Essen & Trinken, Food, Fotografie

Arnos Straußi in Seefelden

Getreu dem Motto „Wo’s Sträußle hängt, wird ausgeschenkt“, sind wir dem Besen (oder Strauß) in Seefelden an der B3 gefolgt – und uns wurde tatsächlich was eingeschenkt.

Da der Strauß eher einem Besen gleicht, heissen die Straußwirtschaften (bei uns Straußi) oft auch „Besenwirtschaft“. Sie  folgen einer langen Tradition und dürfen ohne Konzession Wein ausschenken, das aber nur für eine bestimmte Anzahl Tage im Jahr.

Arnos Straußi (Weingut Kieninger) hat z. B. jetzt gerade, noch bis zum 12. August geöffnet und macht dann kurze Sommerpause. Im September, wenn es dann den neuen Wein „Neue Wii“ gibt und es unbedingt Zwiebelkuchen und Flammkuchen geben muss öffnet die Straußi dann wieder, dieses Jahr vom 7. September – 26. November.

Wer gut und günstig essen möchte, ganz ohne Schnick-Schnack, pur und ehrlich ist hier bestens aufgehoben: Schnitzel, Winzerhäxle, Brägele, Wurstsalat, Bauernbratwürste, Vesperteller, Käse, Flammkuchen, Salat (mit Putenstreifen), im Frühjahr (März-April/Mai) Spargel und ab Oktober Schlachtplatte…hier wird man fündig.


Im Sommer und an sonnigen Herbsttagen sitzt man am besten draussen, unter dem Schatten der großen Linde oder im Herbst im gemütlichen Gastraum mit dem ein- oder anderen Gläschen Wein. Soweit ich weiss, hat Arnos Straußi im Herbst auch neuen roten  Wein. Wer Auto fährt kann vorzüglichen weißen Traubensaft oder Traubensaftschorle trinken – natürlich gibt’s auch Apfelsaft. Einfach, ehrlich und gut.

Zum Dessert oder am Sonntag Nachmittag gibt es Kaffee und Kuchen – bei unserem Besuch standen auf der Karte Käsekuchen und Linzertorte zur Auswahl.
Anschließend ein Schäpschen („Verreisserle“) und die Welt ist in Ordnung (den gibt’s natürlich nicht alkoholfrei) 🙂

Mein Schnitzel (kleine Portion = 1 Stück / große Portion = 2 Stück)


Ausgewählte Beilage:
1 Portion Brägele (= reichlich)
ausserdem gibt es jeweils Bauernbrot dazu, man könnte also auch auf die Beilage verzichten – aber wenn’s Brägele (Bratkartoffeln) gibt  dann nicht!!!


Das „Winzerhäxle“ vom Markgräfler –
dazu muss man anmerken, dass der Diminutiv auf der Speisekarte

(Oberdeutsche Dialekte (süddeutscher Sprachraum) Alemannisch Badisch und Elsässisch -le, zum Beispiel Kätzle)

hier etwas fehl am Platz ist. Die Bedienung meinte nur  “ – jo, die Sau isch halt scho eweng größer gsii…“ ( – ja, die Sau war halt schon ein wenig größer…“)

Der Markgräfler brauchte dann noch ein Verreiserle und dann machten wir uns satt und zufrieden auf den Heimweg.

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