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Tag der Zimtschnecke – Schwedische Kanelbullar


Neulich habe ich für meine Kollegen Schwedische Zimtschnecken (kanelbullar) gebacken. Da heute in Schweden Tag der Zimtschnecke ist, gibt es heute hier im Blog das Rezept dazu.
Das Rezept stammt aus NORDIC – Das Kochbuch von Magnus Nilsson. Basis für die Zimtschnecken ist ein skandinavischer Hefeteig, der je nach Rezept mit Gewürzen verfeinert wird – im Fall der Kanelbullar mit Kardamomsamen. Die Füllung besteht aus weicher Butter, Zucker und reichlich Zimt! Ausserdem bestreut man die schwedischen Zimtschnecken vor dem Backen noch mit Hagelzucker, wohingegen man in Norwegen und Dänemark (Kanelsnegl) die Zimtschnecken meist erst nach dem Backen mit Zuckerguss oder Schokoladenglasur überzieht.
Eine andere Variante ist, den Teig zu einem Knoten zu flechten, oder mit Vanille und Blaubeeren zu füllen. Auf den Fotos unten sieht man Bullar, die wir vor unserem Abflug in Oslo am Flughafen für’s Sonntagsfrühstück zu Hause gekauft hatten.



Die Kardamomsamen habe ich ganz im Mörser zerstoßen, das Aroma ist frischer und intensiver – hierzu einen großzügigen Esslöffel Kardamom Kapseln verwenden und die Samen aus den Kapseln lösen.
Der Autor empfiehlt, die Zimtschnecken zum Backen in Papierförmchen zu setzen, damit die Füllung nicht zu sehr ausläuft. Ich habe darauf verzichtet, und die Teigschnecken direkt auf ein mit Backpapier gelegtes Blech gesetzt.

Die Kanelbullar genießt man zu einer Tasse Kaffee oder einem Glas Milch.


Schwedische Kanelbullar


Kanelbullar


Zutaten
für den Hefeteig
• 320 ml Milch
• 150 g Butter
• 1 Esslöffel Kardamomsamen, im Mörser fein zerstoßen
• 50 g frische Hefe oder 10 g Trockenhefe
• 1 Ei
• 125 g Zucker
• 1 Teelöffel Salz
• 750 g backstarkes Weizenmehl (Type 550)
• Mehl zum und Ausrollen

Zubereitung
Milch, Butter und Kardamom in einen kleinen Topf geben und erhitzen, bis die Butter zerlassen ist.
Auf etwas über Zimmertemperatur abkühlen lassen, dann die Hefe in der Milch auflösen. Bei Verwendung von Trockenhefe diese zusammen mit Zucker und Salz direkt zum Mehl geben und mischen.
Hefemischung, Ei, Zucker, Salz und Mehl in der Rührschüssel mit dem Knethaken der Küchenmaschine (oder Handrührgerät) 10 Minuten zu einem glatten, glänzenden, elastischen Teig verkneten. Der Teig sollte nicht am Schüsselrand kleben bleiben.

Die Schüssel abdecken und den Teig 20 bis 40 Minuten aufgehen lassen, bis er das doppelte Volumen erreicht hat. Den Teig kurz auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zurückschlagen, dann zu einem Rechteck von ca. 60 x 40 cm ausrollen. Abdecken und nochmals etwa 20 -30 Minuten gehen lassen.

Zutaten
für die Füllung

• 200 g sehr weiche Butter
• 2 Esslöffel gemahlener Zimt
• 100 g Zucker

Den Teig mit Hilfe eines Palettenmessers mit weicher Butter bestreichen. An der oberen Längskante des Teiges 4 cm Rand frei lassen. Die Butter gleichmäßig mit Zimt und Zucker bestreuen. Den Teig von der unteren Längskante nach oben zu einer festen Rolle aufrollen. Die Rolle mit der Naht nach unten legen. Mit einem scharfen Messer in 20 bis 24 Scheiben schneiden. Die Scheiben einzeln in Papierbackförmchen legen und auf Backbleche setzen. Mit einem sauberen Küchentuch abdecken und 25 Minuten auf doppeltes Volumen gehen lassen.
Den Backofen auf 200 °C vorheizen.

Zutaten
für die Glasur
• 1 Ei
• 50 ml Milch

Zum Dekorieren
• Hagelzucker, nach Belieben

Ei und Milch zu einer Eiglasur verquirlen. Die Schnecken leicht mit der Glasur bepinseln und nach Belieben mit Hagelzucker bestreuen. 10 – 15 Minuten goldbraun backen, dann auf Kuchengittern auskühlen lassen.



Kanelbullar / Swedish Cinnamon Rolls


Ingredients
for the yeast dough
320 ml milk
150 g butter
1 tablespoon cardamom seeds, finely crushed
50 g fresh yeast or 10 g dry yeast
1 egg
125 g sugar
1 teaspoon salt
750 g wheat flour (type 550)
plus flour for dusting and rolling

Preparation
Put the milk, butter and cardamom in a small saucepan and heat until the butter has melted. Let cool to slightly above room temperature, then dissolve the yeast in the milk. When using dry yeast, add directly to the flour together with sugar and salt and mix.
Knead the yeast mixture, egg, sugar, salt and flour in the mixing bowl for 10 minutes into a smooth, shiny and elastic dough using the kneading hook of the food processor or hand stirrer. The dough should not stick to edges of the bowl. Cover the bowl and let the dough rise for 20 to 40 minutes until it has reached double the volume.

On a slightly floured working surface, beat the dough back briefly, then roll out to a rectangle of approx. 60 x 40 cm. Cover and let rise again for about 20 -30 minutes.

Ingredients
for the filling

200 g very soft butter
2 tablespoons ground cinnamon
100 g sugar

Spread the dough with soft butter using a pallet knife leaving a 4 cm edge free at the long edge. Sprinkle the butter evenly with cinnamon and sugar.
Roll up the dough from the long edge into a solid roll. Place the roll with the seam down. Cut into 20 to 24 slices with a sharp knife. Place the rolls individually in paper baking cups and place on baking sheets. Cover with a clean kitchen towel and let rise to double volume for 25 minutes. Preheat the oven to 200 ° = 392 °F.

Ingredients
for glaze
1 egg
50 ml milk

For the garnish
coarse sugar, at will

Swirl egg and milk into an egg glaze. Lightly brush the rolls with the glaze and sprinkle with coarse sugar at will. Bake for 10 – 15 minutes until golden brown, then leave to cool on cake wires.

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Risotto alle rape rosse e semi di papavero – Rote Bete Risotto alla Milanese

El riss el nass in l’acqua e el moeur in del vin
(Al ris al nas in l´aqua e al mör in dal vin).


Il riso nasce nell’acqua e muore nel vino.

Reis wird in Wasser geboren und stirbt in Wein.

Lombardisches Sprichwort


In meinem Garten habe ich in den vergangenen zwei Wochen die letzten Rote Bete aus dem Hochbeet geerntet.

Der Markgräfler mag kein Risotto, die Markgräflerin aber schon und deshalb kocht sie die Sachen, die er nicht mag immer dann, wenn der Markgräfler am Wochenende nicht zum Mittagessen da ist.
Als wir im Mai in Mailand waren, hatte ich mir ein wunderschönes Kochbuch der Mailänder Küche gekauft. Das darin abgebildete Rote Bete Risotto mit Mohnsamen hatte es mir angetan.
Ich habe es nachgekocht und war begeistert.
Hier ist das Rezept. Es stammt vom Restaurant Ratanà in Mailand.
Als Getränk passt Rotwein.



Risotto alle rape rosse e semi di papavereo


Ingredienti per 4 persone

– 320 g di riso Carnaroli
– 800 ml di brodo vegetale
– mezza cipolla
– 90 g di formaggio grattugiato
– 50 g di burro
– 1 barbabietola cotta e frollata
– 1 cucchiaino di semi di papavero
– 2 cucchiai di olio extravergine d’oliva

Scaldare l’olio, soffriggere mezza cipolla intera e toglierla.
Tostare il riso per 3 minuti e aggiungere, un mestolo per volta, il brodo vegetale.

A cinque minuti dal termine della cottura unire la purea di barbabietola.
Mantecare con il burro e il formaggio grattugiato e cospargere con i semi di papavero.



Beetroot risotto with poppy seeds


Serves 4

  • 320 g (12 oz) Carnaroli rice
  • 800 ml (4 cups) vegetable stock
  • ½ onion
  • 90 g (3 oz) grated cheese
  • 50 g (2 oz) butter
  • 1 cooked, pureed beetroot
  • 1 teaspoon poppy seeds
  • 2 tablespoons of extra virgin olive oil

Heat oil, sauté the half onion and remove.
Toast the rice for 3 minutes and add the vegetable broth a ladleful at a time.
Add the beetroot puree 5 minutes before the rice is fully cooked.
Cream in the butter and grated cheese, and sprinkle with poppy seeds.



Rote-Bete-Risotto mit Mohn


Zutaten
(für 4 Personen)

• 320 g Carnaroli Reis (Risotto Reis)
• 800 ml Gemüsebrühe
• ½ Zwiebel
• 90 g geriebener Käse (ich habe Provolone verwendet – es geht aber auch Parmesan)
• 50 g Butter
• 1 gekochte, pürierte Rote Bete
• 1 Teelöffel Mohn
• 2 Esslöffel Olivenöl extra vergine

Zubereitung
Das Olivenöl in einem Topf erhitzen, die Zwiebel darin anbraten und wieder herausnehmen.
Den Reis ins Öl geben und unter Rühren 3 Minuten darin rösten. Einen Schöpflöffel Gemüsebrühe dazugeben und rühren. Wenn die Flüssigkeit komplett vom Reis aufgesogen ist, den nächsten Schöpflöffel Gemüsebrühe dazugeben, wieder unter Rühren die Flüssigkeit vom Reis aufsaugen lassen und so lange wiederholen, bis die ganze Brühe vom Reis aufgenommen wurde.
Das dauert etwa 15 bis 20 Minuten. Das Rote-Bete-Püree 5 Minuten bevor der Reis vollständig gekocht ist dazugeben und einrühren. Der Reis sollte eine cremige Konsistenz haben, aber nicht zu weich sein.
Butter und geriebenen Käse Butter untermischen und mit Mohn bestreut servieren.

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EATALY Smeraldo – Milano


An unserem letzten Tag in Mailand, dem 1. Mai war es zunächst nur bewölkt, aber bald, nachdem wir uns auf den Weg in die Innenstadt gemacht hatten, hatte es angefangen in Strömen zu regnen.
Der EATALY Supermarkt in der Nähe der Porta Garibaldi/Porta Nuova hatte geöffnet und so haben wir uns dort ein wenig umgesehen und ein paar köstliche Mitbringsel für uns und die Daheimgebliebenen besorgt.



Bei EATALY werden qualitativ hochwertige,  italienische Lebensmittel angeboten und man bekommt natürlich auch die Spezialitäten aus der Region.
Eataly ist weltweit einer der größten Vertreiber von italienischen Konsumgütern.
Eataly kooperiert mit Slow Food.

In Mailand gibt es auch eine kleine Gärtnerabteilung mit Saatgut, mehrere Restaurants, Backwaren, eine Paninoteca und auch eine große Auswahl an Kochbüchern und Küchenzubehör.

Die Markgräflerin hat sich natürlich wieder ein Souvenir in Form eines Kochbuchs (Mailand/Lombardei) mitgebracht und ein Holzklötzchen mit Rillen, mit dem man Gnocci in die richtige Form bringen kann.

Das Buch erfüllt gleich mehrere Zwecke – es sind alle typischen Rezepte aus Mailand und der Lombardei einhalten – zum Beispiel verschiedene Risotti, Ossobuco, Co(s)toletta, Kürbisgnocchi – mit ansprechenden Food Fotos, ausserdem gibt es stimmungsvolle Fotos aus Mailand zu verschiedenen Jahreszeiten und man kann auch noch Sprachen damit lernen.
Weil es nämlich keine Bücher in Deutsch gab, habe ich mir die Version Italienisch mit  „Untertiteln” gekauft.
Links auf der Seite steht immer der italienische Originaltext, auf der rechten Seite die Übersetzung auf Englisch.
Ein wunderschönes Buch, das man gerne öfters zur Hand nimmt, um darin zu stöbern und etwas daraus nachzukochen.



Hier sind ein paar Bilder von unserem Besuch bei EATALY:



Es war Mittagszeit  – und natürlich bekommt man beim Durchschlendern mächtigen Appetit auf all die Köstlichkeiten.
Da wir nicht mehr so viel Zeit übrig hatten, haben wir uns nicht an einer der Schlangen der Restaurants angestellt, sondern haben uns jeder ein Panino bestellt.
Ich hatte ein Panino mit gegrilltem Gemüse und Käse, der Markgräfler eine Vollkorn-Piadine mit Frittata (Omelett) – beides unterm im Grill warm gemacht.

Danach gab’s an der Caffè-Bar noch einen Espresso und was Süßes zum Dessert.


Pizza!

Panini, Piadine, Tramezzini & Co.


Für zu Hause haben wir einen Panettone mitgenommen, außerdem eine gute Mailänder Salami, Tartufi, Catalogna Samen, eine Stofftasche mit EATALY-Aufdruck, Basilikum-Pesto (nur mit den Zutaten, die da reingehören), Safran Ravioli mit Ossobuco und Gremolata Füllung…



Und dann mussten wir schon wieder zurück in Richtung Hotel – aber nicht, ohne vorher in einer Bar um die Ecke unseren letzten Apéro in Mailand zu genießen.



In den meisten Bars ist es übrigens so, dass man zuerst an der Kasse bezahlt und mit dem Kassenbon zum Tresen geht.
Übrigens haben wir an der Bar nicht schlecht gestaunt, als der Barmann eine 3 Liter Apérol Flasche hervorgeholt hat – gibt es übrigens auch mit Campari.
Na denn – Prost!
Selbst wenn man seinen Apéro im Stehen an der Bar trinkt – was übrigens meist auch preisgünstiger ist, als wenn man sich hinsetzt und dort bedient wird – bekommt man üppige Snacks dazu.


 

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Farfalle mit grünem Spargel

Farfalle Spargel2
Nochmal ein Spargel-Rezept vor Ende der Saison. Der Mann auf dem Markt in Müllheim meinte, er wäre kommende Woche nochmal da, dann sei die Saison für ihn vorbei….

Dieses Rezept stammt aus Italien  – wiederum aus „Bei den Brunettis zu Gast” von Donna Leon. Eigentlich werden dafür Orecchiette (Öhrchennudeln) verwendet. Ich hatte aber keine mehr im Vorratskeller und deshalb habe ich stattdessen Farfalle verwendet.
Grüner Spargel hat den Vorteil, dass man nur das untere Drittel schälen muss. Also eine recht schnelle Zubereitung.

Farfalle Spargel1

Farfalle (Orecchiette) mit Spargel
Orecchiette agli asparagi

350 g Farfalle (Orecchiette)
1 kg grüner Spargel, mitteldick
1 Schalotte, gehackt
8 Esslöffel Olivenöl extravergine
2 Teelöffel Salz
60 g frisch geriebener Parmesan
1 Prise Pfeffer
4 hartgekochte Eier

Den Spargel waschen, die unteren, harten Teile abschneiden und das untere Drittel schälen, dann den Spargel in 2-3 cm große Stücke schneiden.
Das Olivenöl, 2 Esslöffel Wasser und Salz in eine große, beschichtete Pfanne geben und die gehackte Schalotte darin andünsten, dann die Spargelstücke dazu geben und 4 Schöpfkellen lauwarmes Wasser angießen.
Gut umrühren, Deckel auflegen und bei mäßiger Hitze kochen, bis die Spargelstücke ganz zart sind und nur noch ein wenig Kochsud zurückgeblieben ist.
Die hartgekochten Eier schälen, mit einer Gabel in einer kleinen Schüssel zerkrümeln und beiseite stellen.
Die Farfalle (Orecchiette) kochen, abgießen und mit den Spargelstücken in der Pfanne mischen, mit einer Prise Pfeffer und dem Parmesan bestreuen.
Die Spargel-Pasta-Mischung auf eine vorgewärmte Servierplatte geben und mit den zerkrümelten Eiern bestreuen.

Farfalle Spargel3
This is a quickly prepared recipe for green asparagus. In the original recipe from Italy Orecchiette pasta is used – I did not have any, so I took Farfalle.

Farfalle (Orecchiette) with asparagus
Orecchiette agli asparagi

350 g Farfalle (Orecchiette)
1 kg of green asparagus, medium thickness
1 shallot, chopped
8 tablespoons extra virgin olive oil
2 teaspoons salt
60 g freshly grated Parmesan
1 pinch of pepper
4 boiled eggs

Wash the asparagus, cut off the hard parts at the bottom and peel one third of the bottom, then cut the asparagus into 2-3 cm pieces.
Put the olive oil, 2 tablespoons water and salt in a large, nonstick skillet and sauté the chopped shallot in it, then add the asparagus pieces and pour 4 ladles of lukewarm water.
Stir well, cover with a lid and cook over moderate heat until the asparagus pieces are very tender and just a little cooking liquid is left.
Peel the boiled eggs, crumble with a fork in a small bowl and set aside.
Cook the Farfalle (or Orecchiette), drain and mix with the asparagus pieces in the pan, sprinkle with a pinch of pepper and Parmesan.  Serve on a preheated dish/platter and sprinkle with the crumbled eggs.

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Mallorquinischer Tacosalat – Resteverwertung nach Mälzer und Witzigmann, oder so…

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Die Zeit der Resteverwertung von den Weihnachtschlemmereien ist gekommen. Heute gibt es als Samstagseintopf einmal einen lauwarmen Tacosalat, den ich so ähnlich im Kochbuch von Tim Mälzer und Eckart Witzigmann gesehen habe. Da kam mir spontan die Idee, Reste der Weihnachtsfeiertage und Konserven aus dem Vorratskeller aufzubrauchen. Im Originalrezept wird Kaninchenfleisch verwendet, man kann aber auch Reste eines Rinderbratens nehmen.
Bei mir waren es dann Reste vom Hasenbraten. Außerdem sind im Salat frische Paprikaschoten, Kidneybohnen (Dose), stückige Tomaten (Dose), Pellkartoffeln (Reste vom Kartoffelsalat, den es zum Schäufle gab), Zwiebel, Knoblauch, Ketchup und Mississippi Barbecue Sauce und diverse Gewürze.

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Tacosalat mit Hase und Paprika

1 Dose Kidneybohnen
2-3 gekochte Kartoffeln
Reste vom Hasenbraten, in kleine Stücke geschnitten
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Olivenöl
Saft von 1 Limette
1 Zwiebel
3 Knoblauchzehen
1/2 Teelöffel Piment d’Espelette
2 rote Paprikaschoten
2 gelbe Paprikaschoten
etwas getrockneter Thymian
2 Esslöffel Ketchup
1 Esslöffel Mississippi Barbecue Sauce
etwas Cayennepfeffer
1 Prise gemahlener Kreuzkümmel
1 Prise gemahlener Koriander
1 Dose stückige Tomaten
3-4 Esslöffel Weißweinessig
Schnittlauchröllchen zum Bestreuen

Die Kidneybohnen in ein Sieb geben und abtropfen lassen. Die Kartoffeln in Scheiben schneiden.
Das Hasenfleisch mit etwas restlichem Bratensud, Saft der Limette, 2 Esslöffel Olivenöl, etwas Pfeffer ca. 10 Minuten marinieren.
Zwiebeln und Knoblauch schälen und fein hacken. Rote und gelbe Paprika waschen, entkernen und in sehr feine Würfel schneiden.
In einer großen, hohen Schmorpfanne 1 Esslöffel Olivenöl erhitzen. Zwiebeln und Knoblauch darin anschwitzen, bis sie glasig sind. Hasenfleisch samt Marinade dazugeben und kurz anbraten. Paprikawürfel, Thymian, Ketchup, Barbecue Sauce und Piment d’Espelette untermischen. Mit Cayennepfeffer, Kreuzkümmel und Koriander würzen. Zugedeck ca. 10 Minuten schmoren lassen, dann die stückigen Tomaten zugeben und weitere 15 -20 Minuten schmoren. Kidneybohnen und Kartoffelscheiben untermischen, 5 Minuten erhitzen und lauwarm abkühlen lassen. Mit 2-3 Esslöffel Olivenöl und Weißweinessig abschmecken. In einer Schüssel anrichten und mit Schnittlauch bestreuen.

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The time of the leftovers from the Christmas feasts has come. Today, as a Saturday’s stew there is a a lukewarm taco salad. I’ve seen something like that in the cookbook by the chefs Tim Mälzer and and Eckart Witzigmann. Spontaneously I had the idea of using up the leftovers of the Christmas holidays‘ dishes and preserves from the storage shelf. In the original recipe, rabbit meat is used, but you can also take the remains of a roast beef.
In my case then leftovers of the roast hare. In addition, in this salad are fresh peppers, red kidney beans (canned), chunky tomatoes (canned), potatoes (leftovers from the potato salad, we had together with the Schäufle/pork shoulder), onion, garlic, ketchup and Mississippi Barbecue Sauce and various other spices.

Taco salad with rabbit and red peppers

1 can of kidney beans
2-3 boiled potatoes
leftovers from a roast hare, cut into small pieces
black pepper from the mill
olive oil
juice of 1 lime
1 onion
3 cloves of garlic
1/2 teaspoon Piment d‘ Espelette
2 red peppers
2 yellow peppers
some dried thyme
2 tablespoons ketchup
1 tablespoon Mississippi Barbecue Sauce
a little cayenne pepper
1 pinch of ground cumin
1 pinch of ground coriander
1 can of chunky tomatoes
3-4 tablespoons white wine vinegar
chives for sprinkling

Add the kidney beans in a colander and drain. Cut the potatoes into slices.
Marinate the rabbit meat with some broth of the roast hare , lime juice , 2 tablespoons of olive oil , a little pepper for about 10 minutes .
Peel the onions and garlic and chop finely. Wash , core and cut into very fine dices red and yellow peppers.
Heat 1 tablespoon of olive oil in a large, high saute pan . Sauté onions and garlic until they are glassy. Add the hare bits with the marinade and fry briefly. Then also add diced peppers , thyme , ketchup , barbecue sauce and Espelette pepper , mix. Season with cayenne pepper , cumin and coriander. Cover with a lid and let simmer for about 10 minutes , then add the chunky tomatoes and stew for another 15 -20 minutes . Add kidney beans and potato slices , mix , heat for another 5 minutes and allow to cool until lukewarm. Season with 2-3 tablespoons of olive oil and white wine vinegar. Fill into a bowl and garnish with chives.

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Mälzer & Witzigmann
Mälzer & Witzigmann: Zwei Köche
ein Buch

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Samstageintopf: Winzersuppe mit Riesling und Fleischwurst

Winzersuppe1

Es ist ein grauer November-Samstag – und es gibt wieder mal einen wärmenden Eintopf. Einen Winzereintopf mit Fleischwurst, aus dem Kochbuch „Fleischwurst und Lyoner” von Eckart Witzigmann, bei dem ich auch mitgewirkt habe. Ich hatte damals mein Rezept für Linsenteintopf mit Fleischwurst und Spätzle kochen und im Buch vorstellen dürfen.

It is a gray November Saturday – and again there is a warming stew.  A wine stew with sausage, from the cookbook „Sausage of Lyon“ by Eckart Witzigmann in which you can find one of my recipes. I was happy that I got the opportunity to cook my recipe for Linsenteintopf (lentils‘ stew) with  sausage and spaetzle and to introduce it in the book.

Mein Fleischwurstrezept

Selbstverständlich habe ich auch schon andere Rezepte aus dem Buch nachgekocht, damals hatte ich aber gerade mit meinem Blog angefangen und nur wenige Artikel geschrieben.
Of course, I already had cooked other recipes from the book, but at that time I had just started my blog and had only written a few posts.

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Dieses Rezept stammt also von einer Mitköchin und Co-Autorin, Carmen Reinders. Winzersuppe – da ist doch bestimmt Wein drin?!
Aber sicher doch, und da nach einem Riesling verlangt wurde, bin ich mal fremdgegangen und habe einen Durbacher Riesling (Weingut Laible, Durbacher Plauelrein, Alte Rebe) statt eines Markgräfler Weines verwendet.
So this recipe comes from another cook and co-author, Carmen Reinders. Winemaker’s Soup – isnt’t there wine in it?!
Definitely – and as it required for a Riesling, I have been untrue and took a Durbacher Riesling instead of a regional one (winery Laible, Durbacher Plauelrein, Old Vine).

Winzersuppe2
Winzersuppe
von Carmen Reinders
(für 4 Personen)

4 kleine Kartoffeln
1 große Karotte
2 Stangen Lauch
300 g Fleischwurst
3 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
1 Esslöffel Olivenöl
1 ½ Liter Fleischbrühe
½ Liter Riesling
300 g Frischkäse
Pfeffer aus der Mühle

Kartoffeln schälen und waschen. Die Karotte und den Lauch waschen und putzen. Kartoffeln, Karotte, Lauch und Fleischwurst in mundgerechte Stücke schneiden. Die Zwiebeln und die Knoblauchzehen schälen und fein hacken. Beides in einem Topf mit etwas Olivenöl glasig dünsten. Gemüse und Fleischwurst hinzufügen, kurz mitdünsten und mit der Fleischbrühe und 250 ml Weisswein ablöschen.
Ca. 25-30 Minuten auf niedriger Hitze köcheln lassen. Zum Schluss den restlichen Wein sowie den Frischkäse zugeben und nochmals kurz aufkochen. Mit frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken.

Winzersuppe3

Winemaker’s Soup
by Carmen Reinders
(4 servings)

4 small potatoes
1 large carrot
2 leeks
300 g pork sausage
3 onions
2 cloves of garlic
1 tablespoon olive oil
1 ½ litre of beef broth
½ litre Riesling (white wine)
300 g cream cheese
Pepper

Peel and wash potatoes. Wash and clean the carrot and leek. Cut the potatoes, carrot, leeks and pork sausage into bite-sized pieces. Peel the onions and the garlic and chop finely. Sauté both in a pan with some olive oil. Add vegetables and pork sausage, briefly sauté and deglaze with the beef broth and 250 ml of white wine.
Simmer on low heat for about 25-30 minutes. Finally, pour the remaining wine, add the cream cheese and bring to the boil again. Season with freshly ground pepper.

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1000 RECIPES TO TRY BEFORE YOU DIE: Belgien, gratinierter Chicoree

Belgien Chicoree 1
Es ist wieder die Jahreszeit für Chicorée. Chicorée ist eine Zichorienwurzel, die ein Brüsseler Gärtner vor etwa 200 Jahren in einer dunklen Kellerecke des Botanischen Gartens entdeckt haben soll. Das mit dem Chicorée ist eine heikle Sache – er muss nämlich schnellstmöglich an die Frau oder den Mann gebracht werden und braucht die absolute Dunkelheit (bis zu vier Tage in Papier eingeschlagen im Kühlschrank haltbar). Am Tageslicht wird er schnell braun und ungenießbar. Chicorée ist reich an Ballaststoffen, Magnesium, Vitamin A und Folsäure. Wer den bitteren Geschmack nicht mag, schneidet die Stauden am Wurzelende keilförmig heraus, dort sind die meisten Bitterstoffe drin.

It’s time for chicory again. It is a chicory root, which is said to have been discovered in a dark basement corner of the Botanical Garden by a Brussels gardener about 200 years ago. The tricky thing with chicory is that it must be put on the market as soon as possible and it needs the absolute darkness (you can store it up to four days in the refrigerator, wrapped in a paper). At daylight it will quickly get brown and inedible. Chicory is rich in fiber, magnesium, vitamin A and folic acid. Those who do not like the bitter taste, cut out the perennials at the end of the root, cuneiform, where the most bitter substances are.

Das Rezept ist wiederum aus diesem Buch, allerdings habe ich die Mengen halbiert und nur für zwei Personen gekocht  – die Käsesauce macht das Gericht recht üppig.

The recipe is from this book again, but I have halved the quantities and cooked only for two persons – the cheese sauce makes the dish quite lush.

1000 Recipes To Try Before You Die. Rezepte aus der ganzen Welt.
1000 Recipes To Try Before You Die. Rezepte aus der ganzen Welt.

Gratinierter Chicorée mit Schinken und Käsesauce

1 ½ Esslöffel Butter / 1 ½ tablespoons butter
Butter für die Form / Butter for the baking dish
20 g Mehl / 20 g flour
¼ Liter (250 ml) Milch / ¼ litre (250 ml milk)
Salz / salt
frisch gemahlener Pfeffer / freshly milled Pepper
1 Messerspitze Curry / 1 pinch curry
2 Chicoreé Stauden / 2 chicory roots
1 Spritzer Zitronensaft / 1 dash lemon juice
2 Scheiben gekochter Schinken / 2 thin slices ham
50 g geriebener Edamer / 50 g grated Edam cheese
1 Eigelb / 1 egg yolk
1 Esslöffel süße Sahne / 1 tablespoon liquid cream

Käsesauce:
1 Esslöffel Butter in einem Topf schmelzen, Mehl einstreuen und hell anschwitzen. Milch angießen und die Sauce unter Rühren zum Kochen bringen. Mit Salz, Pfeffer und Curry würzen und bei mittlerer Hitze 20 Minuten köcheln lassen, ab und zu umrühren.

Den Chicorée waschen, das bittere Strunkende keilförmig herausschneiden. In kochendes, leicht gesalzenes Wasser legen, den Zitronensaft hinzufügen und 8 – 10 Minuten kochen. Chicorée aus dem Wasser nehmen, gut abtropfen lassen.

Den Backofen auf 220 °C vorheizen. Eine ofenfeste Form mit Butter einfetten, die Chicorée-Stauden mit Schinken umwickeln und in die Form legen.

Die Hälfte des Käses in die Sauce rühren und darin schmelzen, dann den Topf vom Herd nehmen. Das Eigelb mit der Sahne verrühren und unter die Sauce rühren.

Die Käsesauce über den Chicorée verteilen, mit dem restlichen Käse bestreuen und die übrige Butter in Flöckchen darauf setzen.
Im heißen Ofen ca. 15 Minuten goldbraun überbacken.

Belgien Chicoree 2Cheese Sauce:
Melt 1 tablespoon butter in a saucepan, sprinkle in the flour and  sweat lightly. Pour in the milk and bring the sauce to a boil while stirring. Season with salt, pepper and curry and let simmer over medium heat for 20 minutes stirring occasionally.
Wash the chicory, cut out the bitter stalk end of the root wedge-shaped. Put in boiling, lightly salted water, add the lemon juice and cook for 8 – 10 minutes. Take chicory out of the water, drain well.
Preheat the oven to 220 ° C (428 °F). Grease an ovenproof dish with butter, wrap the chicory roots with ham and place in the baking dish.
Stir in half of the cheese into the sauce and melt it, then remove the pan from the heat. Mix the egg yolks with the cream and stir into the sauce.
Spread the cheese sauce over the chicory, sprikle with the remaining cheese and put the rest of the butter in small pieces on it.
Bake until golden brown for about 15 minutes.

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1000 RECIPES TO TRY BEFORE YOU DIE – Belgien

Kabeljau Belgien1
Eigentlich wollte ich einfach nur ein wenig in der Buchhandlung stöbern, ich hatte nichts Bestimmtes gesucht – und bin natürlich wieder mal in der Kochbuch-Ecke gelandet. Nichts wollte mir so richtig gefallen und bei jedem zweiten Buch dachte ich: „Diese Rezepte kennst Du schon in der einen oder anderen Variante, sind zwar tolle Bilder, aber im Regal zu Hause stehen schon so viele Bücher und ein paar Ordner mit Rezepten, die aus irgendwelchen Zeitschriften ausgeschnitten wurden – müsste ich dringend mal ausmisten…” Ich wollte schon wieder rausgehen, da blieb mein Blick an diesem 9 cm dicken Buch hängen:

1000 Recipes To Try Before You Die. Rezepte aus der ganzen Welt.
1000 Recipes To Try Before You Die. Rezepte aus der ganzen Welt.

Da standen einige Rezepte aus aller Welt drin, die ich noch nicht kannte und auch einige, die allein von den Zutaten her schon toll klangen. Also habe ich zugegriffen. Ein Schnäppchen für 20 Euro. Und ich habe mir vorgenommen, aus jedem Land mindestens ein Gericht zu kochen. Gestern Abend gab es das erste Gericht. Das Buch beginnt mit derm Kontinent Europa, von Norden nach Süden. Der erste Buchstabe ist hier das B für Belgien, gefolgt von Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Irland, Niederlande, Österreich, dann kommt die Schweiz, Griechenland, Italien, Kroatien, Malta, Portugal, Spanien, Zypern. Dann geht es mit den östlichen Gebieten weiter, Estland, Lettland, Littauen, Polen über Russland, Tschechien, Türkei, Ungarn, Ukraine. Dann kommt Skandinavien mit Dänemark, Finnland, Norwegen und Schweden.

Danach geht es nach Afrika,  den Nahen Osten, China, Japan, die USA und Südamerika. Ein buntes Programm. Alle Rezepte werde ich vermutlich nicht schaffen, zum einen, weil Zutaten dabei sind, die bei uns entweder schwer erhältlich sind, zum anderen Zutaten, die wir nicht mögen. Die Autoren haben all diese Rezepte auf ihren Reisen zusammengetragen und ermutigen dazu, auch mal eine Zutat gegen etwas anderes auszutauschen oder wegzulassen. Hier kann man seiner Kreativität freien Lauf lassen. Die Rezepte sind für 4 Personen gedacht.

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Belgien ist für vier Lebensmittel bekannt: Bier, Pommes, Schokolade und Waffeln. Der Markgräfler war vor vielen Jahren einmal dort und konnte entsprechend berichten. Erste Schwierigkeit für dieses Rezept war das Bier. Es sollte ein hochprozentiges Trappistenbier sein. Im nahegelegenen Frankreich, in einem kleinen Dorfsupermarkt wurden wir fündig, was Belgisches Bier betrifft. Der Alkoholgehalt von belgischem Bier kann bis zu 18 Vol. % betragen. Wir haben nur eines mit 8,5 % gefunden. Mit einem stärkeren Bier wird das Gericht vermutlich etwas herber.

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Ich war so frei und habe zum Fisch einen Kartoffelsalat gemacht. Im Buch steht leider nicht, was man üblicherweise dazu isst – aber Kartoffelsalat schien mir passend.

Überbackener Kabeljau in Biersauce
unter einer Zwiebelkruste

2 weiße Zwiebeln
100 g Butter
und Butter für die Form
200 ml helles Trappistenbier (ersatzweise helles Bockbier)
3 Cornichons
4 Scheiben Kabeljau à 200 g
Saft von 1 Zitrone
Salz
frisch gemahlener Pfeffer
2 Eigelb
200 g süße Sahne
2 Esslöffel Semmelbrösel

Die Zwiebeln schälen, halbieren und in feine Scheiben schneiden. Die Hälfte der Butter zerlassen und die Zwiebeln darin hellgelb anschwitzen. Mit dem Bier aufgießen und ca. 10 Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen.

Den Backofen auf 175 °C erhitzen. Cornichons fein hacken und zu den Zwiebeln geben.

Den Kabeljau mit Zitronensaft beträufeln und mit Salz und Pfeffer würzen. Die Fischstücke nebeneinander in eine gebutterte Auflaufform legen und die Zwiebelmischung darüber verteilen.

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Das Eigelb mit der Sahne verquirlen und über die Fischstücke gießen. Mit den Semmelbröseln bestreuen und die restliche Butter in Flöckchen daraufsetzen.

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Im heißen Ofen ca. 15 Minuten goldbraun überbacken.

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Eckart Witzigmann und das Buch vom Sonntagsbraten – mein drittes Rezept in einem Buch

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Welch eine Überraschung – da fährt man mal ein paar Tage weg – der Markgräfler und ich haben die ersten Tage des Jahres 2013 in Venedig verbracht – da erscheint ein Artikel über das Sonntagsbraten – Kochbuch von Eckart Witzigmann mit einem Rezept von mir im Edeka Heft „Diese Woche”, KW 02/2013.
Dort ist mein Rezept vom Sonntagsbraten im Römertopf auf den Seiten 34 und 35 abgedruckt, mit Bild von mir….

Sonntagsbraten: Der Klassiker aus der häuslichen Küche

Das Buch hatte ich mir schon vor ein paar Wochen bei Amazon bestellt und auch zu Weihnachten welche davon verschenkt.

Meine Mutter hatte den Artikel zuerst entdeckt und mir voller Freude davon erzählt – da Sie zu Weihnachten natürlich auch ein Buch von mir bekam.

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An dieser Stelle muss ich das Rezept leicht korrigieren.
Ich hatte bisher immer den Tontopf, den ich von der Schwiegeroma geschenkt bekommen hatte für die Zubereitung des Bratens verwendet.

Sie sagte mir, dass man ihn ca. 2-3 Stunden wässern muss. Dieser Tontopf, der landläufig auch als Römertopf bezeichnet wird, ist schon über 40 Jahre alt. Die neueren Töpfe von der Firma RÖMERTOPF® müssen nur 10 Minuten gewässert werden. Ich hatte vergangenes Jahr von der Firma RÖMERTOPF® nach dem Wettbewerb mit Eckart Witzigmann und meinen Berichten im Blog freundlicherweise einen Original RÖMERTOPF® zur Verfügung gestellt bekommen.

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Beim Fleisch darauf achten, dass man eines mit Fettschicht bekommt. Ich hatte beim Event nämlich eines ohne, und hatte mir damit beholfen, den Braten mit dünn geschnittem Lardo (fetter, weißer Speck) zu belegen.

Im April, als der Kochevent zum Sonntagsbraten in Achern (Kochfabrik Scheck-In Center) stattfand, hatte ich mir auch noch das Fleischwurst- und Lyoner  Buch (bei dem ich auch schon mitgewirkt hatte) von Eckart Witzigmann mit einer Widmung signieren lassen:

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Ein schönes Erlebnis.

Hier geht’s zum Video

Sonntagsbraten Bericht EDEKA und mein Rezept  Seite 34/35 als PDF Datei

Bild Bericht Edeka

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Zwiebacktorte – eine Vorahnung von Advent

Dieses Rezept habe ich vor etwa zwei Jahren im Kochbuch von Paula Horn entdeckt, ausprobiert und war begeistert. Eine Art Brottorte, aber mit Zwieback. Wein und feinen Gewürzen, welche die nahende Adventszeit ankündigen… Im neuen „alten Schätzchen“, dem Koch- und Haushaltsbuch vom Flohmarkt, habe ich das Rezept wiedergefunden, aber mit anderen Mengenangaben, als bei Paula Horn:

Zwiebacktorte

Zutaten nach Paula Horn:
5 Eier, getrennt
200 g Zucker
50 g Zitronat
50 g Orangeat
2 Teelöffel Zimtpulver
1 Messerspitze Nelkenpulver
1 Schnapsgläschen Kirschwasser
150 g Zwieback
1 Glas Wein und evtl. etwas Orangenlikör

Den Zwieback zerbröckeln und mit dem Wein (Rot- oder Weißwein, ich habe Gutedel verwendet)  übergießen. Die Eier trennen, das Eiweiß zu steifem Schnee schlagen.
Das Eigelb mit dem Zucker cremig rühren. Das Zitronat und Orangeat mit dem Wiegemesser fein würfeln und zusammen mit den Gewürzen unter die Eiercreme rühren.

Dann den eingeweichten Zwieback und das Kirschwasser untermengen und zum Schluss den Eischnee vorsichtig unterheben. Den Teig in eine gefettete Sprinform mit 26 cm Ø füllen.
Bei Umluft 160 °C im Backofen auf mittlerer Schiene ca. 45 Minuten backen.

Und jetzt kommt der Knüller. Die Glasur ist variabel. Ich habe die noch heisse Torte zuerst mit etwas Orangenlikör (Grand Marnier) beträufelt, dann ca. 2 Esslöffel bittere Orangenmarmelade in einem kleinen Topf erhitzt und die Torte damit bestrichen.

Statt Orangenlikör kann man zum Beträufeln auch eine Mischung aus 1 Esslöffel Arrak und Wein oder wenn Kinder mitessen, Orangensaft und Zitronensaft verwenden.
Keine Angst beim Wein und Kirschwasser im Teig, der Alkohol verflüchtigt sich beim Backen.

Etwas abkühlen lassen und anschliessend aus 100 g Puderzucker und 2 Esslöffel Wasser (oder Kirschwasser und Wasser) einen Zuckerguss rühren und auf dem Kuchen verstreichen.

Mit gold- und silberfarbenen Zuckerperlen bestreuen.

Hier ist zur Ergänzung noch das zweite Rezept aus dem Koch- und Haushaltungsbuch von Wundt/Rothmund/Künzeler: