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Kleine Sonntagsbäckerei: Marmor Gugl

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Die Markgräflerin hat sich wieder mal was Neues geleistet – eine kleine Gugelhupfform samt passendem Rezeptebüchlein. Seit einiger Zeit bekommt man im Buchhandel in der Rubrik Kochen fertige Sets mit Zubehör und Anleitung. Wie das Ausstecheisen für Mini Croissants gibt es auch kleine Springformen, Kastenförmchen und Cupcakes Sets aus Silikon. Die Form alleine hätte schon 8,50 Euro im Haushaltswarengeschäft gekostet, also wieso nicht gleich für 9,99 Euro eine Form mit einem Büchlein voller netter Rezepte, speziell auf die Größe der Form abgestimmt? Da entfällt das lästige Umrechnen vom Originalrezept. Ausserdem sind ein paar neue Anregungen drin. Zusätzlich gibt es Tipps für die Kuchendeko.

Der Markgräfler hatte sich schon seit längerer Zeit wieder mal einen Marmorkuchen  mit Schokolade gewünscht. Da wir dieses Wochenende aber nur zu zweit sind, ist eine kleiner Kuchen ideal.

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Ich habe das Rezept ein wenig abgewandelt und in den dunklen Teig noch einen guten Schuss Rum hinzugefügt….

Grundsätzliches: Bei einem Gugelhupf ist es immer wichtig, dass man die Form gut einfettet und mit Mehl oder Semmelbröseln bestäubt, damit man ihn später gut aus der Form bekommt. Nach dem Backen ca. 8-10 Minuten abkühlen lassen, dann auf ein Kuchengitter stürzen.

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Kleiner Marmorkuchen mit Schokolade

150 g weiche Butter
80 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
2 Eier
150 g Mehl
1 Esslöffel Speisestärke (Kartoffelmehl)
1 Teelöffel Backpulver
2 Esslöffel Kakao
50 g geriebene Zartbitter Schokolade (70% oder 85% Kakaoanteil – nach Geschmack)
1 Schnapsglas Rum

Butter und Semmelbrösel (Paniermehl) für die Kuchenform
Puderzucker zum Bestäuben

In einer Schüssel Butter Zucker und Vanillezucker schaumig rühren. Die Eier unterrühren.

Mehl, Speisestärke und Backpulver vermischen, auf die Buttermasse sieben und unterrühren.

Den Teig halbieren und unter eine Hälfte des Teigs Kakaopulver, geriebene Schokolade und den Rum mischen.

Die Backoform einfetten, mit Semmebröseln ausstreuen. Abwechselnd hellen und dunklen Teig einfüllen, mit einer Gabel spiralförmig durch den Teig ziehen.

Im vorgeheizten Backofen bein 180 °C in der Mitte des Backofens etwa 40 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen, einige Minuten abkühlen lassen, auf ein Kuchengitter stürzen und vollständig auskühlen lassen.

Mit Puderzucker bestäuben.

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Variante: Der Kuchen kann auch mit Zartbitter-Kuvertüre (im Wasserbad schmelzen) überzogen und danach mit 2 Esslöffel gehackten, gerösteten Mandeln bestreut werden.

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Torta di Pane – Nr. 3

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Torta di Pane – Brottorte aus dem Tessin

Der Markgräfler meinte, es sei mal wieder Zeit für eine Tessiner Brottorte, da der Sammelbehälter für die trockenen Brotreste schon wieder überquillt. Semmelbrösel sind noch genügend da – Also gut…. und diesmal zeige ich noch mehr Bilder, wie die Torte gemacht wird:

Torta di pane9

Torta di pane – Tessiner Brottorte

Zutaten:

1 l Milch
1 Vanilleschote
300 g altbackenes Weißbrot
150 g Zwieback
150 g Rosinen
80 g ungeschälte Mandeln
200 g Zucker
4 Eier
1 Esslöffel Mandellikör
1 Prise Salz
½ Esslöffel Zimt
2 Esslöffel Kakao
1 Prise geriebene Muskatnuss
abgeriebene Schale einer ½ unbehandelten Zitrone
je 1 Esslöffel abgezogenen Mandeln und Pinienkerne
Semmelbrösel, 2 Esslöffel Puderzucker, 2 Esslöffel Butter

Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten
Ruhezeit: 2 Stunden

Backen: 1 Stunde 15 Min

Die Milch mit der aufgeschnittenen Vanilleschote aufkochen. Das Weißbrot zerbröckeln, in eine Schüssel geben und mit der heißen Milch übergießen. Zugedeckt 1 Stunde stehen lassen, während der Zeit öfter durchrühren.

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Den Zwieback in kleine Stücke brechen, zu dem Brot in die Schüssel geben und 1 weitere Stunde weichen lassen.

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Die Rosinen waschen, abtropfen lassen und auf Küchenkrepp trocknen. Die Mandeln grobhacken.

Die Form einfetten und mit Semmelbröseln ausstreuen.

Die Brotmasse kräftig durchrühren.

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Den Zucker mit den Eiern cremig rühren, bis der Zucker ganz aufgelöst ist. Den Mandellikör, das Salz, den Zimt, den Kakao, die geriebene Muskatnuss und die Zitronenschale unterrühren.

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Die Rosinen und die gehackten Mandeln in die Crememasse mischen. Alles mit der Brotmasse vermengen.

Den Backofen auf 200°C vorheizen.

Den Teig in die Form füllen. Den Teigrand mit den abgezogenen Mandeln belegen und die Pinienkerne in die Mitte streuen die Butter in Flöckchen verteilen.

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Auf der mittleren Schiene 1 Stunde und 15 Minuten backen. Nach 15 Minuten Backzeit auf 180 °C zurückschalten.

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Die Brottorte aus der Form lösen, auf einem Kuchengitter abkühlen lassen und mit dem Puderzucker bestäuben.

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Die erste -2010-

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Linzertorte – Klappe zu, die zweite….

Adventskalender 20

Beinahe hätte es am weihnachtlichen Kaffeetisch enttäuschte Gesichter gegeben. Aber zum Glück nur beinahe….
Mir ist nämlich dieses Jahr beim Linzertorte Backen ein riesiges Malheur passiert. Ich hatte schon alle drei Linzertorten gebacken. Beim Herausnehmen aus der Form sahen sie irgendwie anders aus, als die üblichen Linzertorten. Zuerst dachte ich ja, weil ich diesmal Margarine statt Butter verwendet habe, so wie es Oma Martha immer macht, würde sie anders aussehen. Dann ist aber ein Stückchen Teig vom Rand abgebrochen und ich habe mal probiert. Ich hatte den Zucker im Teig vergessen…
Zuerst war ich richtig sauer auf mich, dann dachte ich mir – es hätte schlimmer kommen können, ich hätte Zucker mit Salz verwechseln und es nicht merken können. Und in dem Moment musste ich an meine ehemalige Handarbeitsleherin denken, die immer jeden Fehler im Strick- oder Häkelzeug gefunden hat, alles bis zum Fehler aufgeribbelt hat und dann trocken sagte: „Nicht zur Strafe – nur zur Übung…”, dann durfte man manchmal wieder von vorne anfangen, je nachdem wo der Fehler war! Damals war das nur nervig, aber inzwischen bin ich ihr dankbar. Sie hat uns beigebracht, Dinge nicht perfekt, aber ordentlich zu machen. Und das heisst  eben sauber und nicht zu schnell etwas hinwurschteln – dann klappt es auch fehlerfrei.
Also bin ich nochmal zum Einkaufen gegangen, und habe noch einmal in Ruhe einen Teig mit Zucker zusammengeknetet und kühl gestellt. Und dann habe ich meine Laufklamotten angezogen, meine Stöcke geschnappt und habe mir meinen Frust bei Sonnenschein von der Seele gewalkt. Und später hat dann alles wunderbar geklappt.

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Markgräfler Linzertorte
nach Oma Marthas Rezept
(Menge für 2-3 Stück, je nach Dicke und Durchmesser der Form)

Zutaten:
500 g Mehl
500 g Zucker
500 g Nüsse (ich nehme immer je zur Hälfte Mandeln und Walnüsse)
500 g Pflanzenmargarine zum Backen (z. B. Sanella)
2 Eier
1 Teelöffel Kakaopulver
2 Teelöffel Zimt
1 Messerspitze gemahlene Nelken
1/2 Teelöffel Backpulver
1 Schnapsglas Kirschwasser
die abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone
Himbeermarmelade und Kirschwasser
1 Eigelb mit etwas Milch oder Rahm verquirlt zum Bestreichen

Mehl, Zucker, Gewürze, Backpulver und Nüsse mischen, auf ein Backbrett häufen und in der Mitte eine Mulde machen. Eier, Kirschwasser und Zitrone in die Mitte geben. Das Fett in Stücken auf den Teigrand geben. Mit den Händen von außen nach innen schnell zu einem Teig verkneten.
Den Teig ca. 1/2 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
Teig in 2 Stücke teilen, dann jeweils etwa 2/3 des Teigs in Größe des Blechs auf leicht bemehlter Arbeitsfläche ausrollen, in die mit Backpapier ausgelegte Springform geben.

Aus dem restlichen Teig mit einem Teigrad Streifen ausrädeln und zuerst einen Rand auf dem Boden legen, mit einer Gabel leicht festdrücken und mit verquirltem Ei bestreichen.
Die Himbeermarmelade (mit Kernen, kein Gelee verwenden!) mit etwas Kirschwasser verrühren und auf den Teigboden streichen.
Dann aus weiteren Teigstreifen ein rautenförmiges Gittermuster (3+3 oder 4+4) auf den Marmeladenbelag legen.
Das verquirlte Ei mit einem Backpinsel auf Rand und Gitter streichen.

Zum Backen:
Ich backe die Torten im vorgeheizten Backofen bei 175 °C etwa 30-40 Minuten. (Form 26 cm Ø, Teig nicht zu dick ausgerollt).

Dieses Jahr habe ich eine Form mit 26 Ø, eine mit 24 Ø, eine mit 20 Ø und zwei kleine Alu-Förmchen für die Teigreste. Die kleinen sehen mit einem ausgestochenen Stern in der Mitte besonders hübsch aus…

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Kastanientruffes – nach Kathrin Rüegg und Werner und O. Feißt

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Im Adventskalender-Fenster von gestern hatten wir ja schon die Tessiner Marronisuppe, jetzt gibt es noch ein süßes Rezept aus der Küche der Schweizerin Kathrin Rüegg, die lange im Tessin lebte und über ihr Leben und ihr damaliges Aussteiger-Dasein mehrere Bücher geschrieben hat. Ich selbst war vor vielen Jahren während eines Tessin-Urlaubs einmal in ihrem kleinen Laden in Gerra-Verzasca, wo sie allerlei selbstgemachtes verkauft hatte. Leider haben wir sie damals nicht angetroffen. Aber sie war einige Male mit einem Stand auf dem Weihnachtsmarkt in Neuenburg zusammen mit Werner O. Feißt, der damals auch Mit-Initiator des Linzertorten -Backwettbewerbes war. Dort konnte man auch ein paar Worte mit den beiden wechseln und sich eine nette Widmung in das neu erworbene Buch schreiben lassen.

Beide leben inzwischen nicht mehr, aber ihre Kochsendung „Was die Großmutter noch wußte”, in der sich beide immer gerne neckten, und nebenbei noch kochten und alles genau erklärten, bleibt unvergessen. Mit von der Partie war auch immer ein Oekotrophologe Nicolai Worm, der ernährungswissenschaftliche Aspekte zum Sendungsthema darlegte, und die Medizinerin Ina Ilkhanipur, die Gesundheitstipps gab.

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Rezept für hausgemachte Kastanientruffes (nach Kathrin Rüegg/Werner O. Feißt)

600 g Kastanien
1/2 Liter Milch
1 Vanillestengel, der Länge nach aufgeschnitten
4 Esslöffel Puderzucker
2 Esslöffel Kakaopulver (1)
75 g frische Butter
2 Esslöffel Rum
2 Esslöffel Kakaopulver (2)

Die gewaschenen Kastanien auf der gewölbten Seite kreuzweise einschneiden. Milch, Salz und Vanillestengel aufkochen. Die Kastanien beigeben und auf kleiner Flamme 40 Minuten kochen. Abseihen. Die Kastanien so heiß wie möglich schälen. Durch ein Sieb streichen oder mit dem Stabmixer fein pürieren.
Zucker, Kakao (1) Butter und Rum daruntermischen. Mit kalten, nassen Händen Kugeln drehen, diese über Nacht in den Kühlschrank stellen. In einen Cognacschwenker Kakaopulver (2) geben. eine Kugel nach der andren hineingeben und durch einige Drehbewegungen des Glases gleichmäßig rund formen und mit Kakaopulver überziehen. In Pralinentütchen anrichten. Kalt servieren. Am besten zu einem Espresso.

Ich habe mir die Arbeit ein wenig vereinfacht und vorgegarte Kastanien verwendet (Vakuum-Pack, aus der Folie nehmen und so in die Milch geben). Die müssen nicht so lange in der Milch garen, und sollten eher in der heißen Milch durchziehen, d. h. man darf sie nicht zu stark köcheln lassen.
Ansonsten habe ich alles so gemacht, wie im Rezept beschrieben.

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Kastanientrüffes – am Tag zuvor, in einer verschliessbaren Plastikdose – vor dem Ruhen im Kühlschrank

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Weihnachts-Magenbrot nach dem Rezept von Susannes Tante Rita aus Lauingen

Adventskalender13

Neulich habe ich bei einer Feier meine ehemalige Nachbarin Susanne getroffen. „Duuuuu, Susanne, Du wolltest mir doch mal das Magenbrotrezept von Deiner Tante geben…“

-„Ja, kein Problem – das weiss ich auswendig….“  – Ich hatte natürlich wie fast immer mein kleines Notizbuch mit: „Ja schön, schreibe ich gleich mit, dann kann ich das ja mal zum Jahrmarkt machen…“  – „ Ha noiiiii!!! Des isch doch Weihnachts-Magebrot!!!”
Und dann schwärmte sie noch, dass das Magenbrot eine totale Erholung zwischen den buttrigen Weihnachtsplätzchen sei, total locker und kaum Fett drin.

Und ich musste erst einmal dieses sagenumwobene Lauingen, den Ort, aus dem ihre Tante herkommt,  nachsehen. Bayern also, im Regierungsbezirk Schwaben. Wusste gar nicht, dass es in Bayern auch Schwaben gibt…

Also gut, backen wir

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Weihnachts-Magenbrot

500 g Mehl
250 g Zucker
10 g Hirschhornsalz
1 Teelöffel Zimt, gemahlen
1 Esslöffel Anis, gemahlen
1 Messerspitze Nelken, gemahlen
3 Esslöffel Kakaopulver
1 Ei
200 ml Vollmilch

Für die Glasur:
125 g Puderzucker
1 Esslöffel Kakaopulver
ca. 1/4 Liter Wasser

Zuerst das Mehl mit Zucker, Hirschhornsalz, Mehl, den Gewürzen und dem Kakaopulver mischen. Dann das Ei einarbeiten und nach und nach das Wasser dazugeben.
Zu einem Teig kneten, der in etwa die Konsistenz eines Nudelteigs hat.

Den Teig teilen und auf der bemehlten Arbeitsfläche zu langen Stangen rollen.

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Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.

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Bei 175 °C 15-20 Minuten oder bei 200 °C 5-7 Minuten backen.

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Aus dem Ofen nehmen und auf dem Blech abkühlen lassen, dann schräg in etwa daumendicke Stücke schneiden.

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Für die Glasur 125 g Puderzucker, 1 Esslöffel Kakaopulver mit ca. ¼ Liter Wasser in einem Topf anrühren, zum Kochen bringen, die Hitze reduzieren und 20 Minuten offen köcheln lassen, bis ein ganz leichter Sirup entsteht. Die Magenbrot-Stücke damit bestreichen und trocknen lassen.

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Und ein weiterer Vorteil des Magenbrots zu Weihnachten liegt auf der Hand – es ist auch ganz schnell gebacken. Nur das Trocknen dauert eine Weile.

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Aufbewahrt wird da Magenbrot wie Plätzchen: in Dosen.

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Rumkugeln

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Rumkugeln hatte sich mein Mann schon lange gewünscht. Jetzt, zur Adventszeit habe ich diesen Wunsch einmal erfüllt.
Das vierte Türchen in meinem Adventskalender.
Vergangenes Jahr hatte ich mir mal ein Set zum Pralinen selber machen von Zenker/Fackelmann gekauft. Ich hatte schonmal einen kleineren Versuch mit Marzipan und Schokolade gestartet – der mittlere Teil der mitgelieferten Pralinengabel, mit der man die Pralinen aus dem Schokobad heben sollte, fiel gleich mal ab.
Ansonsten war noch ein Pralinen-Abtropfgitter dabei – das ist sehr nützlich, ein paar Papier- und Aluförmchen, 3 kleine Ausstechförmchen, ein paar Einwegspritzbeutel und kleine, zusammenfaltbare Mini-Pralinenkartons.

Also hier ist der erste Versuch mit Rumkugeln, der auf Anhieb geklappt hat. Ich habe mir schon vorgestellt, dass es eine Riesensauerei geben würde und später überall Schokolade klebt. Nichts da – alles wunderbar, vielleicht habe ich nicht immer exakt die gleiche Größe getroffen, aber ich finde, sie sind trotzdem ganz gut gelungen.
Statt klebende Schokolade blieb nur ein einzigartiger Duft nach Schokolade und Weihnachten in der Küche. À propos Schokolade: Ich verwende gerne die Schokolade von Moser Roth. Die gibt es in 150 g Tafeln, in denen jeweils 5 kleine Täfelchen à 25 g sind. Die lassen sich sehr gut in kleine Stücke brechen.

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Nun wollen wir uns mal einstimmen – bei Rum muss ich immer an folgendes Lied denken, den die Piraten in der Schatzinsel (Robert Louis Stevenson) singen:

„Fünfzehn Mann auf des toten Mannes Kiste
Yo-ho-ho und ’ne Buddel voll Rum!“

Naja, des toten Mannes Kiste ist zum Glück nicht da, es ist auch nicht der Fluch der Karibik, aber Yo-ho-ho, ’ne Buddel voll Rum, die braucht man selbstverständlich für die Rumkugeln…

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Rumkugeln

(50 Stück)

Zutaten:
500 g bittere Schokolade
(4 Tafeln Moser Roth à 125 g, 70% Kakaoanteil)
50 g Butter
2 Esslöffel Sahne
2 Esslöffel Puderzucker
5 Esslöffel Rum
50 g Kakaopulver
1 Packung Vollmilch(VM)-Schokostreusel (200-300g)

Die Schokolade kleine Stücke brechen. In einer Schüsselauf über dem Wasserbad zum Schmelzen bringen. Das Wasser nicht zu heiss werden lassen und darauf achten, dass kein Wasser in die Schokolade gelangt. (Ich benutze für das Wasserbad einen Topf mit Stiel und eine Metallschüssel mit Stiel und Ausguss am Schüsselrand, dann kann man während man rührt Topf und Schüssel gut festhalten.) Dann Butter, Sahne, Puderzucker und Kakaopulver (beides gesiebt) nach und nach mit dem Schneebesen unterrühren, dazwischen den Rum esslöffelweise mit unterrühren. Die Schokomasse etwas abkühlen lassen.

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Pralinenförmchen bereitstellen. Mit zwei Teelöffeln Portionen abstechen, noch leichter geht das mit einem Melonenausstecher und einem kleinen Löffel.

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Die Portionen zu Kugeln formen und in den Schokostreuseln wälzen. In kleine Papierförmchen legen und an einen kühlen Ort vollständig abkühlen lassen, bis die Rumkugeln fest geworden sind. In gut schliessenden Dosen aufbewahren.

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Schoko-Muffins mit Frischkäse-Füllung

Mmmh, lockere, saftige Schoko-Muffins mit einem zarten Schmelz und Vanille-Frischkäse als Füllung!

Aber es ist doch noch gar nicht Sonntag….
dennoch wurde gestern, mitten in der Woche gebacken, denn mein Chef hatte heute Geburtstag. Er hat natürlich einen Muffin mit Kerze bekommen.
Sozusagen wie YES-Torty (für diejenigen, die die Werbung mit dem Geburtstagskerzchen noch kennen) nur viel, viel besser!

Die Schoko-Frischkäse Muffins liebe ich – überhaupt geht Muffins Backen ganz schnell und unkompliziert, sofern man sich an die Regel hält, die flüssigen und trockenen Zutaten getrennt zu verrühren und dann die trockenen Zutaten nur kurz unterzuheben, bis alles befeuchtet ist.

Schoko-Frischkäse-Muffins

(ergibt 12 Stück)

Für die Füllung:
150 g Doppelrahm-Frischkäse
1 1/2 Esslöffel Zucker
1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker

Für den Teig:
200 g helles Dinkelmehl Type 630
2 Teelöffel Backpulver
1/2 Teelöffel Natron
4 Esslöffel Kakaopulver
1 Ei
100 ml neutrales Öl (z. B. Sojaöl, Sonnenblumenöl)
160 g brauner Zucker
300 g Buttermilch

Ausserdem:
12 lustige Papierbackförmchen
200 g Vollmilch oder Zartbitter-Kuvertüre
Schokostreusel oder Raspel

Den Backofen auf 180 °C vorheizen. Papierbackförmchen in die Vertiefungen des Muffinblechs setzen.

In einer kleinen Schüssel den Frischkäse mit Zucker und Vanillezucker schaumig schlagen.

In einer weiteren Schüssel das gesiebte Mehl, Backpulver, Natron und das Kakaopulver sorgfältig vermischen.

Das Ei in einer großen Schüssel aufschlagen und leicht verquirlen. Den braunen Zucker, das Öl und die Buttermilch hinzufügen und gut vermischen.

Dann die Mehlmischung vorsichtig unterheben.

Ein Viertel des Teiges in den Blechvertiefungen verteilen. Dann jeweils 1 Teelöffel Füllung daraufgeben und mit Teig auffüllen.

In der Mitte des Backofens bei 180 °C Ober-Unterhitze (oder 160 °C Umluft) 20-25 Minuten backen.

Aus dem Ofen holen, abkühlen lassen.

Die Kuvertüre im Wasserbad schmelzen und auf die Muffins streichen, mit Schokostreuseln oder Raspeln bestreuen.

Dann zur Arbeit tragen und sich über die vielen Mmmmmh’s, Ooooohs und Aaaaahs freuen!

🙂

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25. JULI – Hermanns großer Tag

Hermanns großer Tag ist gekommen – er ist schon wieder gewachsen!
Zuerst wird er nochmal gerührt

und gefüttert, wie am fünften Tag: je eine Tasse Zucker (150 g), Milch (150  ml) und Mehl (100 g)

Das ergibt etwa 800 ml Hermann-Grundteig.
Anschließend wird er in vier gleiche Portionen geteilt, d. h. pro Portion ca. 200 ml abmessen!

Drei Portionen verschenkt man an gute Freunde.

Zur vierten Portion gebe man noch zwei Tassen Mehl (200 g) eine Tasse Zucker (150 g) und eine Tasse Milch (150 ml) und eine halbe Tasse geschmacksneutrales Öl (z. B. Sojaöl = 75 ml), sowie drei Eier, je ein Päckchen Vanillezucker und Backpulver und eine Prise Salz.

Ganz nach Geschmack verträgt Hermann auch etwa Zimt, Nüsse/Mandeln, Früchte, Rosinen, Kakao, Schokoladenstückchen, Früchte, Roseinen oder alles auf einmal.

In meinem Fall waren das:
2 Teelöffel Zimtpulver, 1 Esslöffel Kakaopulver, zwei Rippchen ZB-Schokolade, gehackt, ein Schuss Rum, eine Handvoll Heidelbeeren (die fast alle in eine Ecke von Hermann verschwunden sind – ich hätte diese vorher in etwas Mehl wälzen sollen), etwa 100 g Mandelsplitter
Mandelblättchen zum Bestreuen

Jedenfalls möchte Hermann noch ein letztes Mal durchgerührt werden und dann bei 190°C für 40-45 Minuten in einer gefetteten (oder mit Backpapier ausgefetteten Kastenform m. 25 cm Länge) gebacken werden.

Abkühlen lassen!