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„Stierenaugen“ – sonnige Seite oben: zum Valentinstag, mit Liebe gemacht

„Wer sein Spiegelei einfach nur lieblos in die Pfanne haut, hat weniger Fantasie als eine Herdplatte.“
Süddeutsche Zeitung

Wusstet ihr, dass man Spiegeleier „Ochsenaugen“ oder auch „Stierenaugen“ nennt? Wenn man in Amerika beim Frühstück gefragt wird: „How would you like your egg“- so muss man antworten „sunny side up“, wenn man ein Spiegelei möchte. Dies muss man eindeutig verlangen, denn meistens werden gebratene Eier (fried eggs) „turned over“ oder „sunny side down“, d. h. umgedreht und auf beiden Seiten durchgebraten serviert- aus Hygienegründen. Sprachunkundige outen sich mit dem Begriff „mirror egg“ 😉

Rührei : scrambled egg
gekochtes Ei: boiled egg (selten)

Was man dazu braucht:
Rote Bete Salat in Scheiben, aus dem Glas, 1 Plätzchenausstecher Herzform.
Einen Teller, Salat, Salatdressing (Balsamico, Olivenöl, Salz, Pfeffer).
Eine Pfanne, etwas Butter, eine Herzform für Spiegeleier, Salz, Pfeffer, Schnittlauchröllchen.

Das perfekte Spiegelei nach Eckart Witzigmann (aus „Das Spiegelei“, Hammp Verlag):
…das ideale Fett zum Ausbacken ist Butter…(sie sollte aber nicht zu braun werden!)
Auch das Ei liebt es nicht, wenn es zu schnell gegart wird, sondern möchte seine Metamorphose zum Frühstücksspiegelei allmählich vollziehen. Lassen Sie also ein nussgroßes Stück Butter langsam auf kleiner Flamme zergehen und schlagen Sie das Ei so hinein, dass der Dotter schön in der Mitte der Form oder Pfanne zu liegen kommt.

Länge der Garzeit: Das Eiweiß sollte gestockt sein, der Dotter muss weich und glasig bleiben – Spiegelei eben. Salzen, pfeffern.
Noch ein Tipp von Eckart Witzigmann: Damit es keine trüben Salzflecken auf dem Eigelb gibt, kann man das Ei unter einem Deckel braten, hierbei verkürzt sich die Garzeit. Oder man trennt das Ei, brät zuerst das Eiweiß an, würzt nur das Eiweiß mit Salz und setzt dann das Eigelb auf.

Genug Fantasie zum Valentinstag bewiesen? Ich denke schon. Guten Appetit – denn Liebe geht durch den Magen.

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Himbeer-Kokos Cupcake Herzen

Silikon Formen für Cupcakes

Meine neuste Erwerbung für den Küchenschrank-wiederverwendbare Cupcake Formen aus Silikon.
Früher war ich ja etwas skeptisch: „Was, Plastik im Backofen, ob das gut geht?“ Die Dinger sind aber wirklich praktisch. Bis 220 °C im Backofen und -50 °C im Gefrierschrank.
Und da es jetzt etwas kühler werden soll, packt mich die Backlust wieder. Kürzlich habe ich auf einem Shopping Ausflug ins nahegelegene Mulhouse in einem Supermarkt ein Zettelchen mit dem Rezept für „Cupcakes aux framboises“ mitgenommen. Das passt doch wunderbar zu diesen farbenfrohen Förmchen, die heute ihre Premiere erlebt haben!
Laut Rezept ist die Menge für 10 Cupcakes, bei mir waren es aber 12.

Zutaten:
300 g Himbeeren
125 g flüssige Butter
4 Eier
150 ml Milch, Zimmertemperatur
200 g Mehl
1 Päckchen Backpulver
125 g feiner Zucker
1 Teelöffel Zimt, gemahlen

Ofen auf 180 °C vorheizen.
In einer Schüssel die zerlassene Butter mit dem Zucker vermischen, bis eine schaumige Masse entsteht. Die Eier hinzufügen, dann Mehl, Backpulver, Zimt und Milch.
2/3 der Himbeeren = 200 g untermischen.
Die Masse in Förmchen füllen und 30 Minuten backen.
Abkühlen lassen.

Für die Glasur / das Topping:

150 g flüssige Butter
600 g Puderzucker
kleine Zuckerherzen für die Deko

Ziemlich viel Zucker, nicht? Aber so sind sie, die Franzosen. Hauptsache bunt und süß!

Ich hatte noch Kokosmilch im Kühlschrank, also habe ich diese statt normale Milch verwendet.  Und weil mir der Zuckerguss zu heftig erschien, habe ich einen Vanillepudding gekocht, abkühlen lassen und mit Butter verrührt – eine falsche Buttercreme. Die restlichen 100 g Himbeeren mit einer Gabel zerdrücken und unter die Cremmasse mischen.