Essen & Trinken, Rezepte

Blutwurst-Gratin mit Apfelsauerkraut

Sauerkraut-Herstellung, Nachtrag zum Erntedank-Fest Grißheim

Neblige Novembertage…Zeit für Sauerkraut und herzhafte Gratins!

Für 3 – 4 Personen:

1 Apfel
500 g Wein-Sauerkraut
1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
75 g geräucherter Speck in Würfelchen
6 Wacholderbeeren
1 Lorbeerblatt
Salz, Pfeffer
1 – 2 Kartoffeln, gekocht
Olivenöl für die Form
100 ml Schlagsahne
2 Eier
1 Teelöffel süßer Biersenf
nach Belieben frischer Majoran
100 – 150 g Blutwurst
etwas geriebener Emmentaler Käse

Den Apfel schälen, mit einem Apfelteiler das Kerngehäuse entfernen / teilen. Die Stücke in feine Scheiben schneiden.
Das Sauerkraut abtropfen lassen. Die Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden. Knoblauch schälen und durch die Knoblauchpresse drücken.
Zwiebel und Knoblauch mit den Speckwürfeln in einer Pfanne andünsten, Lorbeerblatt und Wacholderbeeren untermischen. Mit wenig Salz und etwas Pfeffer würzen, mit etwas Brühe ablöschen.
Die gekochten Kartoffeln pellen, in Scheiben schneiden und unter das Sauerkraut mischen. Eine Auflaufform mit Olivenöl ausstreichen und die Masse hineingeben.
Die Eier mit der Sahne und dem Senf mischen (am besten mit einem Shaker für Salatsoße) und über das Kraut gießen.
Das Ganze mit Apfel- und Blutwurstscheiben (die Haut vorher entfernen) belegen. Mit etwas geriebenem Emmentaler Käse bestreuen.
Im Ofen bei 200 ° C ca. 30 Minuten überbacken. Nach Belieben mit frischem Majoran bestreuen.

Wie man Blutwurst selber macht, habe ich in Paula Horns Schulkochbuch gefunden:

Blutwurst

2 Tassen Blut (2/3) Liter
1 große gekochte Kartoffel
100 g grüner Speck
1/2 Tasse kochendes Wasser
1 kleine Zwiebel
1/2 Esslöffel Fett
1/2 Kaffeelöffel Salz
1 Prise Pfeffer
1 Prise Majoran
1 / 1/4  m Darm

Der in kleine Würfelchen geschnittene Speck wird mit 1/2 Tassse kochendem Wasser gebrüht und zugedeckt 1/4 Stunde ziehen lassen.
Dann mischt man ihn mit der feingeschnittenen, in Fett gedämpften Zwiebel und den übrigen Gewürzen unter die geriebene Kartoffel und rührt das Ganze mit dem zuvor auf der Seite des Herdes erwärmten Blut langsam an. Man füllt die Masse in den gut gereinigten, gewässerten Darm, bindet kleine Würse ab und legt diese, bis sie fest geworden sind, in kochendes Wasser. Sie dürfen aber nur ziehen.
Sobald sis sich fest anfühlen und beim Durchstechen mit einer Nadel kein Blut mehr herausläuft, nimmt man sie heraus, läßt sie abtrocknen und brät sie in heißem, Fett auf beiden Seiten hellbraun.
Zubereitungszeit: 1 1/2 Stunden.

Essen & Trinken, Rezepte

Kartoffelstrudel „Himmel und Erde“

Neulich im SWR, „Kaffee oder Tee?“: Apfelstrudel mit Blutwurst, mit einem Hauch von Zimt….

Da habe ich mich daran erinnert, dass ich im Urlaub auf Teneriffa einmal eine gegrillte Blutwurst hatte, in der Kartoffeln und Zimt verarbeitet waren (mocilla dulce)= süße Blutwurst.

Also, wieso nicht einen Kartoffelstrudel mit Apfel und Blutwurst ? Gedacht – getan:

Für den Strudelteig:
250 g Mehl
1 Prise Salz
125 ml lauwarmes Wasser
3 Esslöffel Olivenöl

Mehl und Salz vermischen, auf ein Backbrett häufen, in der Mitte eine Mulde machen. Wasser und 2 Esslöffel Öl in die Mulde geben und langsam von innen nach außen verrühren, dann zu einem glatten Teig verkneten. Unter einer angewärmten Metallschüssel 30 Minuten ruhen lassen.
– wenn man den Teig selbst machen möchte…ich habe Strudelteig bzw. Strudelblätter(auch Filo-griechisch oder Yufka-türkisch genannt) aus dem Kühlregal verwendet.
D. h. eine Packung à 250 g ist ausreichend.

Für die Füllung braucht man:

3 mittelgroße, gekochte Kartoffeln, gepellt (ca. 350 g)
1 Apfel (ca. 250 g)
125 ml heiße Milch
175 g Blutwurst
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 Esslöffel Petersilie, gehackt
etwas Butter
2 Eigelb
Salz, Pfeffer, Majoran, Muskat, Kümmel
Semmelbrösel

2 Kartoffeln durch die Presse drücken, und mit der heißen Milch mischen. Mit frisch geriebenem Muskat, Salz und Pfeffer würzen.
Die dritte Kartoffel in Würfel schneiden. Den Apfel teilen, das Kerngehäuse entfernen und den Apfel in kleine Scheiben schneiden. Die Zwiebel und die Knoblauchzehen schälen und fein würfeln.
Gewürfelte Kartoffel zusammen mit dem Apfel, der Zwiebel und dem Knoblauch  in etwas Butter anbraten. Etwas abkühlen lassen und mit dem Kartoffelpüree, 2 Eigelb, Petersilie, Majoran und Kümmel vermischen.

Die Studelteig Blätter nach Anleitung ausbreiten (auf ein feuchtes Küchentuch, das mit einem trockenen Tuch bedeckt ist).

Den selbst gemachten Strudelteig auf einem bemehlten Tuch rechteckig ausrollen und so dünn wie möglich ausziehen.
Mit geschmolzener Butter bestreichen und mit Semmelbröseln (damit die Füllung den Teig nicht durchweicht) bestreuen.

Dann in die Mitte die Kartoffelfüllung und darauf die in Scheibchen geschnittene Blutwurst geben. Mit Hilfe des Tuchs zusammenrollen. In eine Kuchenform geben, mit etwas Olivenöl bepinseln und im vorgeheizten Backofen bei 200 – 220 °C 25 – 30 Minuten backen.

Dazu gibt es ein Zimt-Schaumsößchen mit Weißwein:

2 Schalotten (ca. 50 g)
etwas Butter
200 ml trockener Weißwein (Gutedel)
200 ml Gemüse- oder Geflügelbrühe
300 ml Sahne
1 Prise Salz
Pfeffer, Salz, Majoran, Zimt

Schalotten schälen, klein hacken und in etwas Butter glasig dünsten. Mit Weißwein ablöschen und etwas einreduzieren lassen. Dann die Brühe angießen.
Weiter köcheln lassen. Frischen oder getrockenten Majoran zufügen. Die Sahne mit etwas Kartoffelstärke verrühren. Hinzugeben, etwas eindicken lassen, dann mit einem Pürierstab schaumig mixen. Mit Salz, frisch gemahlenem Pfeffer und einer Prise Zimt absmecken.

Strudel in Stücke schneiden und mit der Soße auf einem Teller anrichten.

Dekoration: Majoranzweiglein und spätsommerliche Lavendelblüte.