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Köstliche Eiweissverwertung: Hägenmakronen

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Hägenmakronen

Von den zuletzt gebackenen Weihnachtsplätzchen und dem Zimteis hatte ich noch so viele Eiweiß übrig.
Ich hatte schon lange nach einem Rezept gesucht, dass in der Konsistenz ähnlich ist, wie die italienischen Amaretti. Hier war ich endlich erfolgreich. Die Plätzchen bestehen nur aus abgezogenen, gemahlenen Mandeln, Puderzucker, Eiweiß, etwas Zitronensaft und Hägenmark (Hagebuttenmarmelade)/ Schweiz: Buttenmost (Gegend um Solothurn) und sind deshalb auch bestens für Menschen mit Glutenunverträglichkeit geeignet (ohne Oblaten!).
Meine Mutter erzählte mir einmal, dass sie das Hagebuttenmark aus Basel kennt, und dass viele Bäuerinnen aus dem Elsass im Herbst das Hagebuttenmark auf dem Basler Markt angeboten hätten. Deshalb habe ich hier auch die Confiture Églantines Sauvages (Wilde Hagebutten) aus Mulhouse verwendet.

Haegenmark
Hägenmark aus dem Elsass – Mulhouse,
Tradition seit 1921

 

Das Rezept stammt wiederum aus einem Buch vom SWR – Plätzle, Bredele, Gutsle, Weihnachtsbäckerei mit der Landesschau.554_270x179_675
Es ist von Marianne Braig aus Ravensburg. Sie schält die Mandeln selbst, beschreibt aber nicht, wie man das macht.
Deshalb habe ich hier das um meine Anmerkungen ergänzte Rezept.
Wer das selbst tun möchte, dem sei gesagt, dass es für diese Menge eine Heidenarbeit ist. Man überbrüht die Mandeln mit kochendem Wasser, lässt sie ein wenig darin ziehen. Wenn sich die Schalen leicht lösen, tropft man sie durch ein Sieb ab und reibt sie dann zwischen zwei Küchentüchern. Manchmal muss man einige widerspenstige Mandeln aus der Schale drücken. Dann müssen sie erst einmal trocknen.
Entweder im Backofen bei 50 °C oder auf Küchentüchern ausgebreitet (das dauert etwas länger und man braucht viel Platz).
Also  habe ich die Mandeln schon abgezogen gekauft. 😉
Wer Eiweiß von der Weihnachtsbäckerei in einem Behälter gesammelt hat, und nicht genau weiß, was ein Eiweiß wiegt:
ein Eiweiß wiegt etwa 30 g das Eigelb etwa 20 g.

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Hägenmakronen

etwa 600 g Mandeln (fertig blanchiert/geschält) – das entspricht etwa 625 g ungeschälten
500 g Puderzucker
5 Eiweiß (=etwa 150 g)
Saft einer halben Zitrone
4 Esslöffel Hägenmark (Hagebuttenmarmelade)

Die Mandeln mahlen. Das Eiweiß sehr steif schlagen, den Puderzucker mit dem Zitronensaft unterrühren. Von der Eiweißmasse eine Tasse (ca. 1/4 Liter) als Guss beiseite stellen. Unter die übrige Masse die gemahlenen Mandeln und das Hägenmark mischen. Auf Oblaten längliche Makronen setzen. Einen dünnen Kochlöffelstiel in kaltes Wasser tauchen, in die Makronen kleine Vertiefungen drücken und einen Streifen von dem Guss einspritzen.
Die Makronen eine halbe Stunde trocken lassen, dann bei 150 °C ca. 20 Minuten goldgelb backen. Nicht zu lange backen, sonst werden sie trocken und zu dunkel.
(Die Makronen sollen innen noch etwas weich bleiben.)

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Köstliche Eiweissverwertung: Kokosmakronen

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Die Hälfte der Adventskalender-Fenster ist nun geöffnet. Von der Orangencreme war Eiweiss übrig. Das musste irgendwie verwertet werden. Der Markgräfler war zuerst enttäuscht -„…wie, ohne Oblaten?????” – und ich war der festen Überzeugung, dass keine Oblaten mehr in der Kiste mit den Backzutaten waren. Nach genauem Hinsehen war da doch noch eine angefangene Packung. Und ich muss es ja zugeben: Zuerst haben die Makronen noch am Backpapier geklebt, und dann hätte ich sie beinahe noch im Backofen vergessen. Sie sind also aussen ein wenig knusprig geworden, aber innen sind sie dennoch weich und luftig und schmecken tun sie auf jeden Fall sehr lecker. Ich musste gleich probieren, und auch der Markgräfler hat sich nicht nur eine vom Kuchengitter gegriffen.

Kokosmakronen sind eigentlich sehr einfach und auch noch preiswert. Aus den angegebenen Zutaten habe ich etwa 50 Stück gemacht, im Rezept steht, dass es etwa 60 Stück geben sollte. Dafür sind meine vermutlich etwas zu groß ausgefallen – aber man soll ja schließlich was zwischen den Zähnen haben…

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Kokosmakronen

4 Eiweiß (Größe M)
200 g feinkörniger Zucker
1 Messerspitze gemahlener Zimt
2 Tropfen Bittermandelöl
200 g Kokosraspel

Das Eiweiß sehr steif schlagen. Es muss so steif sein, dass ein Messerschnitt sichtbar bleibt. Das Eiweiß weiterschlagen und den Zucker nach und nach einrieseln lassen.
Dann Zimt und Bittermandelöl kurz unterschlagen, die Kokosraspel vorsichtig unterheben.

Mit zwei feuchten Teelöffeln kleine Häufchen auf das mit Backpapier belegte Blech setzen. Dabei genügend Abstand lassen. Den Ofen afu 180 °C vorheizen, die Kokosmakronen entweder nacheinander oder bei Umluft mehrere Bleche gleichzeitig (160 °C vorgeheizt) 10-12 Minuten backen.

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Die Makronen samt Backpapier von den Backblechen auf Kuchenroste ziehen, abkühlen lassen und dann vom Papier ziehen.

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