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Ein kulinarischer Kurzurlaub in der Lorraine- Teil 14: Der Heimweg – Épinal

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Blick vom Parc du Château auf Épinal mit Basilique St.-Maurice


Unser Urlaub in der Lorraine war wirklich sehr kurz. Dennoch haben wir einiges gesehen.
Auf unserem Heimweg haben wir uns noch zwei Orte angesehen – erster Stop war in Épinal.


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Die Stadt Épinal an der Moselle (Mosel) wurde durch ihre Bilderbogenproduktion berühmt, zu Wohlstand kam sie aber durch die Baumwollverarbeitung.
Heutzutage ziert den Ort im Frühjahr und Sommer wunderbarer Blumenschmuck und man ist stolz, die waldreichste Stadt Frankreichs zu sein.


Am Moselufer
Am Moselufer


Es gibt ein Museum für alte und zeitgenössische Kunst, die eine bemerkenswerte frühgeschichtliche und Kunstsammlung besitzt.
Wir hatten leider nicht genügend Zeit, das Museum zu besichtigen.
Aber wir haben eine kleine Wanderung zur Burgruine von Épinal gemacht, die von einem wundervollen Park umgeben ist. (Parc du Château)


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Parc du Château


Ende des 10. Jh. gründete Bischof Theoderich I. von Metz am Südwestrand der Vogesen eine Abtei und einen Markt, woraus sich die Stadt Épinal entwickelte.
Eine Burg, höchstwahrscheinlich aus Holz, diente der Verteidigung des Moseltals.
Auf dem einstigen Schlossberg, der  sich als lang gestreckter Hügel bis zu Stadtmitte schiebt, erstreckt sich ein 26 ha großer Park.
Bei der Burgruine wurden mittelalterliche Gärten angelegt. Im Park gibt es außerdem einen kleinen Zoo und einen Spielplatz.


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Der Chinesische Turm – Eingang zum Park

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Mittelalterlicher Kräutergarten und Burgruine


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…ein altes Waschhaus

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Die Bilderbogen von Épinal


Wir hatten die Gelegenheit, auf einer Brücke, die über die Moselle führt, einige der Bilderbogen zu bewundern.

Die im Jahr 1796 gegründeten Imageries d’Épinal produzieren die berühmten Bilderbogen fast zwei Jahrhunderte lang mit sehr großem Erfolg.
Jean Charles Pellerin (1756-1836), der Sohn eines Spielkarten und Dominofabrikanten, stellte zunächst emaillierte Zifferblätter her. Da sie sich allerdings schlecht verkauften, ersetzte er sie durch kolorierte Zifferblätte aus Papier – so entstanden die Épinaler Bilderbogen.
Die bis dahin üblichen Bildchen hatten religiöse Inhalte. Pellerin fing damit an, profane Themen wie Volkslieder, Märchen und Fabeln zu drucken.
Später setzte er in den Drucken auch aktuelles Zeitgeschen um – Motive aus der Berufswelt oder dem Soldatenleben.
Die Bilder wurden in Holz geschnitten (überwiegend Birnbaum) und auf einer Gutenbergpresse gedruckt. Dann wurden die Drucke mit Hilfe von Schablonen von Hand koloriert.
Diese Technik wird noch heute angewandt.
Es gibt auch noch ein Museum der Bilderbogendruckerei in dem man mehr darüber erfahren kann.  Dafür hat es uns zeitlich auch nicht gereicht…


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Dann waren wir noch kurz in der Markthalle, wo um die Mittagszeit nicht mehr viel los war.
Bei einem Bäcker haben wir uns ein Baguette besorgt und sind dann weiter in die Vogesen nach Gerardmer gefahren….


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Bella ltalia – Venezia – Die bunte Fischerinsel Burano

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Eine typische Häuseransicht in Burano, der Fischerinsel, auf der ausserdem kostbare Spitze gestickt und Gemüse angebaut wird

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Hier kann man sich auch noch mit allerlei Venedig Souvenirs eindecken. Aber es ist kaum Nepp dabei, hauptsächlich nur schönes Kunsthandwerk.

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Aber man  findet hier neben der Spitze – die zu Recht ziemlich kostspielig ist, auch Glaskunst aus Murano, der Nachbarinsel.

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Burano Spitze – und vielleicht doch noch ein bisschen was von anderswo???

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Glaskunst aus Murano

Ich habe in einem Geschäft, in dem mir die Besitzerin stolz erzählte, dass das Glas welches sie anbietet, von ihrem Mann gemacht wurde, der auf Murano arbeitet, von meinem Mann zwei Armbändchen schenken lassen und noch einen Flaschenverschluss aus Metall und Muaranoglas gekauft.

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Wir haben auch das örtliche Spitzenmuseum angesehen und konnten dort einer älteren Frau zusehen, wie sie die Burano Spitze von Hand fertig. Di Ärmste hat (trotz speziellem Stuhl, auf dem sie die Beine und ihre Rolle, auf dem das Stickzeug aufgeheftet ist aufstützen kann) einen ganz krummen Buckel. Augenschonend ist diese Arbeit auch nicht gerade – und es gibt kaum mehr jemanden, der diese Kunst beherrscht. Die Burano Spitze hat sicherlich schon einige königliche Kleider geziert….

O. K. – das eine oder andere Venezia T-Shirt und die allgegenwärtigen Masken und Fächer gibt es hier auch…

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Hier findet der Fischmarkt von Burano statt
Hier findet der Fischmarkt von Burano statt

Der schiefe Kirchturm von Burano
Der schiefe Kirchturm von Burano

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Und zum Abschluss: Fritto Misto (hier geht’s zum Rezept)

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Bella Italia – Venezia: Fritto misto alla Veneziana und Fritto von Burano im Vergleich

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Il secondo piatto – der zweite Gang in der Trattoria Bella Venezia. Wieder mal typisch für Venedig und die Adriaküste. In Mehl gewendete, frittierte Sardinen, kleine Garnelen und Tintenfischringe. Daran kann ich mich noch sehr gut erinnern. Das gab es auch ab und zu, wenn ich mit meinen Eltern im Italienurlaub an der Adria war. Eigentlich ein typisches Imbissgericht, das ganz oft auch mit gegrillter Polenta auf den Tisch kommt.

Ich hatte mir dazu (Beilage = Contorno) noch einen gemischten Salat bestellt. Vom Frittierten Meeresgetier hatte ich vorsorglich schon mal „mezza porzione” (=halbe Portion) davon bestellt, aber nach den Sarde in saor und den Gnocchi alla crema di salmone war ich schon recht geplättet. Vom Salat war später noch was übrig, und auch 2-3 Tintenfischrige musste ich liegenlassen – ich war einfach pappsatt.
Aber dennoch – die Tintenfischringe sind nicht zu vergleichen mit dem, was man bei uns in der TK-Packung bekommt und im Ofen aufbäckt. Die sind meist etwas zäh und gummiartig. Nicht so die frischen Tintenfischringe aus Venedig!!! Innen schön weich und aussen knuprig und goldgelb frittiert. Und das dann noch sehr gut abgetropft.

Einfach köstlich.

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Fritto Misto – Fish ’n Chips auf Italienisch

Auf Burano haben wir dann diesen Imbiss entdeckt. Burano ist eine kleine Fischerinsel, die zu Venedig gehört. Dort und auf der Nebeninsel, wird auch Gemüse angebaut, z. B. die Erbsen, die ins Risi e Bisi kommen.

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Fischer bei der Arbeit – und nebenbei immer zu einem kleinen Schwätzchen aufgelegt

Wir waren schon den ganzen Tag unterwegs gewesen: Früh morgens aufgestanden, mit dem Vaporetto zur Rialtobrücke gefahren und den Mercato del Pesce, den Fischmarkt, auf dem es auch Obst und Gemüse gibt angeschaut, bevor die Touristen da sind, versteht sich. Auf der Rialtobrücke war noch alles still. Zurück ins Hotel, kurzes Frühstück und um 9 Uhr ging es zum geführten Stadtrundgang.
Am Nachmittag sind wir dann auf eigene Faust vorbei an Murano, der Glasbläserinsel, mit dem Schiff nach Burano gefahren. Wir haben Murano sozusagen links liegen gelassen.
Am Bootsanleger ist dann diese kleine „Imbissbude” vor uns aufgetaucht. Fast alle Plätze belegt. Das musste doch gut sein, wenn dort soviele Leute sind.
Wir haben dann erst einmal die Insel erkundet (sie ist wirklich nicht sehr groß), haben das Stickerei und Spitzen-Museum angeschaut.

Burano Häuser

Burano ist für seine bunten Häuser und die Spitzenstickereien der Frauen von Burano bekannt.
Ein Bericht darüber folgt noch.

Spitzenstickerei aus Burano
Spitzenstickerei aus Burano

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Unser Abendessen – hungrig und mit Plattfüßen von der vielen Lauferei an diesem Tag 😉

Wir sind dann, als es schon begonnen hatte, dunkel zu werden, noch im Imbiss eingekehrt. Zum Fritto Misto Menu (welches man übrigens auch mit Polenta haben konnte) gab es einen Wein nach Wahl. Ich habe einen sehr guten Weißwein und der Markgräfler einen Rotwein getrunken. Das sind übrigens auch die Vorteile von einem Urlaub in Venedig. Man muss nicht Autofahren und kann sich auf dem Boot in der Gegend rumschippern lassen, und natürlich auch eine Kleinigkeit trinken.

Bei diesem Fritto Misto waren außer frittierten Tintenfischringen und Sardinen noch Mini-Tintenfischchen und Muscheln dabei. Muscheln mag ich normalerweise nicht, aber ich habe sie probiert und fand sie frittiert trotzdem ganz gut.

Fritto Misto di mare

Für 4 Portionen

500 g kleine, frische Tintenfische
(ersatzweise tiefgekühlt)
500 g frische Sardellen oder sehr kleine Sardinen
(ersatzweise tiefgekühlt)
250 g Garnelen
200 g Tintenfischringe
evtll. 100 g Muschelfleisch
2-3 Zitronen
2 Knoblauchzehen
Mehl zum Bestäuben
Olivenöl zum Frittieren
Salz

Sardellen oder kleine Sardinen leicht schuppen und ausnehmen, alle Flossen außer der Schwanzflosse abschneiden. Bei sehr kleinen Sardellen kann der Kopf mitgegessen werden. Fische gründlich waschen und mit Küchenkrepp abtrocknen. Mit Salz bestreuen.

Die Garnelen aus den Schalen lösen, Darmstrang entfernen, vor dem Frittieren mit Mehl besträuben. Das Muschelfleisch ebenfalls mit Mehl bestäuben.
Den Backofen auf 150 °C vorheizen.

In einem Frittiertopf reichlich Olivenöl erhitzen, zwei geschälte Knoblauchzehen hineingeben. Temperaturprobe: einen Holzstiel ins Öl tauchen – sobald kleine Bläschen aufsteigen, kann mit dem Frittieren begonnen werden. Den Knoblauch vorher wieder herausnehmen.

Die Tintenfische, die Tintenfischringe ganz dünn mit Mehl bestäuben, portionsweise ins heiße Öl geben und knusprig frittieren. Auf Küchenkrepp abtropfen lassen. Im Backofen warm stellen.

Die Sardellen/Sardinen ebenfalls leicht mit Mehl bestäuben, und portionsweise ins heiße Öl geben und knusprig ausbacken (ca. 2 Minuten). Die frittierten Fische mit einem Schaumlöffel herausheben auf Küchenkrepp abtropfen lassen und zusammen mit den Tintenfischen warmhalten. Zum Schluss die Garnelen und Muscheln frittieren. Ebenfalls auf Küchenkrepp abtropfen lassen.

Eine große Platte mit festen, weißen Servieten auslegen. Das Fritto Misto darauf anrichten, mit Salz bestreuen. Die Zitronen in Schnitze schneiden, dazulegen und das Ganze sofort servieren.