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Flammkuchen „Blaue Anneliese”

Purple Flammkuchen2
Ein ganz besonderer Flammkuchen, mit lilafarbenen Kartoffeln der Sorte „Blaue Anneliese” belegt, die ich vom Kartoffelmarkt in Neuenburg mitgebracht habe.

A special Tarte Flambée with purple potatoes named „Blaue Anneliese“ which I bought at the potato market in Neuenburg.

Purple Flammkuchen4

Kartoffel-Flammkuchen „Blaue Anneliese” / Tarte Flambée with purple potatoes
4 Flammkuchen = 4 Portionen

Teig / dough:
300 g Mehl / 300 g flour
2 Teelöffel Salz / 2 teaspoons salt
15 g Hefe / 15 g yeast
180 ml Wasser, lauwarm / 180 ml lukewarm water
1 Esslöffel Olivenöl / 1 tablespoon olive oil

Belag / topping:
½ Bund Thymian / 1/2 bunch thyme
400 g blaue Kartoffeln (festkochend) / 400 g blue waxy potatoes
4 Esslöffel Olivenöl / 4 table spoons olive oil
1 Knoblauchzehe / 1 clove garlic
180 g Sauerrahm / 180 g sour cream

Teig:
Mehl und Salz mischen. Hefe im Wasser auflösen, zum Mehl geben. Öl dazugeben und alles zu einem glatten, geschmeidigen Teig kneten. Zugedeckt an einem warmen Ort ca. 45 Minuten gehen lassen.

Thymian fein hacken. Kartoffeln mit dem Gemüsehobel in ca. 1 mm dünne Scheiben schneiden. Mit Öl und Thymian mischen.
Knoblauchzehe abziehen, durch die Presse drücken und unter den Sauerrahm rühren.
Backofen auf 220 °C vorheizen. Teig vierteln, auf wenig Mehl zu ca. 3 mm dünnen Fladen ausrollen. Backblech mit Papier belegen, Teigfladen darauf legen und mit ¼ des Sauerrahms bestreichen und mit ¼ der Kartoffelscheiben belegen.

Purple Flammkuchen1

Pro Flammkuchen 12-15 Minuten backen. Vor dem Servieren mit Salz bestreuen.

Purple Flammkuchen7

Dough:
Mix flour and salt. Dissolve yeast in water, add to the flour. Add oil and knead to a smooth, supple dough. Cover and leave it for about 45 minutes in a warm place.

Chop the thyme finely. Cut potatoes with the vegetable slicer into thin slices of about 1 mm. Mix with oil and thyme.
Peel the garlic clove, press through the press and stir it into the sour cream.
Preheat oven to 220 ° C (428 °F). Quarter the dough, roll each piece out on a little flour into 3 mm thin flat breads. Cover a baking sheet with paper and put the rolled out dough on it, sprinkle with ¼ of the sour cream and cover with ¼ of the potato slices. Bake each Tarte Flambée for 12-15 minutes. Before serving sprinkle with salt.

Purple Flammkuchen5

Dazu passt Neuer Wein oder Cidre.

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Dreiländer-Rezepte – Recettes des Trois Pays – Bibeleskäs mit Gschwelldi

Bibeliskaes2
Der Markgräfler hat schon darüber geschrieben, der eine oder andere von Euch hat den Beitrag vielleicht schon gesehen. Es geht um die Ausstellung „ZU TISCH – A TABLE, im Elsass, in Baden und der Schweiz”, die es im vergangenen Herbst/Winter im Museum in Lörrach zu sehen gab, besser gesagt um die Rezepte, die dort nach Region geordnet auf Schautafeln zum selbst entdecken abgebildet waren. Zwei Postkarten mit Rezepten hatte ich mir damals schon erstanden, jetzt ist das passende Buch dazu erschienen. Die Texte sind alle in Deutsch und Französisch abgedruckt.

Und ich musste feststellen, dass ich schon über einige Spezialitäten aus der Regio in meinem Blog geschrieben habe. Gschwelldi und Chäs, das gab es vergangenes Jahr schon zum 1. August – Bundesfeier in der Schweiz – zum Chäs gehört hier auch der Kräuterquark, der hierzulande als Bibeleskäs bezeichnet wird.

Gschwelldi 1

Die Bibele, das sind die kleinen Klümpchen oder Knubbel, die man im Quark sieht. Früher hat man den Quark selbst zubereitet. Dafür wurde sauer gewordene Milch aufgekocht und man brachte sie damit zum Stocken, das heisst, sie trennte sich in einen festen und einen flüssigen Teil. Dann hat man die Masse durch ein Sieb abgeseiht und ausgedrückt. Der Bibeleskäs wird oft auch Ziger genannt.

Eine andere mögliche Erklärung für den Namen Bibeleskäs (Frankreich: Bibalaskaes) – welche ich auch noch nicht kannte – ist, dass man den Quark an die Hühnerküken, die „Bibele” verfüttert hat….

Auf die gleiche Weise kann man übrigens Ricotta machen. Wer keine saure Milch hat, kann mit Weißweinessig nachhelfen. Ich hatte ein einziges Mal Ricotta selbst gemacht. Aber ich finde, bei einem Liter Milch ist die Ausbeute mit 200 Gramm recht gering, und der Aufwand für so kleine Mengen zu groß – deshalb überlasse ich das lieber den Profis. Aber das war noch vor meinem Leben als Blogger.
Hier ist trotzdem das Rezept für selbst gemachten Ricotta, wer es mal selbst probieren möchte.

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Ricotta oder Bibeleskäs, selbstgemacht (ergibt ca. 200 g)

 1 Liter Milch (mindestens 3,5 % – Vollmilch)
keine H-Milch verwenden, sonst funktioniert das Rezept nicht!!!

1/3 Teelöffel Salz
20 ml Weißweinessig (oder Obstessig)

Zubereitung:

In einem großen Edelstahltopf Milch mit Salz zum Kochen bringen. Essig zugeben und die Milch bei kleiner Hitze unter ständigem Rühren so lange sieden lassen, bis sie ausflockt.
Ein Sieb mit einem Tuch auslegen, auf eine Schüssel setzen. Milch hineingießen und an einem kühlen Ort mehrere Stunden abtropfen lassen. Im Kühlschrank aufbewahren oder gleich verbrauchen.

Ricotta1

Für Bibeleskäs mit Gschwelldi  (Pellkartoffeln) setzt man zuerst die gewaschenen, mittelgroßen Kartoffeln auf – ich setze sie immer mit kaltem Wasser auf, Deckel drauf. Wenn das Wasser kocht, müssen die Kartoffeln noch etwa 20 – 30 Minuten garen, je nach Größe).

Wer Bibeleskäs mit gekauftem Quark macht, nimmt für 2 Personen folgende Mengen:

250 g Speisequark (40 %)
(im benachbarten Elsass findet man sogar diesen Quark unter der Bezeichnung „Bibeleskaes” im Kühlregal)
3-4 Esslöffel Sahne
(oder für die leichtere Variante sprudelndes Mineralwasser, dann kann man auch Magerquark oder Fromage Blanc mit 20 % Fett verwenden)
1 Bund Schnittlauch
1 Schalotte oder kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
Salz, Pfeffer

Den Quark und die Sahne (oder Mineralwasser) in einer Schüssel glatt rühren. Schnittlauch in feine Röllchen, Zwiebeln in feine Würfel schneiden und in den Quark geben. Den Knoblauch dazupressen und alles gut vermischen.  Mit Salz und Pfeffer aus der Mühle nach Geschmack würzen.
Mit den Gschwelldi oder mit Bauernbrot servieren. Brägele (=Bratkartoffeln) passen auch hervorragend. Das ist auch ein typisches Essen, welches in den Strausswirtschaften (Straussi oder Straussen) des Markgräflerlandes angeboten wird.

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Ich habe den Bibeleskäs noch mit getrockenten, essbaren Blüten und mit Radieschenstreifen aufgehübscht. Und ausserdem gab es noch anderen Käse dazu:

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Bibeliskaes6

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Baden Elsass Nordwestschweiz
Badische Schneckensuppe Löwenzahn mit Speck Basler Mehlsuppe
Bibeleskäs Schnecken Elsässer Art Rüeblisuppe
Buebespitzle (Schupfnudeln) Flammkuchen Rösti
Saure Leberle Leberknepfla Zwiebelwähe
Saure Kutteln Fleischschnacka Schnitz und Drunder
Kratzete Coq au Riesling (Hahn im Riesling) Solotthurner Leberspieße
Suppenfleisch mit Meerrettichsauce Baeckeoffe Salm Basler Art
Schäufele Sauerkraut Elsässer Art (Choucroute à l’alsacienne) Filet im Teig
Apfelküchle Heidelbeerkuchen (Tarte aux myrtilles) Suure Mogge (Sauerbraten)
Schneeballen mit Vanillesauce Bibalaskaes-Mousse Chriesitötsch (Kirschauflauf)

Dreiländer-Rezepte – Recettes des Trois Pays“ von Susanne Raible ist 2013 erschienen im Verlag Waldemar Lutz, Lörrach, ISBN 978-3-922107-97-2. Es kostet 9,80 Euro und ist erhältlich im Dreiländermuseum Lörrach sowie im Buchhandel.

Passende Rezepte in meinem Blog:

Badisches Schneckensüpple Garten Mai2

Saure Leberle

surileberle frei01
Suuri Leberle

Saure Kutteln

Sulz6
Sulz, Kutteln, Kaldaunen

Kratzete

Spargelkratzete2
Spargel mit Schinken und Kratzede

Suppenfleisch mit Meerrettichsauce

Suppenfleisch1
Suppenfleisch mit Meerrettichsauce, Kartoffeln, Rote Bete und Preiselbeeren

Schäufele (mit Kartoffelsalat

Schäufele1
Schäufele

Schäufele im Brotteig

Schaeufele Brotteig7
Heiligabend – Schäufele im Brotteig

Apfelküchle

Apfelküchle mit Vanilleeis
Apfelküchle mit Vanilleeis

Flammkuchen

Flammkuchen1
Flammkuchen mit neuem roten Wein

Choucroute garnie – Metzgete

Metzgete4
Metzgete

Tarte aux myrtilles

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Heidelbeer Tarte

Basler Mehlsuppe und Zwiebelkuchen

Mehlsuppe
Basler Mehlsuppe
Ziebelewaie
Ziebelewaie

Rösti

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Schweizer Rösti

Rüblisuppe

Karottencremesuppe1
Karottencremesuppe mit Ingwer

Rüblisuppe mit Spitzwegerich

Spitzwegerichsuppe

Rüblisuppe mit Orange und Kapuzinerkresse

Karottensuppe4

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Flammkuchen mit Ziegenkäse und Wildkräutern

Flammkuchen Wildkräuter

Ich hab‘ mein Herz in Heidelberg verloren – an diesen Flammkuchen. ♥ Ein Flammkuchen mit Ziegenkäse und Wildkräutern ♥

Gesehen und gegessen in der Schloss-Backstube in Heidelberg.

Flammkuchen mit Ziegenkäse und Wildkräutern

Für 4-6 Portionen (3 Flammkuchen)

Teig:
280 g Weizenmehl (Type 550)
120 g Roggenmehl (Type 1150 – Ruchmehl)
1 Teelöffel Salz
1 Päckchen Trockenhefe
1 Esslöffel Olivenöl
Mehl zum Arbeiten

Für den Belag:

150 g Ziegenfrischkäse
100 g Crème fraîche
100 ml Sahne
Pfeffer, nach Belieben Salz
1 Bund Frühlingszwiebeln
3 Esslöffel Olivenöl
3 Handvoll Wildkräuter- oder Frühlingssalat
etwas Schnittlauch und 8 Blätter Bärlauch (oder 1 Knoblauchzehe)
Olivenöl, Balsamico Essig für das Dressing

Für die Deko:
Cocktailtomaten, halbiert
eingelegter Kürbis, in Scheiben geschnitten

Für den Teig beide Mehlsorten mit 1 Teelöffel Salz und Trockenhefe mischen. Circa 250 ml lauwarmes Wasser und 1 Esslöffel Olivenöl nach und nach dazugeben und mit dem Knethaken das Handrührgeräts oder der Küchenmaschine unterkneten.
Dann von Hand weitere 5 Minuten zu einem elastischen Teig verkneten. Die Schüssel abdecken und ca. 1 Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.

Für den Belag die  Wildkräuter/Frühlingsalat und Bärlauch waschen, gut abtropfen lassen. (Den Knoblauch schälen und durch eine Presse drücken.)

Die Frühlingszwiebeln waschen, putzen und in feine Ringe schneiden. Olivenöl, Balsamico Essig mit Salz und Pfeffer cremig verrühren. Beides beiseite stellen.

Schnittlauch mit einer Schere in Röllchen schneiden.

Den Ziegenkäse je nach Konsistenz erst mit einer Gabel zerblöckeln, dann mit Crème fraîche und der Sahne glatt rühren, mit Salz und Pfeffer würzen.

Den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und kräftig durchkneten, in 3 Portionen teilen und jedes Teigstück so dünn wie möglich zu einem ovalen Fladen ausrollen. Nach Belieben mit dem Daumen am Rand ein Wellenmuster formen.

Den Backofen auf 230 °C (Umluft 210 °C) vorheizen.

Jeden Teigfladen auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, mit der Ziegenkäse-Creme bestreichen. Im unteren Teil des Backofens pro Blech in 12-15 Minuten knusprig backen.

Den Wildkräutersalat kurz vor Ende der Backzeit mit Schnittlauch und Dressing mischen, den Flammkuchen aus dem Ofen nehmen, zuerst mit den Frühlingszwiebeln bestreuen, dann den Wildkräutersalat, Cocktailtomaten und Kürbisse darauf anrichten. Sofort servieren…..

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ZU TISCH – A TABLE, im Elsass, in Baden und der Schweiz

Am Sonntag waren wir mal seit langer Zeit im Museum – dem drei länder museum (musée des trois pays) in Lörrach. Bei der Sonderausstellung geht es rund um’s Essen im Dreiländereck – Deuschland, Elsaß, Schweiz. Nicht nur die Sonderaustellung, sondern das gesamte Museum ist äusserst sehenswert und das bei einem Eintritt von nur 2 Euro für Erwachsene. Hier eine Auswahl von Fotos – die ausnahmsweise mal nicht von mir selbst, sondern vom Markgräfler sind. Der hatte seine kleine Kompaktkamera dabei – meine Tasche mit dem Fotoapparat wurde wohl als zu groß und Ausstellungsstück-gefährdend angesehen, die musste ins Schliessfach wandern.
Fotografieren ist aber ausdrücklich erlaubt – ich konnte die Verantwortung für die Fotos auf meinen Mann abwälzen und hatte die Hände frei, um in den vielen Kochbüchern, die voller traditioneller Gerichte aus dem Dreiland sind, zu stöbern. Ahh und ooooh und viele Erinnerungen.

Die Fotos habe ich dann aber selbst bearbeitet, so wie die Maggi-Dose, die aussieht wie ein gemaltes Bild und das von Bild von Andy Warhol („Campbell Soup“) übertreffen würde.
Grießschnitten, die auch Grießpfludde heißen, „Arme Ritter“ = Fotzelschnitte = pain perdu mit Apfelmus, Apfelküchle, Ochsenfleisch mit Meerrettichsauce und Nudelsuppe, Spargel mit Chratzete, Springerle, Basler Läckerli, Rahmtäfeli, Grättimänner=Grittibänz= Mannala, Schäufele und Kartoffelsalat am Heiligabend, Linzertorte, die Neujahrsbrezel, Galette des rois zum Dreikönigstag und das Schweizer pendant, Osterflädli, Faschtewaie, Flammekueche, Ziebelewaie und Basler Mehlsuppe, suuri Läberle, Rösti und Brägele und nicht zu vergessen die Schwarzwälder Kirschtorte

.. So ziemlich alles, wovon ich schon Rezepte und Fotos geblogt habe, war dort liebevoll beschrieben. (Für das Rezept in meinem Blog jeweils anklicken). Aber keine Angst- ich habe auch viele neue Ideen bei der Ausstellung gesammelt.

Tja, was das Essen angeht, so ist man sich in der Ecke Basel-Mulhouse-Schwarzwald einig.

Eingekochtes

Also doch – Spätzle sind nicht rein schwäbisch, bei uns heissen sie nur anders: Knöpfle! Und sind etwas dicker und rundlicher als die dünnen Schobespätzle 😉
Mandelmühle – ebenfalls kein Bild, sondern das Foto entsprechend bearbeitet

Und…derzeit ist überall wieder Wähe-Saison, ob süß oder salzig, immer passend zur Jahreszeit.

Dieser Ausflug eignet sich perfekt für einen nebligen, kühlen Herbsttag – ein wenig Nostalgie.
Für die Kinder ist auch was mit dabei – z. B. die Schnüffellöcher, aus denen es nach Läckerli, Speck, Kakao,  und Wybert Bonbons duftet…

Typisch Lörrach:

Fahrt mal hin!

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Arnos Straußi in Seefelden

Getreu dem Motto „Wo’s Sträußle hängt, wird ausgeschenkt“, sind wir dem Besen (oder Strauß) in Seefelden an der B3 gefolgt – und uns wurde tatsächlich was eingeschenkt.

Da der Strauß eher einem Besen gleicht, heissen die Straußwirtschaften (bei uns Straußi) oft auch „Besenwirtschaft“. Sie  folgen einer langen Tradition und dürfen ohne Konzession Wein ausschenken, das aber nur für eine bestimmte Anzahl Tage im Jahr.

Arnos Straußi (Weingut Kieninger) hat z. B. jetzt gerade, noch bis zum 12. August geöffnet und macht dann kurze Sommerpause. Im September, wenn es dann den neuen Wein „Neue Wii“ gibt und es unbedingt Zwiebelkuchen und Flammkuchen geben muss öffnet die Straußi dann wieder, dieses Jahr vom 7. September – 26. November.

Wer gut und günstig essen möchte, ganz ohne Schnick-Schnack, pur und ehrlich ist hier bestens aufgehoben: Schnitzel, Winzerhäxle, Brägele, Wurstsalat, Bauernbratwürste, Vesperteller, Käse, Flammkuchen, Salat (mit Putenstreifen), im Frühjahr (März-April/Mai) Spargel und ab Oktober Schlachtplatte…hier wird man fündig.


Im Sommer und an sonnigen Herbsttagen sitzt man am besten draussen, unter dem Schatten der großen Linde oder im Herbst im gemütlichen Gastraum mit dem ein- oder anderen Gläschen Wein. Soweit ich weiss, hat Arnos Straußi im Herbst auch neuen roten  Wein. Wer Auto fährt kann vorzüglichen weißen Traubensaft oder Traubensaftschorle trinken – natürlich gibt’s auch Apfelsaft. Einfach, ehrlich und gut.

Zum Dessert oder am Sonntag Nachmittag gibt es Kaffee und Kuchen – bei unserem Besuch standen auf der Karte Käsekuchen und Linzertorte zur Auswahl.
Anschließend ein Schäpschen („Verreisserle“) und die Welt ist in Ordnung (den gibt’s natürlich nicht alkoholfrei) 🙂

Mein Schnitzel (kleine Portion = 1 Stück / große Portion = 2 Stück)


Ausgewählte Beilage:
1 Portion Brägele (= reichlich)
ausserdem gibt es jeweils Bauernbrot dazu, man könnte also auch auf die Beilage verzichten – aber wenn’s Brägele (Bratkartoffeln) gibt  dann nicht!!!


Das „Winzerhäxle“ vom Markgräfler –
dazu muss man anmerken, dass der Diminutiv auf der Speisekarte

(Oberdeutsche Dialekte (süddeutscher Sprachraum) Alemannisch Badisch und Elsässisch -le, zum Beispiel Kätzle)

hier etwas fehl am Platz ist. Die Bedienung meinte nur  “ – jo, die Sau isch halt scho eweng größer gsii…“ ( – ja, die Sau war halt schon ein wenig größer…“)

Der Markgräfler brauchte dann noch ein Verreiserle und dann machten wir uns satt und zufrieden auf den Heimweg.

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TARTE FLAMBÉE AUX ASPERGES – Flammkuchen mit grünem Spargel und Ziegenfrischkäse

Hier zur Spargelsaison  noch ein frühlingshafter, französischer Klassiker – ein ganz besonderer

Flammkuchen mit grünem Spargel

Für 4-6 Portionen (3 Flammkuchen)

Teig:
280 g Weizenmehl (Type 550)
120 g Roggenmehl (Type 1150 – Ruchmehl)
1 Teelöffel Salz
1 Päckchen Trockenhefe
1 Esslöffel Olivenöl
Mehl zum Arbeiten

Für den Belag:
750 g grüner Spargel
Salz
2 rote Zwiebeln
3 Esslöffel Olivenöl
4 Stängel Estragon
etwas Schnittlauch und 1 Knoblauchzehe (oder 8 Blätter Bärlauch, falls erhältlich)
150 g Ziegenfrischkäse
100 g Crème fraîche
100 ml Sahne
Pfeffer
100-150 g dünn geschnittener roher, luftgetrockneter Schinken (nach Belieben)

Für den Teig beide Mehlsorten mit 1 Teelöffel Salz und Trockenhefe mischen. Circa 250 ml lauwarmes Wasser und 1 Esslöffel Olivenöl nach und nach dazugeben und mit dem Knethaken das Handrührgeräts oder der Küchenmaschine unterkneten.
Dann von Hand weitere 5 Minuten zu einem elastischen Teig verkneten. Die Schüssel abdecken und ca. 1 Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.

Für den Belag die Spargelstangen (Ø 8-12 mm) waschen, die holzigen Enden abschneiden und dann sehr schräg in möglichst längliche, ca. 8 mm dicke Scheiben schneiden, dabei die Spitzen ganz lassen. In ausreichend kochendem Salzwasser ca. 3 Minuten blanchieren, sodass sie nicht mehr ganz bissfest sind, dann in ein Sieb abgießen und mit kaltem Wasser abbrausen und gut abtropfen lassen.

Die Zwiebeln schälen, längs halbieren, dann in feine Streifen schneiden. In einer beschichteten Pfanne 2 Esslöffel Olivenöl erhitzen, darin die Zwiebeln hell andünsten, die Pfanne vom Herd nehmen.

Die Kräuter waschen und trocken tupfen. Estragonblättchen fein zerschneiden (Bärlauch in schmale Streifen schneiden), Schnittlauch mit einer Schere in Röllchen schneiden. Den Knoblauch schälen und durch eine Presse drücken.

Den Ziegenkäse je nach Konsistenz erst mit einer Gabel zerblöckeln, dann mit Crème fraîche und der Sahne glatt rühren. Die Kräuter und den Knoblauch unterrühren und kräftig mit Salz und Pfeffer würzen.

Den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und kräftig durchkneten, in 3 Portionen teilen und jedes Teigstück so dünn wie möglich zu einem ovalen Fladen ausrollen. Nach Belieben mit dem Daumen am Rand ein Wellenmuster formen.

Den Backofen auf 230 °C (Umluft 210 °C) vorheizen.

Jeden Teigfladen auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, mit der Kräutercreme bestreichen.


Den Spargel in der Pfanne mit den Zwiebeln und dem restlichen Olivenöl mischen,

und auf den Fladen verteilen

Ganz leicht salzen und mit grobem Pfeffer übermahlen.
Im unteren Teil des Backofens pro Blech in 12-15 Minuten knusprig braun backen.

Etwa 5 Minuten vor Ende der Backzeit nach Belieben den rohen Schinken darüber legen.

….und dann mit einem Glas Weißwein genießen 😉

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Flammkuchen – Tarte Flambée und neuer roter Wein

Gestern gab es bei uns mal statt weißem neuen Wein (Federweiser) mal roten neuen Wein. Als wir neulich im Elsaß waren, gab es natürlich überall Tarte Flambée.
Der ist etwas weniger aufwendig als Zwiebelkuchen. Man braucht einfach nur einen Brot- oder Pizzateig, wellt diesen so dünn wie möglich aus und belegt ihn dann mit Crème Fraîche, Zwiebeln, Speck und Käse.
Hier ist das Rezept (ich habe Pizzateig verwendet):

Für den Teig:
300 g Pizzamehl (Tipo 00)
2 Esslöffel Öl
1 Teelöffel Salz
1 Prise Zucker
ca. 150 ml lauwarmes Wasser
1 Päckchen Trockenhefe (oder 1/2 Würfel frische Hefe)

Mehl, Olivenöl, Salz, Zucker, Wasser und die Hefe in eine Schüssel geben und miteinander verkneten. Anschließend gut abgedeckt an einem warmen Ort  ca. 30 – 45 Minuten gehen lassen.

Das reicht für 2 runde Bleche mit 28 cm Durchmesser.


300 ml Crème Fraîche (oder Saure Sahne/Schmand)
mit etwas Knoblauchgranulat, Salz und Pfeffer würzen.
Vorsichtig mit dem Salz, der Speck ist evtl. sehr salzig!
Die Mischung dünn auf den ausgewallten Teig streichen.
Mit in dünne Scheiben geschnittener Zwiebel, Speckwürfelchen und geriebenem (Emmentaler) Käse belegen.


Bei 220 °C Ober- Unterhitze ca. 20 – 25 Minuten backen.

Den neuen Wein -“ neue Wii“ bekommt man bei den Weingütern oder bei den Winzergenossenschaften, z. B. bei der WG in Auggen.

Nachtrag aus der Austellung “ZU TISCH – A TABLE” im Museum in Lörrach 21.09.2012 bis 24.02.2013