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Waldmeister und Waldgeister: Waldmeister-Sirup

Waldmeistersirup 4


Wer pünktlich zum 1. Mai Walmeistersirup genießen möchte, sollte jetzt welchen ansetzen.
Waldmeister sollte man nämlich vor der Blüte ernten, dann ist der Cumaringehalt in der Pflanze noch nicht so hoch.
In geringerer Konzentration wirkt Cumarin belebend, aber in zu hoher Dosierung wirkt Cumarin giftig und kann zu heftigen Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit führen.

Der Waldmeister im Garten ist zwar noch nicht sehr hoch, aber Blütenansätze kann man schon daran sehen.
Das heißt, um Ende April eine Maibowle anzusetzen wird es dieses Jahr wieder mal zu spät sein.
Der Waldmeistersirup kann in gut gekühltem Mineralwasser getrunken werden, ganz hervorragend passt ein perlender Prosecco
Es geht aber auch ein trockener Weißwein (Gutedel) oder die klassische Variante nach dem Vorbild aus Berlin – in Weißbier.


Waldgeister Haribo


Ach ja – die Waldgeister Fruchtgummis gibt es von Haribo  – Geschmacksrichtung Himbeere und Waldmeister.


Waldmeistersirup 1


Waldmeistersirup

• 1 kg Zucker
• 1 Liter Wasser
• 45 g Zitronensäure
• 1 Bio Zitrone (unbehandelt)
• 2 Bund Waldmeister

Den frisch geernteten Waldmeister mindestens 24 Stunden trocknen lassen. Dann in ein großes Einmachglas geben. Die Zitrone auspressen und die Schale ganz fein abreiben. Den Zucker mit Wasser, Zitronenschale und einem Esslöffel Zitronensaft und der Zitronensäure aufkochen. Über den Waldmeister gießen und drei Tage durchziehen lassen. Den Ansatz täglich durchschütteln. Dann abseihen und erneut aufkochen und sofort mit Hilfe eines Trichters in heiß ausgespülte Flaschen füllen. Die Flaschen fest verschließen (am besten eignen sich Flaschen mit Bügelverschluss) und auskühlen lassen.


Warning:
Woodruff should be harvested before flowering, when the coumarin content in the plant is still low.

In lower concentration coumarin is invigorating, but in too high doses coumarin is poisonous and can cause severe headaches, dizziness and nausea.

Waldmeistersirup 3

Woodruff syrup

1 kg sugar
1 liter of water
45 g of citric acid
1 organic lemon (untreated)
2 bunches Woodruff

Allow the freshly harvested woodruff to dry for at least 24 hours . Then give into a large jar. Squeeze out a lemon and grate the zest very finely. Bring the sugar with water, lemon zest, a tablespoon of lemon juice and citric acid to a boil. Pour over the woodruff and allow to steep for three days. Shake  daily. Then strain it and boil again, after that immediately fill into bottles (which were rinsed with hot water before) using a funnel. Close the bottle cap tightly (best is using swing top bottles) and leave to cool.

The woodruff syrup can be drunk in well chilled mineral water. It tasts excellent in sparkling Prosecco, but also mixed with dry white wine (Chasselas) or – like the classic version of Berlin – in beer (Berliner Weiße).

 

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Waldmeister – Kräutlein des Monats

Waldmeister und Maibowle

Ich wünsche Euch einen wunderschönen 1. Mai! Wir feiern natürlich mit einer Maibowle…
Waldmeister: Die kleine Waldpflanze soll, in Wein genossen, das Herz froh stimmen.
Das Kumarin der Blätter entwickelt seinen süßen, aromatischen Duft erst nach dem Trocknen.
Getrocknete Blätter sollen, zwischen die Wäsche und unter Teppiche gelegt, Motten und andere Insekten vertreiben.

Waldmeister

Hier ist das Rezept – natürlich mit Markgräfler Wein und Sekt:

Zutaten für 4 Personen (für 8 Personen lassen sich die Mengen einfach verdoppeln):

1 Sträusslein Waldmeister ohne Blüten
25 g Zucker
1 unbehandelte Zitrone
0,75 Liter trockener Weißwein
1/2 Flasche Winzersekt

Ansatz: Waldmeister waschen, abtropfen lassen und antrocknen lassen (mehrere Stunden oder über Nacht).
Dann den Zucker in 125 ml Weißwein auflösen und das Sträusschen Waldmeister hineinhängen (mit etwas Küchengarn zusammenbinden), so dass die Stiele nicht mit Flüssigkeit bedeckt sind. Zitronenschale abreiben, Saft auspressen und dazugeben.
Mindestens 1 Stunde an einem warmen Ort durchziehen lassen (besser 3-4 Stunden).

Den übrigen Wein und den Sekt kalt stellen.
Den Waldmeister aus dem Sud nehmen, den Ansatz in eine Bowleschüssel (ersatzweise eine große Suppen- oder Pastaschüssel mit Deckel) geben.
Mit Wein und Sekt auffüllen.

Da der Waldmeister in meinem Vorgarten schon freudig blüht, und ich die neue Pflanze im Kräuterbeet nicht überstrapazieren wollte, habe wir diesmal zu gekaufter Maibowle gegriffen. Die hat auch gut geschmeckt:

Im nächsten Jahr wird der Waldmeister rechtzeitig geerntet, tiefgefroren und die Bowle wieder selbst gemacht!!!
Aber Vorsicht:    zuviel davon gibt Kopfweh…