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Schmandkuchen mit Mandarinen

Mandarinen-Schmand-Kuchen 1


Was für ein gigantisches Wetter mitten im November!
Gestern fast 24 °C und das schon vor 12 Uhr morgens. Und heute war das Wetter nochmal genau so schön.


Wetter November 07


Am 29.10. war mein Geburtstag und heute wurde nachgefeiert. Mit Besuch zum Kaffee und natürlich auf der Terrasse.
Das gab es schon seit 10 Jahren nicht mehr! Als Herbstkind musste ich meistens meine Geburtstage drinnen feiern!



Es gab zweierlei Kuchen:

Einen Lemon Sponge Cake nach Cynthia Barcomi – glutenfrei, für einen Gast mit Zöliakie  – den kennt ihr schon. Dieser wurde mit Haribo „Little Cupcakes” dekoriert
Außerdem gab es noch einen Schmandkuchen mit Mandarinen.
Den gab es hier auf dem Blog auch schomal, aber mit Sauerkirschen, statt mit Mandarinen. Beide sehr lecker.



Schmandkuchen, oder eher Schmandtorte gehört zu meinen absoluten Lieblingskuchen.
Und hier ist das Rezept:


Mandarinen-Schmand-Kuchen 3


Mandarinen-Schmand-Kuchen


Das Rezept für eine Springform mit 26 cm Durchmesser:

Zutaten
Für den Mürbeteig
• 200 g Mehl
• 100 g Butter
• 1 Ei
• 30 g Zucker
• 1 Prise Salz

Für den Mürbeteig das Mehl mit Salz mischen und auf die Arbeitsfläche häufen. In die Mitte eine Mulde drücken. Den Zucker rundum verteilen, und die kalte Butter in Stückchen auf den Rand geben. Das Ei in die Mitte geben und zuerst mit dem Messer die Butter einhacken, dann kneten, bis eine Teigkugel entsteht.
Den Teig ca. 30 Minuten kalt stellen.

Für den Belag
• 2 Päckchen Vanillepuddingpulver (z. B. Dr. Oetker Bourbon Vanillepudding)
• 150 g Zucker
• ½ Liter Milch
• 3 Becher Schmand à 200 g = 600 g
• 2 Dosen Mandarinorangen, abgetropft (à 175 g Abtropfgewicht)
• ¼ Liter des Mandarinensafts
• 1 Beutel Tortenguss und Zucker nach Packungsanleitung

Aus 2 Päckchen Vanillepuddingpulver, 150 g Zucker und ½ Liter Milch einen Pudding nach Packungsangabe zubereiten.
Den Pudding abkühlen lassen, zwischendurch umrühren, damit sich keine Haut bildet. Pudding mit dem Schmand cremig rühren.

Den Boden einer Springform mit 26 cm Durchmesser mit Backpapier auslegen. Den Teig etwas größer als die Form auswallen, in die Form legen und einen Rand von ca. 2 cm Höhe formen.
Dann die Pudding-Schmand-Füllung auf den Teigboden geben, glattstreichen. Darauf die abgetropften Mandarinen verteilen.
Backofen auf 180 °C vorheizen und 1 Stunde und 15 Minuten auf der mittleren Schiene backen.
Den Kuchen herausnehmen und in der Form abkühlen lassen.
Mit dem Mandarinensaft aus 1 Päckchen Tortenguss und Zucker nach Packungsanleitung eine Guss zubereiten und auf dem Kuchen verteilen.
Wenn der Guss fest ist, kann der Kuchen angeschnitten werden.



Sour cream an custard cake with mandarines

Recipe for a springform pan with 26 cm in diameter

Ingredients
For the shortcrust pastry
200 g flour
100 g butter
1 egg
30 g sugar
1 pinch of salt

For the shortcrust pastry mix flour with salt and pile up on the working surface. Press a trough in the middle. Spread the sugar and the cold butter in small pieces onto the edge. Place the egg in the middle and first hack the butter with a knife the butter, then knead until you receive a dough ball.
Let the dough rest in the refrigerator for about 30 minutes.

For the filling
2 sachets vanilla custard powder (e.g. Dr. Oetker Bourbon custard)
150 g sugar
½ litre of milk
3 cups sour cream 200 g each = 600 g
2 cans mandarin oranges, drained (each 175 g drained weight)
¼ litre of mandarin juice
1 sachet of flan glaze and sugar according to package instructions

Prepare a custard of 2 sachets of  vanilla custard powder, 150 grams of sugar and ½ litre of milk according to package instructions.
Let the custard cool, while stirring from time to time so that no skin is forming. Stir sour cream and  custard until creamy.

Line the bottom of a springform pan with 26 cm in diameter with baking paper. Roll out the dough slightly larger than the springform, line the springform with it while forming a rim of about 2 cm in height.
Pour the sour cream and custard filling onto the pastry, smooth. Then spread the drained mandarins.
Preheat the oven to 180 ° C (356 °F) and bake on the middle rack for 1 hour and 15 minutes.
Take out of the oven and let the cake cool down in the springform.
Prepare a glaze from tangerine juice, sugar and flan glaze following the package instruction. Spread over the cake.
If the glaze is solid, the cake can be cut into pieces.

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Blaubeer-Sahne Törtchen mit Skrädmjöl aus Schweden

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Der Markgräfler hat selbstverständlich auch einen Geburtstagskuchen bekommen – eine kleine Blaubeer-Sahne Torte. Der Wunsch war eigentlich Erdbeersahne – aber mangels heimischer Erdbeeren konnte ich den nicht so ganz erfüllen.
Wie jedes Jahr gibt es ab Januar/Februar zwar schon Erdbeeren in den Supermärkten und ich muss zugeben, dass ich die früher auch gekauft habe, weil ich so Lust darauf hatte. Inzwischen bin ich einsichtiger geworden – Erdbeeren nur, wenn gerade Saison ist.

Die Heidelbeeren haben zwar auch nicht wirklich Saison, ich hatte aber Wildheidelbeeren im Glas, die frischen Zuchtheidelbeeren mussten für die Deko her – geschmacklich eigentlich ganz gut.
Folglich wurde aus der gewünschten Erdbeer-Sahne eine Heidelbeer-Sahne Torte im Kleinformat (20 cm Durchmesser).

Leider ist mir dann noch beim Durchschneiden des gebackenen Bodens (nach diesem Rezept: Käsesahne auf Schwedisch) noch ein kleines Malheur passiert – der war nämlich so locker, dass der obere Teil weggebröselt ist und ich dachte ernsthaft schon daran, damit die ersten Cake Pops meines Lebens zu machen und für die Torte neu zu backen. Da ein Teil noch heil war, habe ich dann die zweite Hälfte einfach über die Sahne-Masse gestreut und leicht festgedrückt. Hat funktioniert, wie man sieht:

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Selbstverständlich kann man auch einen normalen Biskuit-Boden backen und mit der Creme füllen. Ich habe die zweite Hälfte der Dr. Oetker Tortencreme Käse-Sahne aufgebraucht (siehe Rezept Käsesahne auf Schwedisch) und die abgetropften Heidelbeeren plus 2-3 Esslöffel von dem Heidelbeersaft aus dem Glas untergemischt.
Die gesäuberte Springform habe ich mit Alufolie ausgelegt, dann den Boden darauf gelegt, die Creme eingefüllt und den Rest des Kuchens darüber gebröselt, mit Frischhaltefolie abgedeckt, ganz leicht festgedrückt und im Kühschrank etwa 3 Stunden fest werden lassen. Absolut köstlich.

Also eine zweite Variante dieser Torte:

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Käsesahne auf Schwedisch

Fast die gleichen Zutaten, aber doch anders und ziemlich lecker!

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Kleiner Käsekuchen – ganz groß

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Der Markgräfler hat sich einen Käsekuchen (so wie der von Oma) zum Geburtstag gewünscht. Da ausgerechnet an diesem Wochenende gleichzeitig noch Fasnacht ist, wird nicht mit Gästen zu Hause gefeiert, sondern es geht am Nachmittag zum Fasnachtsumzug nach Neuenburg. Deshalb habe ich nur einen kleinen Käsekuchen in einer Backform mit 20 cm Ø gebacken – und mit Dekor-Konfetti (Dr. Oetker) verziert. Die Rosinen im Kuchen kann man auch weglassen, wenn man keine mag – ich habe Rosinen verwendet, diese aber vorher in Rum eingelegt – mmmh!

Das Rezept ist tatsächlich das von der Schwiegeroma, nur eben auf die Form umgerechnet und die Rosinen dazu. Ausserdem habe ich die Eigelb im Belag, die Oma normalerweise weglässt, mit reingetan, weil ich sonst nicht wusste, was ich damit anstellen soll.

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Omas Käsekuchen in klein – trotzdem ganz groß-artig!

Das Rezept:

Mürbeteigboden aus:

100 g Mehl (helles Dinkelmehl Type 630)
40 g kalte Butter oder Margarine
1 Eigelb
30 g Zucker
1 Prise Salz
2-3 TL kalte Milch oder Wasser nach Bedarf

Zutaten für die Füllung:
500 g Fromage Blanc (20%) oder Schichtkäse (10 % Fett)
eine handvoll Rosinen, in Rum eingelegt
1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker
abgeriebene Zitronenschale von 1/2 Zitrone (ersatzweise Zitronenaroma)
75 g Zucker
Pudding aus 1 Päckchen Vanillepuddingpulver mit etwas Zucker  und 1/4 Liter = 250 ml Milch zubereitet
3 Eiweiß, 2 Eigelb

Mürbeteig herstellen, auswallen. Den Boden einer Springform mit 20 cm Durchmesser auslegen, dann mit dem Mürbeteig auslegen (mit Rand).
Den Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen, ca. 12 Minuten vorbacken. Ca. 180 °C. (Unterste Schiene des Backofens).

Eiweiß mit einer Prise Salz zu Schnee schlagen und beiseite stellen.

Eigelb mit Zucker schaumig rühren, Vanillezucker und Zitronenschale unterrühren. Den heißen Pudding zur Eiermasse geben und unter den Fromage Blanc oder  Schichtkäse mischen. Zum Schluss das steif geschlagene Eiweiß und Rumrosinen vorsichtig unterheben.
Auf den Teigboden geben. Den Kuchen wieder in den Backofen schieben und ca. 50 Minuten 180 °C  backen, bis die Käsemasse fest ist. Den Kuchen auf die mittlere Schiene setzen, auf Oberhitze umschalten, nochmals etwa 5 Minuten backen, bis er oben bräunt.

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Aus dem Ofen nehmen, vollständig abkühlen lassen, aus der Form nehmen und mit Dekor-Konfetti bestreuen.

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Kaesekuchen4

Kaesekuchen6

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Altenländer Sauerkirschkuchen – ein schneller Kuchen mit Tassen-Quick-Teig

….und dann gab es als zweites Geburtstags-Leckerli noch einen Sauerkirschkuchen. Vor vielen, vielen Jahren war das Rezept mal auf einer Packung Speisestärke abgedruckt. Früher habe ich immer frische Sauerkirschen vom Baum, der im Garten meiner Eltern stand verwendet. Die waren eine Spur säuerlicher als die Schattenmorellen, die es im Glas zu kaufen gibt. In einem guten Jahr hatte meine Mutter immer Sauerkirschen für den Winter eingeweckt. Irgendwann wurde der Baum zu alt und hatte kaum mehr Früchte getragen…

Ich habe diesmal nicht die Speisestärke aus Mais (Mondamin oder Maizena) verwendet, sondern Kartoffelstärke (Kartoffelmehl) und Schattenmorellen aus dem Glas. Die fein geriebene Zitronenschale im Guss macht den Kuchen erfrischend. Der Kardamom im Teig erinnert mich an Schwedischen Hefeschnecken und es schmeckt nach einer Vorahnung von Weihnachten…  Im Büro kam der Kuchen sehr gut an – alles ratzeputz aufgegessen….   🙂

Und das beste daran ist: der Kuchen ist superschnell fertig und man braucht keine Waage, um die Zutaten abzuwiegen, da alles mit Tassen oder Esslöffeln abgemessen wird.

Altenländer Sauerkirschkuchen

Die Zutaten:
0,5 Tasse Kartoffelmehl (oder Mondamin/Maizena)
2 Tassen Dinkelmehl Type 630
0,5 Teelöffel Backpulver
1 Prise Kardamom
1 Eigelb
1 Tasse Zucker
125 g Butter

Für die Füllung:

500 g Sauerkirschen, frisch oder ein Glas Schattenmorellen, ohne Kerne

Für den Guss:
1 Eigelb
2 Esslöffel Zucker
3 gestrichene Esslöffel Speisestärke
1/2 Becher saure Sahne
1 gestrichener Teelöffel fein abgeriebene Zitronenschale
2 Eiweiß

Für den Teig Speisestärke, Mehl, Kardamom und Backpulver miteinander mischen. Eigelb und Zucker dazugeben, die Butter in Stücken daraufgeben und mit den Fingern zu einem krümeligen Teig verreiben. Die entstandenen Streusel in eine gefettete Form (26-28 cm Ø) drücken, einen Rand hochziehen.

Den Backofen auf 200 °C vorheizen.

Frische Sauerkirschen entsteinen, Schattenmorellen durch ein Sieb gut abtropfen lassen. Die Sauerkirschen auf dem Teigboden verteilen und 20-25 Minuten vorbacken.

Das Eiweiß steif schlagen. Dann das Eigelb mit dem Zucker schaumig rühren, Speisestärke, saure Sahne und Zitronenschale unterrühren, dann vorsichtig das steif geschlagene Eiweiß unterheben.

Den Guss auf den Kirschen verteilen und nochmals 15-20 Minuten backen, bis der Guss goldgelb ist. In der Form abkühlen lassen. Aus der Form lösen, aufschneiden und genießen!