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Pasta mit Zitronenmelisse-Pesto

spaghetti zitronenmelisse pesto2
Ihr erinnert euch – ich habe massenweise Zitronenmelisse in meinem Garten und durch den Regen wächst sie schon wieder wie wild. Mehr davon kann ich wirklich nicht brauchen, sonst sieht man von den anderen Pflanzen nichts mehr. Also abschneiden, bevor sie blüht und sich noch weiter verbreitet.
Ich hatte hier im Blog schon verschiedene Möglichkeiten vorgestellt, wie man das „Zuviel des Guten” sinnvoll verarbeiten kann.
Vergangenes Jahr habe ich Zitronenmelisse – Sirup gekocht, man kann einen klassischen Tee zubereiten oder die Zitronemelisse gekühlt als Eistee genießen. Ausserdem habe ich euch noch das Kultgetränk aus der Schweiz, Flauder vorgestellt, in dem auch Zitronenmelisse Sirup (und Holunderblütensirup) verarbeitet wird. Heute gibt es die Zitronenmelisse mal pikant – als Pesto mit Parmesan und Pinienkernen.

 spaghetti zitronenmelisse pesto4

Zitronenmelisse Pesto

20 Pinienkerne
1 Bund Zitronenmelisse
20 g Parmesan
1 Knoblauchzehe, geschält
100 ml Olivenöl
2 El Zitronensaft
1 Prise Salz, 1 Prise Zucker

20 g Pinienkerne ohne Fett goldbraun rösten. Blätter von 1 Bund Zitronenmelisse abzupfen und zusammen mit 20 g Parmesan, Knoblauch (wer keinen Knoblauch mag, kann den auch weglassen), den Pinienkernen und 100 ml Olivenöl im Mixer fein pürieren. Mit 2-3 Esslöffel Zitronensaft, Salz und 1 Prise Zucker würzen.

Pasta (ich habe Spaghetti verwendet) nach Packungsangabe kochen, 3-4 Esslöffel des Kochwassers zusammen mit etwas Pesto in eine große Schüssel geben, verrühren. Die Pasta abschütten und zum Pesto in die Schüssel geben, gut mischen. Nach Belieben noch etwas Pesto hinzufügen.
Mit Pinienkernen und Parmesanhobeln bestreut servieren.

spaghetti zitronenmelisse pesto1
I’ve got huge amounts of lemon balm in my garden. When it rains, the plants are growing too fast and then I’ve got to stop the lemon balms by harvesting before they spread their blossoms (and thus the seeds) everywhere in the garden. Last year I made Lemon Balm Syrup which tastes great mixed with sparkling mineral water (lemon balm lemonade) or even in ice cold tea (you can use black tea as well es green tea) – actually it’s the typical ice tea flavour but all natural.

Here is the recipe (so far, I have not translated it into English):

Melissensirup1

Lemon Balm Syrup

1-2 bunches of lemon balm
2 litres of water
1 untreated lemon
2 kg of sugar

Preparation:

Wash the lemon balm gently, pluck off the leaves and place in a large jar.

Boil 2 litres of water and pour onto the lemon balm leaves. Rinse the lemon with hot water, cut into slices and add together with the sugar to the lemon balm water.

Stir well until the sugar has dissolved. Let this mixture rest for 1 –  2 days, stirring occasionally. After that, pass the syrup through a sieve, bring to a boil again and pour into preheated bottles.

Today I prepared a spicy Lemon Balm Pesto for pasta:

Lemon Balm pesto

20 pine nuts
1 bunch of lemon balm
20 g Parmesan
1 clove of garlic, peeled
100 ml olive oil
2 tablespoons lemon juice
1 pinchof salt, 1 pinch of sugar

Roast 20 g pine nuts in a pan without fat until golden brown. Pluck the leaves from 1 bunch of lemon balm, puree together with 20 g parmesan, garlic (if you don’t like garlic you can leave it out), pine nuts  and 100 ml of olive oil in a blender. Season with 2-3 tablespoons lemon juice, salt and 1 pinch of sugar.

Cook the pasta (in my case it was spaghettiaccording to package instructions, put 3-4 tablespoons of the cooking water along with some pesto in a large bowl and stir. Drain the pasta and add to the pesto in the bowl, mix well. Add some more pesto to taste.
Serve sprinkled with pine nuts and Parmesan cheese.

 

 

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Flauder – das Kultgetränk aus der Schweiz (mit Rezept zum Selbermachen)

Flauder
Dieses Kultgetränk aus der Schweiz kenne ich schon seit längerer Zeit. Es ist super erfrischend. Erfunden wurde es 2002 per Zufall, auf der Suche nach neuen Geschmacksrichtungen wurde einem Holundergetränk (ja, Getränke mit Holunder gab es dort schon vor dem Hugo-Hype aus Österreich…) irrtümlicherweise Melisse beigemischt.
Der Name Flauder stammt vom Wort Flickflauder, dem Innerrhoder Dialektausdruck für Schmetterling.
Das Getränk wurde dann dadurch bekannt, dass jeder Getränkelieferung des Herstellers eine Flasche als Gratismuster beigelegt wurde. Eine geniale Marketing-Idee, innerhalb kürzester Zeit entwickelte es sich zu einem der beliebtesten Getränke in der Schweiz.

Das Getränk wird von der Mineralquelle Goba AG in Gotenbad im Kanton Appenzell Innerrhoden in der Schweiz hergestellt. Die Mineralquelle gehört zu den kleinsten eigenständigen Mineralwasserproduzenten der Schweiz. Die Kräuter werden im Säntis-Gebiet angebaut. Beste Schweizer Bergkräuter…

Wenn man sich aber die Zutatenliste so ansieht, sind ausser Melisse- und Holunderblütenaromen noch Caramelzuckersirup und die Süsstoffe Aspartam und Acesulfam enthalten… Das braucht es doch wirklich nicht, dachte ich mir…

Holunder-Zitronenmelisse1
Und da ich dieses Jahr wieder fleissig Holunderblütensirup gekocht habe und zum ersten Mal Zitronenmelissesirup, kann ich mir mein Bio-Flauder selbst zusammenmixen.
Caramelzuckersirup mache ich keinen rein, ich mische einfach beide Sirupsorten zu gleichen Teilen und fülle mit sehr gut gekühltem, sprudelndem Mineralwasser auf – mal mehr, mal weniger, je nachdem wie süß ich es gerade mag.

Flauder1
Für den Zitronemelisse-Sirup ist es noch nicht zu spät… man verwendet dafür die Blätter und jungen Triebspitzen der Melisse vor der Blüte…