Essen & Trinken, Food, Fotografie, Rezepte

Kastanienpfannkuchen – Insel Elba

Am Ostersonntag waren wir auf der Insel Elba. In einem Reiseführer hatte ich gelesen, dass es im Winter als Spezialität meist Pfannkuchen aus Kastanienmehl gibt.
Entweder werden diese nur mit Puderzucker bestreut, oder mit Ricotta, der mit geriebenen Orangenschalen und Honig verfeinert wurde, gefüllt.

Kastanienmehl hatte ich noch im Vorratsschrank. Ausserdem braucht man Weizen- oder Dinkelmehl, Wasser (ich habe leicht sprudelndes Mineralwasser verwendet, dann werden die Pfannkuchen luftiger), eine Prise Salz, ein Ei und Puderzucker.
Zum Ausbacken: feinstes italienisches Olivenöl

Für die Füllung nimmt man möglichst ganz frischen Ricotta. Von der Insel Elba habe ich Kastanien- und Rosmarinhonig mitgebracht. Für dieses Rezept habe ich den Rosmarinhonig verwendet und Orangenschalen – gerieben oder in Zesten.
Dazu gibt es einen süßen Wein von der Insel Elba, z. B. den goldgelben Moscato:

Und so wird’s gemacht:

Kastanienmehl und helles Weizen- oder Dinkelmehl im Verhältnis 2:1 mischen (in meinem Fall 200 g Kastanienmehl, 100 g Dinkelmehl) und eine Prise Salz.

Ein Ei in die Mitte geben und mit dem Mehl verrühren. Dann nach und nach das Mineralwasser einrühren, bis ein etwas dicklicher Pfannkuchenteig entsteht.

Olivenöl in einer Crêpes Pfanne erhitzen (Achtung, nicht zu heiss werden lassen!) und die Pfannkuchen darin ausbacken.


Für die Füllung den Ricotta mit Rosmarinhonig, geriebener Orangenschale mischen und auf die fertigen Pfannkuchen streichen. Einrollen und mit Puderzucker bestäuben.


Ich habe zusätzlich noch etwas Ahornsirup darüber gegeben. Mein Mann hatte im Kühlschrank noch Cocktailkirschen gefunden, die er sich mit in den Pfannkuchen gerollt hat. Nutella passt als Füllung auch hervorragend.

Wer nur Kastanienmehl verwenden möchte, kann diese Variante verwenden, die wohl dem Original am ehesten entspricht:

400 g frisches Kastanienmehl
Salz, Wasser oder Milch
Olivenöl zum Ausbraten

Die edle Variante mit Rosinen und Pinienkernen:

Fritelle die castgnaccio

Rosinen in Wasser oder Rum einweichen.
Kastanien- und Weizenmehl im Verhältnis 1:1 mischen, eine Prise Salz hinzugeben, mit Wasser verrühren, sodass ein dicker Pfannkuchenteig entsteht.
Pinienkerne und Rosinen hinzufügen und in Olivenöl ausbacken.
Mit Puderzucker bestreuen.

Essen & Trinken, Rezepte

Macadamia-Maronen-Brot

Auf dem Schamottstein gebacken, mit super-knuspriger Kruste. Durch das enthaltene Kastanienmehl ist der Teig leider etwas kompakt, aber sehr aromatisch.
Schmeckt am besten nur mit Butter bestrichen. Wer keinen Stein zum Backen hat, kann das Brot auch in einer großen Kastenform backen.

Für 1 kg Brot braucht man:

500 g Weizenmehl, Type 550
100 g Maronen (Kastanien) Mehl
150 g gesalzene Macadamianüsse
1 Würfel Hefe (42 g)
50 ml Walnussöl
300 ml Wasser
1/2 Teelöffel Salz

Die Macadamianüsse grob hacken. Hefe zerbröckeln und im lauwarmen Wasser auflösen. Salz hinzufügen.
Gehackte Macadamianüsse, Weizenmehl, Maronenmehl und Öl untermengen, alles zu einem glatten Teig verarbeiten. Den Teig zu einer Kugel formen und in der Schüssel, von einem feuchten Tuch bedeckt, an einem warmen Ort 3 Stunden gehen lassen. Dann den Teig noch einmal kurz durchkneten. Zu einem Laib formen, oder eine Kastenform einfetten und mit Mehl ausstäuben, den Teig einfüllen und die Oberfläche glätten. Das Brot nochmals zugedeckt an einem warmen Ort 30 Minuten gehen lassen. Den Backofen auf 220 °C vorheizen.
(Bei Verwendung des Schamottsteins Gebrauchsanleitung beachten!)
Eine feuerfeste Schale mit kochen heißem Wasser hineinstellen. Das Brot auf unterste Schiene bei ca. 200 °C Umluft etwa 50 Minuten backen.

Essen & Trinken, Rezepte

Kastanienspätzle mit Rotkraut und Kürbisschnitzen

Bunter, herbstlicher Teller mit Kastanienspätzle, Rotkraut und überbackenen Kürbisschnitzen


Jetzt wird’s herbstlich bunt und gesund auf dem Teller!

Kastanienspätzle

Zutaten für 4 Personen:
200 g Kastanienmehl
200 g Dinkel-Vollkornmehl
4 Eier
200 ml Vollmilch
1 Teelöffel Salz

Aus diesen Zutaten einen Teig rühren und ca. 1 – 2 Stunden quellen lassen. Dann mit Hilfe einer Spätzlepresse den Teig portionsweise in kochendes Salzwasser drücken.
Kurz kochen lassen, bis die Spätzle an der Oberfläche schwimmen. Mit einer Schaumkelle herausnehmen und warm halten.

Kastanienspätzle pur

Für die „Soße“ eine rote Zwiebel in Würfel oder dünne Scheiben schneiden, in etwas Butter andünsten und nach Belieben gehackte Petersilie untermischen.

Kastanienspätzle mit Butter und Zwiebeln

Für die überbackenen Kürbisschnitze braucht man:

1 kleiner Hokkaido Kürbis
Meersalz oder Himajala Salz (aus der Mühle)
2 – 3 Esslöffel Olivenöl
Pfeffer aus der Mühle

Kräuter-Käsekruste:
150 g braune Champignons (oder Shii-Take-Pilze)
einige Tropfen Zitronensaft
150 g Schalotten
1 Knoblauchzehe
1/2 Bund glatte oder krause Petersilie
1 Esslöffel Butter
abgeriebene Schale von 1/2 unbehandelten Zitrone
4 Esslöffel geriebener Parmesan
4 Esslöffel Brotbrösel
evtl. noch einige Butterstückchen

Den Kürbis waschen, halbieren und die Kerne entfernen. Dann in Schnitze schneiden und von beiden Seiten mit Salz bestreuen und Saft ziehen lassen.
Dann trockentupfen und wenn möglich nebeneinander in eine feuerfeste Form legen. Mit Öl beträufeln und reichlich Pfeffer aus der Mühle darübermahlen.
In der Mitte des auf 200 °C vorgeheizten Backofens ca. 30 Minuten backen.
Die Pilze mit einer Pilzbürste reinigen, sehr fein hacken. Schalotten, Knoblauch und Petersilie ebenfalls sehr fein hacken. Mit den Pilzen zusammen in der Butter bei mittlerer Hitze andünsten. Salzen, pfeffern und mit geriebener Zitronenschale abschmecken.
Die Mischung über den Kürbis verteilen. Den geriebenen Käse mit den Brotbröseln mischen und darüber verteilen.
Bei 225 °C überbacken, evtl. noch Butterstückchen darüberstreuen.

überbackene Kürbisschnitzel

Das Rotkraut habe ich heute ausnahmsweise nicht selbst gemacht – Fertigpackung (mit Pflaumen und Bordeaux, mmmmh).

Essen & Trinken, Rezepte

Kastanienkuchen

Noch ein Rezept mit Kastanienmehl:

Korsischer Kastanienkuchen

Zutaten für einen Kuchen
(Cake Form)

200 ml Walnussöl
4 Eier
1 Prise Salz
150 g Puderzucker
400 g Kastanienmehl
180 g Crème fraîche
1 Päckchen Vanillezucker
1 Päckchen Backpulver
1 Prise Salz
1 Esslöffel Cognac (die Markgräflerin nimmt hier natürlich Kirschwasser!)

Zubereitung:

3 Eier trennen, 3 Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen, beiseite stellen.
1 Vollei mit den 3 Eigelben und dem Puderzucker schaumig rühren. Das Öl, den Vanillezucker und den Cognac nach und nach zugeben. Die Créme fraîche in die Eimasse rühren. Das Mehl mit dem Backpulver und dem Salz unterrühren dann das steif geschlagene Eiweiß unterheben. Den Teig in eine Kastenform füllen und in den kalten Backofen stellen. Auf 180 °C heizen und 45 Minuten backen.
Tipp: Einige Kastanien grob hacken und die Stücke in den Teig rühren.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Essen & Trinken, Rezepte

Castagnaccio – Kastanienmehlkuchen

Als ich in Luino auf dem Wochenmarkt war, habe ich auch einen kleinen supermercato für die Dinge des täglichen Bedarfs gefunden – und endlich, bei den normalen Backzutaten gab es auch Kastanienmehl. Hildegard von Bingen schwört ja darauf.
Castagnaccio ist einer der traditionellen Florentiner Kuchen, also aus der Toskana.
Gestern abend war eine Bekannte zu Besuch, sie hat Zöliakie, darf also kein Weizenmehl essen.
Dieser Kuchen geht ganz schnell und ist garantiert glutenfrei…

Mir schmeckt er warm am besten, mit etwas Ricotta oder Schlagsahne und etwas Schokoladensauce dekoriert. Gorgonzola Käse soll auch gut dazu passen.

Castagnaccio

Zutaten für ein quadratisches Blech (23 x 23 cm)
6 Personen

300 g Kastanienmehl
6 Esslöffel (90 ml) Olivenöl extra
350 ml Wasser
1 Prise Salz
60 g Pinienkerne
2 Esslöffel frische Rosmarinnadeln
nach Belieben eine Handvoll Rosinen

Den Backofen auf 180 °C vorheizen.
Das Mehl in eine Rührschüssel geben und 2 Esslöffel des Olivenöls unterrühren. Nach und nach das Wasser hinzufügen und dabei ständig rühren, damit sich keine Klümpchen bilden. Das Salz dazugeben.
Die restlichen 4 Esslöffel Olivenöl in die Backform gießen und schwenken, damit sich das Öl gleichmäßig auf dem Boden und an den Seiten verteilt. Den Kuchenteig einfüllen, die Pinienkerne, den Rosmarin und nach Belieben Rosinen darüber streuen.
Den Kuchen etwa 20 Minuten backen, bis die Oberfläche aufreißt. Die Form aus dem Ofen nehmen und das überschüssige Öl abgießen.
Mit einem Messer am Rand der Form entlangfahren und den Kuchen dann mit Hilfe einer großen Palette auf einen Teller heben. Noch warm servieren.