Essen & Trinken

Entenbrust, Mairübchen-Püree und Möhrengemüse


Mairübchen wollte ich schon immer mal probieren – ob die wohl so ählich schmecken wie die Steckrüben, die es im Herbst gibt?
Biologisch gehören die Mairübchen zur Art der „Rübsen” und der Gattung „Kohl” und das erklärt auch den leicht scharfen Geschmack, der an Radieschen und Kohlrabi erinnert.
Natürlich hätte ich die Mairübchen auch wie Kohlrabi dünsten können, aber ich wollte mal was anderes ausprobieren.

In einer Zeitschrift habe ich dann ein Rezept für Mairübchen-Püree gefunden und habe es nachgekocht. Auf dem Bild sah es dort ähnlich wie Kartoffelpüree aus, irgendwie scheine ich aber etwas zu viel Flüssigeit verwendet zu haben und so ist das Püree dann unter der gebratenen Entenbrust gelandet, statt daneben.

Der Geschmack aber war wunderbar…. Außerdem gab es noch Möhrengemüse in Marsala mit Kresse.



Möhrengemüse


Zutaten
(Für 4 Personen)
• 800 g Möhren
• 1 kleine Zwiebel
• 3 Esslöffel Butter
• 1/8 Liter Marsalawein
• ½ Teelöffel Salz
• 1 Kästchen Kresse

Zubereitung
Die Möhren waschen, schälen und in Scheiben schneiden. Die Zwiebel schälen und fein hacken.
Die Butter zerlassen, zuerst die Zwiebel darin glasig dünsten, dann Möhrenscheiben unter Wenden 5 Minuten darin anbraten.
Den Marsalawein und das Salz hinzufügen, alles gut durchmischen.
Die Möhren zugedeckt in 20 bis 30 Minuten garen. Zum Servieren mit etwas Kresse bestreuen.


Mairüben-Püree


Zutaten
(Für 4 Personen)
• 400 g geschälte Mairüben
• 150 ml Sahne
• 100 ml Milch
• 60 g Butter
• 1 Schuss Zitronensaft
• Salz
• weißer Pfeffer
• frisch geriebene Muskatnuss

Zubereitung
Die Mairüben in feine Würfel schneiden. In einer Mischung aus Sahne, Milch und etwas Butter weich dünsten. Pürieren, dann den Rest der Butter zugeben und nochmals gut aufmixen.
Den Zitronensaft zugeben und mit etwas Salz, weißem Pfeffer und Muskatnuss würzen.


Entenbrust braten


Entenbrust kalt abspülen, trockentupfen. Dann die Haut kreuzweise einschneiden, darauf achten, dass das Fleisch nicht angeschnitten wird.
Mit grobem Meersalz und frisch gemahlenem Pfeffer von beiden Seiten würzen und etwas einreiben.

In einer Pfanne ohne Fett zuerst auf der Fettseite bei starker Hitze anbraten, bis das Fett austritt, dann die Hitze reduzieren und 15 Minuten knusprig braten.
Dann wenden und ca. 15 Minuten fertiggaren. Das Fleisch soll innen noch rosig sein. In Alufolie einwickeln und ca. 10 Minuten ruhen lassen, dann in Streifen schneiden.



Carrots in Marsala


Ingredients
(For 4 persons)
800 g carrots
1 small onion
3 tablespoons butter
1/8 litre Marsala wine
½ Teaspoon salt
1 garden cress

Preparation
Wash, peel and slice the carrots. Peel the onion and chop finely.
Melt the butter, first fry the onion in it until translucent, then fry the carrot slices in it for 5 minutes while turning.
Add the Marsala wine and salt and mix well.
Cover and cook the carrots for 20 to 30 minutes. Sprinkle with some cress to serve.


Turnip puree


Ingredients
(For 4 persons)
400 g peeled turnips
150 ml cream
100 ml milk
60 g butter
1 shot lemon juice
salt
white pepper
freshly grated nutmeg

Preparation
Cut the turnips into fine cubes. Steam in a mixture of cream, milk and a little butter until soft. Puree, then add the rest of the butter and mix well again.
Add the lemon juice and season with salt, white pepper and nutmeg.


Hoat to roast duck breasts


Rinse duck breast cold, pat dry. Then cut the skin crosswise, making sure that the meat is not cut.
Season on both sides with coarse sea salt and freshly ground pepper and rub in a little.

In a pan without fat, fry first on the fat side over a high heat until the fat drips, then reduce the heat and fry for another 15 minutes until crispy.
Then turn and finish cooking for about 15 minutes. The flesh should still be rosy inside. Wrap in aluminium foil and let rest for about 10 minutes, then cut into strips.

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Toulouse: Cassoulet mit Saucisses de Toulouse

Toulouse Cassoulet 4
Toulouse: Cassoulet

Obelix: „C’est joli, Tolosa … et la saucisse, c’est bon?“
Asterix: „Un régal, Obelix, un régal!“
(régal = Gaumenfreude)


EM_2016_France_Toulouse


Saucisse de Toulouse“ sind das Mitbringsel unserer gallischen Helden aus Toulouse (lat. Tolosa), und Asterix lobt diese als Gaumenfreude. Für das heutige Spiel in Toulouse habe ich mich daher für Cassoulet mit „Saucisse de Toulouse“ entschieden.
Das Cassoulet, ein Eintopf aus weißen Bohnen und verschiedenen Fleischsorten ist typisch für die Küche der Stadt an der Garonne.
Neben den Würstchen gehört hier auf jeden Fall noch „Confit de Canard“ in das Cassoulet, dazu noch Speck, Schweine- und Lammfleisch. Was nach einem einfachen, deftigen und bodenständigen Eintopf klingt, ist wirklich eine Delikatesse aber extrem zeitaufwändig.



Ich habe die komplette Menge für 6-8 Personen zubereitet und die Reste als Gericht für schmuddelige Herbsttage eingefroren.
Sollte man aber mal in der Gegend von Toulouse sein, empfehle ich, den Cassoulet unbedingt vor Ort zu probieren. Ich habe gelesen, dass der Eintopf in der Brasserie Flo Les Beaux Arts am besten schmecken soll.


Toulouse Cassoulet 1


Die Farbe Indigoblau machte die Stadt Toulouse einst reich. Sie wurde früher im großen Stil aus dem Blaupigment der Pflanze Färberwaid (in Frankreich Pastel genannt) gewonnen und wurde überwiegend für das Färben von Stoffen verwendet.
Pastel erlebt heutzutage zwar gerade ein Comeback, aber die Stadt profitiert vor allem von der Flugzeugindustrie. In Toulouse montiert Airbus den A380.
Aber kommen wir zurück zum Cassoulet.


Toulouse Cassoulet 13


 Cassoulet


Zutaten
(für 6 bis 8 Personen)

• 500 g getrocknete weiße Bohnen
• 4 Möhren
• 4 Zwiebeln
• 6 Gewürznelken
• 6 Knoblauchzehen
• 10 Zweige Thymian
• 5 Stängel Petersilie
• 2 Lorbeerblätter
• 350 g ungeräucherter frischer Speck mit Schwarte (gepökelter Schweinebauch)
• Salz
• Pfeffer
• 1 großer Tontopf/Römertopf
• 2 Entenconfitkeulen und Confitfett
• 400 g Lammschulter (ohne Knochen)
• 300 g mageres Schweinefleisch (Bauch oder Nacken)
• 2 Saucisses de Toulouse
• 3 Stangen Staudensellerie
• 1 Dose (400 g) gewürfelte Tomaten
• 100 g Semmelbrösel
• 2 Esslöffel gehackte Petersilie

Zubereitung

Bohnen 12 Stunden oder über Nacht in reichlich kaltem Wasser einweichen. In ein Sieb abgießen, kalt abbrausen und abtropfen lassen.

2 Möhren schälen und klein würfeln (brunoise). 2 Zwiebeln schälen, halbieren und die Zwiebelhälften mit Nelken spicken. 2 Knoblauchzehen schälen und halbieren.
Kräuter waschen und trocken tupfen.
Bohnen mit Möhren, Zwiebeln, Lorbeerblättern, 5 Thymianzweigen, der Petersilie und dem Speck in einen großen Topf geben und mit ca. 1,3 Liter Wasser aufgießen.
Zum Kochen bringen, dabei anfangs ab und zu den aufsteigenden Schaum abschöpfen.
Deckel auflegen und bei mittlerer Hitze ca. 1 Stunde 15 Minuten garen, bis die Bohnen gar, aber nicht ganz weich sind.
Kurz vor Garzeitende salzen und pfefern, dann die Bohnen in ein Sieb abgießen. Dabei den Sud auffangen.
Kräuterzweige, Zwiebeln, Knoblauch und Lorbeerblätter entfernen.



Den Tontopf 10 Minuten wässern.
Entenkeulen aus dem Confitfett lösen, überschüssiges Fett abkratzen.
Lamm- und Schweinefleisch in ca. 5 cm große Würfel schneiden. Die Würste in breite Stücke schneiden.
Übrige Zwiebeln und Knoblauch schälen und klein würfeln. Die Möhren schälen, Selleriestangen waschen und putzen, dann alles klein würfeln.
Vom übrigen Thymian die Blättchen abzupfen und hacken.
Den Speck aus den Bohnen nehmen, von der Schwarte befreien und nicht zu klein würfeln.

In einer großen, schweren Pfanne 2 Esslöffel von dem Entenconfitfett erhitzen.
Lamm- und Schweinefleisch darin bei großer Hitze rundum anbraten, eventuell portionsweise und falls nötig, noch etwas von dem Fett dazugeben.
Das Fleisch aus der Pfanne nehmen. 2 Esslöffel Fett zum Bratensatz geben, Zwiebeln und Knoblauch darin sanft andünsten, bis sie goldgelb sind.
Das Gemüse dazugeben und kurz mitdünsten, dann Tomaten, Thymian und Bohnen dazugeben.
Die Pfanne vom Herd nehmen, alles salzen und pfeffern. Angebratenes Fleisch und Wurststücke untermischen.

Den Boden des gewässerten Tontopfes mit Speckwürfeln bestreuen. Darauf die Bohnen-Fleisch-Mischung geben und die Entenkeulen einlegen. Die Keulen sollen von Bohnen bedeckt sein.
Bohnensud darüber gießen.
Das Cassoulet auf den untersten Rost des kalten Ofens stellen. Die Temperatur auf 160 °C (Ober-Unterhitze) oder 140 °C Umluft einstellen und das Cassoulet ca. 1 Stunde garen.


Toulouse Cassoulet 10


In einer kleinen Pfanne 3 Esslöffel Confitfett schmelzen, Semmelbrösel unterrühren.
Brösel vom Herd nehmen, mit gehackter Petersilie mischen und auf den Bohnen verteilen.
Das Cassoulet 1 Stunde bis 1 Stunde 15 Minuten weiter garen, bis sich eine goldbraune Kruste gebildet hat.
Dazu passt frischer Salat und Baguette.


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Cassoulet

Ingredients
(For 6 to 8 people)

500g dried white beans
4 carrots
4 onions
6 cloves
6 cloves of garlic
10 sprigs of thyme
5 sprigs of parsley
2 bay leaves
350g unsmoked fresh bacon with rind (salted pork belly)
Salt
Pepper
1 large clay pot (Römertopf)
2 Duck confit legs and fat
400g lamb shoulder (without bones)
300g lean pork (belly or neck)
2 Saucisses de Toulouse
3 celery stalks
1 can (400g) diced tomatoes
100g breadcrumbs
2 tablespoons chopped parsley

Preparation

Soak beans in plenty of cold water for 12 hours or overnight. Rinse with cold water and drain in a colander.

Peel 2 carrots and finely dice (brunoise). Peel onions, halve and prick the cloves into the onion halves. Peel 2 garlic cloves and cut in half.
Wash herbs and pat dry.
Give beans together with carrots, onions, bay leaves, 5 sprigs of thyme, sprigs of parsley and bacon in a large saucepan and pour in about 1.3 liters of water.
Bring to a boil, while skimming the rising foam at the beginning.
Cover with a lid and cook at medium heat for about 1 hour 15 minutes until the beans are cooked, but they should not become too soft.
Salt and pepper shortly before the end of cooking, then drain the beans in a colander collecting the cooking water.
Remove herb sprigs, onions, garlic and bay leaves.

Water the clay pot for 10 minutes.
Loosen the duck legs from the confit fat, scrape off excess fat.
Cut lamb and pork in cubes of about 5 cm. Cut the sausages into wide pieces.
Peel remaining onions and garlic and dice small. Peel the remaining carrots, wash and clean celery sticks, then finely dice.
Pluck the leaves off the remaining thyme and chop the leaves.
Remove the bacon from the beans, free from the rind and cut into pieces (not too small).

In a large, heavy skillet, heat 2 tablespoons of the Duck confit fat.
Sear lamb and pork in it in all around at high heat. Sear in portions if needed and, if necessary, add some more of the fat.
Remove the meat from the pan. Give 2 tablespoons of confit fat in the skillet and heat again. Gently sauté onions and garlic in it until golden.
Add the vegetables and fry briefly, finally add tomatoes, thyme and beans.
Remove the skillet from the heat. Salt and pepper and mix with the meat and sausage pieces.

Sprinkle the bottom of the watered clay pot with diced bacon. Then enter the meat and bean mixture and place the duck legs in the center. In the end, the legs should be covered with beans.
Pour the preserved cooking water of the beans over it.
Place the Cassoulet on the bottom rack of the cold oven. Set temperature to 160 °C =320 °F) conventional heat or 140 °C=284 °F convection.
Cook for about 1 hour.

In a small pan, melt 3 tablespoons of confit fat. Stir in bread crumbs and remove from the heat.
Mix with chopped parsley and distribute over the beans.

Cook the cassoulet for approx. another 1 hour and 15 minutes  until a golden crust has formed.
Serve with fresh salad and baguette.


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