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Eine Genuss-Wanderreise im Herbst mit AVANTI: BURGUND (4) – Eine Wanderung im Cure Tal und das Schloss von Vauban

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Nach unserer Besichtigung in Vézelay und einem weiteren, köstlichen Picknick fuhr uns Hans-Peter zum Ausgangspunkt unserer heutigen Wanderung im Cure-Tal.
Am Ortsrand von Pierre-Perthuis setzte er uns ab und über einen schmalen Einstiegsweg gelangten wir zu diesem idyllischen Ort bei den zwei Brücken.
Hier wäre das Picknick zwar auch sehr schön gewesen, aber die Verlockung, danach einfach sitzen zu bleiben und sich nicht mehr zur Wanderung aufzuraffen, wäre sehr sehr groß gewesen… 😉
Leider habe ich meine Streckenaufzeichnung erst hier gestartet und hatte im Wald keine GPS-Verbindung.
Ziel war der kleine Ort Domecy sur Cure und Google Maps macht es möglich, dass ich euch den Weg trotzdem auf der Karte zeigen kann.




Zuerst ging es entgegen der Flußrichtung entlang der Cure, dann eine Steigung durch den Wald, bis es schließlich wieder bergab ging und wir in (Domecy sur) Cure von Hans-Peter am Bus mit Kaffee und Gebäck empfangen wurden. Hier sind ein paar Impressionen unserer zweiten Wanderung im Burgund.



Scheint eine Moor- und Heidelandschaft zu sein. Hier wächst Ginster und Erika, die Cure hat moorbraunes basisches Wasser, das an manchen Stellen natürlicherweise schäumt.
Ich habe leider nicht getestet, wie weich sich das Wasser auf der Haut anfühlt.


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Blrombeersträucher gibt es hier massenhaft

Vor Beginn der Wanderung bekamen wir noch die Aufgabe gestellt,von einer Anhöhe aus ein besonders schönes Bild vom AVANTI-Bus zu machen.
Und zwar von diesem Felsvorsprung, von dem man auf die Cure blicken kann.
Auf diesem Felsen wachsen wunderschöne blaue Blümchen, die ich nicht bestimmen konnte. Es muss sich jedoch um ein Liliengewächs mit Zwiebel handeln.
Sie blühen wunderschön. Vielleicht kennt jemand von euch die Pflanze?
Außerdem wachsen vereinzelt Karthäusernelken.


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Blick auf die Cure und den Ort Domecy sur Cure


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Mal sehen, wer das schönste Bild hinbekommt – und diesmal bitteschön anders als im Reisekatalog mit Bild von 2015 – mit gesschlossener Tür und Gepäckklappe!


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Nach der Kaffeepause ging es mit dem Bus weiter zu unserem nächsten Ziel des Tages, nach Bazoches, wo das Schloss von Vauban steht.
Fortsetzung folgt…


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Bazoches – Der Wohnsitz von Vauban
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Jahrmarkt-Weggen aus dem Markgräflerland

Jahrmarkt 2


Jedes Jahr, am ersten Donnerstag und Freitag des Monats November findet in meiner Heimatstadt Müllheim im Markgräflerland der traditionelle Jahrmarkt statt.
Die Leute kommen von nah und fern. Der Müllheimer Jahrmarkt bietet aber nicht nur die Gelegenheit, sich mit Gewürzen für die Weihnachtsbäckerei und anderen nützlichen Dingen einzudecken, sondern er ist vor allem ein Treffpunkt für Jung und Alt.


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Neben einem kleinen Vergnügungspark mit Autoscootern („Boxautos”), Karussell und Schießbude gibt es natürlich allerlei Leckereien.

So bleiben während der Jahrmark-Tage die Küchen der Müllheimer und anderer Markgräfler aus dem Umland meist kalt.
Es gibt feine Bratwürste, Pommes, einen Raclette-Stand, Striebele, Glühwein, heiße Schokolade (auf Wunsch mit „Schuss”) von Konditormeister Krauss in der Hebelstraße, gebrannte Mandeln, Magenbrot, Liebesäpfel, heiße Maroni….

Die Gasthäuser rund um den Marktplatz bieten natürlich auch typische Herbstgerichte an, wie zum Beispiel „Metzgete” / Schlachtplatte…


Jahrmarkt 3


Rezepte rund um die Metzgete:

Metzgete/Schlachtplatte

Weiße Rüben mit Speck


Weitere herbstliche Rezepte aus dem Markgräflerland:

Schäufele mit Kartoffelsalat

Feldsalat mit Speck und Kracherle

Ochsenbrust oder Suppenfleisch mit Meerrettichsauce


Als ich vor zwei Wochen an einer Stadtführung „Bäckertour” teilgenommen habe, in der es um die Bäckerzunft in Müllheim ging, erzählte uns Zunft- und Bäckermeister Martin Magnus von den Jahrmarkt-Weggen, die es schon seit langer Zeit immer zum Jahrmarkt gibt.
Über die Bäckertour in Müllheim werde ich demnächst in einem separaten Beitrag ausführlich berichten.

Jedenfalls wusste ich bis dahin nichts von den Jahrmarkt-Weggen und ich hatte sie bisher auch noch nicht auf dem Müllheimer Jahrmarkt gesichtet.
Heute, beim Metzger unseres Vertrauens in Müllheim-Hügelheim habe ich dieses traditionsreiche Gebäck entdeckt.
Er erzählte mir, dass die Jahrmarktweggen in unserer Gegend wirklich eine lange Tradition haben. So bäckt man sie auch zum jährlichen Augge Märt (im benachbarten Weinort Auggen).
Und so gab es zum Mittagessen eben diese Jahrmarkt-Weggen.
Das Wort Weggen kommt vom Brot oder Brötchen, die im Alemannischen Weggli, Weckli oder Wegg/Weck genannt werden.

Sie bestehen aus Blätterteig und sind mit aromatisch gewürzter Bratwurst-Masse/Brät gefüllt.


Jahrmarkt 5


Bäckermeister Magnus sprach von einer gewürzten Hackfleischmasse und meinte, die Jahrmarkt-Weggen seien vermutlich  die aus der Schweiz bekannten Wurstweggen, die aber keinesfalls mit Wurst, sondern ebenfalls mit einer Fleischmasse gefüllt sind.
Um die Füllung wurde immer ein großes Geheimnis gemacht, denn jeder Bäcker oder Metzger hatte sein eigenes Hausrezept.

Ich habe daraufhin in mehreren alten Kochbüchern recherchiert und habe tatsächlich ein Rezept gefunden, das diesen Angaben entsprechen könnte.
Eigentlich ein typisches Rezept zur Resteverwertung, denn es können Braten- Wurst oder Fleischreste dafür verwendet werden.
Oder man nimmt Hackfleisch.


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Jahrmarkt-Weggen oder Wurstwecken


Zutaten
Für 6 Personen
(10-12 Stück)

• 400 g ausgerollter Blätterteig

Für die Füllung:

• 250 g Hackfleisch, Bratenreste, Wurst, Schinken oder Speck
• ½ Bund Petersilie
• Salz
• Pfeffer
• 1 Prise Nelkenpulver
• ½ Handvoll getrockente Rosinen oder Weinbeeren
• 1-2 Esslöffel Rahm
• 1-2 Esslöffel Bratensaft- oder sauce
• 1 Esslöffel Essig
• 1 Prise Zucker

• verquirltes Ei zum Bestreichen

Zubereitung

Den ausgerollten Blätterteig in 12-15 cm lange und breite Vierecke schneiden. Die Teigränder leicht mit Wasser befeuchten.

Für die Füllung Fleischreste und Petersilie fein hacken.
Mit Salz, Pfeffer, Nelkenpulver, Rosinen, Rahm, Bratensaft- oder Sauce und Essig verrühren. Mit einer Prise Zucker abschmecken.
Die Fleischmasse soll saftig, aber nicht flüssig sein.
Aus der Fleischmasse längliche, fingerdicke Würstchen formen und auf die Vierecke legen. Den Teig darüberklappen und die Teigränder festdrücken.
Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Mit etwas verquirltem Ei bepinseln.
Den Backofen auf 200 – 220 °C vorheizen und 15-20 Minuten backen, bis der Teig aufgegangen und goldgelb ist.
Warm oder kalt servieren.
Dazu passt Salat.


Jahrmarkt 6


These puff-pastry rolls can be filled with leftover roast meat, ham or sausage mass.
The recipe comes from Switzerland. In my area they are sold on fairs and markets.

Swiss Sausage Rolls

Ingredients
For 6 people
(10-12 pieces)

400 g rolled out puff pastry

For the filling:

250 g ground beef, roast leftovers, sausage, ham or bacon
½ bunch parsley
Salt
Pepper
1 pinch ground cloves
½ handful sundried raisins or grapes
1-2 tablespoons cream
1-2 tablespoons gravy or sauce
1 tablespoon vinegar
1 pinch of sugar

beaten egg for brushing

Preparation

Cut the rolled out pastry into 12-15 cm long and wide squares. Brush the edges with a bit of water.

For the stuffing, finely chop parsley and meat leftovers.
Season with salt, pepper, cloves and add raisins, cream, gravy or sauce and vinegar and add a pinch of sugar to taste.
Mix well.  The meat mixture should be juicy but not too liquid / runny.
Form the meat mixture into oblong, finger-thick sausages and place them on the pastry squares. Fold the pastry over it and firmly press the edges together.
Put on a baking sheet lined with baking paper. Slighly brush with beaten egg.
Preheat the oven to 200-220 ° C (392 – 428 °F) and bake for 15-20 minutes until the pastry is golden brown.
Serve warm or cold.

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Africani – Feines Gebäck aus der Toskana (glutenfrei)

Africani 1

Vor ein paar Jahren war die Markgräflerin über Ostern in der Toskana unterwegs und hatte sich ein kleines Büchlein mit süßen Rezepten aus der Toskana als Souvenir mit nach Hause gebracht.
Gebacken wurde daraus noch nicht viel und jetzt fiel es mir wieder ein…

Africani heißen diese, an Pralinen erinnernden, zart-luftigen Gebäckteilchen, die am besten in Begleitung von einem Likörchen (Eierlikör), Vin Santo oder Limoncello schmecken.

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Africani

200 g Zucker
6 Eigelb
40 g Butter
Mandelöl

Die Eigelb mit dem Zucker schlagen und am Schluss die Butter zufügen; der Teig muss glatt und dickflüssig werden. Kleine Papiertütchen (wie für Pralinen) mit Mandelöl einpinseln und die Masse hineingeben, dann bei mittlerer Hitze (150 °C  – 180 °C) backen, bis sie richtig schön braun sind. Das dauert etwa 15 Minuten.

***

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A few years ago, I spent Easter in Tuscany and had brought a little book with sweet recipes from Tuscany as a souvenir back home.
This Easter I realised that I haven’t tried almost any recipe of this booklet so now I’m finally coming back on it …

Africani are delicate, airy pastries, that taste best when accompanied by an eggnog, Vin Santo or limoncello.

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Africani

200 g sugar
6 egg yolks
40 g butter
almond oil

Beat the egg yolks with the sugar and finally add the butter. The dough should be smooth and thick. Brush small paper cases (as for chocolates) with almond oil and pour in the batter, then bake at medium heat (302 °F- 356 °F) until they are browned. This takes about 15 minutes.

 

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Apérol Sprizz – Berliner… oder lieber mit Schokosahne?

Apérol Sprizz Berliner 1

Ausgefallene Ideen für Berliner hat der Konditor des Café am Markt in Müllheim.

Apérol Sprizz Berliner 2

Die Markgräflerin hatte heute Glück und konnte den letzten Apérol Spritz Berliner nach Hause tragen. Eine unerwartet große Bestellung hat im Café für einen Engass gesorgt….Gefült sind die Berliner mit einer Apérol Creme und Sahne, dekoriert mit einer mit Apérol gefüllen Spritze zum individuellen „Abschmecken”  😉

Schoko Berliner
Von den berlinern, die mit Schokocreme gefüllt sind, war auch nur noch einer da….

Schoko Berliner2
… oder hat etwa jemand Lust auf Apérol Muffins / Cupcakes

Aperol Muffins12…aus der Backstube der Markgräflerin!

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Mousse aux spéculoos – Spekulatius Mousse aus dem iSi Gourmet Whip

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Passend zum Kaninchen in Bier, bei denen Spekulatius in der Sauce verarbeitet ist, gibt es jetzt auch noch ein passendes Dessert. Ein Rahmbläser (z. B. iSi Whip / Kisag) muss nicht unbedingt vorhanden sein, wer einen hat, sollte diesen auf jeden Fall benutzen, er erspart nämlich den Dressierbeutel und ist so eine ganz praktische und saubere Sache.
Und wer von Weihnachten noch Spekulatius übrig hat, sollte sie unbedingt für diese wundervolle, schnell zubereitete Mousse aufbrauchen.
Gefunden habe ich dieses geniale Rezept in einen Rezeptbüchlein, das ich vergangenes Jahr aus unserem Urlaub in Brügge mitgebracht hatte.

Spekulatius (in Südbayern auch Spekulatis) ist ein aus Belgien und den Niederlanden, aber auch dem Rheinland und Westfalen stammendes Gebäck aus Mürbeteig. Niederländisch wird es als Speculaas, französisch als spéculoos bezeichnet.
In Belgien gibt es Spekulatius nicht nur zur Weihnachtszeit, sondern das ganze Jahr über und übrigens auch in Indonesien, einer ehemals niederländischen Kolonie.

Der häufigste Spekulatius ist der Gewürzspekulatius, der durch die Gewürze Kardamom, Gewürznelke und Zimt seinen typischen Geschmack erhält. Neben ihm gibt es noch den Mandelspekulatius, der etwas dezenter gewürzt ist und neben einer größeren Menge Mandelmehl auch an der Unterseite vor dem Backen mit Mandelsplittern beschichtet wird. Ebenfalls beliebt ist der Butterspekulatius, der einen erheblichen Anteil Butter enthält. Niederländische und belgische Spekulatius haben ein charakteristisches Karamellaroma, das durch die Zugabe von Zucker mit hohem Melasse-Anteil erreicht wird.

In Belgien hat dieses Gebäck mit aromatischen Gewürzen eine sehr alte Tradition und taucht in vielen Rezepten auf:

The Crusades (AD 1095-1272) led to a revolution in medieval cooking, and the distinctive cuisine of modern Belgium first started to emerge. The leader of the First Crusade, Godfrey of Bouillon, Duke of Lower Lorraine, and his men brought back spices – nutmeg, cloves, ginger, saffron, cinnamon and peppercorns – from the Holy Land. These were enthusiastically incorporated into local Belgian dishes, including peperkoek, a delicious spice cake and speculaas, a spice cookie.
Belgium went on to become the centre of the northern European spice trade, with spices increasingly used by royalty and the nobility in cooking and as gifts, or for trading. Condiments such as mustards and vinegars were combined with dried fruits in recipes, giving a sweet-sour flavour to many dishes that are part of the Belgian cuisine to this day. (…)

Die Kreuzzüge (AD 1095-1272) führten zu einer Revolution in der mittelalterlichen Küche und die unverwechselbare Küche des modernen Belgien begann zu entstehen.
Der Führer des ersten Kreuzzuges, Gottfried von Bouillon, Herzog von Nieder Lothringen und seine Männer brachten Gewürze – Muskatnuss, Nelken, Ingwer, Safran, Zimt und Pfefferkörner – aus dem Heiligen Land. Diese wurden begeistert in die regionalen belgischen Speisen aufgenommen, unter anderem peperkoek, einem köstlichen Gewürzkuchen und Spekulatius, ein Gewürzkeks.
Der vornehme Adel verwendete die Gewürze in der Küche und als Geschenke, oder es wurde damit gehandelt und Belgien entwickelte sich bald zum Zentrum des nordeuropäischen Gewürzhandels. Zutaten wie Senf und Essig wurden in Rezepten mit getrockneten Früchten kombiniert, was vielen Gerichten einen süß-sauren Geschmack gab, die bis heute Teil der belgischen Küche sind.

Hier zum Beispiel das Kaninchen in Bier mit Spekulatius von neulich…

Spekulatius Mousse 1Die Windmühle, die auf diesem Spekulatius abgebildet ist, ist eines der typischen Motive in Belgien und den Niederlanden.

Mousse aux spéculoos
Préparation : 10 min

Pour 4 personnes
50 cl de crème liquide très froide
20 spéculoos
chicorée liquide

À l’aide d’un fouet, monter la crème en chantilly pas trop épaisse car les spéculoos vont l’épaissir. Vous pouvez aussi utiliser un siphon à chantilly. Il ne faut pas ajouter de sucre dans la crème.
Concasser seize spéculoos et les mélanger à la crème à l’aide d’une spatule afin de bien les incorporer. Ajouter une ou deux cuillerées à soupe de chicorée liquide selon votre goût et mélanger à nouveau.
Dresser dans des verrines ou dans des pots et déposer un spéculoos sur le dessus.

***

Spekulatius Mousse
Zubereitung: 10 Minuten

Für 4 Personen
500 ml sehr kalte Sahne
20 Spéculoos (Gewürzspekulatius)
chicorée liquide

Mit einem Schneebesen, die Sahne nicht zu steif schlagen, weil der Keks die Sahne festigen wird. Man kann für die Zubereitung auch einen Rahmbläser verwenden. (Zutaten wie folgt mischen und einfüllen, 1 Gaspatrone verwenden).
Es ist nicht notwendig, Zucker hinzuzufügen – die Kekse sind süß genug.
Sechzehn Spekulatius zerbröseln und mit Hilfe eines Spatels gründlich unter die Sahne mischen. Mit ein bis zwei Esslöffel chicorée liquide abschmecken und nochmals mischen.
Zum Servieren in kleine Gläser oder Schalen spritzen und mit einem Spekulatius dekorieren.

***

Speculoos Mousse
Preparation: 10 min
for 4 people
50 cl very cold cream
20 spéculoos biscuits
liquid chicory

Using a whisk, whip the cream to chantilly – not too thick because the biscuit will thicken the cream. You can also use a siphon for whipped cream. There’s no need to add sugar in the cream.
Crush sixteen speculoos biscuits and mix with the cream using a spatula to fully incorporate. Add one or two tablespoons of liquid chicory to taste and mix again.
Serve in small glasses or in pots and place a biscuit on top.

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Adventskalender 2014 – Nr. 4: Totenbeinli nach Adele Duttweiler

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Heute habe ich ein ganz besonderes – wenn auch etwas makaberes – Gebäck für euch. Es handelt sich um ein Originalrezept aus der Schweiz aus dem Jahre 1912.
Adele Duttweiler, die Gattin von Gottlieb Duttweiler, dem Gründer der Migros. Sie hatte das Rezept damals als 20-jährige an der Kochschule aufgeschrieben.
Das Rezept wurde ab den 1930er Jahren als Vorlage für die Produktion der berühmten Totenbeinli (Bâtonnets aux noisettes) verwendet.
Traditionell hat man früher dieses Gebäck bei Abdankungen den Trauergästen angeboten, und daher soll auch die alte deutsche Bezeichnung „Totenbeinli” stammen.
Das Gebäck ist aber nicht nur in der Schweiz bekannt und äußerst beliebt – bei uns in Deutschland sind Sie am Hochrhein weit verbreitet.
Mich erinnern sie geschmacklich und von der Konsistenz her an italienische Cantuccini und sie eignen sich sehr gut als süße Knabberei zum Kaffee. Ein italienischer Vin Santo oder ein trockener Sherry, aber auch ein trockener Gutedel passen bestimmt hervorragend.

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Für das Rezept braucht man ganze, geröstete Haselnüsse (200 g). Hierfür die geknackten Haselnüsse auf ein Backblech geben, im Ofen bei 150 °C Umluft etwa 15-20 Minuten rösten. Dabei aufpassen, dass die Nüsse nicht zu dunkel werden. Wenn die Häutchen aufplatzen, kann man sie aus dem Ofen nehmen. Man gibt sie dann in ein Küchentuch und rubbelt die Nüsse damit aneinander, damit sich die braunen Häutchen lösen. Nach Möglichkeit macht man das irgendwo im Freien – die Häutchen landen dabei nämlich überall!

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Originalrezept für Totenbeinli, aufgeschrieben von Adele Duttweiler

 Totenbeinli

250 g Zucker
3 Eier
abgeriebene Schale ½ unbehandelten Zitrone
200 g geröstete, ganze Haselnüsse
1 Messerspitze Hirschhornsalz (Triebsalz)
250 g Mehl

Schlage in einer Schüssel ½ Pfund feinen Zucker mit 3 Eiern + einer halben fein gehackten Zitronenschale schaumig, mische hierauf 200 g geröstete, ganze Haselnüsse darunter sowie eine Messerspitze Hirschornsalz und ½ Pfund Mehl. Walle diesen Teig auf dem mit Mehl besträuten Tisch aus zu einem Stück von 1 cm Dicke, schneide dasselbe in 1 cm breite Streifen von ca. 12 cm Länge. Gebe diese Stücke so auf ein Backblech , dass sie einander nicht berühren, bestreiche die Oberfläche mit aufgeschlagenem Ei + backe die Totenbeinli im Ofen langsam braun. Sie lassen sich an einem trockenen Ort lange aufbewahren.

Ich habe den Backofen auf 180 °C (Ober-/Unterhitze) eingestellt und die Totenbeinli etwa 20 Minuten gebacken.

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Today I have a recipe for very special biscuits for you. The name is a bit macabre – „Totenbeinli” (death men’s bones). This is an original recipe from Switzerland, of the year 1912.
Adele Duttweiler, the wife of Gottlieb Duttweiler, founder of Migros had written down this recipe at cooking school, when she was 20 years old
The recipe was used in the 1930s as a template for the production of the famous Totenbeinli (Bâtonnets aux noisettes).
Traditionally, this pastry was offered to the mourners at funerals, and this is why they were called „Totenbeinli“ in German.
The pastry, however, is not only well-known and very popular in Switzerland but also here in Germany. You‘ ll find them all over the Region Hochrhein (Upper Rhine).
Taste and in consistency remind me of Italian biscotti and make a very nice sweet snack to serve with coffee. An Italian Vin Santo or a dry sherry, but also a dry Chasselas would match perfectly.
For this recipe you’ll need toasted hazelnuts (200 g) which can be prepared as follows:

Put the peeled hazelnuts on a baking sheet, roast for 15-20 minutes in the oven at 150 ° C (302 °F) convection/fan oven. Make sure that the nuts don’t get too dark. When the skins burst, you can take them out of the oven. Put them onto a a kitchen towel and rub the nuts with the cloth, to loosen the brown skin. If possible, do that somewhere outdoors – that makes a lot of mess.

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Totenbeinli
(Bâtonnets aux noisettes)
250 g of fine sugar

3 eggs
Zest of ½ lemon untreated
200 g toasted, whole hazelnuts
1 pinch of
sal volatile (raising agent)

250 g flour

In a bowl, whisk 250 g of fine sugar,  3 eggs + finely chopped lemon zest until fluffy; then fold in 200 g roasted, whole hazelnuts as well as a pinch of sal volatile and 250 g of flour. Roll out this dough on the floured table to a piece of 1 cm thickness, cut stripes with 1 cm in width and about 12 cm in length. Put those pieces on a baking sheet so that they do not touch, brush with with beaten egg. Slowly bake in the oven until golden brown. They can be kept in a dry place for a long time.

I baked it at 180 ° C = 356 °F (top / bottom heat) for about 20 minutes.

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Auf kulinarischer Entdeckungsreise (6): Brügge/Belgien – The Best Hot Chocolate

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Kuvertüre oder Schokolade in heißer Milch aufzulösen und daraus eine Trinkschokolade zu machen ist ja wieder modern – und wenn man in Brügge ist, sollte man unbedingt auch eine heiße Schokolade trinken!!! Denn hier gibt es lauter feine Schokolade zum probieren.
In Belgien geht man dafür nicht in ein Café, wie es bei uns üblich ist, sondern man besucht einen Tearoom. In ein Café geht man in Belgien, wenn man ein Bier oder andere Erfrischungen zu sich nehmen möchte. Oft bieten diese Cafés auch eine Kleinigkeit zu Essen an und sind daher einem Pub sehr ähnlich. In Frankreich ist das übrigens auch vielerorts so.
Wir wollten also eine heiße Schokolade trinken, stilecht und unverfälscht. Zuerst waren wir wegen dem Werbespruch auf der Sonnenschutz-Markise etwas skeptisch – ich meine, wer hat es nötig so gezielt darauf hinzuweisen, dass genau dieser Tearoom der beste sei, um eine heiße Schokolade zu trinken… Touristennepp?

THE PLACE TO BE TO DRINK THE BEST HOT CHOCOLATE

The Old Chocolate House
Mariastraat 1
8000 Brügge

http://www.oldchocolatehouse.com

Bruegge Old Chocolate House 1
Wir gingen schließlich trotzdem in den kleinen Laden hinein, dann eine schmale, knarzende Holztreppe hinauf in den Tearoom.

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Große Überraschung – ein wirklich authentisch wirkender Tearoom, mit kleinen Tischchen, geblümten Tischdecken und aus dem Fenster der Blick auf die Straße. Sehr nett dachten wir – die Engländer und Japaner gehen wohl lieber in die Tearooms mit den langen Schlangen vornedran….

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Feines Gebäck, Mousse aus Chocolat, Crème Brulée, Cupcake mit Baiser, Brownie…. Absolut lecker!

Wir hatten uns noch was Süßes zu unserer heißen Schokolade bestellt – eine kleine Auswahl von hausgemachten kleinen Köstlichkeiten – und das zu recht bodenständigen Preisen.

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Die Schokolade wird in einer kleinen Tasse aus Schokolade serviert, die man samt Inhalt in der heißen Milch versenkt und dann mit dem kleinen Schneebesen verquirlt, bis sich die Schokolade aufgelöst hat. Die Schokoladensorte kann man sich auf der Karte aussuchen. Nach Anbaugebiet des Kakaos, nach Kakaogehalt, nach Bitter über Milch bis zur weißen Schokolade. Wer mag, kann seine Schokolade auch aromatisiert haben – mit Chili, Muskatnuss, Zimt, Vanille, Ingwer (vorne im Bild) oder Marshmallows…..

Bei einem zweiten Besuch haben wir andere Sorten der heißen Schokolade probiert und Waffeln dazu gegessen.  Ein Teller mit Pralinen und Keksen ist bei der heißen Schokolade obligatorisch dabei…

Diesmal für  mich heiße dunkle Schokolade mit Chili….

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Fortsetzung folgt….

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Auf kulinarischer Entdeckungsreise (2): Brügge/Belgien – Markttage mit reicher Vielfalt

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Samstag – unser zweiter Tag der nicht nur kulinarischen Entdeckungsreise in Brügge.

Nach dem reichhaltigen Frühstück (Croissants, verschiedenen Brotsorten, Kaffee, Tee, Orangensaft, gekochtem Ei, Rosinenbrot, Spekulatiuscreme, Obst, Wurst, Käse) und kurzem Spaziergang in Richtung City entdeckten wir den ersten Stand des Samstagsmarkts.

Bruegge Markt_

Zuerst sah der Markt nur nach kleinem Quartiermarkt aus, aber mit jedem Schritt bot sich ein immer vielfältigeres Angebot – von Blumen, Kräutern, Obst, Gemüse mit Marktschreiern fast wie auf dem Hamburger Fischmarkt und lebendem Federvieh, über Brot, Käse, Feingebäck, Waffeln bis zur Hundenahrung in Form von getrockneten Hühnerfüßen und den Anbietern von Ananasschneidern, scheinbar Wunder wirkenden Putzmitteln und Gurkenhobeln, Klamotten … alles dabei.

Saturday – the second day of our culinary trip to Bruges / Belgium.

Geography of Belgium

The terrain of Belgium can be devided into three categories: coastal plains, fertile central areas and the highlands of the Ardennes. Each of these is especially suited for growing and rearing dirfferent foods, which has given rise to regional specialities made from ingredients that are available on the markets. In Bruges there are markets twice a week – on Saturday all around the concert hall and on Wednesday in front of the Belfort. From Tuesday to Saturday in the afternoon there is a fish market at the old Vizmarkt where you can get fresh fish that comes from the main fishing ports that are situated along the short North Sea coastline- Zeebrugge and Ostend.

And here I will show you, what’s on offer:

Bruegge Markt 2

Belgien kann aus geografischer Sicht in drei Abschnitte eingeteilt werden:
Die flachen Küstengebiete, die Gebiete mit fruchtbaren Böden im Zentrum und das Hochland der Ardennen. Jede dieser Regionen bietet vielfältige Möglichkeiten für den Anbau und die Gewinnung verschiedenster Nahrungsmittel.

Dies spiegelt sich auch in der Angebotsvielfalt auf den Märkten wieder. In Brügge gibt es ausser dem großen Wochenmarkt am Samstag rund um das Konzerthaus (Concertgebouw) noch den etwas kleineren Markt am Mittwoch, auf dem Marktplatz vor dem Belfried, dem Wahrzeichen Brügges. Ausserdem gibt es auf dem alten Fischmarkt jeweils Dienstag bis Samstag vormittags frischen Fisch (Vizmarkt am Steenhouwersdijk).

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Meer und Küste:

Von den beiden größten Fischereihäfen Zeebrugge und Oostende kommen fangfrische Fische wie Scholle, Seezunge, Hering, Kabeljau aber auch Austern, Muscheln, Shrimps und Nordseegarnelen.

The coastal plains

Daily catches of plaice, sole, herring, cod, grey shrimps, oysters and mussels…

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Wer den Fisch probieren möchte, kann das direkt gegenüber im Restaurant tun (links im Bild) ….

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Und wer kein Interesse an Fisch hat, kann sich tagsüber über Künstler und Kunsthandwerker freuen, die hier ihre Erzeugnisse feilbieten.

If you don’t like fish, maybe you would like to buy some pieces of arts or handcraft from Bruges artists‘ that are also on offer.

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…. oder man nutzt den Fischmarkt einfach als Unterstellplatz für sein (motorisiertes) Zweirad:

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Die zentralen Regionen von Belgien

Hier gibt es vor allem fruchtbare Täler mit lehmigen und sandigen Böden, die von zahlreichen Wasserwegen durchflossen werden. Die Region Flandern ist hauptsächlich für Viehzucht und Milchwirtschaft bekannt. Auch verschiedene Getreidearten wie Hafer, Roggen, Weizen, Dinkel sowie Zuckerrüben, Chicoree, Obst und Gemüse, Kartoffeln und , Hopfen, Flachs und Zierpflanzen werden hier angebaut.

Central Belgium

Further inland are ferteile valleys with clay and sandy soils, irrigated by a number of waterways. The area of Flanders is mostly dedicated to intensive cattle breeding, dairy farming, rearing calves or veal, and pig-keeping. A range of crops also flourish in this region, including oats, rye, wheat, spelt, sugar beets, belgian endive, hops and flax, as well as potatoes and other vegetables, fruits and ornamental plants.

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Obst und Gemüse

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Blumen, Pflanzen und Kräuter

Federvieh und Hundefutter

Oder gleich gebraten und gegrillt:

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Vielleicht noch ein paar Kroketten dazu? (mit Käse, Garnelen, Kartoffeln….) – die müssen allerdings erst noch in die Fritteuse.

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Zum Dessert Käse?

 Oder doch lieber frisch gebackene Waffeln?

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Wir haben uns für die Waffeln entschieden – in der kleinen Snack-Version:

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Natürlich muss man auch ein geeignetes Transportmittel für die ganzen Einkäufe haben – und da Fahrradfahren in Belgien sehr beliebt ist, gibt es hierzu auch verschiedene Arten von Fahrradkörben:

People in Belgium love to ride their bikes – and there have to be suitable containers to transport the food you bought on the market to your home- here are various baskets for all purposes.

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Und es gibt ausserdem noch den klassischen Obst- und Gemüsehändler:

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Ach ja, und die Ardennen hätten wir dann noch:

Wälder, in denen Wild gejagt wird, Berge, Hügel, Bäche und Flüsse in denen Süßwasserfische wie die Forelle gefischt werden und natürlich der bekannte Ardennen Schinken kommen von dort. Vom Schinken habe ich leider kein Bild gemacht – ihr werdet es mir verzeihen.

The Ardennes highlands

This hilly landscape of forests, streams and steep river valleys is home to a wealth of indegenous animals, making it prime hunting and fishing territory.
(fishing trouts, hunting game – and of course the famous Ardennes ham comes from this region)sorry I forgot to take pictures of that one…

Fortsetzung folgt / to be continued...

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Narri – Narro, d’Fasnet isch do!

Amerikaner GesichtRezept für Amerikaner mit Smarties

Heute hat die Fasnet begonnen! Im Markgräflerland werden die Rathäuser gestürmt und Bürgermeister entmachtet. Anschließend gibt es Narrensuppe und es werden närrische (und oft auch kritische) Geschichten und Ereignisse aus dem vergangenen Jahr vorgetragen.

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Rezept für Narrensuppe

Im Schwarzwald hingegen, gibt es früh morgens eine dicke Bohnen(suppe) mit Speck als Stärkung für die kommenden Tage…

Omas Fasnachtsküchle
Omas Fasnachtsküchle

Als Nachtisch dürfen  Omas Fasnachtsküchle   auf gar keinen Fall fehlen!

Im Markgräflerland gibt es bei Einbruch der Dunkelheit die Hemdglunki-Umzüge, man trägt traditionell ein weißes Nachthemd, Rüschenhosen, Ringelsocken und Zipfelmützen. Begleitet wird der Umzug meist mit schräger Gugge-Musik. Es ist Tradition, dass an verschiedenen Anlaufstellen im Ort Halt gemacht wird – zur Stärkung gibt es unterwegs etwas zu Trinken… und es darf so richtig Radau gemacht werden!
Anschließend geht’s zum Aufwärmen zum Hemdglunker-Ball! Typisches Essen: Würstchen und Schinkenweckle…

Ich wünsche euch viel Spass während der närrischen Tage!

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Ein Besuch im Restaurant Spielweg in Münstertal

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Neulich waren wir zum Mittagessen in Münstertal im Schwarzwald, bei Karl-Josef Fuchs im Restaurant Spielweg, wo ich vor einiger Zeit mal an einem Linzertorten – und Hutzelbrot-Backkurs teilgenommen hatte. Der Käse stammt aus hauseigener Herstellung: Münsterkäse, Bergkäse, ein feiner Bärlauch-Käse und cremiger Frischkäse. Den gab es zum Dessert. Der Markgräfler und ich haben uns den Käseteller geteilt, für mich gab es noch ein Heidelbeer (Blaubeer) Sorbet, aus hiesigen Wald-Heidelbeeren! Hinterher hatte ich wieder mal eine blaue Zunge und sogar blaue Lippen und es war sooo lecker. Es hat geschmeckt, als würde man wirklich ganz frische Heidelbeeren essen. Solch eine intensive Farbe und diesen feinen Geschmack bekommt man mit Zuchtheidelbeeren nicht so hin.

Mir wurde gesagt, dass eine Frau aus der Nachbarschaft jeden Sommer die wilden Heidelbeeren Beeren körbeweise sammelt und dann ins Restaurant bringt. Wenn es frische Heidelbeeren gibt, wird daraus Kuchen gebacken – der ist während der Saison immer besonders beliebt und dementsprechend immer schnell ausverkauft – und für den Winter werden dann noch Beeren eingefroren.

Aber ich habe wieder mal mit dem Dessert angefangen – wo es doch auch ein leckeres Mittagessen gab. Wir waren etwas spät dran und wollten deshalb auch kein Menu mehr essen, aber die Tellergerichte von der Tageskarte waren auch sehr verlockend.
Vorneweg gab es Brot mit Kräuterschmalz und Butter und dann noch einen Gruß aus der Küche:

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Rote Bete mit Ziegenfrischkäse, Balsamico, Schwarzwälder Schinkenstreifen und Röstzwiebeln.

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So wählte der Markgräfler einen Kalbs-Tafelspitz auf Wurzelgemüse und Bouillon-Kartoffelrösti:

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Ich hatte mich für das die rustikalen Brägele mit Blutwurst, gekrönt mit einem Spiegelei entschieden – mit dabei war ein üppiger Salat (ohne Foto). Das Rezept dafür ist so einfach – ich werde es noch posten.

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So, und hier ist noch mein Heidelbeer Sorbet:

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Und nochmal das geteilte Käsedessert (der nette Mann, der bedient hatte, hat uns wohl gleich angesehen, dass wir eigentlich pappsatt waren, aber unbedingt noch den berühmten Käse probieren wollten und hat gleich zweimal Besteck gebracht.

Zum Espresso gab es dann auch noch Pralinen und Gebäck. Ihr könnt euch vorstellen, wie auf dem Heimweg unser Auto samt gewichtigen Insassen fast von alleine den Berg wieder runtergerollt ist.

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Absolut empfehlenswert! Wir kommen bestimmt wieder mal…