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Aus meinem Garten Ende Oktober: Apfelernte und 165 Liter eigener Bio-Apfelsaft


Vergangene Woche hat ab und zu mal die Sonne runtergeschaut, am Sonntag gab es sogar noch einmal fast 24 °C.


Brettacher Apfel

Und heute morgen: Schneeregen!


Mein Apfelbaum, auf den Blättern bleibt der Schnee schon liegen

Naja, die Winterräder sind trotzdem vergangene Woche aufmontiert worden (zumindest meine, der Markgräfler muss heute noch bei dem Ekelwetter wechseln) und ich habe fleissig Äpfel aufgesammelt. Als hätte ich geahnt, dass dieses Wochenende der große Wetterumschwung kommt.


Das sind die Äpfel, die noch in der Küche verarbeitet werden.

Am Dienstag war es dann neblig, aber die richtige Apfelernte musste unbedingt gemacht werden. Unser Freund Hubi kam mit seiner langen Leiter, ist damit auf den Baum geklettert und hat kräftig geschüttelt:



Von mehreren Seiten wurde in der Baumkrone geschüttelt. Das reinste Plöpp, Plöpp und Gekuller. In einer halben Stunde waren wir dann zu zweit fertig mit Auflesen, Hubi hat die Äpfel, für die die mitgebrachten Sammeleimer nicht ausgereicht haben, einfach so auf den Hänger geladen und dann am nächsten Tag zur Familie Kammerer in Müllheim-Feldberg gebracht.



Es ist ja derzeit große Mode, aus eigenen Äpfeln Saft zu mosten (d. h. Apfelsaft bzw. Süßmost trotten=keltern). Ich habe schon vor 6 Jahren das erste Mal bei der Familie Kammerer meinen eigenen Bio-naturtrüben Apfelsaft machen lassen und alle, die davon getrunken haben waren begeistert. 85 Liter waren es damals, also etwa 120 kg Äpfel, denn man sagt, dass 2/3 des Gewichts der Äpfel Saft ergeben.



Zuerst werden die Äpfel mit Wasser gewaschen und danach zerkleinert, d. h. zu Maische vermahlen.


Äpfel waschen, mahlen

Dann wird der Apfelbrei auf Tücher gefüllt, die in einem Rahmen liegen. Dann werden die Tücher nach innen eingeschlagen und der Saft aus der Maische gepresst. Anschliesend wird er auf 85 °C erhitzt und damit pasteurisiert, damit er nicht anfängt zu Gären.


hinten rechts steht der Apparat zum Erhitzen des Safts, dann wird er in Plastikbeutel mit Zapfhahn gefüllt und damit das ganze stabil ist, in 5 Liter Kartons verpackt.

Diese 5 Liter Kartons mit Plastikbeutel und Zapfhahn sind genial. Den Karton stellt man leicht schräg, mit dem Zapfhan nach unten auf. Der Apfelsaft muss nicht gekühlt werden, da sich im Beutel ein Vakuum bildet, es kommt keine Luft von aussen dran. Frisch gezapfter Apfelsaft – einfach herrlich.



Am Freitagabend konnte ich dann meinen Apfelsaft abholen – 165 Liter, das heisst, es müssen knapp 250 kg Äpfel gewesen sein…


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Orange Carrot Soup – Orangen Karotten Suppe mit Ingwer

Jetzt kommt noch ein gesundes Süppchen, nach einem Rezept von der Insel. Ich habe noch etwas Ingwer und Cayennepfeffer hinzugefügt.
Deko: aus einer getoasteten Weissbrotscheibe mit einem großen Plätzchenausstecher ein Herz ausstechen, ein wenig mit dem Messer einschneiden und auf den Rand der Tasse setzen. Das Rezept aus dem Buch „Great British Cooking“ von Jane Garmey verlangt nach „watercress“ = Brunnenkresse als Deko. Da bin ich in meinen Garten geeilt und habe einfach stattdessen ein paar Blätter und Blüten der Kapuzinerkresse abgezupft und für die Suppe verwendet.

Die Kapuzinerkresse enthält viel Vitamin C und man schreibt ihr antibiotische Wirkung zu. Also perfekt, um Schnupfen und Co. auf natürliche Weise entgegenzuwirken.
Und zum Schluss der Schuss frischgepresste Orangensaft  – die Saison für Orangen, Mandarinen, Clementinen und Satsumas hat wieder angefangen ♥…

Das Original Rezept ist für 6 Personen, ich habe es auf drei Personen umgerechnet und übersetzt. Übrigens kann man die Suppe sowohl heiss als auch gekühlt genießen.

Orangen Karotten Suppe mit Ingwer (3 Portionen)

15 g Butter
225 g Karotten, geschält und in dünne Scheiben geschnitten
1 große Zwiebel, grob gehackt
1 Knoblauchzehe, gehackt
1/6 Tasse Mehl (ca. 2 Esslöffel)
3 Tassen (knapp 700 ml) Hühner- oder Gemüsebrühe
1/2 Teelöffel Zucker
Saft von 1/2 Orange
1/2 Tasse Crème fraîche oder Sauerrahm (Sauerrahm ist weniger kalorienreich)
Salz
frisch gemahlener, schwarzer Pfeffer
1/2 Tasse gehackte Brunnenkresse (ersatzweise etwas Kapuzinerkresse-Blätter)
+ ein kleines Stück Ingwer, fein gehackt
+ etwas Cayennepfeffer

Die Butter in einem großen Topf mit dickem Boden schmelzen und Karotten, Zwiebel, Knoblauch und Ingwer hinzufügen.
5 Minuten andünsten, dann das Mehl darüber streuen und gut verrühren. Unter Rühren nach und nach die Brühe zufügen. Die Suppe zum Kochen bringen und dann zugedeckt 12 Minuten köcheln lassen. Dann den Zucker hinzufügen und weitere 10 Minuten köcheln lassen.

Vom Herd nehmen und im Mixer oder der Küchenmaschine pürieren. Die Suppe zurück in den Topf geben, den Orangensaft und die Crème fraîche einrühren. Dann mit Salz und Pfeffer/Cayennepfeffer nach Geschmack würzen.
Soll die Suppe heiß serviert werden, wird sie nochmals kurz ohne zu kochen aufgewärmt.
Soll die Suppe gekühlt serviert werden, füllt man sie in eine saubere Schüssel und stellt diese für mindestens 3 Stunden in den Kühlschrank.

Kurz vor dem Servieren mit gehackter Brunnenkresse (Kapuzierkresse Blätter) garnieren.

Hier ist noch das Originalrezept in Englisch für 6 Personen:

Zur Umrechnung:

1 ounce = 1 Unze = 28,35 Gramm
1 poung = 1 Pfund = 453,6 Gramm

Often to be found on an English menu as Crécy Soup, this recipe is easy to prepare and equally good hot or chilled.
Serves 6

1 ounce butter
1 pound carrots, peeled and cut into 2-inch slices
3 medium-sized onions, coarsely chopped
2 chopped garlic cloves
1/3 cup flour
6 cups chicken stock
1 teaspoon sugar
Juice of one orange
1 cup heavy cream
Salt
Freshly chopped watercress

Melt the butter in a large, heavy-bottomed saucepan and add the carrots, onions and garlic. Sauté for about 5 minutes and add the flour. Stir well and gradually add the stock. Bring to a boil and simmer covered for 12 minutes. Add the sugar and continue to simmer for a further 10 minutes.

Remove from the stove and puree in a blender or food processor.

Return the soup to the saucepan and add the orange juice and the cream. Season to taste with salt and pepper. If you are serving the soup hot, reheat it very gently, taking care that it does not boil. If yo plan to serve it chilled, transfer it to a clean bowl and chill for at least 3 hours.

Granish with the chopped watercress immediately before serving.

I changed the recipe slightly and added a bit of peeled and finely chopped ginger (with the onions and carrots) and seasoned it additionally with a bit of  hot pepper.

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Samstagseintopf: Kürbis-Marroni-Suppe mit Lauch

Und es geht weiter mit den Marroni (=Maronen, Edelkastanien, Esskastanien) und einem Hokkaido Kürbis. Gestern war Gartenarbeit angesagt: Hecke schneiden, wieder mal Äpfel aufsammeln, Schnittgut zur Kompostieranlage fahren, ein neues Gartenaccessoire bepflanzen (davon später) – und dabei war es draussen nicht besonders gemütlich. Kühl und später auch regnerisch.
Da kommt ein gesundes, wärmendes Süppchen gerade recht. Das Rezept reicht für vier Personen als Hauptspeise.

Kürbis Marroni-Suppe mit Lauch

800 g Hokkaido-Kürbis (oder Muskatkürbis)
1 Zwiebel
150 g Lauch (Poree)
150 g Marroni geschält und vorgegart, aus dem Vakuumpack
1 Esslöffel Butter
100 ml Weisswein (Gutedel!)
1,2 Liter Fleisch- oder Gemüsebrühe
150 ml Sahne
Salz, Cayennepfeffer, schwarzer Pfeffer
Kürbiskernöl

Kürbis und Zwiebel in Stücke, Lauch in feine Ringe schneiden. Alles bis auf eine Handvoll Lauchringe mit den Marroni in einem großen, hohen Topf in Butter andünsten, bis die Zwiebeln glasig sind. Den Wein dazugeben und etwas einkochen lassen. (Mmmmh das duftet…)
Die Fleischbrühe und 50 ml Sahne hinzufügen. Deckel auflegen und ca. 25 Minuten köcheln lassen.

Die Suppe pürieren. Mit Salz, Cayennepfeffer und schwarzem Pfeffer abschmecken. Die restlichen Lauchringe in siedendem Salzwasser ca. 2 Minuten blanchieren, durch ein Sieb abgießen und abtropfen lassen.
Die restlichen 100 ml Sahne steif schlagen (das geht ganz gut in einem Schüttelbecher). Die Suppe mit Sahne und dem Lauch garnieren.
Dazu schmeckt ein Brötchen mit Butter und „Schwarzwälder Schinkenspeck”. Das Kürbiskernöl auf den Tisch stellen, damit sich jeder selbst nehmen kann, soviel er möchte.

Mit dem Löffel verrührt gibt es eine Suppe mit Marmormuster, der dunkle Fleck ist eine Marone, die mein Mixstab nicht erwischt hat:

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Gratinierter Fenchel auf Kartoffelpü

Heute mal ein vegetarisches Gericht. Fenchel auf selbst gemachtem Kartoffelpüree, mit einem Guss aus Bechamelsauce, mit Parmesankäse bestreut und im Ofen gratiniert.
Das hat sogar dem Markgräfler geschmeckt.

Derzeit hat der Fenchel ja wieder Saison – und es wird neuerdings überall Bio-Fenchel angeboten. Da habe ich zugegriffen (und die Mengen aus dem Rezept angepasst, d. h. ungefähr halbiert, da wir nur zu zweit waren.)

Gratinierter Fenchel auf Kartoffelpüree
für 4 Personen (für 2 Personen)

1 kg mehligkochende Kartoffeln (500 g)
Salz
250 ml Wasser (125 ml)
800 g Fenchel (500 g)
375 ml Milch (knapp 200 ml)
frisch geriebene Muskatnuss
50 g Butter (25 g)
2 Esslöffel Mehl (1 Esslöffel)
125 ml lauwarme Milch (knapp 70 ml)
schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
10 Esslöffel frisch geriebener Parmesankäse (5 Esslöffel)
Butter für die Form

Kartoffeln waschen, mit dem Sparschäler schälen und alle Keimansätze ausstechen. Die geschälten Kartoffeln nochmals kurz abspülen, dann in nicht zu große, gleichmäßige Stücke schneiden. Die Kartoffeln mit 1 Teelöffel (1/2 Teelöffel ) Salz und dem Wasser in einen Topf geben und zugedeckt bei mittlerer, später bei schwacher Hitze ca. 25 Minuten garen, bis sie weich sind.

Die Fenchelknollen putzen, waschen und in Viertel oder Achtel schneiden. Das zarte Fenchelgrün fein hacken und zugedeckt beiseite stellen.

Den Fenchel mit Salz und soviel Wasser, dass das Ganze gerade bedeckt ist, im geschlosssenen Topf 40 Minuten sanft köcheln lassen.

Die Kartoffeln abgiessen und etwas ausdämpfen lassen.

Die Milch zum Kochen bringen, mit Salz und Muskatnuss würzen. Die Kartoffeln mit dem Kartoffelstampfer zerdrücken und mit dem Schneebesen nach und nach die Milch unter die Kartoffelmasse rühren.

Eine feuerfeste Auflaufform mit Butter ausstreichen und das Kartoffelpüree in die Form streichen. Den Backofen auf 220 °C vorheizen.

Den Fenchel abgießen, dabei 250 ml (125 ml) vom Kochsud abmessen und aufbewahren. Die Hälfte der Butter zerlassen, das Mehl hineinstäuben und unter Umrühren hellgelb anschwitzen. Mit dem Fenchelsud aufgießen, zum Kochen bringen, die Milch hinzufügen und alles unter Rühren etwa 10 Minuten schwach köcheln lassen.
(bei der halben Menge geht es etwas schneller, bis die Sauce sämig ist).
Die Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken. Den Fenchel auf das Kartoffelpüree legen

und mit der Sauce übergießen. Den Käse über die Fenchelknollen streuen und die restliche Butter in Flöckchen daraufsetzen.

In der Mitte des Backofens auf dem Rost 10-15 Minuten goldgelb überbacken.
Den fertigen Auflauf mit dem Fenchelgrün besteuen und servieren (Achtung, heiss!)

Dazu passt: frischer Salat mit Tomaten, Gurken, Knoblauch, Kopfsalat

(Wir sind auch ohne Salat satt geworden- Beilage ist nicht unbedingt nötig)

…und, das hat pro Portion nur etwa 500 kcal!

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„Kaiser des Gartens“: Mein erster Butternut… Pasta mit cremiger Riesling-Kürbissauce

Ich habe einen neuen Liebling unter den Kürbissen gefunden. Der Butternut (deutsch: Butternuss), schmeckt wirklich cremig-buttrig und hat somit seinen Namen zurecht.
Der Kürbis, das Herbstgemüse schlechthin, wird oft auch als „Kaiser des Gartens“ bezeichnet.

Von Hildegard von Bingen wird er besonders geschätzt:
„Kürbisse sind trocken und kalt. Dennoch haben sie ihr Wachstum aus der Luft. Sie sind zum Essen gut sowohl für die Kranken als auch für die Gesunden.“

Kürbis „Der Kaiser des Gartens“

Butternut-Pasta
(für vier Personen)

750 g Butternut-Kürbis-Fleisch
(Butternut waschen, halbieren, Kerne entfernen und schälen, dann in Würfel schneiden)
3 kleine rote Zwiebeln
frisch geriebene Muskatnuss
2 Knoblauchzehen
1 Becher Crème fraîche
Salz, Pfeffer
250 ml trockener Weißwein
(in meinem Fall mal ein Riesling vom Weingut Laible in Durbach – alte Rebe)
500 ml Gemüsebrühe
25 g Parmesankäse, fein gerieben
3 Esslöffel Olivenöl
400 g Farfalle (Krawatten-Nudeln)
Salz
frischer oder getrockneter Thymian
Cayennepfeffer, Ingwerpulver

sieht von aussen gar nicht so aus, ist aber schön orange innen

Zwiebeln und Knoblauch abziehen und fein würfeln. Das Olivenöl in einem Topf erhitzen, Zwiebeln und Knoblauch darin andünsten. Dann die Kürbiswürfel dazugeben.
Die Würfel mit andünsten, mit Pfeffer und Salz würzen.

Wenn die Würfel noch fest sind, den Wein und die Gemüsebrühe angießen. Weiter köcheln lassen, bis der Kürbis angenehm bissfest ist. Dann Thymian, eine ordentliche Prise Muskatnuss und die Crème fraîche dazugeben, mischen und aufkochen lassen. Mit einem Kartoffelstampfer die Kürbiswürfel grob zerdrücken, aufkochen lassen und zum Schluss den Parmesankäse einrühren, um die Sauce zu binden. Mit Cayennepfeffer und Ingwerpulver abschmecken. Den Herd auf kleinste Hitze zurückschalten

Die Pasta kochen, abseihen, wieder in den Topf geben, die Sauce darüber gießen und unterheben. Man kann die Pasta auch schon vorher al dente kochen, abseihen und kurz vor dem Servieren in einer Pfanne mit wenig Butter kurz anbraten, dann die Sauce darüber gießen.

Dazu gibt es ein Glas Riesling.

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Paprika-Quiche

Paprika ist gesund – Die Schoten enthalten viele gesunde Inhaltsstoffe:

Vitamine in Paprika

Paprika besitzt einen Vitamin C Gehalt von etwa dreimal so viel wie Zitronen. Vitamin C ist wichtig für das Immunsystem des Körpers.
Paprika ist ebenfalls reich an Vitamin A, welches die Sehkraft stärkt, die Schleimhäute gesund hält und die Blutbildung fördert.
Paprika besitzt außerdem Vitamin E, wichtig für die Außenhaut der Zellen und Folsäure, welche die Zellenerneuerung fördert und Arteriosklerose vorbeugt.

Weitere gesunde Inhaltsstoffe der Paprika

Sekundäre Pflanzenstoffe, die zur Neutralisierung der freien Radikalen beitragen und damit den Körper vor Krebs und vorzeitiger Alterung schützen.
Die Pflanzenfarbstoffe Flavonoid und Carotinoid neutralisieren krebserregende Substanzen wie Nitrit und Nitrosamin.

Und da jetzt die pikanten Kuchen, Quiches und Tartes bei herbstlichem Wetter wieder Saison haben, gibt es heute eine Paprika Quiche auf einem knusprigem Teig mit Fromage blanc (20%) oder Magerquark (20%), d. h. ein Quark-Blätterteig. Ich koche und backe lieber mit Fromage blanc, als mit Quark. Der französische Fromage blanc ist aufgeschlagen und dadurch lockerer und cremiger, als der deutsche Magerquark.
Paprika-Quiche
Für den Quiche-/Kuchenteig (dieser kann auch für Apéro Gebäck oder als Boden für süsse Beläge verwendet werden):
150 g helles Dinkelmehl (Type 630)
1 Teelöffel Salz
150 g Fromage blanc 20 % (oder Magerquark)
4 Paprikaschoten (2 rote, 1 gelbe, 1 grüne)
3 Eier
100 g geriebener Scamorza-Käse
1 Becher Sahne (200 g)
Salz, Pfeffer, nach Belieben etwas Knoblauch
Semmelbrösel
Der Teig für den Boden:
Das Mehl in eine Schüssel sieben.
Salz dazugeben und untermischen.
In das Mehl eine Vertiefung machen, und Fromage blanc hineingeben. Die Butter in kleinen Würfeln ringsum auf den Rand geben.
Mit einem Suppenlöffel zu einem Teig verarbeiten, bis er zart und geschmeidig ist. Ca. 3 Stunden kühl stellen.
Der Belag:
Paprika waschen, entkernen und in feine Streifen schneiden.
Den Teig auf etwas großer als die Größe der Form ausrollen. Die Form mit Butter ausstreichen. Den Teig in die Form legen und einen ca. 2 cm hohen Rand formen.
Den Teig mit Semmelbrösel bestreuen, dann die Paprikastreifen darauf verteilen.
Mit dem geriebenen Scamorza-Käse bestreuen.
Die Eier mit einer Gabel verquirlen, die Sahne unterrühren, mit Salz und Pfeffer und nach Belieben etwas Knoblauchgranulat oder frischem Knoblauch würzen.
Denn Eierguss auf dem Kuchen verteilen.
Im vorgeheizten Backofen bei 200 °C 40 – 45 Minuten backen, bis die Quiche braun ist.
Etwas abkühlen lassen, aus der Form lösen und warm servieren.

Dazu passt ein Glas Gutedel.
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GRILL-ON-FIRE: Der Metzger auf Grill-Kurs und das perfekte Steak – Teil 6


Mensch, so einen will ich haben!

Ein Freiluft-Party-Wok von Wok-a-holic!

Stefano Esposito hatte auch noch einen Wok mitgebracht, in dem das Gemüse zubereitet wurde, das es dann als Beilage zum Flank-Steak gab. Das Gemüse stammte von der Demeter Gärtnerei  Piluweri aus Hügelheim. Eine bunte Gemüsemischung in wenig Rapsöl gewokt, mit Bouillon abgelöscht, dann mit 7-Gewürzepulver gewürzt und mit wenig Salz und etwas Sojasauce abgeschmeckt.

Wir hatten: Broccoli, Paprika, Champignons, Pilze, grüne Bohnen, Mangold oder Pak Choi, Weisskraut, Zwiebeln….

Und was mich ungemein beruhigt – auch bei Stefano fällt mal ein bisschen was nebendran. 😀
Wie daheim.

Einfach lecker!

Und auch der Metzger durfte Hand an das Gemüse legen!

Und mit etwas Übung bringt er es vielleicht auch noch zum Wok-Meister!

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Samstagseintopf – Minestrone col Pesto

Aaaah – Bella Italia. Das Rezept stammt aus Italien, genauer gesagt aus Ligurien. Bei dem derzeitigen Aprilwetter (im Juli!) mag man eine wärmende Mahlzeit gerne haben.
Die Suppe (Minestra) bzw. der Gemüseeintopf  ist sehr bunt und lecker, vermutlich auch sehr gesund. Der Clou: bunte Ruote-Pasta (Teigwaren) und selbst gemachtes

Pesto:


In den Supermärkten findet man ja nur das Pesto, in dem alle möglichen Zutaten sind, nur nicht das was eigentlich reingehört:

Basilikum, Knoblauch, Salz, Parmesan-Käse (oder Pecorino) geröstete Pinienkerne und Olivenöl!!!

Selbst das relativ teure Pesto von Barilla enthält Cashew Nüsse … da stelle ich das Glas gleich wieder ins Regal und mache mein eigenes Pesto, und das geht eigentlich ganz einfach.

Aber zuerst zur Minestrone col Pesto( Gemüsesuppe mit Pesto)

Für 4-6 Personen

300 g frische Borlotti Bohnen (oder 200 g getrocknete) – ich hatte nur kleine, getrocknete weiße Bohnen
4 kleine Kartoffeln (vorwiegend festkochende Sorte
2 Möhren/Karotten
2 Stangen Staudensellerie, wenn möglich mit Grün
2 kleine Zucchini
1 Zwiebel
4 Esslöffel Olivenöl
2 Tomaten
eine Handvoll Borretschblätter (falls vorhanden auch Blüten für die Dekoration)
150 g bunte Ruote Pasta (z. B. von Krini)
nach Belieben etwas geriebener Parmesan zum Bestreuen
zwei Esslöffel Pesto
Salz, Pfeffer aus der Mühle

1)
Frische Bohnen aushülern, getrocknete über Nacht in Wasser einweichten.
Kartoffeln, Möhren, Lauch Sellerie, Zucchini und 1 Zwiebel waschen und schälen oder putzen, in Scheiben schneiden.

2)
In einem großen Topf 2 Liter Wasser zum Kochen bringen, salzen. Bohnen und vorbereitetes Gemüse hineingeben (getrocknete Bohnen zuerst 15 Minuten alleine garen , dann übriges Gemüse in den Topf geben).


4 Esslöffel Olivenöl einrühren und den Topf zudecken. 30 Minuten bei kleinster Hitze zu einer dicken Suppe köcheln.

3)
2 Tomaten kreuzweise einschneiden, kurz mit kochendem Wasser überbrühen, enthäuten, entkernen und das Fruchtfleisch grob zerteilen.
Borretschblätter waschen und fein hacken. Beides nach 30 Minuten zum Gemüse geben,weitere 15 Minuten garen. Kurz vor Garzeitende die Ruote hineingeben und bißfest garen.

4)
Die Suppe in Schälchen geben, Pesto großzügig darüber träufeln. Bei Tisch nach Belieben mit etwas frischem Olivenöl beträufeln, pfeffern und mit geriebenem Parmesankäse bestreuen. Mit Borretschblüten garnieren.

(Oder: Zwei Esslöffel Pesto in die Suppe rühren und in einer großen Suppenschüssel servieren).

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Bärlauch-Hirseküchlein mit Peperoni Sour Cream

Bei uns blüht der Bärlauch schon seit Tagen. Aus dem Wald kommt, besonders wenn die Sonne scheint, ein kräftiger Knoblauchgeruch.
An manchen Orten blüht er so üppig, dass es aussieht wie ein Meer aus weißen Blüten.

Bei der Migros habe ich im Kühlregal beim Salat noch welchen gefunden – und ein tolles Bärlauch Rezept mit dazu, aus der „Saisonküche“.
Und wieder mal konnte ich einen Teil meiner schon längst fälligen Vorräte gebrauchen.
Hirse ist sehr gesund, reich an Mineralstoffen Magnesium, Eisen, Kupfer Mangan und Silizium und daher auch besonders gut für Haut, Haare und Nägel.
Sie soll die Nieren stärken und die Entgiftung fördern.
Also, auf zur Frühjahrskur…
Ich habe das Rezept noch um eine Peperoni Sour Cream ergänzt.

Bärlauch-Hirse Küchlein mit Peperoni Sour Cream

Zutaten für 4 Portionen:

1 Zwiebel
1 Esslöffel Butter
200 g Hirse
400 ml Gemüse- oder Fleischbrühe
100 g Bärlauch
50 ml Olivenöl
2 Eier
4 Esslöffel Mehl
Salz, Pfeffer, etwas geriebene Zitronenschale, Öl zum Braten

1. Zwiebel hacken. In butter glasig dünsten. Hirse dazugeben und kurz mitdünsten. Mit Brühe ablöschen und 10 Minuten köcheln lassen.
Pfanne vom Herd nehmen. Hirse abkühlen lassen.

2. Die Hälfte des Bärlauchs grob hacken. Zusammen mit dem Olivenöl mit Hilfe des Mixstabs pürieren.
Den restlichen Bärlauch in feine Streifen schneiden. Alles mit Eiern und Mehl unterd ie Hirse mischen. Mit Salz, Pfeffer und Zitronenschale kräftig würzen.

3. Wenig Öl in einer beschichteten Bratpfanne erhitzen. Je 1-2 Esslöffel Hirsemasse in die Pfanne geben und zu Küchlein formen.
Ca. 3 Minuten braten, wenden und die Küchlein etwas flach drücken. Goldbraun fertig braten. Herausnehmen und warm servieren.

Ich habe die Küchlein im Backofen warmgehalten – dazu gab’s einen Salat mit Olivenöl-Balsamico Dressing und eine Sour Cream:

Dafür habe ich
1 Becher Crème Fraîche mit 2 Frühligszwiebeln (in feine Ringe geschnitten), roten Paprikawürfeln gemischt und mit Salz und Cayennepfeffer gewürzt.

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Erdbeer-Himbeer-Blutorange Smoothie

Es gibt schon wieder Badische Erdbeeren und in meiner Obstschale lagen noch ein paar Blutorangen. Ich gebe zu, die Orangenschale war schon recht dünn, aber der Saft, den ich daraus gepresst habe, war noch wunderbar. Im Tiefkühlschrank waren noch Himbeeren (Ernte Juni 2011) und Sprudelwasser ist sowieso immer im Haus.

Für 2 Portionen braucht man:

250 ml Blutorangensaft
100 g Erdbeeren
100 g Himbeeren (TK oder frische)
50 ml Sprudelwasser
kurze Strohhalme zum Servieren
Minzeblättchen für die Deko

Blutorangensaft, Erdbeeren, Himbeeren, und Wasser in den Mixer geben und glatt pürieren.
Wer keine Kerne im Smoothie haben möchte, gießt das Ganze durch ein feines Sieb.

In Gläser füllen, mit Minze und einer Erdbeere garnieren und sofort servieren.

Wunderbar erfrischend – das war heute auch nötig, bei Temperaturen um die 30 °C!