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Bretagne – Eine Wanderreise mit AVANTI (10): Das Pünktchen auf dem I – Von der Pointe de Brezellec zur Pointe du Raz (2)

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Nachdem wir einen Picknickplatz mit schöner Aussicht gefunden hatten, breiteten wir all die Köstlichkeiten aus und machten erst einmal eine ausgiebige Pause.



Einen kleinen Verdauungsspaziergang rund um den Picknickplatz, und dann ging es langsam weiter zu unserem Ziel, der Pointe du Raz.




Ein riesiger Strand, der zum Baden einlud – aber wir mussten ja weiter…
Hier entdeckten wir selten gewordene Pflanzen wie die Stranddistel und sogar Orchideen, ausserdem Meersenf!



Noch ein wenig über steiniges Gebiet klettern…


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Dann wieder durch Landschaft mit Heidekraut/Erika…



Das Navi hätte an dieser Stelle gesagt:

„Sie haben ihr Ziel erreicht”

Die Pointe du Raz (bret. Beg ar Raz) ist ein felsiges Kap, das den Abschluss des Cap Sizun bildet.

Der Begriff raz bezeichnet im Bretonischen eine schnelle und besonders heftige Meeresströmung.
Es ist ursprünglich ein Wikingerwort, das bei der Invasion in der Normandie nach Frankreich gekommen ist. Es hat den selben Ursprung wie das deutsche Wort rasen.

Die Pointe du Raz befindet sich im Westen der Gemeinde Plogoff im Département Finistère.
Touristen kommen von überall her, um sich sie schroffe Klippe, die mit einer Höhendifferenz von 72 Metern ins Meer hinausragt, anzusehen.
Sie ist eine der charakteristischsten pointes der bretonischen Küste und als internationale Sehenswürdigkeit bekannt.

Acht Kilometer westlich befindet sich die Île de Sein, die durch eine von gewaltigen Strömungen durchquerte Meerenge von der Pointe du Raz getrennt ist.
Zwei heute unbewohnte Leuchttürme befinden sich auf zwei Inselchen: der Phare de la Vieille und der Phare de Tévennec.
Eine Statue der Notre-Dame des naufragés (Mutter Gottes der Schiffbrüchigen) und ein Signal befinden sich am Ende des Plateaus.

Zahlreiche Legenden ranken sich um die geheimnisvolle Gegend der Pointe du Raz. Die Hölle von Plogoff, ein Stollen, der durch das Meer in das Kap gegraben worden ist, soll der Ort sein, an den die Ertrunkenen zurückgebracht werden, deren Stöhnen man vernehmen kann.

Früher durfte man auch noch mit dem Auto bis zum Parkplatz am Leuchtturm fahren.
Nachdem aber die Natur schon ziemlich plattgetrampelt war, hat man das Gebiet in einem durch den Staat finanzierten Programm von 1996-2000 bis etwa 1,5 km vor der Küste gesperrt, um den Ort zu einem Grand site de France zu machen und vor allem, um die charakteristische Heidelandschaft wiederherzustellen.

Der europäische Fernwanderweg E5 verbindet die Pointe du Raz über 3050 km mit Venedig. Der GR 34, der an allen bretonischen Küsten vom Mont-Saint-Michel bis nach Lorient entlangführt, kommt ebenfalls an der Pointe vorbei.

Für die Touristen, die mit dem Auto kommen, gibt es einen Shuttle-Verkehr – kleine Zubringer Busse, mit denen man vom neuen Parkplatz, der großzügig mit Restaurants und Souvenirgeschäften ausgestattet ist, zum Aussichtspunkt kommt.

Wir sind den restlichen Weg bis zum Parkplatz natürlich gewandert.


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Statue der Notre-Dame des naufragés (Mutter Gottes der Schiffbrüchigen)



Diese salzliebenden Pflanzen siedeln sich langsam wieder an…



Ein letzter Blick zurück, und dann geht es nach einer Pause in einem der Cafés mit dem Bus zurück nach Douarnenez.


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Auf der Rückfahrt…



Und dann gab es natürlich an diesem Abend auch noch ein Abschluss-Essen im Restaurant Ty Port Rhu.
Die Belegschaft hatte uns zu einem Kir Breton eingeladen, den es zum Apéro gab.


Die Vorspeise


Ty Port Rhu letzter Abend Vorspeise
Crevetten mit Mayo

Das Hauptgericht


Fisch mit Kreuzkümmel-Sauce und grünen Bohnen
Fisch mit Kreuzkümmel-Sauce

Das Dessert

Ty Port Rhu letzter Abend Dessert
Crêpes mit Sahne und Salzkaramell Sauce

In dem Restaurant wurde natürlich auch auf besondere Wünsche bzw. Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten eingegangen. Wer kein Gluten oder Lactose verträgt oder kein Fleisch mag, bekommt etwas anderes bzw. eine Variation der Gerichte ohne betreffenden Inhaltsstoff.
Und so bekam ein Gast das Dessert „Îles Flottantes” – schwimmende Inseln. Das sind bei uns im Badischen „Schneeballen” – natürlich auch mit Karamellsauce!

Ty Port Rhu letzter Abend Dessert glutenfrei

Ganz zufällig habe ich dafür auch ein Rezept….


Schneeballen mit Vanillesauce


Zutaten
(für 4 Personen)

• 4 Eier, getrennt
• 1 ¼ Liter Milch
• ¼ Stange Vanille
• 80 g Zucker
• 60 g mit Vanille gewürzter Zucker
• 1 gestrichener Kaffeelöffel Stärkemehl

Zubereitung

Die Milch mit der durchgeschnittenen Vanillestange unter Schlagen mit einem Schneebesen zum Kochen bringen. Das Eiweiß zu steifem Schnee schlagen, dann vorsichtig 80 g Zucker unterziehen. Mit Hilfe von 2 Esslöffeln längliche Klöße formen und diese in die leicht kochende Milch legen. Die Schnee-Eier zugedeckt auf beiden Seiten je 1 Minute ziehen lassen (nicht kochen). Aus der Milch nehmen und zum Abkühlen auf ein Sieb legen.

Anschließend das Eigelb mit 60 g Zucker und Stärkemehl verrühren. Die abgekühlte Milch dazugeben. Den Topf wieder auf den Herd stellen und schlagen, bis die Masse anfängt zu kochen.
Die entstandene Creme abkühlen lassen und in eine Glasschale füllen. Die Schnee-Eier darauf legen und nach Belieben mit Karamellsauce oder Fruchtsauce garnieren.


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Bretagne – Eine Wanderreise mit AVANTI (7) – Douarnenez, das Museum und Abendessen in einer Crêperie

Douarnenez Museum 2


Am Nachmittag unseres freien Tages sind wir noch ins Museum von Douarnenez gegangen.
Dort gibt es eine interessante Ausstellung zum Thema Sardinenproduktion, aber vor allem verschiedene Boote. Dazu gehört der Museumshafen auf dem Flüsschen Rhu, den wir uns auch angesehen haben. Danach ging es zum Abendessen in eine Crêperie.
Eigentlich hatte an diesem Abend ein Fischrestaurant im Hafen von Rossmeur auf unserem Programm gestanden. Wir mussten aber feststellen, dass genau an diesem Tag noch Vorsaison-Ruhetag war.
(Restaurant „Le Bord’eau” – 62, rue Anatole France, 29100 Douarnenez).


Douarnenez Museum 1

Douarnenez Museum 8


Douarnenez Museum 7


Vor dem Museum


Douarnenez Museum 25


Im Museumshafen



Der Schiffsfriedhof



Bei einigen Schiffen darf man sogar zur Besichtigung an Deck…


Kombüse
Kombüse

Ach ja, in der Kombüse braucht man natürlich auch Kochgeschirr…



À propos „Kombüse”… wäre es nicht langsam mal Zeit für’s Abendessen? Ein letzter Blick von der Brücke oberhalb auf den Port Rhu:


Douarnenez Museum 27


Unterwegs kommen wir an schönen Hortensien vorbei…



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Crêperie au Goûter Breton „Chez Tudal”

Über die Crêperie au Goûter Breton „Chez Tudal” steht im Prospekt des Office du Tourisme von Douarnenez geschrieben:

Tuerie de crêpes depuis 1951. Garniture généreuse et beaucoup de beurre. Une des meilleures crêperie de Bretagne.

Ein Gedicht von Pfannkuchen seit 1951. Großzügig belegt und viel ButterEine der besten Crêperien in der Bretagne.

…das können der Markgräfler und ich nur bestätigen. In dieser Crêperie bleibt, was Crêpes betrifft, kein Wunsch offen.
Als wir kamen, waren die meisten Tische schon besetzt oder reserviert.  Ein weiterer Hinweis darauf, dass diese Crêperie absolut hip ist. Die Gäste waren überwiegend Franzosen.
Und wir hatten Glück, denn der Wirt machte uns zwei Plätze an der Theke frei.



Zum Apéritif (Pommeau / Kir lichou = Weißwein oder Cidre mit mûre =Brombeer-Sirup) gab es Salami statt Erdnüsse…



Die Markgräflerin hatte eine Galette mit Kartoffeln, Speck und Käse ausgewählt, der Markgräfler eine mit Andouille (Räucherwurst mit Kutteln).
Dazu eine Flasche Cidre artisanal.


Douarnenez Crêperie Tudal 4


Zum Dessert gab es ein Crêpe mit Rhabarberkompott für den Markgräfler und die Markgräflerin bestellte ein Dessert von der Tafel, die über dem Tisch hing:
Ein Crêpe mit Erdbeeren, flambiert mit Lambig (Bretonischer Apfel-Brand).


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Und mit einem Blick über meine rechte Schulter konnte ich dabei zusehen, wie die Crêpes gemacht werden. Und es stimmt – hier ist reichlich Butter im Spiel, man beachte die große Schüssel rechts im Bild.


Douarnenez Crêperie Tudal 17


Zum Abschluss noch einen Café – hier konnte man seinen Kaffee nach Provenienz auswählen – ich habe einen aus Kolumbien probiert (Colombie), der Markgräfler einen aus Äthiopien (Ethiopie).


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Satt und zufrieden machten wir uns auf den Rückweg ins Hotel…


Douarnenez Hortensien 1

Fortsetzung folgt…

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Bretagne – Eine Wanderreise mit AVANTI (5) – Orange Stunde im Hafen von Douarnenez

Douarnenez orange Stunde 1
Die Sonne geht hinter der Île Tristan unter und färbt den Himmel orange – die orange Stunde…

(…) „Jede einzelne Baumspitze zeichnete sich scharf vor dem Himmel ab. Eine perfekte Inzenierung der Natur. Dahinter begann das gewaltige Meer.
Dupin blickte Richtung Westen, die Sonne stand noch deutlich über dem Horizont, hatte aber bereits angefangen, den Himmel um sie herum einzufärben.
Die orange Stunde hatte begonnen. Der Kommisar seufzte.”(…)
aus: Bretonischer Stolz, Kommisar Dupins vierter Fall von Jean-Luc Bannalec


Douarnenez orange Stunde 4


Hier sind noch ein paar stimmungsvolle Bilder von einem abendlichen Spaziergang am Fischereihafen und dem Port Rosmeur in Douarnenez.
Die Sonne ging etwa eine Stunde später unter, als zu Hause im Markgräflerland.
Erst gegen 23 Uhr wurde es hier in der Bretagne dunkel – logisch, in der Nähe des westlichsten Punktes von Frankreich.
Dennoch fanden wir den Vergleich faszinierend. Und erst dieses fantastische Licht. Seht selbst.


Douarnenez orange Stunde 2


Abends sind am Fischereihafen nur wenige Leute unterwegs – ein paar einsame Angler, Spaziergänger und Sonnenuntergangs-Beobachter, wie wir und eine handvoll LKW-Fahrer, die darauf warten, dass die ersten Fischer vom Fang zurückkommen und sie ihre Fischladung entgegennehmen können.


Douarnenez orange Stunde 9

Douarnenez orange Stunde 16


Douarnenez orange Stunde 17Ich wünsche euch eine gute Nacht – schlaft schön.
Fortsetzung folgt.

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3,5 km im Rhein, unter zwei Brücken durch und im Ziel gibt’s feine Felchen

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Bodenseefelche mit Zitrone, Zwiebel und Brötchen

Im vergangenen Jahr waren wir das erste Mal beim Zweibrückenschwimmen von Bad Säckingen nach Mumpf. Dieses Jahr haben wir das schöne Wetter genutzt und wieder mitgemacht.

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Vor der Anmeldung in Mumpf, CH
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warten auf’s Wassertaxi …

Mit den Booten wurden wir von Mumpf – CH nach Bad Säckingen – D gebracht….

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Der Start in Bad Säckingen – die mit der roten Mütze bin ich…

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Vorsorglich hatte ich meinen Neopren-Shorty angezogen. Das erhält die Körpertemperatur und ausserdem bekommt man keinen Sonnenbrand auf den Schultern. Ausserdem sind wir mit Neopren-Badeschuhen ausgestattet – man weiss ja nie, was manche Leute so ins Wasser werfen.

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Im Hintergrund die alte Holzbrücke von Bad Säckingen, die Deutschland und die Schweiz verbindet.

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Geschafft! Das Ziel ist erreicht – dieses Jahr ging das in etwa 30 Minuten – wir hatten diesmal mehr Wasser und Strömung als im vergangenen Jahr.

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Kurz beim Ziel melden, dass wir auch angekommen sind – dann gibt es eine heiße Brühe und ein Erinnerungsglas.

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Festbetrieb

Und dann der wohlverdiente Fisch…Zweibruechenschwimmen9

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…hä – wie ist das jetzt gemeint? – Flossen und Schwimmhäute haben wir aber noch keine!
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Fischzubereitung
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Zwiebeln dazu…

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Vorne der ganze Fisch (Bodenseefelche) mit Brötchen und Zwiebel, im Hintergrund Fischstücke im Teig frittiert mit Remouladen-Dip.

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ZweibrueckenschwimmenFischessen1

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Und für die Autofahrerin ein alkoholfreies Feldschkösschen Bier – für den Beifahrer Suuer Moscht / Schweizer Apfelcidre.
Unser Dessert hatten wir dann auf dem Heimweg im Café Inka in Ötlingen.