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Mißlungen: Madeleines… oder die Sache mit der fehlenden Aufmerksamkeit

Madeleines1

Gestern abend um halb zehn- die Markgräflerin wollte unbedingt noch eine kleine Sonntagsbäckerei vollbringen, nachdem der verregnete Nachmittag teils lesend, fernsehend und schlafend auf dem Sofa verbummelt wurde.

Madeleines wollte ich schon lange mal ausprobieren – der Klassiker des französischen Kleingebäcks. Eine Silikonform schlummert schon etwa seit Weihnachten in meinem Küchenschrank, weil der Markgräfler die Madeleines so gerne hat und ich ganz selbstbewusst behauptet hatte: „…die kann ich doch selber machen…“.

Also wurde noch fix der Teig zusammengerührt (mit Orangenblütenwasser verfeinert), die Förmchen eingebuttert und mit Mehl bestäubt – wie im Rezept beschrieben, der Teig eingefüllt und in den Backofen geschoben. Ich habe nur eine Form für 9 kleine Madeleines und hatte viel zuviel Teig. Deshalb habe ich den Rest in die Gugelhupf Förmchen gefüllt.

Beim Auslösen aus der Form die Enttäuschung: überall Luftblasen, keine schöne Madeleins-Muschelform! Auch die hübsche Wölbung auf der Unterseite hatte gefehlt. Tja, auch im Koch- und Backleben der Markgräflerin geht mal was schief…
Einen Schönheitswettbewerb könnten sie nicht gewinnen – dennoch, der Geschmack war so, wie Madeleines schmecken sollen. Buttrig und zart mit einem feinen Geschmack von Orangenblüten.

Sonntagmorgen: Die Madeleins werden fotografiert, dann das Rezept nochmal ordentlich durchgelesen. Das habe ich vermutlich falsch gemacht:

Fehler Nr. 1:
Ich hatte den Teig nicht für mindestens zwei Stunden in den Kühlschrank gestellt – dann wären die vielen Luftbläschen bestimmt verschwunden… (und ich hatte mich noch über die Lockerheit des Teigs gefreut).

Fehler Nr. 2:
Ich hatte die Förmchen nicht nur zu 3/4 mit Teig befüllt, sondern bis zum Rand – daher keine Wölbung in der Mitte des Bodens…

Hier ist trotzdem das Rezept – für einen nächsten Versuch…

Madeleines

2 Eier
1 Eigelb
100 g Zucker
125 g Mehl
1/2 Päckchen Backpulver
90 g Butter (zerlassen)
ein wenig Butter und Mehl für die Form

Mit einem Mixer oder Schneebesen Eier, Eigelb und Zucker verrühren. Die Mischung muss schaumig und leicht sein.

Nach Belieben kann man an dieser Stelle ein wenig Orangensaft, Orangenblüten-Wasser, Zitronen-Aroma, Rosenwasser, Veilchen-Aroma, Kokos-Raspel, geriebene Mandeln oder Bergamott-Öl hinzufügen. In meinem Fall waren das zwei Esslöffel Orangenblütenwasser.

Das gesiebte und mit dem Backpulver vermischte Mehl hinzufügen, dann die zerlassene Butter unterrühren.

Wenn möglich, den Teig für mindestens 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.

Die Formen buttern und mit Mehl bestäuben, dann jeweils zu ca. 3/4 mit Teig befüllen – idealerweise mit Hilfe eines Gießbechers.

Bei Formen aus Papier oder Metall ca. 8-10 Minuten bei 200 °C backen, bei Silikonformen ca. 12-15 Minuten bei 190 °C.

Nach dem Backen die Madeleines sofort aus der Backform herauslösen.

Madeleines2
Das Madeleine Gugelhüpfchen sieht gegenüber den Muscheln aber gelungen aus!

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