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Heiligabend 2018- Alle Jahre wieder: Schäufele mit Kartoffelsalat und Nüsslisalat (Feldsalat)


Ich hatte euch ja noch die diesjährigen Weihnachtsrezepte aufzuschreiben. Da es jedes Jahr am Heiligabend Schäufele mit Kartoffelsalat und Feldsalat gibt, werdet ihr das Rezept auch mehrmals in meinem Blog finden. Aber ich dachte mir, dass der eine oder andere von euch vielleicht gerne am Silvesterabend Schäufele servieren möchte. Das eignet sich nämlich auch hervorragend, um viele Gäste zu bewirten und kann sehr gut vorbereitet werden.
Hier ist also nochmal das Rezept für Schäufele mit Kartoffelsalat und Feldsalat, wie man es im Markgräflerland gerne isst. Dazu gab es natürlich einen Markgräfler Wein!
Zuerst den Kartoffelsalat zubereiten:


Kartoffelsalat


Zutaten
(für 4 Personen)
• 800 g Kartoffeln (festkochende Sorte)
• 1 kleine Zwiebel
• Salz
• Pfeffer
• 1 Teelöffel Senf
• 2 Esslöffel Branntwein- oder Weißweinessig
• ¼ Liter heiße Schäufelebrühe (oder Gemüsebrühe)
• 4 Esslöffel Rapsöl
• gehackte Petersilie oder Schnittlauchröllchen
• Maggi, nach Belieben

Zubereitung
Kartoffeln knapp mit Wasser bedecken und 20 – 30 Minuten kochen.
Pellen, in Scheiben schneiden (Tipp: mit einem Mozzarella-/Eierschneider bekommt man gleichmäßige Scheiben).
Kartoffelscheiben in eine Salatschüssel geben. Zwiebel würfeln, auf die Kartoffeln geben.
Salz, Pfeffer und 1 Teelöffel Senf hinzufügen.

2 Esslöffel Branntwein- oder Weißweinessig und ¼ Liter der heißen Schäufele-Brühe darüber gießen und untermischen.

Ca. ½ Stunde durchziehen lassen, bis die Flüssigkeit von den Kartoffeln aufgesogen ist. Dazu den Kartoffelsalat nicht in den Kühlschrank stellen, er sollte lauwarm serviert werden!
Zum Servieren 4 Esslöffel Rapsöl untermischen. Mit gehackter Petersilie (oder Schnittlauchröllchen) bestreuen.

Nach Belieben mit etwas Maggi abschmecken und evtl. noch mit etwas Salz und Pfeffer nachwürzen.


Das Schäufele (ca. 2 kg)


Den RÖMERTOPF® 10 Minuten wässern. Das Schäufele einlegen, mit reichlich Weisswein begießen – z. B. einen Markgräfler Gutedel, den Deckel auflegen, auf den Rost in den kalten Ofen stellen. Die Temperatur auf 200 °C einstellen und eine Stunde garen. Das Schäufele aus dem Topf nehmen, vor dem Anschneiden 5 Minuten ruhen lassen.
Mit Feldsalat oder anderem grünem Salat nach Wahl (im Winter bietet sich Endiviensalat and) und Bauernbrot und Senf oder Meerrettichsauce servieren.


Nüsslisalat


Bei uns und in der Lörracher Gegend heisst der Feldsalat Nüsslisalat, weil er leicht nussig schmeckt. Richtung Schweiz sagt man auch Lämmlisalat. Weiter nördlich heisst er Sunnewirbeli (Kaiserstuhl, Freiburg, Emmendingen) und Ritscherli (Offenburg), es gibt aber auch die Bezeichnung Rapunzel- oder Acker-/Äckerlesalat.

Pro Person rechnet man etwa etwa 100 g Feldsalat. Das Putzen ist etwas mühsam, aber der Aufwand lohnt sich. Und man sollte auf jeden Fall den ganz frischen Nüsslisalat vom Markt verwenden!
Er wird oft mit knusprigen Speckwürfeln, Schalotten oder roten Zwiebeln, gerösteten Walnüssen und Brotwürfelchen (Kracherle) serviert. Das Dressing besteht aus Walnussöl oder Haselnussöl, Essig, Senf, Pfeffer und Salz. Bei Verwendung von Haselnussöl kann man auch statt der gerösteten Walnüsse geröstete Haselnüsse verwenden.
Die Speckwürfel habe ich, da wir ja Schäufele auf dem Teller haben, diesmal weggelassen.

Zutaten für das Dressing mischen:
(Für 4 Personen)
• 4 Esslöffel Walnußöl
• 2 Esslöffel Balsamico Essig
• 1 Teelöffel Senf
• Pfeffer, Salz
(nach Belieben Maggi)

Zubereitung
Eine Schalotte oder eine kleine rote Zwiebel fein hacken, mit (Speckwürfelchen und) Walnüssen in einer Pfanne ohne Fett anrösten.
Herausnehmen und über dem Salat verteilen. Das Dressing über den Salat träufeln. Dann die Brotwürfelchen (hier kann man auch trockene Brotreste verwenden), in wenig Butter anrösten und über dem Salat verteilen.



This is our traditional Christmas Eve’s Menu. Ham  from the pork shoulder with potato salad and Lamb’s Lettuce.


Potato Salad


Ingredients

800 g waxy potatoes
1 small onion
Salt
Pepper
1 teaspoon mustard
2 tablespoons wine vinegar
¼ litres of hot meat broth (or vegetable broth)
4 tablespoons rapeseed oil
chopped parsley or chive rolls
Maggi, to taste

Instructions
Put potatoes in a pot and cover scarcely with water. Cook for 20-30 minutes.
Peel and cut into slices (hint: do it with a mozzarella/egg slicer, this way you will get even slices).
Put the potato slices in a bowl.

Finely chop 1 small onion, place onto the potatoes. Season with salt and pepper and add 1 teaspoon of mustard.

Fold in 2 tablespoons wine vinegar and ½ litre of broth. Let rest for ½ hour until the liquid is absorbed by the potatoes.
Do not put the potato salad in the refrigerator, it should be served warm.

To  serve, add 4 tablespoons of rapeseed oil and mix.Sprinkle with chopped parsley or chives.

Season with a little Maggi seasoning  and with some more salt and pepper to taste.


Christmas Ham (approximately 2 kg)


Water the RÖMERTOPF® (clay pot) for 10 minutes. Put in the ham and generously pour white wine over it – for example a Gutedel (Fendant or Chasselie), close with the lid  and put into the cold oven. Heat to 200 °C  = 392 °F and cook for 1 hour. Take the ham out of the pot, let rest for 5 minutes before cutting into slices.
Serve with corn salad,  bread and mustard or horseradish sauce.


Lamb’s Lettuce


Per person you will need about 100 g salad. Cleaning the salad is a little tedious, but it’s worth the effort.
It is often served with crispy bacon cubes, shallots or red onions, toasted walnuts and bread cubes (Croutons). The dressing consists of walnut oil or hazelnut oil, vinegar, mustard, pepper and salt.
If using hazelnut oil you should serve it with toasted hazelnuts instead of walnuts. I omitted the bacon cubes this time, since we have ham on the table.

Salad Dressing for 4 persons:

Mix
4 tablespoons walnut oil
2 tablespoons balsamic vinegar
1 teaspoon mustard
pepper, salt
(Maggi seasonning to taste)

Finely chop a shallot or a small red onion, fry with (bacon cubes and) walnuts in a pan without fat.
Remove and spread over the salad. Drizzle the dressing over the salad. Then fry the bread cubes (here you can also use dry bread leftovers) in a little butter and spread over the salad.

 

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24. Dezember: Heiligabend!

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Und schon ist der 24. Dezember da!

In meinem Adventskalender habe ich heute kein neues Rezept für euch – aber ein paar Bilder vom Weihnachtmarkt im elsässischen Ottmarsheim.


Ottmarsheim 2015_11
Marzipanfiguren auf dem Weihnachtsmarkt in Ottmarsheim

Und danach habe ich ein paar Tage Blogpause verdient! Während dieser wird natürlich trotzdem das Weihnachtsmenü 2015 gekocht, und auch der Backofen wird nicht stillstehen.

Heute zum Heiligabend gibt es bei der Markgräflerin das traditionelle Weihnachts-Schäufele aus dem Römertopf mit Kartoffelsalat und Feldsalat.


Heiligabend Schaeufele 4


Das diesjährige Weihnachtsmenü am ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag wird aber noch nicht verraten…
Ich wünsche euch einen wunderschönen Abend – lasst euch nicht stressen und genießt eine wundervolle Weihnachtszeit.


Weihnachtsmarkt in Ottmarsheim 2015


Ottmarsheim 2015_5

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Das war unser Heiligabend 2014

Heiligabend Schaeufele 4
Der Heiligabend war im Hause der Markgräflerin wieder ganz traditionell gehalten. Schäufele mit Nüssli- und Kartoffelsalat. Wieder aus dem Römertopf in Weißwein im Backofen gegart.
Das ist im Markgräflerland das typische Essen am Heiligabend – nicht etwa Würstchen mit Kartoffelsalat… – das möchte ich hier ausdrücklich betonen.

Die Markgräflerin war nämlich ziemlich geschockt, als sie vor Weihnachten hörte, dass einer Umfrage zu folge die Würstchen das beliebteste und traditionelle Heiligabend-Menü in Deutschland sei
Auch in anderen Ländern ist der Weihnachtschinken eher das traditionelle Essen an Weihnachten – so wie zum Beispiel in Schweden (mit Honigkruste) oder in Großbritannien.
In der Schweiz wurde, wie ich vernahm, das traditionelle Rollschinkli vielerorts auch von anderen Schlemmereien abgelöst – schade eigentlich.

Da dieses Gericht auch für Silvester noch geeignet ist, fasse ich in diesem Beitrag nochmal alle bisher zubereiteten Varianten für euch zusammen.

Da wir dieses Jahr nur zu zweit waren, haben wir beim Metzger unseres Vertrauens ein kleines Schäufele mit etwa 800 Gramm besorgt. Weil das immer noch zuviel war, haben wir den Rest kalt zum Abendbrot am
1. Weihnachtsfeiertag gegessen.

Schäufele in Weißwein aus dem Römertopf

Den Römertopf 10 Minuten wässern. Das Schäufele einlegen, mit reichlich Weißwein begießen – z. B. mit einem trockenen Gutedel, auf den Rost in den kalten Ofen stellen. Die Temperatur auf 200 °C einstellen und eine Stunde garen (die Garzeit kann je nach Größe variieren).

In der Zwischenzeit den Kartoffelsalat zubereiten (am besten aber schon vorher, damit der Salat richtig durchziehen kann!

Heiligabend Schaeufele 5

Schäufele mit Kartoffelsalat

Zubereitung im Kochtopf:

Ein Schäufele (ca. 700 -800 g) braucht im siedenden Wasser etwa 90 Minuten (das Schäufele knapp mit Wasser bedecken).

Heiligabend Schaeufele 6

Kartoffelsalat für 4 Personen:

Zutaten:
800 g Kartoffeln
1 kleine Zwiebel
Salz, Pfeffer
1 Teelöffel Senf
2 Esslöffel Essig
¼ Liter Fleischbrühe oder Schäufele-Brühe
4 Esslöffel Öl (Sonnenblumen, Raps oder Sojaöl)
gehackte Petersilie

800 g Kartoffeln (festkochende Sorte)
knapp mit Wasser bedecken und 20 – 30 Minuten kochen.
Pellen, in Scheiben schneiden
(Tipp: mit einem Mozzarella-/Eierschneider bekommt man gleichmäßige Scheiben).
Kartoffelscheiben in eine Salatschüssel geben.

1 kleine Zwiebel würfeln, auf die Kartoffeln geben. Salz, Pfeffer und 1 Teelöffel Senf hinzufügen.
2 Esslöffel Branntwein- oder Weißweinessig und 1/4 Liter Brühe untermischen.

Durchziehen lassen!
Dazu den Kartoffelsalat nicht in den Kühlschrank stellen, er sollte lauwarm serviert werden.

Kurz vor dem Servieren 4 Esslöffel Öl untermischen.
Mit etwas Maggi abschmecken und evtl. noch mit etwas Salz und Pfeffer nachwürzen

Mit gehackter Petersilie bestreuen.

Feldsalat mit Kartoffeldressing
1 kleine, in Salzwasser gekochte Kartoffel (s. o.)
80 g Feldsalat, geputzt, gewaschen
3 Esslöffel Olivenöl
80 ml Weißwein
2 Esslöffel Weißweinessig
Salz, Pfeffer

Öl, Essig, Weißwein und 1 kleine gekochte Kartoffel in einen Mixbecher geben und mit dem Pürierstab glatt pürieren.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Dann den Feldsalat mit dem Dressing anmachen.

Oder ein Dressing aus Olivenöl, Balsamico Essig, gewürfelter roter Zwiebel, Senf, Salz und Pfeffer anrühren und unter den Salat mischen.

Schäufele in Bier

Zutaten:
150 ml Weizen-Bier ins Kochwasser geben
Außerdem:
1 Bund Suppengrün (Sellerie, Karotten, Lauch, Zwiebel): waschen und grob schneiden. Das Schäufele ins kochende Gemüse-Bier-Wasser geben.
Gewürze:
1 Nelke (in die Zwiebel stecken), 1 großes Lorbeerblatt, 4 Pimentkörner, 6 Pfefferkörner
Das Fleisch wird wunderbar zart und ist sehr saftig.

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Schäufele im Brotteig

Zutaten:

1 Schäufele ohne Knochen
(oder ein Rollschinken) etwa 2 kg
750 g Weizenmehl Type 550
2-3 Teelöffel Salz
2 Esslöffel Kümmel
1 1/2 Würfel Hefe (ca. 65 g)
eine Prise Zucker
150 ml Milch
300 ml Wasser
Fett und Mehl für das Backblech

Das Mehl in eine große Schüssel sieben, mit Salz und Kümmel vermischen. Mit der Hand in die Mitte eine Vertiefung drücken. Die Hefe hineinbröckeln, eine Prise Zucker hinzufügen und mit etwas lauwarmem Wasser verrühren. Etwas Mehl darüberstäuben und den Vorteig zugedeckt an einem warmen Ort etwa 30 Minuten gehen lassen, bis sich das Volumen der Hefe verdoppelt hat.

Die lauwarme Milch mit 300 ml warmem Wasser mischen und zu dem Mehl geben. Mit dem Knethaken der Küchenmaschine alles zu einem glatten Teig kneten, dann noch 5 Minuten weiterkneten. Die Teigkugel mit Mehl bestäuben und mindestens 2 bis 3 Stunden an einem warmen Ort zugedeckt gehen lassen.

Den Backofen auf 200 °C vorheizen. Das Schäufele (vorgegart, im eigenen Saft) aus der Verpackung nehmen, etwas trocken tupfen. Ein Backblech einfetten und mit Mehl bestäuben. Den Teig ausrollen und das Schäufele darin einschlagen, die Teigränder dabei unter das Fleisch schieben. Das Schäufele auf das Backblech legen. Auf der Oberseite kleine Rauten einschneiden, so dass der Dampf entweichen kann. Nochmals 15 Minuten gehen lassen. Dann 60-70 Minuten im Ofen backen.

Aus dem Ofen nehmen, leicht abkühlen lassen und mit einem Brotmesser anschneiden.

****

On Christmas Eve, there was the obligatory pork shoulder / Christmas Ham for dinner.
Here I have all of my recipes for Schäufele for you, along with potato salad.
Prepare the potatoes for the potato salad first:

Potato Salad, 4 servings

Put 800 g waxy potatoes into a pot, cover scarcely with water and cook 20-30 minutes.
Peel and cut into slices (hint: do it with a mozzarella/egg slicer, this way you will get even slices).
Put the potato slices in a bowl.

Finely chop 1 small onion, place onto the potatoes.
Season with salt and pepper and add 1 teaspoon of mustard.
Fold in 2 tablespoons wine vinegar and 1/4 litre of broth.

Let rest for about 1 hour until the liquid is absorbed by the potatoes!
You must not put the potato salad in the refrigerator, it should be served warm.

At last mix with 4 tablespoons vegetable oil (sunflower, rapeseed or soy).
Season with a little Maggi seasoning and maybe with some more salt and pepper.

Sprinkle with chopped parsley or chives.

Corn salad with potato dressing
1 small potato boiled in salted water
80 g lettuce, cleaned, washed
3 tablespoons olive oil
80 ml white wine
2 tablespoons white wine vinegar
salt and pepper

Put oil, vinegar, white wine and 1 small boiled potato in a blender jar and blend smoothly with a hand blender.
Season with salt and pepper. Then mix the the lettuce with the dressing just a few minutes before serving.

You could also prepare a dressing of olive oil, balsamic vinegar, diced red onion, mustard, salt and pepper.

Schäufele (pork shoulder)/ Christmas Ham (approximately 2 kg)

Water the RÖMERTOPF® (clay pot) for 10 minutes. Put in the ham and generously pour white wine over it – for example a Gutedel (Fendant or Chasselie), close with the lid  and put into the cold oven. Heat to 200 °C (392 °F) and cook for 1 ½ hour. Take the ham out of the pot, let rest for 5 minutes before cutting into slices.
Serve with a green salad of your choice and bread and mustard or horseradish sauce.

Preparation in water – in a pot:

A pork shoulder (700 -800 g), cooked in boiling water takes about 90 minutes (pour just enough water to cover the pork shoulder).

Schäufele cooked in beer

ingredients:
add 150 ml wheat beer into cooking water
In addition:
1 bunch of greens (celery, carrots, leek, onion): Wash and chop coarsely. Place the pork shoulder into boiling vegetables and beer water and add
spices:
1 clove (stuck in the onion), 1 large bay leaf, 4 corns of allspice, 6 peppercorns
The meat will become wonderfully tender and very juicy.

Schäufele in bread
(preparation in the oven)
ingredients:

1 boneless pork shoulder
(or roll ham) about 2 kg
750 g wheat flour
2-3 teaspoons salt
2 tablespoons cumin
1 1/2 cube of yeast (about 65 g)
a pinch of sugar
150 ml of milk
300 ml of water
butter and flour for the baking tray


Sift the flour into a large bowl, mix with salt and cumin. With your hand, press a well in the middle of the flour. Crumble the yeast into the well, add a pinch of sugar and mix with some lukewarm water. Dust a little flour over the pre-dough and leaven covered with a cloth for about 30 minutes, in a warm place until its volume has doubled.

Mix the lukewarm milk mix with 300 ml warm water and add to the flour. Knead with the dough hook of the food processor until you receive a smooth dough, then knead for another 5 minutes. Form a ball of the dough, sprinkle  with a little flour leaven covered for at least 2 to 3 hours in a warm place.

Preheat the oven to 200 °C (392 °F). Remove the pork shoulder (pre-cooked –  in its own juice) from the packaging, pat dry a little. Grease the baking tray and sprinkle with flour. Roll out the dough and wrap the pork shoulder, tucking in the ends under the meat. Place the wrapped pork shoulder on the baking tray. Cut the dough at the top, making small, diamond shaped slits, so that the steam can escape. Leaven for another 15 minutes. Then bake 60-70 minutes in the oven.

Remove from oven, let cool slightly and cut with a bread knife.

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Das war Heiligabend-2: Schäufele in Weisswein aus dem RÖMERTOPF®

Schauefele1

Am Heiligabend gab es zum Abendessen das obligatorische Schäufele…. Dieses Jahr mit Eisberg-Salat, statt Feldsalat, aber sonst alles traditionell beim alten….
Da ich dieses Rezept noch nicht in Englisch übersetzt habe, kommt hier nochmal eine Wiederholung, samt Kartoffelsalat.
Übrigens: In Schweden gibt es auch Schinken zum Weihnachtsfests – allerdings nicht das Schäufele-Stück von der Schweineschulter, sondern vom Hinterschinken, entweder das Papenstück (das Stück links des Knochens = das größere Stück von etwa 5-6 kg) oder Blumenstück (das Stück rechts des Knochens = das kleinere Stück von etwa 1 1/2 – 2 kg) ….  Nach manchen Rezepten wird die Schwarte vor dem Braten abgetrennt und die Fettschicht mit Senf oder Senf mit Honig gemischt, eingerieben. Bei uns gibt es den Senf einfach dazu – das Schäufele hat ausserdem keine so dicke Fettschicht, wie die Teile vom Hinterschinken.

On Christmas Eve, there was the obligatory pork shoulder / Christmas Ham for dinner …. This year, with iceberg lettuce instead of lamb’s lettuce, but everything else the same as every year ….
Since I have not translated recipe into English before, here once again, along with potato salad.
By the way: In Sweden there is also ham for Christmas – but not the pork shoulder-pieces, but the ham, either the Pape piece (the piece on the left of the bone = the bigger piece of about 5-6 kg) or the flower piece (the piece right of the bone = the smaller piece of about 1 1/2 – 2 kg) …. After some recipes, the rind is removed before cooking and the fat layer is rubbed with mustard or mustard mixed with honey. We hade the mustard on the side – the Schäufele (pork shoulder) does not have such a thick layer of fat as the ham.

Schauefele2

Zuerst die Kartoffeln für den Kartoffelsalat kochen:
Prepare the potatoes for the potato salad first:

Kartoffelsalat für 4 Personen:
Potato Salad, 4 servings

800 g Kartoffeln (festkochende Sorte) / 800 g waxy potatoes
knapp mit Wasser bedecken und 20 – 30 Minuten kochen. / cover scarcely with water and cook 20-30 minutes.
Pellen, in Scheiben schneiden (Tipp: mit einem Mozzarella-/Eierschneider bekommt man gleichmäßige Scheiben). /
Peel and cut into slices (hint: do it with a mozzarella/egg slicer, this way you will get even slices).
Kartoffelscheiben in eine Salatschüssel geben. / Put the potato slices in a bowl.

1 kleine Zwiebel würfeln, auf die Kartoffeln geben. / Finely chop 1 small onion, place onto the potatoes.
Salz, Pfeffer und 1 Teelöffel Senf hinzufügen. / Season with salt and pepper and add 1 teaspoon of mustard.

2 Esslöffel Branntwein- oder Weißweinessig / Fold in 2 tablespoons wine vinegar
und 1/4 Liter der Schäufele-Brühe darüber gießen und untermischen. / and 1/4 litre of broth.

Ca. 1/2 Stunde durchziehen lassen, bis die Flüssigkeit von den Kartoffeln aufgesogen ist! / Let rest for 1/2 hour until the liquid is absorbed by the potatoes.
Dazu den Kartoffelsalat nicht in den Kühlschrank stellen, er sollte lauwarm serviert werden.
You must not put the potato salad in the refrigerator, it should be served warm.

Zum Servieren 4 Esslöffel Öl (Sonnenblumen, Raps oder Sojaöl) untermischen / To  serve, add 4 tablespoons of vegetable oil (sunflower, rapeseed or soy) and mix.
Gehackte Petersilie oder Schnittlauchröllchen überstreuen. / Sprinkle with chopped parsley or chives.

Mit etwas Maggi abschmecken und evtl. noch mit etwas Salz und Pfeffer nachwürzen.

Season with a little Maggi seasoning and maybe with some more salt and pepper

Das Schäufele (ca. 2 kg)

Den RÖMERTOPF® 10 Minuten wässern. Das Schäufele einlegen, mit reichlich Weisswein begießen – z. B. einen Markgräfler Gutedel, den Deckel auflegen, auf den Rost in den kalten Ofen stellen. Die Temperatur auf 200 °C einstellen und eine Stunde garen. Das Schäufele aus dem Topf nehmen, vor dem Anschneiden 5 Minuten ruhen lassen.
Mit grünem Salat nach Wahl und Bauernbrot und Senf oder Meerrettichsauce servieren.

Christmas Ham (approximately 2 kg)

Water the RÖMERTOPF® (clay pot) for 10 minutes. Put in the ham and generously pour white wine over it – for example a Gutedel (Fendant or Chasselie), close with the lid  and put into the cold oven. Heat to 200 °C (392 °F) and cook for 1 hour. Take the ham out of the pot, let rest for 5 minutes before cutting into slices.
Serve with a green salad of your choice and bread and mustard or horseradish sauce.

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Das war Heiligabend-1: Hasenleberle auf Tessiner Polenta

hasenleber polenta3-2

Am Heiligabend haben wir vormittags unseren vorbestellten Hasen beim Metzger unseres Vertrauens abgeholt. Der wurde dann gleich eingelegt, weil es am 1. Weihnachtsfeiertag wieder Hase geben sollte. Die Leber und Nieren des Hasen waren dabei und daraus gab es ein kleines, feines Mittagessen. Vergangenes Jahr die Hasenleber/Nierchen mit in Butter angebratenen Spätzle, diesmal auf Tessiner Polenta. Die Polenta hatte mir im Herbst meine Nachbarin aus Lugano mitgebracht.

Die Polenta habe ich im Backofen zubereitet – die Idee dafür kommt von Robert von Lamiacucina

Tessiner Polenta

200 g Polenta rossa aus dem Tessin
1 Teelöffel Salz
1 kleines Lorbeerblatt
25 ml Olivenöl
1 Liter Wasser

Den Backofen auf 120 °C vorheizen. Wasser mit Olivenöl und den Gewürzen in einem ofenfesten Topf auf dem Herd aufkochen, den Mais unter Rühren einrieseln lassen. Unter Rühren nochmals kurz aufkochen, vom Herd nehmen, den Deckel auflegen und in den Ofen stellen. Die Polenta im Ofen 1 Stunde quellen lassen.

Gebratene, saure Hasenleber (und Nierchen)

Für die gebratene Leber, Leberle und Nierchen klein schneiden. Eine kleine Zwiebel schälen, in feine Würfel schneiden. Zuerst die Zwiebel in ein wenig Butter andünsten. Die Leber mit ein wenig Mehl bestäuben und zu den Zwiebeln in die Pfanne geben, kurz und kräftig anbraten. Mit Rotwein (oder Weisswein) ablöschen. Salzen, pfeffern, mit ein wenig Sahne und Balsamico Essig abschmecken. Heiss servieren.

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Kaninchen-Leber mit Spätzle, Heiligabend 2012

On Christmas Eve morning we picked up our pre-ordered hare at the butcher’s we trust.  As soon as we got home I marinated it, because this was going to be our lunch on 1 st Christmas Day. The liver and kidneys of rabbits were a small , delicious lunch that day. Last year, there was a rabbit and we had the rabbit liver and kidneys (fried) with spaetzle, sautéed in butter – this time we had them with polenta. My neighbour had brought me the polenta fom Lugano (Ticino) in fall .

I cooked the polenta in the oven – the idea for this comes from Robert of Lamiacucina.

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Polenta
200 g polenta rossa from Ticino
1 teaspoon of salt
1 small bay leaf
25 ml olive oil
1 litre of water

Preheat the oven to 120 ° C (248 °F). Boil the water with olive oil and spices in a ovenproof pot on the stove, sprinkle in the polenta while stirring constantly. Bring to a boil again briefly, remove from the stove, cover the pot with a lid and place in the oven. Let the polenta swell in the oven for 1 hour.

Fried , sour hare liver (and kidneys )
For the fried liver, chop hare liver and kidneys in small pieces. Peel a small onion, cut into small cubes. First, fry the onion in a little butter. Dust the liver with a little flour and then add to the onions in the pan, fry briefly and vigorously. Deglaze with red wine (or white wine). Season with salt and pepper and add a little cream and balsamic vinegar. Seve hot.

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Frohe Weihnachten – und der Stallhase, der im Rotwein schwimmt, Teil 1: Hasen-Leberle mit Spätzle

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An dieser Stelle wünsche ich Euch allen ein schönes Weihnachtsfest!

Am ersten Weihnachtsfeiertag gibt es Hasenbraten…. Sonst macht ihn immer Oma Martha, diesmal haben wir sie zum Weihnachtsessen zu uns eingeladen – das Kochen ist diesmal meine Sache!

Wir hatten die Woche zuvor einen „Stallhasen” beim Metzger unseres Vertrauens bestellt, den wir dann am Vormittag des Heiligabends abgeholt haben. Mit Kopf, Leberle und Nieren… Ich weiss noch, dass früher, wenn es Hasenbraten gab, die Hasenleber angebraten wurde. Nur ist so eine Hasenleber nicht gerade groß, und so hatten die beiden Männer des Hauses, die das Tier zerlegen mussten, das Vorrecht auf die Leberle. Das fand ich damals eigentlich nicht schlimm, weil ich Leberle eh nicht mochte.
Ganz im Gegensatz zu heute… Wir hatten von einem Mittagessen noch Spätzle übrig, die wurden in ein wenig Butter aufgebraten.

Für die gebratene Leber, Leberle und Nierchen klein schneiden. Eine kleine rote Zwiebel oder Schalotte schälen, in feine Würfel schneiden. Zuerst die Zwiebel in ein wenig Butter andünsten. Die Leber mit ein wenig Mehl bestäuben und zu den Zwiebeln in die Pfanne geben, kurz und kräftig anbraten. Mit Rotwein (oder Weisswein) ablöschen. Salzen, pfeffern, mit ein wenig Sahne und Balsamico Essig abschmecken. Heiss servieren. Das schmeckt sehr fein…

Kaninchen7

Der Stallhase bzw. das Kaninchen wurde derweil in Rotwein eingelegt. Es passte nicht ganz in den Tontopf, deshalb habe ich Kopf und Hinterbeinchen mit meinem Hackebeil abgetrennt. Mit Rotwein übergießen, zwei halbierte Knoblauchzehen und eine halbierte Zwiebel, die mit vier Nelken gespickt wurden, ein Lorbeerblatt und ein paar Wachholderbeeren dazugeben, zudecken und einen Tag an einem kühlen Ort durchziehen lassen.

Kaninchen1

Kaninchen3

Wie es weitergeht, erfahrt ihr in Teil 2…

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Heiligabend – Schäufele verpackt im Brotteig

Schaeufele Brotteig7

Und es ist eben nicht jedes Jahr das gleiche…. Schäufele (so nennt man in Baden das geräucherte oder gepökelte Schulterstück vom Schwein) gab es wieder am Heiligabend, traditionell mit Kartoffelsalat und Feldsalat. Aber dieses Jahr…. Ich dachte, ich mache es doch mal spannend und verpacke das Heiligabend-Essen in einem Brotteig. Brot gibt es ja sowieso immer dazu, wieso also nicht gleich im Brotteig backen?

Schaeufele Brotteig

Das diesjährige Schäufele war ein Geschenk von meinem Arbeitgeber – ein Adler Schäufele aus Bonndorf im Schwarzwald mit knapp 2 kg! Es war in einem riesigen Geschenkorb mit vielen anderen Dingen…

Hier ist das alte badische Rezept für

Schäufele im Brotteig

Schaeufele Brotteig4

Zutaten:

1 Schäufele ohne Knochen
(oder ein Rollschinken) etwa 2 kg
750 g Weizenmehl Type 550
2-3 Teelöffel Salz
2 Esslöffel Kümmel
1 1/2 Würfel Hefe (ca. 65 g)
eine Prise Zucker
150 ml Milch
300 ml Wasser
Fett und Mehl für das Backblech

Das Mehl in eine große Schüssel sieben, mit Salz und Kümmel vermischen. Mit der Hand in die Mitte eine Vertiefung drücken. Die Hefe hineinbröckeln, eine Prise Zucker hinzufügen und mit etwas lauwarmem Wasser verrühren. Etwas Mehl darüberstäuben und den Vorteig zugedeckt an einem warmen Ort etwa 30 Minuten gehen lassen, bis sich das Volumen der Hefe verdoppelt hat.

Die lauwarme Milch mit 300 ml warmem Wasser mischen und zu dem Mehl geben. Mit dem Knethaken der Küchenmaschine alles zu einem glatten Teig kneten, dann noch 5 Minuten weiterkneten. Die Teigkugel mit Mehl bestäuben und mindestens 2 bis 3 Stunden an einem warmen Ort zugedeckt gehen lassen.

Den Backofen auf 200 °C vorheizen. Das Schäufele (vorgegart, im eigenen Saft) aus der Verpackung nehmen, etwas trocken tupfen. Ein Backblech einfetten und mit Mehl bestäuben. Den Teig ausrollen und das Schäufele darin einschlagen, die Teigränder dabei unter das Fleisch schieben. Das Schäufele auf das Backblech legen. Auf der Oberseite kleine Rauten ein schneiden, so dass der Dampf entweichen kann. Nochmals 15 Minuten gehen lassen. Dann 60-70 Minuten im Ofen backen.

Aus dem Ofen nehmen, leicht abkühlen lassen und mit einem Brotmesser anscheiden.

Schaeufele Brotteig3

Schaeufele Brotteig5

Schaeufele Brotteig6

Dazu gibt es Biersenf aus Alpirsbach, Feldsalat und Kartoffelsalat.
…und natürlich ein Markgräfler Gutedel!

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Herbstzeit = Schäufele mit Kartoffelsalat – Zeit … oder: üben für Heiligabend

An Heiligabend soll es wieder Schäufele geben. Vergangenes Jahr war es ein Rollschinkli im Römertopf, damals noch der unechte Tontopf von der Schwiegeroma, in Wein gegart.

Beim Einkaufen hatte mich das Schäufele so angelacht, dass ich spontan Lust darauf bekam. Ein richtiges Herbst- und Winteressen. Am Heiligabend gibt es nebst Kartoffelsalat auch noch Nüssli=Feldsalat. Dazu das obligatorische Bauernbrot und natürlich Senf.

Gestern Abend gab es dann also Schäufele aus dem echten RÖMERTOPF®. Den Römertopf 10 Minuten wässern. Das Schäufele einlegen, mit reichlich Weisswein begießen – den feinen Gutedel von Herrmann Dörflinger – den Deckel auflegen, auf den Rost in den kalten Ofen stellen. Die Temperatur auf 200 °C einstellen und eine Stunde garen.

In der Zwischenzeit den Kartoffelsalat zubereiten (am besten aber schon vorher, damit der Salat richtig durchziehen kann!

Kartoffelsalat für 4 Personen:

800 g Kartoffeln (festkochende Sorte)
knapp mit Wasser bedecken und 20 – 30 Minuten kochen.
Pellen, in Scheiben schneiden (Tipp: mit einem Mozzarella-/Eierschneider bekommt man gleichmäßige Scheiben).
Kartoffelscheiben in eine Salatschüssel geben.

1 kleine Zwiebel würfeln, auf die Kartoffeln geben.
Salz, Pfeffer und 1 Teelöffel Senf hinzufügen.


2 Esslöffel Branntwein- oder Weißweinessig und
mit ca. 1/4 Liter Brühe vom Schäufele vermischen.
(Wer mal nur Kartoffelsalat ohne Schäufele macht, kann Brühe aus Fleischbrühwürfeln verwenden)

Durchziehen lassen!
Dazu den Kartoffelsalat nicht in den Kühlschrank stellen, er sollte lauwarm serviert werden.

Vor dem Servieren 4 Esslöffel Öl (Sonnenblumen, Raps oder Sojaöl)
untermischen.
Mit etwas Maggi abschmecken und evtl. noch mit etwas Salz und Pfeffer nachwürzen
und mit gehackter Petersilie überstreuen.

Mayonnaise hat in einem Markgräfler oder auch Badischen Kartoffelsalat übrigens gar nichts zu suchen!
Es sind allenfalls noch ein paar ausgelassene Speck- oder Schinkenwürfelchen erlaubt.

Das Schäufele ist fertig:

Den Deckel herunternehmen, dann das Schäufele vor dem Anschneiden etwa 5 Minuten ruhen lassen.

Essen & Trinken, Rezepte

Heiligabend Menü – Rollschinkli

Heiligabend und mein erstes Römertopf Erlebnis. Das Rollschinkli sollte eigentlich in der Folie im Wasser gegart werden. Oma Martha hatte eine bessere Idee – „ich habe da noch den alten Römertopf im Keller, den brauche ich eigentlich nicht mehr, den schenke ich Dir jetzt…!
Und ich fuhr nach Hause mit einem neuen Kochgerät. Den Römertopf (Boden und Deckel) sollte ich zuerst in Wasser einlegen, damit sich der Ton richtig schön vollsaugen kann. Dann Wein (ich hatte „Weißer Gutedel“ der WG Auggen) in den Topf gießen, das Rollschinkli hineinlegen, Deckel drauf und bei 200 °C im Backofen ca. 1 Stunde ziehen lassen.

Rollschinkli aus dem Römertopf-super zart und saftig!!!

Dazu gab es, wie beim Schäufele Kartoffelsalat und passend zur Jahreszeit Feldsalat (mit Schalotte und Olivenöl-Balsamico Dressing).

Vor dem Festtagsessen gab’s noch einen Aperitif.

Aperitif? – Martini, der echte…

DER EINE COCKTAIL, DEN MAN KÖNNEN MUSS

Es gibt Millionen von Cocktails, Cocktailbars und Cocktailbüchern, und es gibt nur einen Cocktail, den man als Mann wirklich kennen und können muss: den Martini Cocktail, auch bekannt als dry Martini (nicht zu verwechseln mit den Vermouths der italienischen Firma Martini & Rossi, die ebenfalls Martini heißen).
Wenn man in einer Bar in Anbetracht der Pina Coladas und Erdbeer-Daiquiris nicht weiß, welchen Cocktail man bestellen soll oder will, ist ein Martini Cocktail immer die richtige Wahl (als einzige Ausnahme von der im vorhergehenden Kapitel genannten Regel kann man ihn auch zu Hause zubereiten). Der Martini Cocktail hat alles, er ist schlicht und elegant, er ist stark, und unter seinen Liebhabern ist es eine grundlegend philosophische Frage, wie man ihn zubereitet. Das mag erstaunlich erscheinen, da er aus lediglich drei Zutaten besteht, von denen eine keine Probleme bei der Dosierung aufwirft. Die Zutaten sind: Gin, trockener Vermouth und eine grüne Olive mit Stein. In den USA galt es lange als klassisch, Gin und Vermouth im Verhältnis 5:1 zu mischen. Die Verhältnisse schwanken weltweit zwischen 2:1 und 15:1 und einigen Sonderformen. (…)

VARIANTE EINS
Empfohlen seien zwei Verfahren. Sie benötigen für beide ein Rührglas, ein Barsieb, ein Martini-Glas, einen Barlöffel und viel Eis. Variante eins: Verrühren Sie im Rührglas 5 cl Gin und 1/2 cl Vermouth auf viel Eis. Achten Sie darauf, dass Sie gutes, hartes Eis benutzen, das nicht tropft. Das beste Eis kommt tatsächlich aus dem Eisfach des Kühlschranks, es ist meist geeigneter als das aus der Eismaschine. Kühlen Sie das Martini-Glas mit Eis vor, es muss wirklich kalt  sein. Der Drink wird ohne Eis serviert,  vor dem Einschenken muss das Eis also reslos aus dem Martini-Glas entfernt werden. Geben Sie nun Gin und Vermouth durch das Barsieb in das Martini-Glas (Fachbegriff: abseihen). Fügen Sie die Olive hinzu. Fertig. Manche Barmänner haben eine gewisse Kunstfertigkeit darin entwickelt, den Drink nicht durch das Barsieb abzuseihen, sondern das Eis mit dem Barlöffel zurückzuhalten.

VARIANTE ZWEI
Die zweite Variante geht eher in die puristische Richtung. Kühlen sie das Martini-Glas mit Eis, bis es wirklich kalt ist. Schütten Sie das Eis restlos weg. Geben Sie nun ein wenig Vermouth ins Glas. Es folgt eine kleine Zeremnonie: Halten Sie das Glas schräg und drehen es am Fuß, bis die gesamte Innenseite einmal vom Vermouth berührt wurde. Wie ein Film legt sich der Vermouth ins Glas. Schütten Sie ihn anschließend weg, das Glas ist also lediglich vom Vermouth benetzt. Ins Rührglas geben Sie festes, nicht tropfendes Eis und 5 cl Gin und rühren vorsichtig. Anschließend seihen Sie den Gin in das benetzte Martini-Glas ab und fügen die Olive hinzu. Fertig.(…)

Aus: Ein Mann – Ein Buch, Goldmann Verlag

Das Buch enthält noch ein paar weitere, nette Geschichten zum Martini, z. B. warum James Bond seinen „Martini geschüttelt und nicht gerührt“ bestellt.

Entscheidend für einen guten Martini ist auch die Qualität der Zutaten, als trockener Vermouth ist der „Noilly Prat“ aus Frankreich empfehlenswert, der auch üblicherweise verwendet wird. Dieser eignet sich übrigens auch ganz gut zum Kochen, z. B. in einer Soße zum Fisch.
Ich gebe zu, ganz perfekt war unser Martini nach diesem Buch nicht, wir haben nämlich eine zwar ungefüllte, aber eine Olive ohne Stein verwendet (buuuuh!), geschmeckt hat er trotzdem. Wobei sich nun die Frage aufwirft, wann die Olive gegessen werden darf. Die Olive mit Stein vermutlich erst zum Schluss, damit man den Stein auch im leeren Glas entsorgen kann – oder etwa doch am Anfang, um mit dem Olivenstein im Mund den Martini zu schlürfen???
Vielleicht weiß jemand Antwort?