tradition seit 1921

 

Das Rezept stammt wiederum aus einem Buch vom SWR – Plätzle, Bredele, Gutsle, Weihnachtsbäckerei mit der Landesschau.554_270x179_675
Es ist von Marianne Braig aus Ravensburg. Sie schält die Mandeln selbst, beschreibt aber nicht, wie man das macht.
Deshalb habe ich hier das um meine Anmerkungen ergänzte Rezept.
Wer das selbst tun möchte, dem sei gesagt, dass es für diese Menge eine Heidenarbeit ist. Man überbrüht die Mandeln mit kochendem Wasser, lässt sie ein wenig darin ziehen. Wenn sich die Schalen leicht lösen, tropft man sie durch ein Sieb ab und reibt sie dann zwischen zwei Küchentüchern. Manchmal muss man einige widerspenstige Mandeln aus der Schale drücken. Dann müssen sie erst einmal trocknen.
Entweder im Backofen bei 50 °C oder auf Küchentüchern ausgebreitet (das dauert etwas länger und man braucht viel Platz).
Also  habe ich die Mandeln schon abgezogen gekauft. 😉
Wer Eiweiß von der Weihnachtsbäckerei in einem Behälter gesammelt hat, und nicht genau weiß, was ein Eiweiß wiegt:
ein Eiweiß wiegt etwa 30 g das Eigelb etwa 20 g.

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Hägenmakronen

etwa 600 g Mandeln (fertig blanchiert/geschält) – das entspricht etwa 625 g ungeschälten
500 g Puderzucker
5 Eiweiß (=etwa 150 g)
Saft einer halben Zitrone
4 Esslöffel Hägenmark (Hagebuttenmarmelade)

Die Mandeln mahlen. Das Eiweiß sehr steif schlagen, den Puderzucker mit dem Zitronensaft unterrühren. Von der Eiweißmasse eine Tasse (ca. 1/4 Liter) als Guss beiseite stellen. Unter die übrige Masse die gemahlenen Mandeln und das Hägenmark mischen. Auf Oblaten längliche Makronen setzen. Einen dünnen Kochlöffelstiel in kaltes Wasser tauchen, in die Makronen kleine Vertiefungen drücken und einen Streifen von dem Guss einspritzen.
Die Makronen eine halbe Stunde trocken lassen, dann bei 150 °C ca. 20 Minuten goldgelb backen. Nicht zu lange backen, sonst werden sie trocken und zu dunkel.
(Die Makronen sollen innen noch etwas weich bleiben.)

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