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Samstagseintopf: Hot Pot zum CL-Finale

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73,5 Zentimeter groß und 8,5 Kilogramm schwer ist der „Pot“ um den es am heutigen Samstagabend beim Champions League Finale im Londoner Wembley Stadion geht. Als Samstagseintopf gab’s daher einen typischen Eintopf von der Insel: ein „Hot Pot“ – wie passend zum CL-Finale!

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Das Rezept ist wiederum aus dem Buch „1000 RECIPES TO TRY BEFORE YOU DIE” und somit sind wir in Europa einen Schritt weiter, was die Rezepte angeht. Großbritannien also.
Ich habe das Rezept im RÖMERTOPF® gemacht, das ist super stressfrei, denn man schichtet alles in den Topf und lässt es dann zwei Stunden im Ofen. Dann hebt man den Deckel ab, schaltet den Ofen ein wenig hoch, um die knusprige Kruste auf den Kartoffeln hinzubekommen. Ganz einfach.

1000 Recipes To Try Before You Die. Rezepte aus der ganzen Welt.
1000 Recipes To Try Before You Die. Rezepte aus der ganzen Welt.

Lancashire-Lammtopf mit Gemüse unter der Kartoffelkruste

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Zutaten für 4 Personen:

1 kg festkochende Kartoffeln
4 Möhren
4 Zwiebeln
4 Stangen Staudensellerie
1 kleines Bund Thymian
800 g Lammfleisch (Schulter oder Nacken)
vom Metzger in ca. 5 cm große Würfel schneiden lassen
Salz
frisch gemahlener Pfeffer
1/2 Liter Fleischbrühe
30 g zerlassene Butter

1. Kartoffeln waschen, schälen mit Wasser bedecken und beiseite stellen. Möhren und Zwiebeln schälen und klein würfeln. Sellerie putzen. Falls Blätter vorhanden sind, diese für die Deko aufbewahren. Die Stangen in dünne Stifte schneiden. Thymianblättchen von den Stängeln zupfen und fein hacken.

2. Die Fleischwürfel mit Salz und Pfeffer würzen und nebeneinander in den RÖMERTOPF® legen. Gemüse darauf verteilen und mit Thymian bestreuen.

3. Kartoffeln abtropfen lassen, in 5 mm dicke Scheiben schneiden und mit Salz und Pfeffer würzen. Kartoffelscheiben dachziegelartig auf Fleisch und Gemüse legen, gleichmäßig mit Fleischbrühe übergießen, mit zerlassener Butter bestreichen .

4. Den RÖMERTOPF® mit dem Deckel schließen, in den kalten Backofen stellen. 2 Stunden bei 170 °C garen.

5. Den Deckel abnehmen und die Ofentemperatur auf 220 °C erhöhen. Lammtopf 20-30 Minuten überbacken, bis die Kartoffeln eine goldbraune Kruste haben.

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Die Sellerieblätter hacken und vor dem Servieren über den Lammtopf streuen (oder glatte Petersilie verwenden).  In Suppentellern servieren.

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No full English Breakfast…Muffins or Pikelets/Crumpets

Heute ist James Bond 50 Jahre alt. Und- der Tag muss gebührend gefeiert werden, nämlich auf die Englische Art.

Für das Dinner-Menu am Abend musste ich gestern abend noch English Muffins – oder auch crumpets backen. Die English Muffins sind aus Hefeteig mit Milch, oder auch Wasser gemacht und werden mit ein wenig Öl in der Pfanne gegart. Also auch für Leute ohne Backofen ein wunderbares Brötchenrezept!!!

Sie werden in der Mitte durchgeschnitten und getoastet. Manch einer kennt sie vom „Egg McMuffin“ der Fast-Food Kette mit dem großen, gelben M oder die Toasties von Golden Toast, die es mittlerweile schon in unsere Discounter geschafft haben.
Die Muffins mal selbst zu backen und auch frisch zu genießen ist ein unvergleichliches Geschmackserlebnis. Gestern abend war die ganze Wohnung von feinem Brötchenduft erfüllt.

Heute zum Frühstück dann mit Butter bestrichen (in GB wird üblicherweise gesalzene Butter verwendet-das kommt noch von früher, die Butter wurde gesalzen, um sie haltbarer zu machen) und mit bitterer Orangenmarmelade (Marmalade – in GB heisst nur diese Marmalade, alle anderen Fruchtaufstriche oder Konfitüren heißen jam).

Die Zutaten für 10 Stück:

450 g Mehl (250 g Weizenmehl, 200 g helles Dinkelmehl)
2 Teelöffel Trockenhefe
1 Teelöffel Salz
1 Teelöffel Zucker
300 ml lauwarme Vollmilch
10 g Reismehl
1/2 Esslöffel Sonnenblumenöl

Das Mehl in eine Rührschüssel geben und mit der Trockenhefe mischen. Salz und Zucker hinzufügen. Mit dem Knethaken nach und nach die Milch unterkneten. Solange kneten, bis sich der Teig locker vom Schüsselrand löst.
Die Schüssel mit einem Deckel schließen und ca. 30-40 Minuten gehen lassen, bis sich der Deckel von der Schüssel löst.

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche nochmals kurz durchkneten und ca. 1 cm dick ausrollen. Mit einem Glas (ca. 8 cm Durchmesser) Kreise ausstechen. Dauerbackfolie auf ein Backblech legen und dieses mit etwas Reismehl bestreuen. Dann die ausgestochenen Teigringe darauf legen, mit Reismehl bestäuben und mit einem Küchentuch abdecken. An einem warmen Ort mindestens 20 Minuten gehen lassen. (Bei mir waren es etwa 1 1/2 Stunden, weil ich zwischendurch noch beim Nordic Walking war).

Eine gußeiserne Pfanne mit Sonnenblumenöl auspinseln, die Muffins von beiden Seiten insgesamt ca. 7 Minuten goldgelb backen.

Man kann sie auch warm essen, z. B. mit Zimtzucker bestreut, mit Vanillesauce, mit Zwetschgenkompott (wie die Markgräfler Hefepfannkuchen) oder Apfelmus.
Die klassische Variante:
In der Mitte durchgeschnitten und getoastet, mit Butter und Marmalade.
Der Markgräfler hat Frischkäse und Erdbeerkonfitüre ausprobiert:
auch sehr lecker!

Muffin, halbiert und getoastet „Toastie”

Englisch, Essen & Trinken, Food, Rezepte

Dinner for one – Miss Sophie and her 90th Birthday

Mulligatawny Soup

Miss Sophie: Thank you, James. You may now serve the soup.

James: The soup, thank you very much, Miss Sophie, thank you. They are all waiting for you. Little drop of Mulligatawny soup, Miss Sophie…

Miss Sophie: I am particularly fond of Mulligatawny soup, James.

James: Yes, I know you are.

Miss Sophie: I think we’ll have Sherry now, with the soup.

James: Sherry with the soup, yes. . . Oh, by the way, the same procedure as last year, Miss Sophie?

Miss Sophie: Same procedure as every year, James.

James: Same procedure as every year, James.

Das Schicksal nimmt seinen Lauf und James erfüllt seine alljährliche Pflicht, stolpert über das Tigerfell, trinkt aus der Vase („…huuuh, I’ll kill that cat“) und lallt was das Zeug hält („Champagne, ya … Ssssame , same procedure as last year, Miss Sophie?“).
Silvester ist kein richtiges Silvester ohne Miss Sophie und Butler James mit ihren unsichtbaren, verstorbenen Gästen, für die James einspringen muss: Sir Toby, Admiral von Schneider, Mr. Pommeroy und Mr. Winterbottom…

Hier ist das Rezept für den ersten Gang, die Mulligatawny Soup (nach einem Englischen Rezept von Jane Garmey – Great British Cooking, A well-kept secret). Es stammt aus den Indischen Kolonien und wurde erstmals in einem Kochbuch von 1817 erwähnt.

The word „mulligatawny“ comes from milakutanni, meaning pepper-water. As it is a soup that is both spicy and filling, serve it before something light, such as fish.
Serves 6.

2 ounces Butter
2 medium sized onions, choopped
6 cups Chicken Stock
2 tablespoons curry powder
2 cups heavy cream
1 cucumber
1 apple

Für 6 Personen:
60 g Butter
2 Zwiebeln, mittlere Größe, gehackt
6 Tassen Hühnerbrühe = 1,5 Liter
2 Essllöffel Curry
2 Tassen Crème fraîche (30 % Fett) = 600 ml
1 Gurke
1 Apfel

Die Butter in einem großen Topf zerlassen, die Zwiebel hinzufügen und leicht bräunen lassen. Dann die Hühnerbrühe und das Currypulver hinzufügen.
Die Mischung zum Kochen bringen und zugedeckt bei mittlerer Hitze 20 Minuten köcheln lassen.
Durch ein Sieb geben und etwas abkühlen lassen, dann 300 ml Crème fraîche hinzufügen.

Mindestens 3 Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen.
Vor dem Servieren die Gurke und den Apfel schälen und in kleine Würfel schneiden. Die restliche Crème fraîche hinzufügen, Gurken- und Apfelstückchen aufstreuen.

Also eine kalte Vorspeise/Suppe…Wir haben die Suppe erwärmt und das hat prima geschmeckt! Allerdings ist sie sehr sättigend, aber deshalb als Grundlage für all die begleitenden Getränke bestens geeignet.

Dazu gibt es einen trockenen Sherry („Is that a dry sherry, James? – Yes, a very dry sherry, Miss Sophie. A very dry. Straigth out of the cellar, this morning, Miss Sophie.“)

Essen & Trinken, Rezepte

Zuckerbrödli – Nr. 6: Shortbread Fingers

Ein Rezept aus England, schmeckt nicht nur zur Weihnachtszeit, passt besonders gut zur Teatime.

Shortbread Fingers

Zutaten:
Für den Teig:
320 g weiche Butter
180 g Zucker
2 Prisen Salz
375 g Dinkelmehl Type 630
175 g Reismehl

Zubereitungszeit:
20 Minuten
Ruhezeit:    2 Stunden
Backen:
Ober-/Unterhitze:
150 °C
Backzeit:
20-30 Minuten

Zubereitung:
Butter mit Zucker und Salz cremig rühren. Mehl dazu sieben und unterkneten.
Den Teig zugedeckt 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.
Backofen auf 150 °C vorheizen. Arbeitsfläche mit Mehl bestäuben, Teig darauf 1 ½ cm dick ausrollen. Auf Backblech legen, mit einer Gabel mehrmals einstechen.
Noch heiß mit einem scharfen Messer in Streifen von 2×7 cm schneiden, abkühlen lassen. In Zucker wenden.

Essen & Trinken, Food

Gutsle global – Mein zweites Rezept in einem Buch

Gutsle global  Internationale Rezepte aus dem Ländle. Weihnachten mit der Landesschau
Gutsle global Internationale Rezepte aus dem Ländle. Weihnachten mit der Landesschau

Er ist endlich da…mein zweiter Beitrag zu einem Buch. Ich bin eine „Kochbuchautorin“ – klingt toll, nicht?!
Vergangenes Jahr hatte der SWR zu einem besonderen Backwettbewerb zu Weihnachten aufgerufen: „Weihnachten international“.
Ich habe mich in die Küche gestellt und meine Basler Läckerli und einen Rich Fruit Cake aus Großbritannien gebacken und zur Landesschau nach Stuttgart geschickt. Aus etwa 100 Einsendungen wurden 25 Rezepte ausgewählt.

Der Rich Fruit Cake mit einer Dekoration aus „Royal Icing“ und Ilex(=Stechpalme)blättern/Beeren aus Marzipan wurde schließlich als Beitrag für das Buch ausgesucht.  (Seite 26 bis 31)

Insgesamt ein sehr schönes Buch mit aussergewöhnlichen Rezepten aus aller Welt, z. B. Karotten-Halwa aus Indien, Sardische Mandelbonbons oder Concada aus Benin (Westafrika)…

Herausgeber ist der Silberburg Verlag, das Buch kann aber auch über Weltbild oder Amazon bezogen werden.

Das Buch bei Amazon kaufen:
Gutsle global: Internationale Rezepte aus dem Ländle. Weihnachten mit der Landesschau

Zu meinem ersten Kochbucheintrag in Witzigmanns Fleischwurst- und Lyoner-Buch geht’s hier.

Rich Fruit Cake