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Meine Nachbarin kann – Pasta mit Vulkanspargel

Vulkanspargel Pasta2

Vor nicht allzu langer Zeit hat man im Kaiserstuhl ein altes Wildgemüse wiederentdeckt. Der sogenannte „Vulkanspargel” ist eine Puntarelle – so werden die Zicchorien-Arten genannt. Das Laub sieht aus, wie das vom Löwenzahn, die Stängel in der Mitte wie grüner Spargel – nur dass dieser hohl und leicht gerippt ist.

Meine Nachbarin, die ebenso wie ich von Garten, Blumen und Kochen begeistert ist, hat dieses aussergewöhnliche Gemüse auf dem Markt in Müllheim bei unserem Bio-Gemüsegärtner aus Müllheim-Hügelheim (Piluweri) entdeckt und musste es unbedingt mitnehmen. Dann hat sie was feines daraus gezaubert – und ich durfte mitessen!

Um es gleich vorweg zu sagen: wer die bitteren Blattsalate wie chicoree und radicchio nicht mag, sollte entweder die Strunkteile vorher in eiskaltes Wasser legen, oder die Finger davon lassen.

Zichoriengemüse Vulkanspargel im Kaiserstuhl neu entdeckt

Bildquelle: Pressearchiv Plenum Naturgarten Kaiserstuhl – Bildarchiv

Pasta Puntarelle
2 Portionen

350 g Linguine
ein Bund Vulkanspargel
1 rote Zwiebel
3 EL Pinienkerne
1 EL geschälter Sesam
eine Handvoll, in Öl eingelegte getrock­nete Toma­ten
2 Knob­lauch­ze­hen
5 EL Olivenöl
eine kleine Chilischote oder oder Tabasco/Chilisauce
Meer­salz & frisch gemah­le­ner schwar­zer Pfeffer
frischer Schnittlauch aus dem Garten

Den Vul­kanspar­gel wa­schen, zer­teilen, harte Strunkteile entfernen, dann die Stängel vorsichtig vom Strunk brechen. Blätter und Stängel in mundgerechte Stücke teilen.

Knob­lauch­ze­hen und die Chi­li­schote fein würfeln, die getrock­ne­ten Toma­ten in Strei­fen schneiden. Die Zwie­bel hal­bieren und in Strei­fen schneiden.

Die Pasta laut Packungsanweisung garen, in der Zwischenzeit die Sauce zubereiten.

Die Sesam­sa­men und die Pini­en­kerne ohne Zugabe von Fett unter Rühren in einer kleinen Pfanne rösten, dabei aufpassen, dass sie nicht zu dunkel werden. Wenn die Pinienkerne leicht gebräunt sind, nimmt man die Pfanne vom Herd.

3 EL Oli­venöl in einer größeren Pfanne erhitzen, bei milder Hitze zuerst die Zwiebel glasig dünsten, dann den Knoblauch dazugeben. Den Vulkanspargel dazugeben und einige Minuten unter Wenden kräftig anbraten.

Die Hitze reduzieren, die getrockneten Tomaten  untermischen, das Gemüse mit Salz, Pfeffer, Chilischote oder Chilisauce nach Geschmack würzen.

Wenn die Pasta noch bissfest ist, mit einer Schöpfkelle etwas Nudelwasser entnehmen und zum Gemüse geben. Die Flüssigkeit ein wenig einkochen lassen.

Die Pasta abgießen, bei Bedarf ein wenig von dem Nudelwasser aufbewahren – die Pasta unter das Gemüse mischen, die restlichen 2 Esslöffel Olivenöl und evtl. nochmals ein wenig von dem Nudelwasser untermengen. Zum Servieren mit geröstetem Sesam, Pinienkernen und Schnittlauchröllchen bestreuen.

Äusserst aussergewöhnlich und delikat!

Tipp: Ein paar hauchdünne Scheibchen Pecorino oder Parmesankäse passen hervorragend dazu.

Vulkanspargel Pasta1Buon appetito!

Und hier noch ein Nachtrag mit einer herbstlichen Variation dieses Rezepts:

Pasta mit Vulkanspargeln und Weintrauben

Catalogna

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Antipasti, Salami, Formaggio, Verdure, Frutti e Dolci – Bilder vom Markt in Luino

Antipasti
Salami
Käse (Pecorino in verschiedenen Varianten) / formaggio
getrocknete Tomaten / verdure
Obst – Frutti
Süßes / Dolci

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Pizza mit Fenchel, Walnüssen und Fetakäse

Zutaten für 4 Portionen (1 rundes Pizzablech mit 32 cm Durchmesser)

Für den Teig:
150 g Quark
4 Esslöffel Milch
6 Esslöffel Olivenöl
Salz
300 g Mehl
2 Teelöffel Backpulver

Belag:
1 Fenchelknolle (300 – 400 g) mit Grün
Salz
50 g getrocknete, in Öl eingelegte Tomaten
1-2 Knoblauchzehen
100 g Fetakäse (Schaf-/Ziegenmilch)
50 g Walnusskerne
einige frische Salbeiblätter
schwarzer Pfeffer
Ausserdem:
Olivenöl und Butter zum Braten

Für den Teigboden den Quark abtropfen lassen. Quark, Milch, Öl und Salz verrühren. Mit Mehl und Backpulver zu einem glatten Teig kneten. Zugedeckt etwa 30 Minuten kühl stellen.

Den Backofen auf 200 °C vorheizen.
Für den Belage den Fenchel waschen, putzen und in der Länge halbieren. Den Strunk ausschneiden. Längs in 1/2 cm dicke Scheiben schneiden. Das Fenchelgrün beisseitelegen. Den Fenchel in Salzwasser etwa 8 Minuten blanchieren, herausnehmen und abtropfen. Etwas Fenchelgrün kleinhacken. Die Butter mit dem Öl in einer Pfanne erhitzen. Die Fenchelscheiben von beiden Seiten goldgelb anbraten.
Die Tomaten in dünne Streifen schneiden. Den Knoblauch schälen und in feine Scheiben schneiden.

Den Teig durchkneten und auf wenig Mehl ausrollen. Auf das mit Backpapier gelegte Blech legen und die Ränder etwas andrücken. Mit einer Gabel den Teig mehrmals einstechen.
Den Käse in Scheiben scheinden. Abwechselnd mit dem Fenchel auf den Teig legen. Die Tomatenstreifen und Knoblauchscheiben zwischen dem Fenchel verteilen. Walnusskerne in Stücke brechen  und darüberstreuen. Salbeiblätter waschen, trocken schütteln und klein hacken. Über den Belag streuen.
Mit 2 bis 3 Esslöffeln Tomatenöl beträufeln . Mit Pfeffer würzen. Im vorgeheizten Backofen bei 200 °C etwa 30 Minuten backen. Nach Belieben mit etwas Fenchelgrün bestreuen.