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Vegetarische Maultaschen-Spiesse mit mediterranem Ofengemüse

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Maultaschen vom Grill – diese Werbung geht mir zwar mächtig auf den Wecker, aber irgendwie scheint sie doch Auswirkungen zu haben. Für diese Maultaschen-Spiesse habe ich vorgeschnittene Gemüsemaultaschen verwendet, die eigentlich für die Pfanne zum Anbraten gedacht sind. Zusammen mit roter Paprika und violetten Zwiebeln gibt das einen originellen vegetarischen Grillspiess. Da die Witterung aber derzeit alles andere als sommerlich ist, haben wir die Spiesse in der Pfanne gegrillt. Und damit es in der Wohnung kuschelig warm wird, wurde das Gemüse im Backofen zubereitet. Gewürzt mit Fleur de Sel, frisch gemahlenem Pfeffer und Kräutern der Provence, der frische Knoblauch vom Markt am vergangenen Sonntag wurde einfach mit auf’s Blech gelegt.

Schwaben trifft Provence, würde ich sagen – und beide passen hervorragend zueinander…

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Wir beginnen mit dem mediterranen Ofengemüse:

Zutaten:

1 Aubergine
1 Knolle frischer Knoblauch
1 gelbe Paprika
eine Handvoll Mini-Strauchtomaten
1 kleine Zucchini
1 Peperoncino
eine Handvoll getrocknete, in Öl eingelegte Tomaten
Fleur de Sel, schwarzer Pfeffer aus der Mühle, Kräuter der Provence und von dem Öl der eingelegten Tomaten
etwas Weisswein oder Roséwein zum Beträufeln

Das Gemüse waschen, putzen, Paprika und Auberginen in Würfel , Zucchini in Ringe schneiden. Mini Tomaten vierteln. In einer Schüssel mischen, dann die in Streifen geschnittenen, getrockneten Tomaten untermischen. Mit ein wenig von dem Tomatenöl übergießen und gut mischen. Die Knoblauchknolle in die Mitte eines mit Dauerbackfolie oder Backpapier belegten Blechs legen, das Gemüse darum verteilen, Peperoncino dazulegen. Mit etwas Fleur de Sel bestreuen und mit Pfeffer und Provencekräutern übermahlen.

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Bei 200 °C 20-30 Minuten im Ofen garen. Zwischendurch leicht mit Wein beträufeln.

Maultaschen Spiess4Für die Maultaschen-Grillspiesse:

1 Packung geschnittene Gemüsemaultaschen
lange Grillspiesse
1 violette Zwiebel
1 rote Paprikaschote
etwas Butter für die Grillpfanne

Die Zwiebel schälen, je nach Größe vierteln oder achteln. Paprika waschen, putzen, Kerne entfernen und in mundgerechte Stücke schneiden. Maultaschen abwechselnd mit Zwiebel- und Paprikastücken auf die Spiesse stecken.

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Wenig Butter (für den Geschmack) in der Grillpfanne zerlassen, die Spiesse einlegen  und bei mittlerer Hitze von allen Seiten grillen.

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Zusammen mit dem Ofengemüse auf Tellern anrichten. Mmmh!

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Markgräfler Spargelgemüse auf Bandnudeln mit Lachstranche

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Gestern gab es wieder mal Spargel – typisch für das Markgräflerland: als Gemüse mit einer feinen Buttersauce, in der das Spargelkochwasser gleich verarbeitet wird. Üblicherweise gibt es das Spargelgemüse mit Pfannkuchen. Zum gestrigen Sonntag mal was neues. Das Spargelgemüse auf breiten Bandnudeln, mit einer in Mehl gewendeten und in Butter gebratenen Lachstranche. Mmmh. Und es ist so einfach und superlecker und auch noch relativ schnell zubereitet.

Ich habe diesmal die Spargelspitzen gekauft. Sie haben den Vorteil, dass sie nicht so schnell abbrechen, weil sie ja eh schon kurz sind, meist sind sie preisgünstiger als die ganzen Spargelstangen – weil es sich ja eigentlich um Bruch handelt und – sie sind natürlich sehr zart und deshalb bestens für das Spargelgemüse geeignet. Selbstverständlich kann man für das Gemüse auch den ganz günstigen Bruchspargel verwenden, aber da muss man unter Umständen etwas mehr aussortieren.

Spargelgemuese Lachs3

Für das Spargelgemüse:

1 kg Spargelspitzen waschen, schälen, in gleich lange Stücke schneiden. In einen Topf geben und mit Wasser bedecken, salzen.

Aufkochen und 15 Minuten köcheln lassen.

2 Esslöffel Butter schmelzen, 4 Esslöffel Mehl hinzufügen, zu einem Kloss verrühren und mit Spargelbrühe ablöschen. Unter ständigem Rühren (mit einem Schneebesen) köcheln lassen und nach und nach von der Spargelbrühe zufügen. Mit etwas gekörnter Fleisch- oder Gemüsebrühe, Salz und frisch gemahlenem, schwarzen Pfeffer würzen, nach Belieben etwas Sahne einrühren.
Den Spargel mit einem Schaumlöffel abschöpfen und zu der weißen Soße geben.
Noch etwa 5 – 10  Minuten köcheln lassen. Mit frischer Muskatnuss würzen.

Gleichzeitig mit den Spargeln das Nudelwasser aufsetzen. Nudeln nach Packungsanweisung garen.

Der Lachs (Bio-Lachs aus Aquakultur – Norwegen)

Pro Person eine Lachstranche mit Zitronensaft beträufeln (säuern), salzen, pfeffern (nach Belieben Cayennepfeffer verwenden) und mit Mehl bestäuben. In einer Grillpfanne ein wenig Butter heiss aufschäumen, den Lachs von beiden Seiten darin anbraten. Er sollte nicht zu trocken sein.

Die abgeschütteten Teigwaren in einen tiefen Teller geben, Spargelgemüse darüber verteilen, die Lachstranche darauf anrichten. Deko: glatte Petersilie und eine Zitronenscheiben.

Spargelgemuese Lachs4

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Frohe Weihnachten – und der Stallhase, der im Rotwein schwimmt, Teil 3: Der Hasenbraten

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Ihr erinnert Euch… am Heiligabend wurde der Stallhase (ca. 1,8 kg für 4 Personen) in Rotwein mit Zwiebel, Knoblauch, Nelken, Lorbeerblatt und Wachholderbeeren eingelegt.

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Leberle und Nieren gab es in einem feinen Weinsößchen mit in Butter aufgebratenen Spätzle.

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Am 1. Weihnachtsfeiertag dann der
Hasenbraten:

Die Fleischstücke aus der Marinade nehmen, mit Küchenkrepp trocken tupfen. In einer großen Pfanne etwas Butterschmalz zerlassen und das Hasenfleisch darin kräftig anbraten. In den gewässerten Tontopf („Römertopf”) geben. Mit Marinade übergießen, mit grobem Meersalz aus der Mühle bestreuen, die Zwiebeln und den Knoblauch dazu legen, zwei bis drei Karotten schälen und in Stücke schneiden, etwas Sellerie und Lauch in Stücken ebenfalls im Topf verteilen, mit  Auf den untersten Rost in den kalten Backofen schieben, auf 220 °C aufheizen. Den Hasenbraten ca. 1,5 bis 2 Stunden garen, nach ca. 45 Minuten nochmals mit etwas Marinade übergießen.

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Die Pfanne mit dem Bratensatz für die Sauce beiseite stellen.

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Die Fleischstücke aus dem Tontopf nehmen, zum Warmhalten in den Deckel legen, den Backofen ausschalten und die Backofentüre schließen.
Den Bratensud durch ein Sieb geben, den Bratensatz in der Pfanne nochmals erhitzen, mit Bratensud ablöschen und mit einem Schneebesen den Bratensatz von der Pfanne loslösen. 1-2 Teelöffel Kartoffelmehl mit etwas kalter Marinade verrühren, mit dem Schneebesen in die Sauce rühren. Nach und nach etwas mehr Bratensud angießen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Sanft köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen, einen Esslöffel Kakaopulver darübersieben und einrühren. nach Belieben mit etwas Sahne oder Crème Fraîche verfeinern. Den Hasen zerlegen (das kann man auch schon machen, bevor man ihn einlegt – Oma meint, das ginge etwas einfacher als nach dem Garen) und die Stücke in die Sauce geben.

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Dazu gibt es Erbsen-Möhren Gemüse (ein paar Möhren waschen, Schälen in Ringe schneiden, in etwas Butter ca. 5 Minuten andünsten, dann Tiefkühl-Erbsen dazugeben, bei Bedarf etwas Wasser. Mit Salz und etwas Gemüsebrühe würzen, mit Sahne verfeinern und gehackte Petersilie untermischen).

Zweite Beilage: Breite Bandnudeln nach Packungsanweisung garen, abtropfen, ein Stückchen Butter dazugeben, damit sie nicht kleben.

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Mmmmh, schmeckt wie der Hasenbraten von Oma.

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Kartoffelgratin mit Spinat und Fetakäse

Sonntagabend sollte es noch was zum Abendessen geben. Aber da wir am Wochenende unterwegs waren und nicht eingekauft hatten, musste ich was aus Vorräten zaubern.
Kartoffeln habe ich immer im Haus. Im Kühlschrank war ausserdem noch eine Packung Fetakäse(Ziege-/Schaf)  und im Tiefkühlfach noch etwa 150 g Blattspinat.
Semmelbrösel und gekörnte Brühe ist auch immer da….

Spinat auftauen (notfalls mit ein wenig Wasser in der Pfanne). Die Kartoffeln schälen und mit dem V-Hobel in ganz dünne Scheiben schneiden. Den Fetakäse zerbröseln.
Eine Auflaufform mit Butter einfetten, mit einer dünnen Schicht Kartoffeln belegen, den Spinat darauf geben, eine zweite Schicht Kartoffeln darauf und zum Schluss den Fetakäse darüber verteilen. Mit etwas heißer Brühe begießen (nicht zu viel, sonst verwässert das Gratin) und mit Olivenöl beträufeln.
Damit der Käse knusprig wird, leicht mit Semmelbröseln bestreuen. Der Fetakäse ist salzig genug und die Brühe würzt das Ganze – es wird kein zusätzliches Salz benötigt.

Etwa 1 Stunde bei 200 °C im Backofen garen. Ganz einfach….