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Köstliche Eiweissverwertung: Kokosmakronen

Adventskalender12

Die Hälfte der Adventskalender-Fenster ist nun geöffnet. Von der Orangencreme war Eiweiss übrig. Das musste irgendwie verwertet werden. Der Markgräfler war zuerst enttäuscht -„…wie, ohne Oblaten?????” – und ich war der festen Überzeugung, dass keine Oblaten mehr in der Kiste mit den Backzutaten waren. Nach genauem Hinsehen war da doch noch eine angefangene Packung. Und ich muss es ja zugeben: Zuerst haben die Makronen noch am Backpapier geklebt, und dann hätte ich sie beinahe noch im Backofen vergessen. Sie sind also aussen ein wenig knusprig geworden, aber innen sind sie dennoch weich und luftig und schmecken tun sie auf jeden Fall sehr lecker. Ich musste gleich probieren, und auch der Markgräfler hat sich nicht nur eine vom Kuchengitter gegriffen.

Kokosmakronen sind eigentlich sehr einfach und auch noch preiswert. Aus den angegebenen Zutaten habe ich etwa 50 Stück gemacht, im Rezept steht, dass es etwa 60 Stück geben sollte. Dafür sind meine vermutlich etwas zu groß ausgefallen – aber man soll ja schließlich was zwischen den Zähnen haben…

Kokosmakronen5

Kokosmakronen

4 Eiweiß (Größe M)
200 g feinkörniger Zucker
1 Messerspitze gemahlener Zimt
2 Tropfen Bittermandelöl
200 g Kokosraspel

Das Eiweiß sehr steif schlagen. Es muss so steif sein, dass ein Messerschnitt sichtbar bleibt. Das Eiweiß weiterschlagen und den Zucker nach und nach einrieseln lassen.
Dann Zimt und Bittermandelöl kurz unterschlagen, die Kokosraspel vorsichtig unterheben.

Mit zwei feuchten Teelöffeln kleine Häufchen auf das mit Backpapier belegte Blech setzen. Dabei genügend Abstand lassen. Den Ofen afu 180 °C vorheizen, die Kokosmakronen entweder nacheinander oder bei Umluft mehrere Bleche gleichzeitig (160 °C vorgeheizt) 10-12 Minuten backen.

Kokosmakronen1

Die Makronen samt Backpapier von den Backblechen auf Kuchenroste ziehen, abkühlen lassen und dann vom Papier ziehen.

Kokosmakronen3

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Altenländer Sauerkirschkuchen – ein schneller Kuchen mit Tassen-Quick-Teig

….und dann gab es als zweites Geburtstags-Leckerli noch einen Sauerkirschkuchen. Vor vielen, vielen Jahren war das Rezept mal auf einer Packung Speisestärke abgedruckt. Früher habe ich immer frische Sauerkirschen vom Baum, der im Garten meiner Eltern stand verwendet. Die waren eine Spur säuerlicher als die Schattenmorellen, die es im Glas zu kaufen gibt. In einem guten Jahr hatte meine Mutter immer Sauerkirschen für den Winter eingeweckt. Irgendwann wurde der Baum zu alt und hatte kaum mehr Früchte getragen…

Ich habe diesmal nicht die Speisestärke aus Mais (Mondamin oder Maizena) verwendet, sondern Kartoffelstärke (Kartoffelmehl) und Schattenmorellen aus dem Glas. Die fein geriebene Zitronenschale im Guss macht den Kuchen erfrischend. Der Kardamom im Teig erinnert mich an Schwedischen Hefeschnecken und es schmeckt nach einer Vorahnung von Weihnachten…  Im Büro kam der Kuchen sehr gut an – alles ratzeputz aufgegessen….   🙂

Und das beste daran ist: der Kuchen ist superschnell fertig und man braucht keine Waage, um die Zutaten abzuwiegen, da alles mit Tassen oder Esslöffeln abgemessen wird.

Altenländer Sauerkirschkuchen

Die Zutaten:
0,5 Tasse Kartoffelmehl (oder Mondamin/Maizena)
2 Tassen Dinkelmehl Type 630
0,5 Teelöffel Backpulver
1 Prise Kardamom
1 Eigelb
1 Tasse Zucker
125 g Butter

Für die Füllung:

500 g Sauerkirschen, frisch oder ein Glas Schattenmorellen, ohne Kerne

Für den Guss:
1 Eigelb
2 Esslöffel Zucker
3 gestrichene Esslöffel Speisestärke
1/2 Becher saure Sahne
1 gestrichener Teelöffel fein abgeriebene Zitronenschale
2 Eiweiß

Für den Teig Speisestärke, Mehl, Kardamom und Backpulver miteinander mischen. Eigelb und Zucker dazugeben, die Butter in Stücken daraufgeben und mit den Fingern zu einem krümeligen Teig verreiben. Die entstandenen Streusel in eine gefettete Form (26-28 cm Ø) drücken, einen Rand hochziehen.

Den Backofen auf 200 °C vorheizen.

Frische Sauerkirschen entsteinen, Schattenmorellen durch ein Sieb gut abtropfen lassen. Die Sauerkirschen auf dem Teigboden verteilen und 20-25 Minuten vorbacken.

Das Eiweiß steif schlagen. Dann das Eigelb mit dem Zucker schaumig rühren, Speisestärke, saure Sahne und Zitronenschale unterrühren, dann vorsichtig das steif geschlagene Eiweiß unterheben.

Den Guss auf den Kirschen verteilen und nochmals 15-20 Minuten backen, bis der Guss goldgelb ist. In der Form abkühlen lassen. Aus der Form lösen, aufschneiden und genießen!

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Rezept: 1056. Apfelmeringen. (Äpfel mit Baiserhaube)

Eiweiss war noch da, von der Sauce Hollandaise von neulich. Im Garten fallen die Äpfel vom Baum – und ich habe mal in dem alten Koch- und Haushaltungsbuch, das ich auf dem Flohmarkt erstanden habe, geblättert.

Prima, mit diesem Rezept kann ich ein paar Äpfel verwerten, und das Eiweiss auch….Und überhaupt, die blanchierten Mandeln mit der Baisermasse (Meringe) schmecken einfach nur genial. Auf die im Rezept angegebenen Korinthen habe ich verzichtet. Also einfach weglassen, wenn man gerade keine Lust drauf hat, oder sowieso keine mag.
Ach übrigens: Wenn man in Frankreich nach Baiser verlangt, könnte das leicht missverstanden werden – weil man dann nach einem Kuss oder sogar mehr fragt….

Apfelmeringen

Für vier Personen

Also los:

Zut: 1 kg Äpfel, 90 g Zucker, 1/3 Liter Wasser, 1/3 Liter Wein, 1 Esslöffel Kirschwasser, 50 g Korinthen, 20 g Butter oder Margarine.

Zum Guß:

3 Eiweiß, 90 g mit Vanille gewürzter Zucker, 20 g geschälte, länglich geschn. Mandeln.

Mürbe Äpfel werden geschält, halbiert, vom Kernhaus befreit, mit Zucker, Wein und Kirschwasser gedämpft, bis man die Äpfel mit einem Strohhalm leicht durchstechen kann. Nun legt man sie in eine gefettete Auflaufform, belegt sie mit den gewaschenen, gebrühten Korinthen und den Butterstückchen und stellt die Form etwa 5 Minuten in den heißen Backofen. Unterdessen schlägt man die Eiweiß zu steifem Schnee, zieht den Zucker leicht darunter, bedeckt damit die gedämpften Äpfel, streut nach Belieben Mandeln darüber und stellt die Form nochmals etwa 20 Minuten in den nicht zu heißen Backofen. Der Meringenguß muss eine dunkelgelbe Farbe haben.

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La Crémantaise – ’s Cremantbrot

Vergangenes Jahr, auf dem Brotmarkt in Müllheim habe ich es entdeckt – das Cremantbrot / La Crémantaise aus dem Elsass. Es schmeckt nicht zu süß, ist locker und passt natürlich am besten zu einem Gläschen Crémant. Weil die Crémantaise nicht so süß ist, avanciert sie zum meinem neuen Apéro Liebling.
Der Kuchen bzw. das Brot ist von der Konsistenz her dem Gugelhupf ähnlich und hat statt der Mandeln eine Macaronnade (Macarons-Masse ohne Zucker aber mit Marzipan) als Häubchen. Das  Rezept war auf Französisch, ich habe es übersetzt und heute früh nachgebacken.
Man muss aber schon einen ganzen Tag einplanen, bis die Crémantaise fertig ist, denn – man muss einen Hefevorteig mit dem Crémant anzetzen, der 2 Stunden ruhen muss, dann muss der Teig nochmal mindestens 30 Minuten gehen und danach ruht er nochmal für 12 Stunden im Kühlschrank.

Hier ist das Rezept:

La Crémantaise – ’s Cremantbrot

Poolish:

Ingrédients:
100g de farine / 6g de levure / 100g de crémant.

Vorteig:
Zutaten:
100g Mehl (ich habe Dinkelmehl Type 630 verwendet)
6 g Hefe
100 g Crémant (Sekt aus dem Elsaß)

Progression:
Mélanger le tout et laisser reposer 2h.

Zubereitung:
Die Zutaten miteinader vermischen und 2 Stunden ruhen lassen.

La pâte:

Ingrédients:
300g de farine T.55 / 10g de levure / 10g de sel / 60g de sucre / 100g d’oeufs /85g de lait / 160g de beurre / 120g de raisins secs blonds / 12g de rhum.

Der Teig:
Zutaten:
300 g Weizenmehl Type 550 (Dinkelmehl Type 630)
10 g Hefe
10 g Salz
60 g Zucker
100 g Eier
85 g Milch
160 g Butter
120 g (helle) Rosinen
12 g Rum

Progression:
Faire macérer les raisins dans le rhum.

Pétrir ensemble la farine, la levure, le sel, le sucre, les oeufs, le lait et la poolish.
Pétrir jusqu’à obtenir une pâte lisse et qui se décolle des paroi du batteur.
Ajouter le beurre en 3 fois, ça permet d’avoir une brioche à la mie filante.
Quand la pâte décolle à nouveau, ajouter les raisins et pétrir encore 2min.
Laisser la pâte lever pendant 30min, puis mettre la pâte au réfrigérateur pendant 12h.
Détailler des pâtons de 400g pour les brioches rectangulaire, qu’on façonne en batard et qu’on dispose dans une moule à cake beurré ou de pâtons de 80g pour les boules qu’on mettra sur une plaque couverte de papier cuisson.

Zubereitung:
Die Rosinen in Rum einlegen und durchziehen lassen.

Das Mehl mit der zerbröckelten Hefe, Salz, Zucker, Eiern, leicht angewärmer Milch und dem Vorteig verkneten. So lange kneten, bis ein geschmeidiger Teig entsteht, der sich vom Schüsselrand löst. Dann die Butter in drei Portionen dazugeben, das ergibt einen Briocheteig.
Sobald sich der Teig wieder vom Schüsselrand löst, die in Rum getränkten Rosinen unterkneten. Weitere zwei Minuten durchkneten.
Den Teig ca. 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen, danach zugedeck für 12 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Den Teig in Laibe à 400 g teilen (ergibt zwei kleine Kastenformen) oder zu Brötchen à 80 g formen.
Ich habe eine neue Kasten-Springform mit 31 cm Länge, in diese kann die ganze Teigmenge eingefüllt werden, ergibt dann ein Cremantbrot.

Die Kastenform mit Butter einfetten, die Brötchen auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.

 

Macaronnade:

Ingrédients:
35g de pâte d’amande / 70g de poudre d’amande / 15g d’huile / 15g de fécule / 45g de blancs d’oeufs.

Macaronnade
Zutaten:
35 g Marzipan
70 g gemahlene Mandeln
15 g Sonnenblumenöl
15 g Speisestärke (Kartoffelmehl)
45 g Eiweiß

Progression:
Détendre la pâte d’amande avec l’huile, puis ajouter la poudre d’amande et la fécule.
Monter les blancs, puis incorporer au mélange précédent.

Etaler sur les brioches.

Faire lever les brioches pendant 1h45 environ, pour les brioches en moule quand la pâte arrive à hauteur du moule, c’est bon à cuire.

Cuire à 190°C pendant 20min pour les boules, et 35min pour les brioches en moules.

Zubereitung:
Das Marzipan mit dem Öl verrühren, dann die gemahlenen Mandeln und die Speisestärke untermischen.
Das Eiweiß steif schlagen und unter die Mischung heben.
Auf den Brioches verteilen
und etwa 1 Stunde 45 Minuten gehen lassen, in der Kuchenform bis der Teig bis zum Rand aufgegangen ist.

Bei 190 °C (Ober-Unterhitze) auf der untersten Schiene des Backofens für 20 Minuten (Brötchen) – 35 Minuten (Kuchenform) backen.
Den Teig in der großen Form habe ich ca. 45 Minuten gebacken.

Nach dem Abkühlen aus der Form lösen und mit Puderzucker bestäuben.

…et voilà – la Crémantaise:

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Valentinstag

Walnuss-Orangen-Herz zum Valentinstag am
-14. Februar-

Das Café Decker in Staufen feiert in diesem Jahr sein 50 jähriges Bestehen. http://www.cafe-decker.de

Grund genug, eines der Rezepte von Hermann Decker auszuprobieren:

Walnuss-Orangen Kuchen
(für eine Form mit 0.6 Liter Inhalt)

Valentinstagsherz

Für den Teig:

120 g Marzipan
10 ml Wasser
1 Prise Salz
1 Eiweiß
Abrieb von 1 Zitrone
5 ml Grand Marnier oder Cointreau
3 Eiweiß
60 g Zucker
50 g flüssige Butter
30 g gehackte Walnüsse
30 g Orangeat
60 g Mehl

Für den Überzug:
100 g dunkle Kuvertüre

Backform:
Eine Herzform oder halbrunde Rippenform (0,6 l) mit Butter auspinseln und mit Mehl bestäuben.

Backzeit:
Im vorgeheizten Backofen bei 180 °C,
Gas Stufe 3, ca. 50-60 Minuten backen.

Zubereitung:

Die Zutaten abwiegen und darauf achten, dass sie Zimmertemperatur haben.

Das Marzipan mit dem Wasser, Salz, Zitrone, Grand Marnier und einem Eiweiß zu einer schaumigen Masse rühren. Das restliche Eiweiß mit dem Zucker zu einem steifen Schnee schlagen. Das Mehl, die gehackten Walnüsse, das Orangeat und die flüssige Butter vorsichtig unter die schaumige Marzipanmasse heben und anschließend den Eischnee unterheben.
Den Teig in die vorbereitete Form füllen und backen.
Den fertigen Kuchen vorsichtig aus der Form lösen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Die Kuvertüre im Wasserbad auflösen und den ausgekühlten Kuchen gleichmäßig überziehen.