Essen & Trinken, Food, Fotografie

GRILL-ON-FIRE: Der Metzger auf Grill-Kurs und das perfekte Steak – Teil 4

Nun kommen wir zum nächsten Gang, ein Stück Fleisch vom Schwein, das gar nicht nach Schwein schmeckt, sondern nach Hühnchen. Genial.
Das Stück heisst Schloßdeckel oder Kachelfleisch und schmeckt gegrillt hammermässig gut! Es ist auch sehr zart und der Unterschied zum Hühnerfleisch ist, dass es nicht so faserig ist, sondern schön fest und keine Spur von trocken!
Der Wein dazu: 2011 Grüner Markgräfler (Gutedel Qualitätswein trocken).

Eigentlich mag ich ja Schweinefleisch nicht besonders, aber auch hier wurden wir belehrt: “ Bei einem Schwein schmeckt man, wenn es vor und bei dem Schlachten Stress hat“- dann schweinelt es.

Und noch eine Aufklärung: Das Fleisch soll man auf jeden Fall vor dem Grillen salzen – das Salz zieht kein Wasser aus dem Fleisch, wenn man das kurz vor dem Auflegen macht (also auf keinen Fall Stunden vorher!) – und dabei ein gutes Salz verwenden! Stefano Esposito verwendet grobkörniges Luisenhaller Salz, welches man in der Metzgerei Grether auch kaufen kann. Es enthält keine Zusatzstoffe und wird aus tiefen Schichten der Erde hochgeholt.

Und auf den großen Gasgrill damit.

Übrigens wieder Fleisch vom „schwäbisch-hällischen Sattelschwein“.

…zwischendurch mal umdrehen…

Es wurde bewusst auf Pfeffer verzichtet, und auch keine Barbecue-Soßen oder Ketchup gab es! Nein, wir sollten ja noch etwas schmecken – und zwar Fleisch pur, so wie es sein soll. Und es stimmt: Fleisch ist nicht gleich Fleisch und Schwein nicht gleich Schwein!

Übrigens: Wer sein Fleisch mariniert, der sollte nach Einwirken der Marinade diese vor dem Grillen entfernen, weil die Gewürze leicht verbrennen und auch bitter werden können- der Geschmack ist ja schon ins Fleisch eingezogen. Und- bei den Supermarkt-Steaks, tja da muss die Marinade aber draufbleiben, weil dort nämlich erst eine chemische Reaktion stattfinden muss, damit sich der Geschmack entfalten kann ( mit Gelatine gekapselt…).

Werbeanzeigen