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Markgräfler Trübel-Waie (Trauben Tarte)

Truebel Waie 5

Es ist Traubenzeit im Markgräflerland. Das wird bestimmt wieder ein guter Jahrgang – diese Trauben, die ich für den Trübel-Waie verwendet habe, sind jedenfalls supersüß und saftig.
Diesmal habe ich keinen Mürbeteig oder Hefeteig verwendet, sondern einen Quark-Ölteig, der ein wenig schneller geht.

It is grape time in Markgraeflerland. I guess that it will be a good year again – these grapes, which I used for the Trübel-Waié (Grape Tart) are super sweet and juicy.
This time I did not prepare a shortcrust pastry or yeast dough, but a cheese (fromage blanc) and oil dough which takes less time.

Truebel Waie4

Markgräfler Trübel Waie (Trauben Tarte) / Grape Tart
(für eine Waie-/Tarte-Form mit 28-30 cm Ø / for a tarte/pie mould 28-30 cm)

 Teig / dough:

80 g fromage blanc oder Magerquark (20%) oder Schichtkäse (10%) / 80 g cheese
70 g Zucker / 70 g sugar
1 Päckchen Vanillezucker / 1 packet vanilla sugar (8g)
1 Ei Größe M / 1 egg size M
40 g Raps-, Sonnenblumen- oder Soja-Öl / 40 g vegetable oil (rape, sunflower or soy)
3 Esslöffel Milch / 3 tablespoons milk
250 g Mehl (Dinkelmehl Type 630) / 250 g flour
1 Teelöffel Backpulver / 1 teaspoon baking soda
1 Prise Salz / 1 pinch of salt
abgeriebene Schale 1/2 Zitrone / grated zest of 1/2 lemon
Mehl zum Arbeiten / flour for working
Butter für die Form / butter for the mould

Belag / filling:

2 Esslöffel Haferflocken / 2 tablespoons oatmeal
500 g Markgräfler Trauben, weiß und rot gemischt  / 500 g grapes (white and red)

Guss / icing:

1 Teelöffel Kartoffelmehl (Speisestärke oder Maisstärke) / 1 teaspoon potato or corn starch
200 g Crème fraîche (oder Sauerrahm oder Schmand) / 200 g crème fraîche or sour cream
200 g fromage blanc / 200 g cheese
60 g Zucker / 60 g sugar
1 Päckchen Vanillezucker / 1 packet vanilla sugar (8g)
1 Ei Größe M / 1 egg size M

Für den Teig 80 g fromage blanc in einer Schüssel mit 70 g Zucker, 1 Päckchen Vanillezucker und 1 Ei verrühren. Nach und nach 40 g Öl und 3 Esslöffel Milch dazugeben.
250 g Mehl, 1 Teelöffel Backpulver und 1 Prise Salz mischen, zu der Quarkmasse sieben, untermischen und zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Den Teig zu einer Kugel formen und ca. 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

Den Backofen auf 200 °C vorheizen.

Die Trauben waschen, abtropfen lassen, abzupfen, halbieren und die Kerne entfernen.
Die Tarteform mit Butter einfetten und leicht mit Mehl bestäuben. Den Teig auf bemehlter Arbeitsfläche (ich nehme eine Backunterlage aus Silikon) etwas größer als die Form auswellen. In die Form legen und einen Rand hochziehen. Den Teig mit einer Gabel mehrmals einstechen, mit 2 Esslöffel Haferflocken bestreuen, dann die Trauben darauf verteilen.

Für den Guss 1 Teelöffel Kartoffelmehl, 200 g crème fraîche, 200 g fromage blanc, 60 g Zucker, 1 Päckchen Vanillezucker und 1 Ei verrühren, auf dem Kuchen verteilen und glatt streichen.

45 Minuten in der Mitte des Ofens Backen. Herausnehmen, in der Form abkühlen lassen. Vor dem Servieren nach Belieben mit etwas Puderzucker bestäuben.

Truebel Waie1

For the dough mix 80 g fromage blanc in a bowl with 70 g sugar, 1 packet vanilla sugar and 1 egg. Gradually stir in 40 g oil and 3 tablespoons milk.
Mix 250 g of flour, 1 teaspoon baking powder 1 pinch of salt and sieve onto the quark mass, mix and knead until you have a smooth dough. Shape the dough into a ball and let rest about 30 minutes in the refrigerator.

Preheat the oven to 200 °C (392 °F).

Wash the grapes, drain, pluck off, cut in half and remove the seeds.
Grease the pie mould with butter and lightly dust with flour. Roll out the dough on a floured work surface (I use a silicone baking pad) slightly larger than the mould. Put into the mould and create an edge. Prick the dough with a fork several times, sprinkle with 2 tablespoons of oatmeal, then put the grapes on it.

For the topping mix 1 teaspoon potato starch, 200 g crème fraîche, 200 g fromage blanc, 60 g sugar, 1 packet vanilla sugar and 1 egg, spread on the cake until the surface is smooth.

Bake for 45 minutes in the middle of the oven. Take out, let cool in the mould. Dust with a little powdered sugar to taste just before serving .

Truebel Waie 6

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Großmutters Rhabarbertorte mit Quark

Rhabarberquarkkuchen5

Das Rezept erinnert ein wenig an das eines Käsekuchens. Im Originalrezept stehen zusätzlich zum Rhabarber noch 100 g Korinthen, die ich weggelassen habe. Die Torte schmeckt locker und leicht mit der erfrischenden Säure des Rhabarbers. Die perfekte Torte für das Pfingstfest.

Rhabarberquarkkuchen1

Rhabarbertorte mit Quark

Mürbeteig für den Boden:

200 g Mehl
1 gestrichener Esslöffel Backpulver
80 g Zucker
1 Ei
80 g Butter

Quarkmasse:

500 g Bio Magerquark oder Fromage Blanc
6 Esslöffel Sauerrahm
160 g Zucker
1/2 abgeriebene Zitronenschale
2 Eier
70 g Speisestärke (Mais- oder Kartoffelstärke)
10 g Backpulver

200 g Rhabarber

Mehl, Backpulver und Zucker mischen, auf die Arbeitsplatte häufen, in die Mitte eine Mulde drücken, Ei hineingeben und mit etwas Mehl verrühren. Die Butter in Stücken auf den Rand geben und von aussen her zu einem Mürbeteig verkneten. 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

Den Teig auswellen, eine Springform mit 26 cm Ø mit Butter einfetten und mit dem Teig, 3/4 Randhöhe auslegen.

Für die Quarkmasse den Quark durch ein feines Sieb streichen, die Eier trennen, das Eiweiss zu steifem Schnee schlagen und beiseite stellen. In einer zweiten Schüssel Eigelb mit Zucker und Quark schaumig rühren, alle anderen Zutaten unterrühren.

Den Rhabarber abziehen, in 2 cm lange und fingerdicke Stücke schneiden, zur Quarkmasse geben, den Eischnee vorsichtig unterheben.

Die Quarkmasse in die ausgelegte Tortenform füllen. 1 Stunde bei 175 – 190 °C backen.  Vollständig auskühlen lassen, aus der Form nehmen.

Rhabarberquarkkuchen3

Rhabarberquarkkuchen4

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Orangenkäse mit Kiwi

Orangenquark mit Kiwi

Ein locker leichtes Dessert – gesund und auch noch lecker!

Orangenkäse mit Kiwi

Eine Idee, was man mit den letzten Orangen anfangen kann. Man braucht dafür den Fromage Blanc (20 % Fett) aus Frankreich (ersatzweise Magerquark  oder Schichtkäse mit etwas sprudelndem Mineralwasser und einem Schneebesen aufschlagen), ein bis zwei Orangen, eine Kiwi und nach Belieben Ahornsirup (oder etwas Zucker).

Die Orangen filettieren, dabei den Saft auffangen. Orangenfilets und Saft unter den Fromage Blanc mischen, nach Geschmack mit Ahornsirup süßen. Die Kiwis schälen und in Scheiben schneiden.

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Kleiner Käsekuchen – ganz groß

Kaesekuchen3

Der Markgräfler hat sich einen Käsekuchen (so wie der von Oma) zum Geburtstag gewünscht. Da ausgerechnet an diesem Wochenende gleichzeitig noch Fasnacht ist, wird nicht mit Gästen zu Hause gefeiert, sondern es geht am Nachmittag zum Fasnachtsumzug nach Neuenburg. Deshalb habe ich nur einen kleinen Käsekuchen in einer Backform mit 20 cm Ø gebacken – und mit Dekor-Konfetti (Dr. Oetker) verziert. Die Rosinen im Kuchen kann man auch weglassen, wenn man keine mag – ich habe Rosinen verwendet, diese aber vorher in Rum eingelegt – mmmh!

Das Rezept ist tatsächlich das von der Schwiegeroma, nur eben auf die Form umgerechnet und die Rosinen dazu. Ausserdem habe ich die Eigelb im Belag, die Oma normalerweise weglässt, mit reingetan, weil ich sonst nicht wusste, was ich damit anstellen soll.

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Omas Käsekuchen in klein – trotzdem ganz groß-artig!

Das Rezept:

Mürbeteigboden aus:

100 g Mehl (helles Dinkelmehl Type 630)
40 g kalte Butter oder Margarine
1 Eigelb
30 g Zucker
1 Prise Salz
2-3 TL kalte Milch oder Wasser nach Bedarf

Zutaten für die Füllung:
500 g Fromage Blanc (20%) oder Schichtkäse (10 % Fett)
eine handvoll Rosinen, in Rum eingelegt
1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker
abgeriebene Zitronenschale von 1/2 Zitrone (ersatzweise Zitronenaroma)
75 g Zucker
Pudding aus 1 Päckchen Vanillepuddingpulver mit etwas Zucker  und 1/4 Liter = 250 ml Milch zubereitet
3 Eiweiß, 2 Eigelb

Mürbeteig herstellen, auswallen. Den Boden einer Springform mit 20 cm Durchmesser auslegen, dann mit dem Mürbeteig auslegen (mit Rand).
Den Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen, ca. 12 Minuten vorbacken. Ca. 180 °C. (Unterste Schiene des Backofens).

Eiweiß mit einer Prise Salz zu Schnee schlagen und beiseite stellen.

Eigelb mit Zucker schaumig rühren, Vanillezucker und Zitronenschale unterrühren. Den heißen Pudding zur Eiermasse geben und unter den Fromage Blanc oder  Schichtkäse mischen. Zum Schluss das steif geschlagene Eiweiß und Rumrosinen vorsichtig unterheben.
Auf den Teigboden geben. Den Kuchen wieder in den Backofen schieben und ca. 50 Minuten 180 °C  backen, bis die Käsemasse fest ist. Den Kuchen auf die mittlere Schiene setzen, auf Oberhitze umschalten, nochmals etwa 5 Minuten backen, bis er oben bräunt.

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Aus dem Ofen nehmen, vollständig abkühlen lassen, aus der Form nehmen und mit Dekor-Konfetti bestreuen.

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Cremiges Mokka-Dessert

Ein super leckeres Dessert, ganz ohne Ei.

Cremiges Mokka-Dessert

Für vier Portionen braucht man:
250 g Fromage blanc (20 %) oder Magerquark
3 Esslöffel Milch
2 Esslöffel löslicher Kaffee
3 Esslöffel Zucker
1/4 Liter Schlagsahne
(Die Sahne steif schlagen.)
nach Belieben 1 Päckchen Vanillezucker
Schokolade-Mokka-Bohnen und Mini Rahm-Karamell-Täfeli
zum Verzieren
1 Päckchen Vanillezucker

Fromage blanc (Quark), Milch, Kaffee, Zucker (und Vanillezucker) mit dem Handmixer gut rühren, damit die Masse luftig wird.
Die geschlagene Sahne vorsichtig unterheben. In Gläser füllen und kaltstellen. Kurz vor dem Servieren mit Karamelltäfeli und Schoko-Mokkabohnen verzieren.

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Typisch Schweiz: Gschwelldi un Chääs

Gestern Abend gab’s bei uns, passend zu ersten August ein Schweizer Gericht. Wir waren nur zu zweit und hatten daher keine riesige Käseauswahl, wie es normalerweise üblich ist. Selbst gemachter Kräuterquark mit ganz viel Schnittlauch ist aber ein Muss zu den „Gschwelldi“, den Pellkartoffeln.

Für die „Gschwelldi“: möglichst gleich große, etwas kleinere Kartoffeln waschen, in einen Topf geben und knapp mit Wasser bedecken. Deckel drauf und zum Kochen bringen, evtl. die Hitze etwas reduzieren. Je nach Größe 20 bis 25 Minuten kochen. Abschütten und mit Kartoffelgabeln auf den Tisch stellen – jeder schält die Kartoffeln selbst.
Bei neuen Kartoffeln ist die Schale so dünn, dass sie nicht geschält werden müssen – man isst sie einfach mit.

Für den Kräuterquark haben wir französischen „Bibeleskäs“ genommen (sorry), ein fromage blanc (=weisser Käse) bzw. Quark (oder Topfen für die Österreicher) mit 40 % Fett. Leicht salzen und viel frischen Schnittlauch, in Röllchen geschnitten, hinzufügen und verrühren (TK-Schnittlauch geht auch). Nach Belieben zusätzlich mit frisch gemahlenem Pfeffer würzen.

Auf jeden Fall gehört auch ein wenig Butter dazu, wir hatten Kräuterbutter.

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La Cervelle de Canuts – Schlemmen im Bouchon in Lyon

In Lyon waren wir in einem typischen Restaurant, einem „Bouchon“ essen. Klein aber fein…

Bouchon heißt übersetzt soviel wie „Korken” – die Tradition der Bouchons reicht zurück in die Zeit , als sich die  Herbergen, die früher zusätzlich zu den Mahlzeiten auch Wein im Angebot hatten, durch ein Aushängeschild in Form eines Strohkorkens zu erkennen gaben.

Man servierte den „Machon“, einen Imbiss, der hauptsächlich aus Wurstwaren bestand und zusammen mit einem Beaujolais Wein auf den Tisch kam .

Eine typische, pikante Creme ist aus fromage blanc (ein cremiger Quark bzw. Frischkäse) mit klein gehackten Schalotten (nach Belieben Knoblauch), Essig, Öl, Salz, Pfeffer zubereitet und frischer Schnittlauch darf auf keinen Fall fehlen.
Hier ist das Rezept:


LA CERVELLE DE CANUTS


Zutaten
(Für 2 Personen)
2 fromages blancs (ich habe ein Töpfchen cremigen Frischkäse verwendet), diesen mit dem Schneebesen aufschlagen.
inen Schuss Weissweinessig hinzufügen,
100 ml Sojaöl,
eine Schalotte (fein gewürfelt),
ca. 15 g  kleingeschnittener Schnittlauch -frisch aus dem Garten (ich habe zum Kleinschneiden eine spezielle Kräuterschere, mit der das ruck-zuck geht),
Salz, Pfeffer
und einen üppigen Löffel creme fraîche unterrühren, bis eine glatte Creme entsteht.

In ein Schälchen füllen und mit frischem Schnittlauch und etwas Petersilie bestreut servieren.

Schmeckt hervorragend zu Pellkartoffeln, der „Saucisson Brioché“ oder auf frischem Bauernbrot.

Und das gab es bei unserem Besuch im „Bouchon“ : Café Joseph in Lyon

Amuse Bouche: Ein Gläschen Meerrettich-Crème Fraîche mit Dill

Asiette Lyonnais:
Zwei verschiedene Wurstsorten (grobe und feine Lyoner bzw. Cervelat)
Kartoffeln, Schalottencreme (Cervelle de Canuts), Mesclun (Blattsalat) und Brot

Andouillette (gefüllt mit Gemischtem von Schwein und Kalb) an einer Senfsauce mit Backofenkartoffeln und grünen Bohnen
oder
Onglet de veau
(die Übersetzung für „Onglet“ ist schwierig, da es dieses Fleischstück vom Kalb  in Deutschland nur selten gibt – auf jeden Fall ist es sehr zart und schmeckt traumhaft)

Und als Dessert gab es noch 1/2 St. Marcelin Käse bzw. Fromage Blanc/Crème Epaisse mit Zucker…

Ach ja, natürlich gab es auch einen guten Rotwein und Wasser…