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Barbecue – Spareribs mit Gemüsepfanne

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Der Grill darf wieder ausgepackt werden! Diese Spareribs gab es bei uns schon am Wochenende. Sie sind wieder mal vom Metzger unseres Vertrauens und wie praktisch – sie sind schon vorgegart und mit würziger Marinade bepinselt – und das Beste daran: wer unter der Woche keine Lust oder Zeit hat, den Grill anzumachen, kann die Rippchen problemlos ohne Zugabe von Fett in der Grillpfanne  auf dem Herd zubereiten. Ganz schnell geht das. Dazu gibt es ein superschnelles Pfannengemüse aus roter Auberginenwürfeln, roter Paprika, Champignons und Frühlingszwiebeln (das geht natürlich auch auf dem Grill in einer Grillschale). Das Gemüse waschen, Pilze mit der Bürste säubern, alles kleinschnippeln und mit etwas Olivenöl beträufeln, mischen. Dann entweder in der Pfanne braten oder grillen.  Mit Salz und Pfeffer, Kräutern und nach Belieben mit Knoblauch würzen. Lecker….

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Rhabarber- Suppe oder Kaltschale – mit Vanilleeis

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Von den Rhabarber-Vanille-Muffins hatte ich noch etwa 500 g Rhabarber übrig. Ich wollte Kompott machen, hatte aber ein wenig zuviel Wasser erwischt – so nach Gefühl. Dennoch war ich vom Geschmack überzeugt. Ich habe den flüssigen Kompott einfach in tiefe Glasteller gefüllt, Vanilleeis in die Mitte gesetzt und mit Zitronenmelisse-Blättchen garniert. Die Zitronenmelisse wuchert schon wieder wie wild in meinem Garten….

Das hat so gut geschmeckt, dass ich dieses Dessert auf jeden Fall wieder einmal machen werde. Fruchtig, erfrischend, leicht säuerlich mit dem Vanilleis als süßen Kontrast – herrlich. Der Kompott war bereits abgekühlt, aber nicht im Kühlschrank. Ich könnte mir aber durchaus eine leicht warme Rhabarber Suppe vorstellen, ungefähr so wie Vanilleeis mit heißen Himbeeren. Sahne ist nicht unbedingt notwendig, wer aber mag, kann das Dessert zusätzlich noch mit Schlagsahne garnieren.

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Ich habe 500 g Rhabarber geputzt, die Haut nicht abgezogen und in kleine Stücke geschnitten. Dann in einen Topf geben, knapp mit Wasser bedecken und 50 – 75 g Zucker hinzugeben.  Die Zugabe von Natron nimmt dem Rhabarber die Säure – weil ich die Säure des Rhabarbers mag, habe ich darauf verzichtet.

Das Ganze aufkochen und köcheln lassen, bis der Rhabarber zerfallen ist. Vom Herd nehmen und nach Geschmack abkühlen lassen. Mit Bourbon-Vanilleeis und Zitronenmelisse- oder Minzeblättchen garnieren.

Hierzu noch ein altes Rezept:

909. Rhabarberkompott

1 1/2 kg Rhabarber
1/8 Liter (125 ml) Wasser
200 g Zucker

Fleischiger, möglichst rotstieliger Rhabarber wird abgezogen  – zarter nicht –  in 3-4 cm lange Stücke geschnitten und, um ihm die Säure zu nehmen, mit kochendem Wasser, dem man eine kleine Messerspitze Natron hinzugefügt hat, überbrüht.  Hierauf werden Zucker und Wasser zum Faden gekocht, die abgetropften Rhabarberstücken zugegeben, und wenn dünn abgelöste Schale von zwei Apfelsinen zur Verfügung steht, diese fein zerteilt mitgekocht und der Rhabarber mit dem Schaumlöffel in eine Kopottschüssel gelegt. Man kocht den Saft ewas ein und gießt ihn darüber. Durch Zugabe von etwas vorgerichteten Erd- oder Himbeeren kann das Kompott im Geschmack verbessert werden.

Quelle:  Koch- und Haushaltungsbuch –  Wundt, Rothmund, Künzler (1957)

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Jetzt aber schnell vernaschen – die Zitronenmelisse versinkt und das Eis fängt schon an, zu schmelzen

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Mein Mann kann: Tomaten-Käse Toast aus der Pfanne

Tomaten Kaese Toast1

Donnerstag Abend. Die Markgräflerin war gerade zum Nordic Walking unterwegs – der Markgräfler sollte eine Kleinigkeit zum Essen machen.

Man braucht nur Toastbrot (Vollkorn) ein wenig Butter, Tomatenscheiben und Käse in Scheiben. Der Markgräfler wollte Scheibletten besorgen – weil er das Rezept so von Früher kannte. Da ich aber Schmelzkäse nicht ausstehen kann – da sind jede Menge Schmelzsalze drin und der Käse verursacht bei mir ein pelzig-schmieriges Gefühl auf der Zunge – und ausserdem schmeckt er nicht nach Käse, sondern nach  – ach, was weiß ich denn – auf jeden Fall künstlich…
Nein, wir nehmen Aufschnittkäse! Z. B. einen Emmentaler, Gouda, Butterkäse oder Tilsiter oder z. B. auch Reste vom Raclette Käse.

Man bestreicht die Brotscheiben (geht auch mit Roggenbrot oder Bauernbrot) mit Butter, belegt sie mit Tomaten und würzt mit Salz und Pfeffer oder Kräutern, dann eine Scheibe Käse drauflegen.
Dann legt man die belegten Brote in eine beschichtete Pfanne mit Deckel und schaltet den Herd auf die kleinste Stufe ein. Man kann auch eine Pfanne ohne Antihaft-Beschichtung verwenden, dann sollte man aber auch die Unterseite der Toasts dünn mit Butter bestreichen. Dann einfach nur warten, bis der Käse zerlaufen ist.

Auf diese Weise kann man auch Brot, das schon ein paar Tage alt ist wunderbar aufwerten.

Aus der Pfanne nehmen und sofort genießen.

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Le Bistro – Paté Bourbonnaise aux pommes de terre: Kartoffel-Kräuter-Pastete

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Weil die strenggläubigen Bauern des Bourbonnais freitags kein Fleisch aßen und ihnen der Fischfang untersagt war, sollen sie diese einfache Pastete erfunden haben: Gebacken aus wenigen Zutaten, die es aber meist auf allen Höfen reichlich gab. Das Ergebnis ist köstlich, besonders, wenn ein wenig Speck und Kräuter in die Füllung wandern.

Frankreich – Die Küche, die wir lieben, Tanja Dusy

Kartoffel-Kräuter Pastete

1 Tarteform (26 cm Ø)

450 g (2 Packungen fertig aus gerollter) Blätterteig oder TK Blätterteig
700 g vorwiegend festkochende Kartoffeln (hier habe ich mit blauen Kartoffeln gemischt!)
150 g Räucherspeck
1 große Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Bund Frühlingszwiebeln
1 große Handvoll Kräuter
(Schnittlauch, Petersilie, Kerbel, 1-2 Stängel Estragon)
1 Esslöffel Butter
250 g saure Sahne
Salz, Pfeffer, frisch geriebene Muskatnuss
1 Ei
evtl. etwas Mehl zum Arbeiten

1)  Den Blätterteig aus der Packung nehmen. Beim TK-Blätterteig das Mehl abbürsten und einmal zwei Drittel der Teigplatten und einmal ein Drittel aufeinanderlegen.
Die Kartoffeln schälen, waschen, in dünne Scheiben hobeln und in eine Schüssel mit kaltem Wasser geben. Speck in kleine Würfel schneiden, Zwiebel und Knoblauch schälen und klein würfeln. Frühlingzwiebeln waschen, putzen und mit dem Grün in dünne Ringe schneiden. Die Kräuter waschen, trocken schütteln und klein schneiden oder im Winter TK-Kräuter verwenden: man braucht ca. 6-8 Esslöffel davon.

2)  Die Kartoffeln in ein Sieb abgießen und leicht trocken tupfen. Butter in einer großen beschichteten Pfanne zerlassen, darin bei mittlere Hitze Speck, Zwiebel und Knoblauch andünsten, der Speck soll dabei nur ganz leicht bräunen. Die Kartoffeln unterrühren und die Pfanne vom Herd nehmen.

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3)  Den Backofen auf 200 °C vorheizen. Den größeren Teigplattenstapel auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche ca. 5 cm gößer als die Form rund ausrollen bzw. rund zurechtschneiden.
Tarteform mit kaltem Wasser ausspülen, nicht abtrocknen, das Mehl vom Teig abwischen und die Teigplatte in die Form legen, sodass sie leicht über den Rand hinauslappt. 3 Esslöffel saure Sahne zu den Kartoffeln geben und mit Frühlingszwiebeln und Kräutern unterrühren.

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Kräftig mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen, dann alles gleichmäßig auf den Teig verteilen.

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Das Ei trennen. Die Teigränder nach innen über die Füllung klappen und mit Eiweiß bepinseln.

4)  Aus den übrigen Teigplatten einen Kreis in Formgöße ausrollen bzw. zurechtschneiden, in die Mitte des Teigkreises ein Loch von ca. 3 cm Ø schneiden. Teig auf die Füllung legen, dabei gut auf den eingeklappten Teigrändern des Bodens festdrücken. Aus einem kleinen Stück Backpapier eine Rolle formen und als Kamin in das Loch in dem Teigdeckel stecken. Das Eigelb verquirlen und die Pastete damit bestreichen. Im Ofen, unterste Schiene in ca. 45 Min goldbraun backen. Übrige saure Sahne mit Salz und Pfeffer würzen. Pastete aus dem Ofen nehmen und die restliche Sahne durch den Papiertrichter in die Pastete gießen. 3- 5 Minuten stehen lassen, dann aufschneiden und heiß servieren.

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Dazu past ein frischer, knackiger Salat.