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Apfel-Zimt-Muffins / Apple-Cinnamon Muffins

Auf dem Terrassentisch lagen noch ein paar Äpfel, und da heute mein Geburtstag ist, und ich meinen Kollegen etwas mitbringen wollte, habe ich gestern Apfel-Zimt Muffins gebacken. Das Rezept ist aus dem Apfelbüchlein der Landfrauen in Auggen. Ich habe aber etwas mehr Buttermilch verwendet und zusätzlich ein paar Apfelscheibchen auf den Muffins verteilt, mit braunem Zucker bestreut und die Hälfte des Zimts darübergestreut. Das gibt eine feine Zimtzucker-Apfel-Karamell Schicht.

Die Zutaten für 12 Stück:

12 Papierbackförmchen
125 Butter, geschmolzen
125 g Zucker
1 Prise Salz
250 g Mehl (Dinkelmehl Type 630), 1/2 Päckchen Backpulver
1 Teelöffel gemahlener Zimt
1 großer, säuerlicher Apfel (ca. 200 g)
2 Eier
100 ml Buttermilch

Für den Belag:

ein paar Apfelscheibchen
1-2 Esslöffel brauner Rohrohrzucker
ein Teelöffel Zimt

Die Papierförmchen in die Mulden des Muffinblechs legen. Den Backofen auf 200 °C vorheizen. Zucker und Eier mit einer Gabel verrühren, dann Buttermilch und die flüssige, abgekühlte Butter unterrühren.
Mehl, Backpulver, Salz und Zimtpulver gut miteinander vermischen.

Den Apfel schälen, das Kerngehäuse entfernen und in kleine Würfel schneiden. Die trockenen Zutaten vorsichtig unter die feuchten Zutaten heben, zum Schluss die Apfelwürfelchen unterheben.

Den Teig in den Muffinförmchen verteilen, mit Apfelscheibchen belegen, mit Zimt und braunem Zucker bestreuen. Im vorgeheizten Ofen ca. 30 Minuten backen.

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Schoko-Muffins mit Frischkäse-Füllung

Mmmh, lockere, saftige Schoko-Muffins mit einem zarten Schmelz und Vanille-Frischkäse als Füllung!

Aber es ist doch noch gar nicht Sonntag….
dennoch wurde gestern, mitten in der Woche gebacken, denn mein Chef hatte heute Geburtstag. Er hat natürlich einen Muffin mit Kerze bekommen.
Sozusagen wie YES-Torty (für diejenigen, die die Werbung mit dem Geburtstagskerzchen noch kennen) nur viel, viel besser!

Die Schoko-Frischkäse Muffins liebe ich – überhaupt geht Muffins Backen ganz schnell und unkompliziert, sofern man sich an die Regel hält, die flüssigen und trockenen Zutaten getrennt zu verrühren und dann die trockenen Zutaten nur kurz unterzuheben, bis alles befeuchtet ist.

Schoko-Frischkäse-Muffins

(ergibt 12 Stück)

Für die Füllung:
150 g Doppelrahm-Frischkäse
1 1/2 Esslöffel Zucker
1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker

Für den Teig:
200 g helles Dinkelmehl Type 630
2 Teelöffel Backpulver
1/2 Teelöffel Natron
4 Esslöffel Kakaopulver
1 Ei
100 ml neutrales Öl (z. B. Sojaöl, Sonnenblumenöl)
160 g brauner Zucker
300 g Buttermilch

Ausserdem:
12 lustige Papierbackförmchen
200 g Vollmilch oder Zartbitter-Kuvertüre
Schokostreusel oder Raspel

Den Backofen auf 180 °C vorheizen. Papierbackförmchen in die Vertiefungen des Muffinblechs setzen.

In einer kleinen Schüssel den Frischkäse mit Zucker und Vanillezucker schaumig schlagen.

In einer weiteren Schüssel das gesiebte Mehl, Backpulver, Natron und das Kakaopulver sorgfältig vermischen.

Das Ei in einer großen Schüssel aufschlagen und leicht verquirlen. Den braunen Zucker, das Öl und die Buttermilch hinzufügen und gut vermischen.

Dann die Mehlmischung vorsichtig unterheben.

Ein Viertel des Teiges in den Blechvertiefungen verteilen. Dann jeweils 1 Teelöffel Füllung daraufgeben und mit Teig auffüllen.

In der Mitte des Backofens bei 180 °C Ober-Unterhitze (oder 160 °C Umluft) 20-25 Minuten backen.

Aus dem Ofen holen, abkühlen lassen.

Die Kuvertüre im Wasserbad schmelzen und auf die Muffins streichen, mit Schokostreuseln oder Raspeln bestreuen.

Dann zur Arbeit tragen und sich über die vielen Mmmmmh’s, Ooooohs und Aaaaahs freuen!

🙂

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(Mexikanische) Apfeltorte

Das Rezept habe ich in einer Broschüre von Kölln gefunden „Aus Großmutters Backbuch“.
Wir waren gestern zu einer Geburtstagsfeier (natürlich mit EM-Spiel anschauen) eingeladen, was für mich wieder einmal Anlass war, einen Kuchen zu backen.
😉

Irgendwas in Schwarz-Rot-Gold ist mir leider nicht eingefallen, aber Apfelkuchen – das ist doch was Deutsches?!
Andere Gäste waren da kreativer, es gab einen selbstgemachten Schwarz-Rot-Gold-Pudding (Schoko-Erdbeer-Vanille) – mmmh!

Aber nun zur Apfeltorte, für die man die Äpfel vorher schält, entkernt, in Stücke schneidet und mit Zitronensaft weich dünstet.

„Mexikanische“ Apfeltorte

Zutaten für die Füllung:
700 g Äpfel
Saft einer Zitrone
40 g Butter
75 g gehackte Mandeln (Mandelstifte gehen auch)
50 g Zucker

Für den Teig:
225 g Butter
150 g Zucker
5 Eier (M)
200 g zarte Haferflocken („Blütenzarte Kölln Flocken“)
75 g helles Dinkelmehl (im Originalrezept: Weizenmehl Type 405)
2 gestrichene Teelöffel Backpulver
abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone
1 Prise Jodsalz
Fett für die Form
kernige Haferflocken zum Ausstreuen der Form

Für die Füllung die Äpfel schälen, und zerkleinern und mit dem Saft der Zitrone dünsten.

Butter, Mandeln und Zucker untermischen, vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

Aus den übrigen Zutaten einen Teig rühren, von dem 2/3 in eine gefettete, dick mit kernigen Haferflocken ausgestreute Springform (26 cm Ø) gegeben wird.
Die Füllung darauf verteilen und mit enem Teelöffel kleine Häufchen des übrigen Teiges darauf geben.

Bei 190 °C auf mittlerer Einschubleiste 60 Minuten backen.

Abkühlen lassen und nach Belieben mit Puderzucker übersieben.

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Schwedisch-italienische Reistorte zum Geburtstag (…und Halloween)

Morgen ist mein Geburtstag – und gewissermaßen auch
1. Blog-Geburtstag. Angefangen hatte ich ihn zwar schon im Februar 2010, aber noch sehr laienhaft. So richtig begonnen habe ich das eigentlich erst Ende Oktober/Anfang November mit meinem Post über Kann denn Butter Sünde sein und Horst Lichters Schoko-Bananen-Baileys Torte.
Für einen meiner Geburtstagsgäste muss die Torte glutenfrei sein. Dazu ist mir die schwedische Reistorte zum Geburtstag aus „Bei Astrid Lindren zu Tisch“, Sybil Gräfin Schönfeldt (Arche Verlag, 2007- zum 100. Geburtstag) eingefallen:

Geburtstag in Schweden
Es ist wie bei uns ein besonderer Tag voll Freude und Überraschungen.
Noch vor der Zeit „der Märchen und Sagen“ glaubte man an die Gefahr durch böse Geister und an die Macht der Freundschaft und Liebe, einen Menschen am Anfang eines neuen Lebensjahres zu schützen. Darum wünscht man schon am frühen Morgen Glück und Segen, um allem Unheil zuvorzukommen. Darum lud man Freunde ein, sodass die Dämonen nicht wussten, wer das Geburtstagskind war. Darum fassten sich alle an den Händen, um einen unzerstörbaren Kreis um das Geburtstagskind zu schließen.
Und dass Astrid Lindgrens Kuchen für die Enkel so viele Reiskörner und Eier enthielt, hängt nicht nur mit dem Wohlgeschmack zusammen.
Reiskörner bedeuten ebenso wie Eier Reichtum, Fruchtbarkeit und gutes Leben. Aber wichtiger ist: Ein Kuchen  von der Großmutter ist nichts als Liebe, und die ist wahrhaftig das schönste Geschenk.“

Aber nur so, mit Reis und Eiern ist sie mir etwas zu langweilig. Also habe ich ein zweites Buch zu Rate gezogen und ein toskanisches Rezept mit Äpfeln, Rosinen und Vin Santo gefunden. Da man ja nie so recht weiß, ob jeder Rosinen mag, habe ich entschieden, beide Rezepte zu kombinieren, und das kam dabei heraus:

Die Zutaten für eine Torte mit 26 cm Durchmesser:

Reisbrei

1 Liter Milch
75 g Zucker
25 g Butter
1 Vanilleschote
1 Prise Salz
150 g Rundkornreis (Milchreis)

Die Milch mit Zucker und Butter heiß werden lassen die Vanilleschote aufschlitzen, das Mark herauskratzen und mit der Schote und dem Salz zur Milch geben und leise kochen lassen. Den Reis in zwei Liter kochendes Wasser schütten, unter gelegentlichem Umrühren 5-10 Minuten leise kochen lassen. Vanilleschote aus der Milch nehmen. Den Reis auf ein Sieb gießen, gut abtropfen lassen und in die kochende Milch schütten. Wieder aufkochen lassen, unter ständigem Rühren 5 Minuten weiterkochen, dann entweder auf schwacher Hitze im zugedeckten Topf 30 Minuten quellen oder im verschlossenen Topf 30 Minuten im auf 200 °C vorgeheizten Ofen garen lassen.

Zur Weihnachtsgrütze wird der Reisbrei, indem man ihn in eine große Schüssel füllt und eine geschälte Mandel unterrührt.
Wer diese Mandel erwischt, hat Glück und ist der König.

Reistorte zum Geburtstag

Reisbrei (siehe oben)
5 Eigelb
100 g Zucker
5 Eiweiß
1 Zitrone, unbehandelt
Butter (und Brösel) für die Form – da meine Torte glutenfrei sein soll, habe ich auf die Brösel verzichtet, dafür den Boden der Form mit Backpapier ausgelegt und den Rand gut mit Butter eingefettet

Für die italienische Variante:
Nach Belieben 60 g Rosinen in 240 ml Vin Santo oder anderer, weißer Dessertwein: z. B. ein Gewürztraminer, Muskatwein…
6 Stunden lang einlegen und unter den Reis mischen
Den Reisbrei mit einer Messerspitze frisch geriebenen Muskatnuss und einem Teelöffel Zimt würzen.

Den Reisbrei in eine Schüssel schütten, Eigelb und Zucker weißcremig rühren, die Eiweiße mit einer Prise Zucker, etwas Zitronensaft und der abgeriebenen Schale der Zitrone zu einem steifen Schnee schlagen. Beides mit dem Reisbrei vermengen und diesen in eine gut ausgebutterte (und ausgebröselte) Springform füllen, in den auf 180 – 200 °C vorgeheizten Ofen schieben und 50 – 60 Minuten backen.
2 Äpfel schälen, mit einem Apfelteiler teilen und die Teile in feine Scheiben schneiden. Nach 10 – 15 Minuten im Ofen die Torte damit kreisförmig belegen, 1 – 2 Esslöffel Zucker darüber streuen und fertig backen.
Nach dem Backen erst vollständig auskühlen lassen, dann den Kuchen vorsichtig vom Rand und aus der Form lösen.

Der italienische Reiskuchen mit Äpfeln „Pasticcio di Riso e Mele“ wird zur Weihnachtszeit serviert.