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Feierabend-Cocktail: Cubotto – Cuba libre auf italienisch

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Der Cuba libre zählt zu den Longdrink-Klassikern der International Bartender Association. Der Name soll entstanden sein, als nach Ende des Spanisch-Amerikanischen Krieges (23. April bis 12 August 1898)  amerikanische Soldaten mit der Kombination aus Coca-Cola, Rum und Limettensaft auf die Befreiung Kubas von der spanischen Kolonialherrschaft anstießen.

Wir haben uns heute für die italienische Variante entschieden und die Cola durch Chinotto ersetzt: Cubotto.


Cubotto


Zutaten
• 5 cl Weißer Rum (z.B. Bacardi)
• 12 cl Chinotto
• 1 cl Limettensaft
•  4 bis 5 Eiswürfel
•  Zitronen- oder Orangenscheibe (Deko)

Zubereitung
Alle Zutaten in ein Longdrink (Highball) Glas mit Eis geben.
Mit Orangen- bzw. Zitronenscheibe garnieren.

Und hier noch das Rezept für den original Cuba libre:


Cuba libre


Zutaten
• 5 cl Weißer Rum (z.B. Bacardi)
• 12 cl Coca-Cola
• 1 cl Limettensaft
•  4 bis 5 Eiswürfel
•  Limettenspalten (Deko)

Zubereitung
Alle Zutaten in ein Longdrink (Highball) Glas mit Eis geben.
Mit Limettenspalte garnieren.


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Cubotto


Ingredients
5 cl white rum
12 cl Chinotto
1 cl lime juice
4 to 5 ice cubes
Lemon or orange slice (decoration)

Instructions
Put all ingredients into a longdrink (highball) glass with ice.
Garnish with orange or lemon slices.


Cuba libre


Ingredients
5 cl white rum
12 cl Coca-Cola
1 cl fresh lime juice
4 to 5 ice cubes
Lime wedges

Instructions
Put all ingredients into a longdrink (highball) glass with ice. Garnish with lime wedges.

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Panino mit Cheddar, Salami, Tomaten und Rucola

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Bei dieser Affenhitze, wie wir sie derzeit erleben, mag man nicht gerne lange in der Küche stehen, um etwas zu kochen.
Machen wir es doch einfach wie die Italiener: Ein Sandwich mit dem belegen, was gerade im Kühlschrank ist – in meinem Fall etwas Butter, Cheddar Käse, Salami, Tomaten und etwas Rucola oder wilde Rauke aus dem Garten, dann in den Sandwichgrill legen und einige Minuten backen. Fertig.
Dazu gibt es italienische Limonade aus Bitterorangen: Chinotto.


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In this scorcher, as we are currently experiencing, no one wants to spend much time cooking.
Let’s do it just like the Italians: Prepare a sandwich with only a few ingredients from the refrigerator – in my case: Some butter, Cheddar cheese, salami, tomatoes and some rocket or wild arugula from the garden. Then put in the sandwich grill and bake for a few minutes. Done.
To drink there is an Italian lemonade made from bitter oranges: Chinotto.

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Spuntino: Italienisches Barfood und Chinotto

Spuntino 1
Heute gibt es einen schnellen Samstags-Snack. Auf Italienisch nennt man einen Imbiss „Lo Spuntino”.
Für ein gegrilltes Sandwich braucht man zwei Brotscheiben, etwas Butter, Rucola und Käse nach Wahl – für die Fleischesser dürfen es dann noch ein paar Rädle italienische Salami sein, roher Schinken und ganz lecker auch Chorizo aus Spanien. Ich habe Ziegenkäse für ein Sandwich und für das andere Bergkäse verwendet. Camembert schmeckt auch super.
Die Brotscheiben mit Butter bestreichen, die untere Hälfte mit der gebutterten Seite auf den Grill des Sandwichtoasters legen, mit Käse, Salami, Schinken etc. und Rucola belegen, die zweite Brotscheibe wieder mit der gebutterten Seite nach unten drauflegen und den Sanwichtoaster / Grill schließen.
Nach zwei bis drei Minuten nachschauen, ob das Brot schön getoastet ist und herausnehmen. Mit Salat servieren.
Natürlich passen auch gegrillte Auberginenscheiben, Zuccini oder Tomaten dazu. Mit etwas Fantasie kommt ein ganz tolles Toastsandwich dabei heraus.

Als Getränk: Chinotto aus Italien.

Spuntino 4This is a grilled cheese sandwich – Italian style….

In Italian a snack is calle „Lo Spuntino“.
For a grilled sandwich you need two slices of bread, some butter, rocket and cheese of your choice – meat eaters might want to add a few slices of  Italian salami, smoked ham and or  – also quite tasty – Chorizo ​​from Spain. I have used goat’s cheese for one sandwich and for the other mountain cheese. Camembert also tastes great.
Spread the slices of bread with butter, put the bottom half with the buttered side on the grill of the sandwich toaster, cover with cheese, salami, ham etc. and rocket, top with the second slice of bread -again with the buttered side down, then close the toaster/grill.
After two to three minutes you should hava a look, if the bread is nicely toasted  – removea and serve with a salad.
Of course, you could also fill the sandwich with grilled eggplant slices, zucchini or tomatoes. With a little imagination you’ll have a really great toast sandwich in the end.

Spuntino 2

As a drink: chinotto from Italy.

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Flohmarkt in Müllheim, eine italienische Erfrischung und ein Kochbuch von 1933

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Am Samstag waren wir übrigens noch beim Flohmarkt in Müllheim – ich glaube, ich hatte schonmal erwähnt, dass ich dort mal wieder was für mein Food-Hobby gefunden habe.
Am Samstag war es mächtig heiss, und  wir haben beim Italiener (Sapori del Sud) in der Wilhelmstrasse einen Espresso getrunken plus eine kleine Erfrischung entdeckt.

Den Chinotto von San Pellegrino aus Bitterorangen hatte ich hier im Blog schonmal vorgestellt. Jetzt haben wir noch eine Slow Food Limo bzw. einen Apéritif aus Italien entdeckt. Nur mit natürlichen Aromen und auch nicht ganz so süß wie andere Limonaden.

Flohmarkt Muellheim8Rechts also der Chinotto aus der mit Chinotto bezeichneten Bitterorange (bei diesem Chinotto stammen die Orangen von der Küste bei Savona, wo sie seit etwa 300 Jahren kultiviert werden). Links die Aranciata – Limo aus Süßorangen. In italienischen Bars wird der Chinotto in Martini- oder Whiskygläsern serviert.

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Und dann habe ich hier noch das Schätzchen, welches ich auf dem Flohmarkt entdeckt hatte. Es liegen noch ein paar von Hand beschriebene Seiten von der Mutter des Herrn, der mir das Buch verkauft hat, dabei. Leider kann ich den größten Teil dieser Aufzeichnungen nicht lesen – sie sind in Altdeutsch oder Sütterlin geschrieben. Aber das Kochbuch von 1933 (die Erstauflage stammt von 1912) kann ich lesen….

Kochbuch Flohmarkt
Besonders beeindruckend sind die genauen Darstellungen von Rind, Kalb, Schaf und Schwein – mit genauer Bezeichnung der einzelnen Fleischstücke. Ausserdem gibt es verschiedene Bildtafeln am Anfang des Buches, in der verschiedene Pilzsorten und hübsch angerichtete Platten dargestellt sind. Die Tafeln wurden im Vierfarben-Druck gefertigt.

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Dieses Buch wird mich wohl noch ein wenig beschäftigen, denn es ist aus dem „Schwabenland” (von Hermine Kiehnle – langjährige Vorsteherin der Kochschule I in Stuttgart), im Gegensatz zum Koch- und Haushaltungsbuch von Wundt, Rothmund und Künzler, das eher Badisch geprägt ist.

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Glücklich, (noch mit anderen Sachen in meiner Tüte, z. B. einer Servierplatte aus Bareuther-Porzellan mit hübschem dezenten blauen Blümchenmuster  für 50 Cent!!!), machten der Markgräfler und ich uns auf den Heimweg…

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Italienische Barküche – Mozzarella in carrozza

Meine erste Begegnung mit dem Mozzarella in carrozza ist etwa zwanzig Jahre her. Damals waren wir in den Herbstferien nach Rom gefahren. Ein Bekannter aus der Reisegruppe hatte den Reiseführer „Rom preiswert“ dabei und wusste immer Bescheid, wo man gut und günstig essen kann.
Die Restaurants sahen von aussen meist nicht sehr Vertrauen erweckend aus. In dem Restaurant mit dem „Mozzarella in der Kutsche“ , so heisst das Gericht nämlich übersetzt, standen im vorderen Raum etwa 2-3 leere Tische bei schummrigem Licht.

In Italien ist es so, dass man begrüsst wird und dann einen Tisch zugewiesen bekommt (immer brav warten, bis man aufgefordert wird). Also folgten wir dem netten Herrn, an der winzigen Küche vorbei, die nur durch eine in der Mitte geteilte Schwingtür getrennt war, in den Hinterraum. Wir setzten uns an einen großen Tisch – die übrigen Tische waren mit quirligen Italienern besetzt und es war auch nicht so schummrig wie im Vorraum. Ausser uns kein einziger Tourist – also doch ein Geheimtipp.

Die Ratlosigkeit auf unseren Gesichtern war nicht zu übersehen, denn die Speisekarte war nur in Italienisch (damals konnte ich nur 2-3 Worte Italienisch und war mit einem Pocket-Sprachführer unterwegs, in dem schon vorgefertigte Sätze für die wichtigsten Dinge des Lebens aufgeführt waren).

„Mozzarella in carrozza“ hört sich komisch an, muss aber irgendwas mit Mozzarella sein und stand eigentlich bei den Vorspeisen. Also haben wir das mal als Vorspeise bestellt.
„È molto buono“ meinte der nette Herr nur, und verschwand mit einem Lächeln auf dem  Gesicht, mit der Gewissheit, dass es uns schmecken würde.
Was wir ausser der Vorspeise noch gegessen hatten, weiss ich eigentlich nicht mehr so genau – aber die ist mir sehr gut im Gedächtnis geblieben – wirklich köstlich.

So, und hier ist nun das Rezept –  wer frischen Mozzarella di Bufala bekommen kann (wir holen den immer im italienischen Supermarkt) sollte diesen verwenden. Der gewöhnliche aus Kuhmilch geht aber auch.

Mozzarella in carrozza
für 4 Portionen

8 Scheiben Toastbrot vom Vortag
125 g Mozzarella di Bufala
Salz
Pfeffer
2 Eier
3 Esslöffel Milch
1 Esslöffel frisch geriebener Parmesan
4  Esslöffel Olivenöl
4 Esslöffel Butter

1. Die Toastbrotscheiben übereinander legen und mit einem Sägemesser die Rinde dünn abschneiden. Den Mozzarella in Scheiben schneiden und 4 Brote damit belegen, mit Salz und Pfeffer würzen. Je eine Brotscheibe darauf legen.

2. Eier, Milch und Parmesan miteinander verrühren. Die Brote mit den Rändern eintauchen und die Ränder festdrücken. Die Brote in eine flache Schale legen, die Eiermilch darüber gießen und einziehen lassen, dabei die Brote mehrmals wenden.

3. Öl und Butter in einer Pfanne erhitzen und die Brote darin auf jeder Seite 1 bis 2 Minuten braten, bis sie goldgelb und knusprig sind.

Sofort servieren.

Dazu passen Blattsalate, Tomaten, Basilikum.

Das Gericht soll typisch für die Gegend um Neapel sein – von wo übrigens auch der Mozzarella di Buffala stammt.
Ein Klassiker der italienischen Barküche – also zum Apéro geniessen.

Ein wunderbarer, alkoholfreier Apréritif ist übrigens Chinotto – eine Limonade mit Saft aus der Chinotto-Frucht (Bitterorange). Gekühlt genießen – evtl. mit Eiswürfeln und einer Zitronenscheibe.