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Metzgete – Markgräfler Schlachtplatte

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Es ist wieder Zeit für Schlachtplatte – Metzgete!

Schäbisch-Hällisches Landschwein Wilhelma
Schäbisch-Hällisches Landschwein, Wilhelma 2012

Das Rezept hatte ich vergangenes Jahr schon einmal gepostet, damals allerdings nicht mit grünem Speck, sondern mit Rippchen:

It’s time for butcher’s plate. This recipe I already posted last year, but with ribs instead of green bacon:

Metzgete4Metzgete, Choucroute Garnie auf Markgräfler Art

Diesmal auch wieder aus dem Römertopf, aber mit grünem Speck, statt der Rippchen und mit Übersetzung in Englisch:
This time cooked in the Römertopf = roman pot (clay pot) again plus translation in English:

Den RÖMERTOPF® 10 Minuten wässern, dann das Sauerkraut mit Schweineschmalzstückchen belegen und 1 Lorbeerblatt und 3-4 Wachholderbeeren dazugeben.

Das Sauerkraut mit etwas Weisswein (Gutedel) übergiessen und den grünen Speck (oder Schweinerippchen) darauf legen, dann mit einer Tasse Bouillon übergiessen und mit Luisenhaller grobem Salz würzen. Der Markgräfler hat diesmal die geschälten Kartoffeln direkt dazu gelegt (kleine Kartoffeln verwenden oder in Stücke schneiden).

Den Deckel auflegen, in den kalten Ofen schieben und auf 160 °C aufheizen. Nach ca. 1 Stunde die Blut- und Leberwurst dazulegen und nochmals 20 Minuten erwärmen.

Dazu passt Senf und ein köstliches Bier.

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Water the RÖMERTOPF® for 10 minutes, then put a few small pieces of pork lard on the sauerkraut and add 1 bay leaf and 3-4 juniper berries.
Pour a little white wine over the sauerkraut (Chasselas) and put the green bacon (or pork chops) on it, then pour about a cup of broth and season with coarse salt (Luisenhaller). This time the Markgraefler has also placed the peeled potatoes on it (use small potatoes or cut into pieces).
Cover with the lid, slide the pot into the cold oven and heat to 160 ° C. After about 1 hour add blood and liver sausages and heat again for 20 minutes.
Mustard and a delicious beer fits.

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Mein Mann kann: Cordon bleu auf mediterrane Art mit Pommes Chips

Cordon bleu auf mediterrane Art
Cordon bleu auf mediterrane Art mit Tomaten/Paprika/Basilikum-Füllung und Pommes Chips

Neulich abends wurde ich mal wieder vom Markgräfler überrascht. Eine sehr kreative, sommerliche Idee für ein Cordon Bleu, mit Schwarzwälder Schinken, Büffelmozzarella, Paprika und Tomate gefüllt… Dazu selbst gemachte Pommes Chips aus dem Backofen.  Und das alles ohne Rezept! Sehr lecker.

Cordon bleu auf mediterrane Art mit Pommes Chips

Zutaten

2 Kalbsschnitzel
2 Scheiben Schwarzwälder Schinken
Büffelmozzarella
Mini Strauchtomaten
rote Paprika
Basilikum
Kartoffeln
Olivenöl
1-2 Eier
Mehl
Paniermehl
Salz (Meersalz bzw. Fleur de Sel oder Luisenhaller Tiefensalz)
Peffer aus der Mühe
Paprikapulver

Zubereitung

Für die Füllung: Tomaten mit kochendem Wasser überbrühen und die Haut abziehen. Tomate (am besten ohne Kerne) und Paprika in Würfel schneiden. Ein bis zwei  handvoll Basilikumblätter waschen und in Streifen schneiden und zu den Tomaten und Paprikawürfeln geben. Das ganze mit Salz (Luisenhaller Tiefensalz) und schwarzem Pfeffer aus der Mühle würzen und einen kleinen Schuss Olivenöl zugeben.

Tomaten- und Paprikawürfel mit Basilikum für die Füllung
Tomaten- und Paprikawürfel mit Basilikum für die Füllung

Die Kalbsschnitzel von unserem Hausmetzger mit der flachen Seite des Fleischklopfers sanft flach klopfen. Je eine Scheibe Schwarzwälder Schinken drauflegen.

Die Kalbsschnitzel mit Schwarzwälder Schinken belegt
Die Kalbsschnitzel mit Schwarzwälder Schinken belegt

Die Masse mit Tomaten, Paprika und Basilikum auf einer Hälfte jedes Kalbsschnitzels verteilen. Büffelmozzarella in Scheiben schneiden und auf die Tomaten-/Paprika-Masse legen. Anschließend das Kalbsschnitzel zuklappen und mit Zahnstochern oder Metallspießen (Rouladennadeln) verschließen. Die Kalbsschnitzel mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver würzen, panieren und dann in der Pfanne anbraten.

Büffelmozarella
Büffelmozarella

Für die Pommes Chips als Beilage festkochende Kartoffeln schälen, in Scheiben schneiden und in eine Schüssel geben. Anschließend einen guten Schuss Olivenöl in die Schüssel mit den Kartoffeln geben und durchrühren bis alle Kartoffelscheiben auf beiden Seiten mit Olivenöl benetzt sind. Jetzt mit grobem Meersalz (Fleur de Sel) würzen und die Kartoffelscheiben einzeln auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen und bei 180 °C etwa eine halbe Stunde backen. Sie sind dann außen knusprig und innen noch schön weich.

Cordon bleu auf mediterrane Art
Cordon bleu auf mediterrane Art mit Tomaten/Paprika

Cordon bleu und Pommes Chips auf einem Teller anrichten, die Chips noch mit einem Rosmarinzweig garnieren – fertig.

Cordon bleu auf mediterrane Art
Cordon bleu mit Tomaten/Paprika/Basilikum-Füllung

Dazu passt eine sommerlicher Salat.

Falls von der Tomaten-/Paprikamasse und der Büffelmozzarella noch etwas übrig ist, lässt sich daraus eine schnelle mediterrane Vorspeise zaubern. Brot toasten, die Tomaten-/Paprikawürfel und etwas Mozarella drauf verteilen und mit einem Blättchen Basilikum verzieren.

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Oktoberfest: Bayrische Brotzeit mit Rettich und Obatzter

Mäuse lieben Käse! Als weiteres Wies’n Schmankerl gab es Obatzter – Den habe ich vor vielen Jahren mal fertig im Supermarkt gekauft und probiert. Furchtbar hat diese „Bayrische Käsespezialität“ geschmeckt. Aber ein ganzer Freistaat Bayern kann sich ja nicht irren, und so habe ich dann für das heutige Oktoberfest-Abendessen einen frischen Obatzter selbst gemacht. Und was soll ich euch sagen?! – Ein riesiger Unterschied zur fertigen Supermarktpampe!!!!
Sehr lecker und dazu gab es Radi – Rettich, geschnitten mit unserem neusten Küchenaccesoire, einem Rettichschneider von Westmark. Der geht wie Butter durch den Rettich und es sieht super aus.

Wir haben roten Rettich vom Müllheimer Wochenmarkt verwendet. Man wäscht ihn und schält die kleinen Wurzelfäden mit einem Sparschäler ab.
Dann kommt der Rettichschneider zum Einsatz. Er besteht aus einem Metallspieß und einem Messer, das man auf den Spieß schraubt. Dann dreht man langsam vom oberen Ende bis zur Spitze – et voilà: eine Rettichspirale kommt zum Vorschein. Genial!!!
Dann legt man den Rettich in einen tiefen Teller  oder eine Schüssel, salzt ihn (z. B. mit Luisenhaller Salz) und lässt ihn durchziehen.

Obatzter (4 Portionen)

250 g reifer Camembert
75 g weiche Butter
1 kleine Zwiebel
1 Bund Schnittlauch
3 Teelöffel Paprikapulver, edelsüß
2 Teelöffel Kümmel
frisch gemahlener Pfeffer
grobes Salz
1 Bund Radieschen (dazu reichen)

Den Camembert und die Butter mit einer Gabel zerdrücken und miteinander vermengen.

Schnittlauch und Zwiebeln sehr fein hacken und untermischen. Anschließend mit Paprikapulver, Kümmel, Pfeffer und Salz würzen.

Die „Radieschen-Maus“

Schmeckt am besten auf frischem Bauernbrot, passt aber auch sehr gut zu Roggen-Vollkornbrot und Brezeln (der Bayer sagt Brez’n).
Dazu ein Münchner Bier, oder –  wie bei uns – eine Kräuterlimonade (Almdudler, Bionade Kräuter, …) als alkoholfreie Variante.

Der Markgräfler meint, ein guter Markgräfler Weisswein (ein klassisch ausgebauter trockener Gutedel oder Weissburgunder) würde auch gut passen.

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GRILL-ON-FIRE: Der Metzger auf Grill-Kurs und das perfekte Steak – Teil 4

Nun kommen wir zum nächsten Gang, ein Stück Fleisch vom Schwein, das gar nicht nach Schwein schmeckt, sondern nach Hühnchen. Genial.
Das Stück heisst Schloßdeckel oder Kachelfleisch und schmeckt gegrillt hammermässig gut! Es ist auch sehr zart und der Unterschied zum Hühnerfleisch ist, dass es nicht so faserig ist, sondern schön fest und keine Spur von trocken!
Der Wein dazu: 2011 Grüner Markgräfler (Gutedel Qualitätswein trocken).

Eigentlich mag ich ja Schweinefleisch nicht besonders, aber auch hier wurden wir belehrt: “ Bei einem Schwein schmeckt man, wenn es vor und bei dem Schlachten Stress hat“- dann schweinelt es.

Und noch eine Aufklärung: Das Fleisch soll man auf jeden Fall vor dem Grillen salzen – das Salz zieht kein Wasser aus dem Fleisch, wenn man das kurz vor dem Auflegen macht (also auf keinen Fall Stunden vorher!) – und dabei ein gutes Salz verwenden! Stefano Esposito verwendet grobkörniges Luisenhaller Salz, welches man in der Metzgerei Grether auch kaufen kann. Es enthält keine Zusatzstoffe und wird aus tiefen Schichten der Erde hochgeholt.

Und auf den großen Gasgrill damit.

Übrigens wieder Fleisch vom „schwäbisch-hällischen Sattelschwein“.

…zwischendurch mal umdrehen…

Es wurde bewusst auf Pfeffer verzichtet, und auch keine Barbecue-Soßen oder Ketchup gab es! Nein, wir sollten ja noch etwas schmecken – und zwar Fleisch pur, so wie es sein soll. Und es stimmt: Fleisch ist nicht gleich Fleisch und Schwein nicht gleich Schwein!

Übrigens: Wer sein Fleisch mariniert, der sollte nach Einwirken der Marinade diese vor dem Grillen entfernen, weil die Gewürze leicht verbrennen und auch bitter werden können- der Geschmack ist ja schon ins Fleisch eingezogen. Und- bei den Supermarkt-Steaks, tja da muss die Marinade aber draufbleiben, weil dort nämlich erst eine chemische Reaktion stattfinden muss, damit sich der Geschmack entfalten kann ( mit Gelatine gekapselt…).