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Weihnachtstradition im Markgräflerland: Linzertorte


Kein Weihnachtsfest ohne Linzertorte! Und ich habe es auch dieses Jahr wieder geschafft, eine zu backen. Hier ist nochmal das Rezept, denn falls ihr noch keine gebacken haben solltet – es ist noch nicht zu spät… Sie schmeckt auch noch nach Weihnachten sehr gut. Gut verpackt und kühl gelagert (zum Beispiel im Keller), hält sich die Linzertorte einige Wochen und schmeckt dann sogar noch würziger.



Markgräfler Linzertorte
nach Oma Marthas Rezept


Zutaten
(für ein rundes Blech Ø 26 cm )

• 250 g Mehl
• 250 g Zucker
• 125 g Mandeln, frisch gemahlen
• 125 g Walnüsse, frisch gemahlen
• 250 g Pflanzenmargarine zum Backen (z. B. Sanella)
• 1 Ei
• 2 Teelöffel Kakaopulver
• 1 Teelöffel Zimt
• 1 Messerspitze gemahlene Nelken
• 1 Messerpitze Backpulver
• 1-2 Schnapsgläser Kirschwasser
• die abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone
• Himbeermarmelade und Kirschwasser
• 1 Eigelb mit etwas Milch oder Rahm verquirlt zum Bestreichen

Zubereitung
Mehl, Zucker, Gewürze, Backpulver, Mandeln und Nüsse mischen, auf ein Backbrett häufen und in der Mitte eine Mulde machen. Eier, Kirschwasser und Zitrone in die Mitte geben. Die Margarine in Stücken auf den Teigrand geben. Mit den Händen von außen nach innen schnell zu einem Teig verkneten.
Den Teig ca. ½ Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
Etwa 2/3 des Teigs in Größe des Blechs auf leicht bemehlter Arbeitsfläche ausrollen, in die mit Backpapier ausgelegte Springform geben.

Den restlichen Teig ausrollen mit einem Teigrad Streifen ausrädeln und zuerst einen Rand auf dem Boden legen, mit einer Gabel leicht festdrücken und mit verquirltem Ei bestreichen.
Die Himbeermarmelade (mit Kernen, kein Gelee verwenden!) mit etwas Kirschwasser verrühren und auf den Teigboden streichen.
Dann aus weiteren Teigstreifen ein rautenförmiges Gittermuster (3+3 oder 4+4) auf den Marmeladenbelag legen.
Das verquirlte Ei mit einem Backpinsel auf das Gitter streichen.

Die Linzertorte im vorgeheizten Backofen bei 155 °C etwa 45 Minuten.



Linzer Cake
according to Grandma Martha’s recipe


Ingredients
(for a tart tin Ø 26 cm)

250 g flour
250 g sugar
125 g almonds, freshly ground
125 g walnuts, freshly ground
250 g margarine for baking (eg Sanella)
1 egg
2 teaspoons cocoa powder
1 teaspoon cinnamon
1 pinch of ground cloves
1 knife tip baking powder
1 -2 shot glasses of kirsch
grated peel of an organic lemon
Raspberry jam and kirsch
1 egg yolk whisked with some milk or cream for brushing

Instructions
Mix flour, sugar, spices, baking powder, almonds and nuts, pile on a baking board and make a hollow in the middle. Place eggs, kirsch and lemon in the middle. Put the margarine in pieces on the edge. Quickly knead with the hands from the outside into a dough. Leave the dough in the fridge for about half an hour.
On a slightly floured work surface, roll out about 2/3 of the dough in the size of the tart tin , place it in the tin.

Roll out the rest of the dough. and cut into strips. First place one strip on the edge of the bottom to form a rim, slightly squeeze with a fork and brush with whisked egg.
Mix the raspberry jam (do not use jelly!) with a little kirsch and spread over the bottom of the dough.
Then place a diamond-shaped grid pattern (3 + 3 or 4 + 4) of dough strips onto the jam filling.
Brush the whisked egg onto the grid with a pastry brush. Bake the Linzer cake in a preheated oven at 155 °C = 311 °F for about 45 minutes.

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SWR-Essgeschichten am 29. Januar 2015: Hüsinger Torte

SWR TV Oktober 2014_3
Die Hüsinger Torte hatte ich schon lange nicht mehr gebacken – und für den Fernseh Beitrag im SWR, der morgen gezeigt wird, sollte ich mir auch typische Gerichte aus dem Markgräflerland überlegen, über die man dabei berichten könnte.
Diese Torte ist ausserhalb des Markgräflerlandes nicht sehr bekannt. Sie ähnelt mit ihrem typischen Gittermuster einer Linzertorte, hat aber einen hellen, buttrigen Mürbeteig, ohne Nüsse, so wie eine Mailänder Torte. Eine Mailänder Torte ist meist mit Aprikosenmarmelade gefüllt (manchmal auch mit Sauerkirschen, wie bei der Crostata di visciole).
Die Hüsinger aber wird mit einer Mischung aus gemahlenen Nüssen, Zucker und Rahm und zusätzlich noch mit Marmelade gefüllt. Dreifach lecker!

Huesinger 2

Die Herkunft des Namens ist nicht genau geklärt. Manche bezeichnen sie  als „Hüsiger” – das heißt „hausgemachter” andere als Hüsinger, einem Ort bei Steinen im Wiesental.
Aber auf jeden Fall ist sie eine Markgräflerin!

Deshalb, und weil diese Torte in meiner Blogstatistik, was die Aufrufe angeht ganz weit oben steht, habe ich sie dafür ausgesucht und zum Besuch des SWR Drehteams am Wochenende zuvor gebacken. Die Hüsinger darf nämlich – ähnlich wie bei einer Linzertorte – vor Verzehr etwas ruhen.
Man kann die Torte als Dessert verzehren, zum Kaffee oder Tee servieren oder man trinkt ein Gläschen von unserem guten Markgräfler Wein dazu.

SWR TV Oktober 2014_2

Und hier ist die Neuauflage fürs Fernsehen:

Huesinger 3

Hüsinger Torte

Zutaten für den Teig:
500 g Mehl
1 Päckchen Backpulver
etwas geriebene Zitronenschale
250 g Zucker
3 Eier
250 g Butter

Füllung:
250 – 300 g Himbeermarmelade mit Johannisbeermarmelade gemischt
100 g  Haselnüsse, gemahlen
1 Ei
ca. 100 ml Rahm (Sahne) oder Dosenmilch
2 Esslöffel Zucker
etwas Zimt, gemahlen
1 Messerspitze Nelken, gemahlen
etwas Vanille gemahlen (oder Vanillezucker)

etwas Ei zum Bestreichen

Man mischt das Mehl mit dem Backpulver und siebt es auf die Arbeitsfläche. Dann gibt man den Zucker und die Zitronenschale hinzu, drückt eine Mulde in die Mitte, in die man die Eier gibt. Die Eier werden etwas mit der Mehl-Zuckermischung verrührt. Die Butter wird in Stückchen auf den Rand gegeben, etwas mit dem Messer zerhackt und dann zu einem Mürbeteig verarbeitet.

Den Teig etwas bei Zimmertemperatur ruhen lassen.

Den Backofen auf 200 °C vorheizen.

Himbeermarmelade mit Johannisbeermarmelade mischen.
Den Boden einer Springform mit 26 cm Durchmesser mit Backpapier auslegen . Ca. 2/3 des Teigs in Größe der Form auswellen und die Form damit auslegen.
Den Teig mit der Marmeladenmischung bestreichen.
Dann die gemahlenen Nüsse (ich habe einen Teil der Haselnüsse durch Walnüsse ersetzt) mit den Gewürzen, Zucker, Ei und Rahm vermischen, so dass eine breiartige Masse entsteht. Diese auf der Marmelade verteilen und vorsichtig glattstreichen.
Den restlichen Teig auswellen, mit einem Teigrad in Streifen schneiden und gitterförmig auf dem Kuchen verteilen. Mit etwas verquirltem Ei  und Sahne bestreichen.

Den Backofen auf 175 °C zurückschalten und ca. 45 Minuten backen. Dann noch ca. 15 Minuten im ausgeschalteten Ofen stehen lassen. Herausnehmen und vollständig abkühlen lassen.

Huesinger 4

Hüsinger Tart

Ingredients for the dough:
500 g flour
1 packet of baking powder
a little grated lemon peel
250 g sugar
3 eggs
250 g butter

For the filling:
250 – 300 g of raspberry jam mixed with currant jam
100 g ground hazelnuts
1 egg
100 ml cream  or canned milk
2 tablespoons sugar
a little ground cinnamon
1 pinch of cloves, crushed
some ground vanilla  (or vanilla sugar)

a little egg for brushing

Mix the flour with the baking powder and sift it on the work surface. Then add the sugar and lemon zest, press a well in the center and pour in the the eggs. Mix the eggs are slightly with the flour-sugar mixture. Add the butter in spmall pieces onto the edge and process it into a pastry by chopping with a knife.

Let stand at room temperature.

Preheat the oven to 200 ° C.

Mix raspberry jam with currant jam.
Line the bottom of a springform pan with 26 cm diameter with baking paper. Roll out approx. 2/3 of the dough in the size of the springform pan and line the springform with it.
Spread the jam mixture onto the dought.
Then mix the the ground nuts (I have replaced some of hazelnuts with walnuts) with the spices, sugar, egg and cream to receive a pulpy mass. Spread onto the jam and carefully smooth out.
Roll out the remaining dough, cut into stripes with a dough cutter and lay like a lattice on the cake. Brush with a little beaten egg and cream.

Turn down the oven temperature to 175 ° C and bake for about 45 minutes. Switch off the oven and leave the tart in for another 15 minutes. Remove and allow to cool completely before getting out of the springform.

 

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Brazil 2014 kulinarisch: Schweizer Rhabarber-Linzerkuchen

Rhabarber Linzer5

WM Brasilien Logo Blog
Die Fußball-WM 2014 in Brasilien kulinarisch bei der Markgräflerin

Kommen wir zur Schweiz. Linzertorte oder Linzerkuchen mit Rhabarber ist jetzt nicht unbedingt eine typische schweizer Spezialität, aber die Anregung dafür kam aus einem schweizer Kochbuch und deshalb wollen wir es mal so gut sein lassen – ausserdem eignet er sich hervorragend als Sonntagskuchen. Wichtig ist hierbei:
weißes Kreuz auf rotem Grund – zugegeben, etwas schräg angeordnet aber erkennbar.

Ausserdem gab es hier im Blog schon einige typische Rezepte aus der Schweiz, wie zum Beispiel die Älplermagronen, Solothurner Leberspiesse, Capuns, Ghackets und Hörnli, Zürcher Geschnetzeltes mit Rösti, Chäsfondue, Ramequin, Gschwelldi und Chäs, Suuri Leberle, Basler Mehlsuppe und Ziebelewaie, Gersauer Käsekuchen, FaschtewaieSunnereedli, Osterflädli, Kirschcreme mit Caramel, Basler Läckerli und Basler Läckerli Parfait, Torta di Pane, Maronnisuppe und Luganighe mit Safranrisotto aus dem Tessin…

Wenn ihr in der Suchmaske „Schweiz” eingebt, findet ihr bestimmt noch mehr.

Noch Fragen? Also wenn ihr lieber was anderes aus der Schweiz zum Fussballspiel nachkochen wollt, sucht euch was aus 😉
(wobei nicht alles in die Jahreszeit passt!)

Neben der Spargelzeit scheint auch die Rhabarberzeit langsam auf das Ende zuzugehen. Ich musste auf dem Markt schon danach suchen.

Rhabarber Linzer3

 Rhabarber-Linzer
(für 2 Bleche à 15×20 cm)

Belag:
600 g Rhabarber
(dünner, rotstieliger)
100 g Zucker

Linzerteig:
200 g gemahlene Haselnüsse
200 g helles Dinkelmehl (Type 630)
150 g Zucker
1 Prise Salz
150 g kalte Butter
2 Eier

Für den Teig die Haselnüsse mit Mehl, Zucker und Salz mischen. Die Butter in Würfeln dazugeben. Zwischen den Händen zu einer bröseligen Masse reiben (geriebener Teig). Die Eier hinzufügen und alles rasch zu einem Teig zusammenfügen. Zugedeckt 30 Minuten kühl stellen.

Für den Belag den Rhabarber waschen, putzen und falls nötig, die Haut abziehen. Mit dem Zucker in einen Topf geben und etwa 2 Minuten kochen. Abkühlen lassen.

Den Backofen auf 180 °C vorheizen, die Bleche mit Butter einfetten und mit Mehl bestäuben. Den Teig halbieren und jeweils ¾ davon in den Backformen verteilen und am Rand etwas hochdrücken.
Den Rhabarber durch ein Sieb abgießen und gut abtropfen lassen. Den abgetropften Rhabarber auf dem Teig verteilen. Den restlichen Teig auf bemehlter Arbeitsfläche ausrollen, in Streifen schneiden und als Gittermuster auf den Rhabarber legen. Den Teig am Rand mit einer Gabel andrücken.
Die Kuchen auf der mittleren Schiene des Backofens ca. 30-35 Minuten backen. In der Form abkühlen lassen.

Rhabarber Linzer1

Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben und in Schnitten schneiden.

Today the Swiss soccer team is going to play…. Here is a tart with rhubarb from a Swiss cookbook.
I’ve already posted so many Swiss recipes – so this is something new here. For the typical Swiss dishes see the images and links above.

Rhabarber Linzer2

Linzer Tart with Rhubarb

(For 2 baking small sheets – 15×20 cm)

Topping:
600 g rhubarb
(thin, red stems)
100 g of sugar

Linzer dough/pastry:
200 g ground hazelnuts
200 g of flour (spelt)
150 g of sugar
1 pinch of salt
150 g cold butter
2 eggs

For the dough, mix the hazelnuts with flour, sugar and salt. Add the butter in cubes. Rub between your hands into a crumbly mass. Add the eggs and put everything toghether and form quickly into a dough. Cover and cool in the refrigerator for about 30 minutes .

For the topping, wash the rhubarb, clean and if necessary, remove the skin. Put in a saucepan together with the sugar ind cook for about 2 minutes. Allow to cool.

Preheat the oven to 180 °C (356 °F). Grease the baking sheets/moulds with butter and dust with flour. Half the dough and distribute ¾ of each in the baking moulds, push up slightly on the edge.
Drain the rhubarb through a sieve, drain well. Spread the drained rhubarb on the dough. Roll out the remaining dough on a floured surface, cut into stripes and place crosswise on the rhubarb to form a grid. Press the dough on the edge down with a fork.
Bake the cakes on the middle rack of the oven for about 30-35 minutes. Allow to cool in the mould.

Before serving, dust with icing sugar and cut into pieces.

Rhabarber Linzer4

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Ein Besuch im Restaurant Spielweg in Münstertal

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Neulich waren wir zum Mittagessen in Münstertal im Schwarzwald, bei Karl-Josef Fuchs im Restaurant Spielweg, wo ich vor einiger Zeit mal an einem Linzertorten – und Hutzelbrot-Backkurs teilgenommen hatte. Der Käse stammt aus hauseigener Herstellung: Münsterkäse, Bergkäse, ein feiner Bärlauch-Käse und cremiger Frischkäse. Den gab es zum Dessert. Der Markgräfler und ich haben uns den Käseteller geteilt, für mich gab es noch ein Heidelbeer (Blaubeer) Sorbet, aus hiesigen Wald-Heidelbeeren! Hinterher hatte ich wieder mal eine blaue Zunge und sogar blaue Lippen und es war sooo lecker. Es hat geschmeckt, als würde man wirklich ganz frische Heidelbeeren essen. Solch eine intensive Farbe und diesen feinen Geschmack bekommt man mit Zuchtheidelbeeren nicht so hin.

Mir wurde gesagt, dass eine Frau aus der Nachbarschaft jeden Sommer die wilden Heidelbeeren Beeren körbeweise sammelt und dann ins Restaurant bringt. Wenn es frische Heidelbeeren gibt, wird daraus Kuchen gebacken – der ist während der Saison immer besonders beliebt und dementsprechend immer schnell ausverkauft – und für den Winter werden dann noch Beeren eingefroren.

Aber ich habe wieder mal mit dem Dessert angefangen – wo es doch auch ein leckeres Mittagessen gab. Wir waren etwas spät dran und wollten deshalb auch kein Menu mehr essen, aber die Tellergerichte von der Tageskarte waren auch sehr verlockend.
Vorneweg gab es Brot mit Kräuterschmalz und Butter und dann noch einen Gruß aus der Küche:

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Rote Bete mit Ziegenfrischkäse, Balsamico, Schwarzwälder Schinkenstreifen und Röstzwiebeln.

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So wählte der Markgräfler einen Kalbs-Tafelspitz auf Wurzelgemüse und Bouillon-Kartoffelrösti:

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Ich hatte mich für das die rustikalen Brägele mit Blutwurst, gekrönt mit einem Spiegelei entschieden – mit dabei war ein üppiger Salat (ohne Foto). Das Rezept dafür ist so einfach – ich werde es noch posten.

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So, und hier ist noch mein Heidelbeer Sorbet:

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Und nochmal das geteilte Käsedessert (der nette Mann, der bedient hatte, hat uns wohl gleich angesehen, dass wir eigentlich pappsatt waren, aber unbedingt noch den berühmten Käse probieren wollten und hat gleich zweimal Besteck gebracht.

Zum Espresso gab es dann auch noch Pralinen und Gebäck. Ihr könnt euch vorstellen, wie auf dem Heimweg unser Auto samt gewichtigen Insassen fast von alleine den Berg wieder runtergerollt ist.

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Absolut empfehlenswert! Wir kommen bestimmt wieder mal…

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300.000 Klicks – Herzlichen Dank und ein 4-Jahres Rückblick: Die Highlights

Torta di pane 1-2
Etwa vor vier Jahren – im Februar 2010 habe ich mit diesem Blog angefangen. Heute war es soweit: „Lebensart im Markgräflerland” feiert seinen 300.000 en Klick! Vielen Dank an meine Leser und alle, die mich in dieser Zeit mit allerlei Ideen und Ratschlägen unterstützt haben, sei es in Kommentaren oder Fragen zu meinen Beiträgen, bei meiner Recherche für Blog Themen oder die Motivation, weiterzumachen.
Ganz besonderer Dank gilt meinem Mann, dem Markgräfler, der überhaupt erst die Idee zum Blog hatte und ohne den es diesen Blog gar nicht geben würde. ♥

Anlässlich dieses „Jubiläums” habe ich einen Rückblick für euch vorbereitet – die Highlights seit Beginn (nach höchster Anzahl Klicks pro Monat):

300’000 hits at „Lebensart im Markgräflerland“ – thanks to all – without you this blog would not exist! Here are your favourite blog posts ever (listed in order of highest number of clicks per month):

Februar 2010:

Torta di Pane – Tessiner Brottorte
1’370 hits

März 2010:

St. Patrick’s Day (Irish Stew)
82 hits

Dann kam eine Pause…

Oktober 2010:

Barm Brack (Irisches Halloween Brot)
134 hits

November 2010:

Kürbisküchle mit Schafskäse
794 hits

Dezember 2010

Horst Lichters Schoko-Bananen-Baileys Torte
1’615 hits

Januar 2011:

Galette des Rois – Königskuchen aus Frankreich
1’017 hits

Februar 2011:

Fasnachtsküchle
1’533 hits

März 2011:

Badische Scherben
420 hits

April 2011:

– Pause –

Mai 2011:

Kirschplotzer
2’058 hits

Juni 2011:

Scharwaie
504 hits

Juli 2011:

Suuri Leberle mit Rösti – Saure Leber mit Rösti
1’787 hits

August 2011:

Bounty Muffins
476 hits

September 2011:

Schäufele mit Kartoffelsalat
1’570 hits

Oktober 2011:

Markgräfler Linzertorte
908 hits

November 2011

Hüsinger Torte
2’172 hits

Dezember 2011

Mousse au Chocolat
461 hits

Januar 2012:

Speckgugelhupf zum Neujahrsempfang
1’457 hits

Februar 2012:

Gummibärchen Torte
2’054 hits

März 2012:

Kandierte Veilchen – es ist Frühling!
294 hits

April 2012:

Rhabarber, Rhaberaber – best of Rhabarberkuchen
336 hits

Mai 2012:

Hugo Cocktail
5’029 hits

Juni 2012:

Hugo Minze
338 hits

Juli 2012:

Zitronen-Mohn-Cupcakes nach Leila Lindholm
212 hits

August 2012:

Die Weihstube – das Kaffee/Restaurant Klemmbachmühle in Niederweiler
1’185 hits

September 2012:

Kornelkirschen Marmelade
1’863 hits

Oktober 2012:

50 Jahre James Bond – Das Geburtstagsmenü
653 hits

November 2012

Maronenmousse im Glas
592 hits

Dezember 2012:

Weihnachtsmarkt-Futter: Heisse Seelen mit Schinken und Käse
527 hits

Januar 2013:

Ein unfreiwilliger Produkttest: Dr. Oetker Mousse au Chocolat
493 hits

Februar 2013:

Schwedische Hefeschnecken mit Vanille und Mandel
180 hits

März 2013:

Fingerfood: Mini-Croissants mit Würstchen und Ketchup
316 hits

April 2013:

Der Markt von Mulhouse
782 hits

Mai 2013:

Tocco Rosso: der Sommercocktail 2013
6’567 hits

Juni 2013:

Orientalischer Couscous Salat mit Minze
1’381 hits

Juli 2013:

Sonntags-Gartenrundgang
625 hits

August 2013:

Samstagseintopf: Best of Pumpkin Soup (mit Ingwer)
323 hits

September 2013:

Im Rausch der Beeren – Kuchen ohne Backen?!
404 hits

Oktober 2013:

Die legendären Brownies von Rofl Hiltl – Zürich
271 hits

November 2013:

Maronenkuchen nach Hildegard von Bingen (glutenfrei)
222 hits

Dezember 2013:

Gingerbread Man
117 hits

Allgemeines: etwa 134’900 Klicks entfallen auf die Startseite und sind deshalb nicht genau zuzuordnen.

Essen & Trinken, Food, Fotografie, Handarbeiten, Rezepte

Linzertorte – Klappe zu, die zweite….

Adventskalender 20

Beinahe hätte es am weihnachtlichen Kaffeetisch enttäuschte Gesichter gegeben. Aber zum Glück nur beinahe….
Mir ist nämlich dieses Jahr beim Linzertorte Backen ein riesiges Malheur passiert. Ich hatte schon alle drei Linzertorten gebacken. Beim Herausnehmen aus der Form sahen sie irgendwie anders aus, als die üblichen Linzertorten. Zuerst dachte ich ja, weil ich diesmal Margarine statt Butter verwendet habe, so wie es Oma Martha immer macht, würde sie anders aussehen. Dann ist aber ein Stückchen Teig vom Rand abgebrochen und ich habe mal probiert. Ich hatte den Zucker im Teig vergessen…
Zuerst war ich richtig sauer auf mich, dann dachte ich mir – es hätte schlimmer kommen können, ich hätte Zucker mit Salz verwechseln und es nicht merken können. Und in dem Moment musste ich an meine ehemalige Handarbeitsleherin denken, die immer jeden Fehler im Strick- oder Häkelzeug gefunden hat, alles bis zum Fehler aufgeribbelt hat und dann trocken sagte: „Nicht zur Strafe – nur zur Übung…”, dann durfte man manchmal wieder von vorne anfangen, je nachdem wo der Fehler war! Damals war das nur nervig, aber inzwischen bin ich ihr dankbar. Sie hat uns beigebracht, Dinge nicht perfekt, aber ordentlich zu machen. Und das heisst  eben sauber und nicht zu schnell etwas hinwurschteln – dann klappt es auch fehlerfrei.
Also bin ich nochmal zum Einkaufen gegangen, und habe noch einmal in Ruhe einen Teig mit Zucker zusammengeknetet und kühl gestellt. Und dann habe ich meine Laufklamotten angezogen, meine Stöcke geschnappt und habe mir meinen Frust bei Sonnenschein von der Seele gewalkt. Und später hat dann alles wunderbar geklappt.

Linzer1

Markgräfler Linzertorte
nach Oma Marthas Rezept
(Menge für 2-3 Stück, je nach Dicke und Durchmesser der Form)

Zutaten:
500 g Mehl
500 g Zucker
500 g Nüsse (ich nehme immer je zur Hälfte Mandeln und Walnüsse)
500 g Pflanzenmargarine zum Backen (z. B. Sanella)
2 Eier
1 Teelöffel Kakaopulver
2 Teelöffel Zimt
1 Messerspitze gemahlene Nelken
1/2 Teelöffel Backpulver
1 Schnapsglas Kirschwasser
die abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone
Himbeermarmelade und Kirschwasser
1 Eigelb mit etwas Milch oder Rahm verquirlt zum Bestreichen

Mehl, Zucker, Gewürze, Backpulver und Nüsse mischen, auf ein Backbrett häufen und in der Mitte eine Mulde machen. Eier, Kirschwasser und Zitrone in die Mitte geben. Das Fett in Stücken auf den Teigrand geben. Mit den Händen von außen nach innen schnell zu einem Teig verkneten.
Den Teig ca. 1/2 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
Teig in 2 Stücke teilen, dann jeweils etwa 2/3 des Teigs in Größe des Blechs auf leicht bemehlter Arbeitsfläche ausrollen, in die mit Backpapier ausgelegte Springform geben.

Aus dem restlichen Teig mit einem Teigrad Streifen ausrädeln und zuerst einen Rand auf dem Boden legen, mit einer Gabel leicht festdrücken und mit verquirltem Ei bestreichen.
Die Himbeermarmelade (mit Kernen, kein Gelee verwenden!) mit etwas Kirschwasser verrühren und auf den Teigboden streichen.
Dann aus weiteren Teigstreifen ein rautenförmiges Gittermuster (3+3 oder 4+4) auf den Marmeladenbelag legen.
Das verquirlte Ei mit einem Backpinsel auf Rand und Gitter streichen.

Zum Backen:
Ich backe die Torten im vorgeheizten Backofen bei 175 °C etwa 30-40 Minuten. (Form 26 cm Ø, Teig nicht zu dick ausgerollt).

Dieses Jahr habe ich eine Form mit 26 Ø, eine mit 24 Ø, eine mit 20 Ø und zwei kleine Alu-Förmchen für die Teigreste. Die kleinen sehen mit einem ausgestochenen Stern in der Mitte besonders hübsch aus…

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Essen & Trinken, Food, Fotografie, Rezepte

ZU TISCH – A TABLE, im Elsass, in Baden und der Schweiz

Am Sonntag waren wir mal seit langer Zeit im Museum – dem drei länder museum (musée des trois pays) in Lörrach. Bei der Sonderausstellung geht es rund um’s Essen im Dreiländereck – Deuschland, Elsaß, Schweiz. Nicht nur die Sonderaustellung, sondern das gesamte Museum ist äusserst sehenswert und das bei einem Eintritt von nur 2 Euro für Erwachsene. Hier eine Auswahl von Fotos – die ausnahmsweise mal nicht von mir selbst, sondern vom Markgräfler sind. Der hatte seine kleine Kompaktkamera dabei – meine Tasche mit dem Fotoapparat wurde wohl als zu groß und Ausstellungsstück-gefährdend angesehen, die musste ins Schliessfach wandern.
Fotografieren ist aber ausdrücklich erlaubt – ich konnte die Verantwortung für die Fotos auf meinen Mann abwälzen und hatte die Hände frei, um in den vielen Kochbüchern, die voller traditioneller Gerichte aus dem Dreiland sind, zu stöbern. Ahh und ooooh und viele Erinnerungen.

Die Fotos habe ich dann aber selbst bearbeitet, so wie die Maggi-Dose, die aussieht wie ein gemaltes Bild und das von Bild von Andy Warhol („Campbell Soup“) übertreffen würde.
Grießschnitten, die auch Grießpfludde heißen, „Arme Ritter“ = Fotzelschnitte = pain perdu mit Apfelmus, Apfelküchle, Ochsenfleisch mit Meerrettichsauce und Nudelsuppe, Spargel mit Chratzete, Springerle, Basler Läckerli, Rahmtäfeli, Grättimänner=Grittibänz= Mannala, Schäufele und Kartoffelsalat am Heiligabend, Linzertorte, die Neujahrsbrezel, Galette des rois zum Dreikönigstag und das Schweizer pendant, Osterflädli, Faschtewaie, Flammekueche, Ziebelewaie und Basler Mehlsuppe, suuri Läberle, Rösti und Brägele und nicht zu vergessen die Schwarzwälder Kirschtorte

.. So ziemlich alles, wovon ich schon Rezepte und Fotos geblogt habe, war dort liebevoll beschrieben. (Für das Rezept in meinem Blog jeweils anklicken). Aber keine Angst- ich habe auch viele neue Ideen bei der Ausstellung gesammelt.

Tja, was das Essen angeht, so ist man sich in der Ecke Basel-Mulhouse-Schwarzwald einig.

Eingekochtes

Also doch – Spätzle sind nicht rein schwäbisch, bei uns heissen sie nur anders: Knöpfle! Und sind etwas dicker und rundlicher als die dünnen Schobespätzle 😉
Mandelmühle – ebenfalls kein Bild, sondern das Foto entsprechend bearbeitet

Und…derzeit ist überall wieder Wähe-Saison, ob süß oder salzig, immer passend zur Jahreszeit.

Dieser Ausflug eignet sich perfekt für einen nebligen, kühlen Herbsttag – ein wenig Nostalgie.
Für die Kinder ist auch was mit dabei – z. B. die Schnüffellöcher, aus denen es nach Läckerli, Speck, Kakao,  und Wybert Bonbons duftet…

Typisch Lörrach:

Fahrt mal hin!

Essen & Trinken, Rezepte

Teil 2: Seminar im Spielweg Romantik Hotel in Münstertal/Schwarzwald: Hutzelbrot, Linzertorte und Käsevesper, oder: Elchtest bestanden!

Linzertorte

&

Käsevesper mit Obermünstertäler, Molkenziger und Bergkäse

Kommen wir nun zum zweiten Gebäck des Abends, der Linzertorte. Hier das Video auf  YouTube

Nachdem die Dörrfrüchte für das Hutzelbrot vorbereitet sind, widmen wir uns jetzt dem Linzertortenteig:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Das Geheimnis, wie man das Gitter perfekt auf die Torte bringt?:

Man wellt die Teigmenge für das Gitter in Größe der Form aus, misst mit dem Lineal 6 – 8 Streifen ab, rädelt mit dem Teigrad aus (Gitter  3×3 oder 4×4 Streifen, je nach Größe), bestreicht sparsam mit wenig Wasser verquirltem Eigelb und friert die so vorbereiteten Teigstreifen ein!

Die Form wird mit Fettspray ausgesprüht.
Nicht zuviel Marmelade einfüllen, diese kocht beim Backen leicht über, das sieht dann nicht mehr so schön aus.

Während Hutzelbrot und Linzertorte im Backofen sind, wird uns ein Käsevesper mit Wein und Bauernbrot serviert. Wir sind uns einig: so lässt sich’s gut backen, kein Stress mit Aufräumen, auf das Gebäck aufpassen, sondern einfach nur genießen.

Es gibt 3 Sorten hausgemachter Käse: Ein Ziger mit etwas Öl, ein Obermünstertäler Käse (4 Monate gereift)-wahlweise mit Kümmel und ein Münstertäler Bergkäse (6 Monate gereift). Das war der letzte Käse mit Grünfuttermilch in diesem Jahr – man sieht es an der kräftigen Farbe.

Nebenan duftet es schon nach Linzertorte und Hutzelbrot, die auf dem Tisch ausgebreitet werden.

Essen, wie Gott im Münstertal. Am Ende dürfen wir alle unsere selbst gemachte Linzertorte und Hutzelbrot mitnehmen. Dazu gibt es, für jeden Teilnehmer kopiert, die Rezepte – mit Telefon-Hotline Nummer. Manch einer erwirbt noch ein Stück des guten Käses.
Ein rundum gelungener Adventsabend!

Und jetzt kommt’s: Auf meinem Heimweg rennt ein Reh über die Straße, ich bremse heftig. Linzertorte und Hutzelbrot fliegen in hohem Bogen vom Beifahrersitz in den Fußraum. Ich habe noch einmal Glück gehabt: Reh unverletzt über die Straße gekommen, mein Auto ist heil und die Linzertorte ebenfalls! Elchtest 100 % -ig bestanden!

Herr Fuchs bietet übrigens ab November, meist montags Wild-Kochkurse an. In der Gaststube liegen auch seine Kochbücher zum Thema Wild aus.

Zu Hause duftet es nach Weihnachten! Aber ein wenig Geduld muss man noch haben. Die Linzertorte und das Hutzelbrot sollten mindestens eine Woche ruhen, damit sich der Geschmack voll entfalten kann, und die Linzertorte schön weich ist. Aufbewahrt werden beide Gebäcke in Frischhaltefolie eingewickelt und in Blechdosen mit Löchern, oder in Tupperware Tortenbehältern gestapelt, mit Backpapier als Zwischenlage.

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Markgräfler Linzertorte

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Linzertorte auf der Weihnachtsmotivdecke 2009 aus Mulhouse

Wo wir gerade beim Traditonsgebäck waren – es ist schon wieder Zeit, an die Linzertorte für Weihnachten zu denken. Der Kenner weiss, je länger sie lagert, umso besser ist der Geschmack. Am besten ist immer noch Oma Marthas Rezept. Sie bäckt die Linzertorte mit Pflanzenmargarine. Butter geht auch, aber Achtung, dann wird der Teig etwas schwerer, fettiger und muss länger gebacken werden. Man sollte nicht zuviel Kakaopulver nehmen, das macht den Teig trocken. Für die Füllung nehmen wir nach Möglichkeit selbstgemachte Himbeergutzli (das ist, für Nicht-Markgräfler: Himbeermarmelade), die mit einem Schuss Kirschwasser verfeinert wird. Kirschwasser in der Linzertorte ist, so meine ich, ein Muss.

Das Rezept reicht für 2-3 Torten mit 26 cm Durchmesser, je nachdem wie hoch man sie mag. Ich bevorzuge eher flachere Torten.

Markgräfler Linzertorte nach Oma Marthas Rezept

Zutaten:
500 g Mehl
500 g Zucker
500 g Nüsse (ich nehme immer je zur Hälfte Mandeln und Walnüsse)
500 g Pflanzenmargarine zum Backen (z. B. Sanella) oder Butter
2 Eier
1 Teelöffel Kakaopulver
2 Teelöffel Zimt
1 Messerspitze gemahlene Nelken
1/2 Teelöffel Backpulver
1 Schnapsglas Kirschwasser
1/2 Flasche Zitronenaroma oder die abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone
Himbeermarmelade und Kirschwasser
1 Eigelb mit etwas Milch oder Rahm verquirlt zum Bestreichen

Mehl, Zucker, Gewürze, Backpulver und Nüsse mischen, auf ein Backbrett häufen und in der Mitte eine Mulde machen. Eier, Kirschwasser und Zitrone in die Mitte geben. Das Fett in Stücken auf den Teigrand geben. Mit den Händen von außen nach innen schnell zu einem Teig verkneten.
Den Teig ca. 1/2 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
Teig in 2 Stücke teilen, dann jeweils etwa 2/3 des Teigs in Größe des Blechs auf leicht bemehlter Arbeitsfläche ausrollen, in die mit Backpapier ausgelegte Springform geben.
Aus dem restlichen Teig mit einem Teigrad Streifen ausrädeln. Mit einem Streifen einen Rand legen und mit einer Gabel leicht festdrücken und mit ein wenig Milch oder Rahm verquirltem Eigelb bestreichen.
Die Himbeermarmelade (mit Kernen, kein Gelee verwenden!) mit etwas Kirschwasser verrühren und auf den Teigboden streichen.

Dann mit den übrigen Streifen (3+3 oder 4+4) ein rautenförmiges Gittermuster auf den Marmeladenbelag legen. Das Gitter ebenfalls mit Ei bestreichen.
Zum Backen:
Hier findet man viele verschiedene Backzeiten und Temperaturen.
Entweder bei 200 °C etwa 30 Minuten, oder bei 175 °C bis 45 Minuten bis zu einer Stunde. Ich würde eher bei niedriger Temperatur backen.
Es kommt aber auf den Ofen an, also ausprobieren.

Ein tolles Rezept, welches ich vor mehreren Jahren auf einer Pflaumenmus-Verpackung entdeckt und auch schon öfters nachgebacken habe ist hier:

Pflümli-Torte (für 1 Torte)

250 g Mehl
250 g Zucker
250 g gemahlene Mandeln (oder Haselnüsse)
1/2 Teelöffel Zimt
1 Messerspitze Nelkenpulver
250 g Butter
1 Ei
250 g Pflaumenmus
nach Belieben: Pflaumenschnaps z. B. Zibärtli (Schnaps aus kleinen, wilden Pflaumen) oder Cognac
1 Ei zum Bestreichen
2 Esslöffel Puderzucker (optional)

Den Teig, wie im Rezept Linzertorte beschrieben zubereiten und die Form damit auslegen.
Pflaumenmus mit Schnaps verrühren, aufstreichen und wie bei der Linzertorte ein Gitter auflegen, mit Eigelb bestreichen.
Im vorgeheizten Backofen 45 Minuten bei 175 °C backen, auskühlen lassen und nach Belieben mit Puderzucker bestäuben.

So sah die Notiz zum Rezept für die Linzertorte von Oma Anna-Maria aus…
wie man sieht, musste die reine Angabe der Zutaten für den Teig ausreichen,
der Rest war im Kopf.

375 g Mehl, 200 g Butter 250 g Zucker, 250 g Nüsse, 2 Eier, Nelken, Zimt, Kirschwasser, Zitrone, etwas Backpulver