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Kochen mit Martina und Moritz: Lieblingsgerichte mit Wurzeln und Knollen

Kochen mit Martina und Moritz 1


Ihr habt gestern auf meinem Blog ein neues Rezept vermisst? Hier ist der Grund – die Markgräflerin war nämlich im Schwarzwald unterwegs und hat an einem Kompakt-Kochkurs von Martina Meuth & „Moritz” Bernd Neuner-Duttenhofer teilgenommen.
Ort des Geschehens: Der zur Fernseh- und Kochkurs-Küche ausgebaute alte Pferdestall des Duttenhofer’schen Apfelguts Neunthausen in Sulz-Hopfau.


Kochen mit Martina und Moritz 2
Äpfel vom Duttenhofer’schen Apfelgut

Zusammen mit meiner Nachbarin Gertrud, die schon einmal einen Kurs im Apfelgut besucht hatte, bin ich am Donnerstag früh angereist.

Es war ungemütlich kalt und regnerisch. Unterwegs wurde ein Zwischenstopp in Alpirsbach eingelegt, damit wir uns bei einem zweiten Frühstück mit Cappuccino und Croissant aufwärmen konnten. Natürlich bin ich dort im Brauerei-Shop eingekehrt und habe Bier und Hopfentee als Souvenirs eingekauft.Kartoffel Logo

Dann ging es weiter zum Hotel Züfle in Sulz-Glatt, wo wir uns für eine Nacht einquartiert hatten. Von dort gab es einen Shuttle-Verkehr zum Apfelgut, wo um 12 Uhr der Kochkurs anfing.

Mittelpunkt des Kurses waren Wurzeln und Knollen. Und zum Empfang gab es  – passend zu meinem Kartoffelmonat im Blog – ein Gericht mit Kartoffeln.
Das Rezept, und was es noch dazu gab, folgt in einem separaten Blogbeitrag.


Kochen mit Martina und Moritz 5
Ofenkartoffeln mit Speck und Käse

Danach wurde unter Anleitung von Martina Gemüse geschnippelt, Zwiebeln gehackt und gehobelt, gekocht, diskutiert und gelacht, während Moritz uns immer wieder mit frischem, hauseigenem Quellwasser und frisch gepressten Apfelsäften verschiedener Sorten versorgt und allerlei Wissenswertes erzählt hat.


Kochen mit Martina und Moritz 3


Mit von der Partie war die Hundedame des Hauses, die manchmal neugierig zuschaute – vor allem, wenn es um Fleischhaltiges ging und sich dann wieder auf ihre Hundedecke neben der Spüle zurückzog, als es nur um die Knollen und Wurzeln ging 😉



Fortsetzung folgt…

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Ein Sommernachtstraum mit Bernd Lafrenz im Rosengarten und ein Elizabethan Dinner Buffet

Sommernachtstraum 3


Ostler’s Potage, Winchester Geese, Yeoman’s Ham, Capon’s Leg, Sir Toby’s Pie, Poor Tom, Herbalist Sweetmeats, Ye saucie Knaves, Nor flesh nor fowl, Homebaked Bread Plates, Medieval Gooseberry Fool, Good Swabber’s Compote, Elizabethan Almond Tart, Coddled Welkin, Cider…

So las sich die Speisekarte des Elisabethanischen Dinner Buffets im Rosengarten Landhaus Ettenbühl in Bad Bellingen-Hertingen am 31. Juli.
(Schon wieder viel zu lange her und beinahe schon wieder vergessen.)
Anlass war eine Aufführung von William Shakespeare’s Sommernachtstraum (A Midsummer Night’s Dream) von Bernd Lafrenz mit seinem Ein-Mann Theater.
Da heute Abend in Badenweiler noch einmal eine Freiluft-Aufführung (Naturbühne am Kurhaus, ohne Buffet) stattfindet, möchte ich euch noch die Bilder von diesem schönen Erlebnis zeigen.



Einlass für die Abendveranstaltung war schon am späten Nachmittag und so hatten wir noch die Gelegenheit, den Garten anzusehen.
Die Rosen hatten weitgehend verblüht, aber die prächtigen Staudenbeete waren auch sehr sehenswert.
Und wir hatten noch die Gelegenheit auf der Terrasse des Tearooms einen Rosensekt zu trinken. Eine perfekte Einstimmung für den Abend.

Im Frühjahr war ich mit meiner Freundin Zoë schon hier, allerdings haben wir aus Zeitgründen nicht den Garten angeschaut – damals gab’s Kaffee mit Sahnehäubchen und Rosenzucker bestreut, Rosen-Kräutertee und Rosenmeringue mit Eis.



Landhaus Ettenbühl am 31. Juli 2015



Nach dem Gartenrundgang haben wir uns einen Rosensekt gegönnt und dann fing auch schon die Vorstellung an.
Das Buffet gab es in der Pause. Ein gelungener Abend – und weil wir wussten, dass es kühl werden könnte, hatten wir Woll- bzw. Fleece-Decken mitgenommen.



Das Buffet



Sommernachtstraum 1


Ostler’s Potage
– Kräftiger Eintopf mit Rindfleisch und Gemüse
Winchester Geese
– Kleine saftige gewürzte spareribs mit altem Portwein und Äpfeln
Capon’s Leg
– gebackene, gewürzte Geflügelbeine / eine Capon ist eigentlich ein Kapaun, d. h. ein kastrierter Hahn
Yeoman’s Ham
– gekochte, mit Honig glasierte Schinkenscheiben
Sir Toby’s Pie
– Schweinefleisch-Pastete
Poor Tom
– kleine, mit Spinat gefüllte Pasteten
Herbalists Sweetmeats
– gewürzte Würste mti Petersilie, Salbei, Rosmarin und Thymian
Ye Saucie Knaves
– Speck auf Tudor-Art mit Aprikosen, Pflaumen und Lavendel
Nor flesh nor fowl
– Mousse von Scholle und Lachs mit Kapern und Kräutern
Homebaked Bread Plates
– Fladenbrot, als Teller zu verwenden

Deserts:
Medieval Gooseberry Fool
– Stachelbeeren mit Sahne
Good Swabber’s Compote
– Früchte in gewürztem Rotwein
Elizabethan Almond Tart with rosewater
– Mandeltörtchen mit Rosenwasser
Coddled Welkin
– Milchreis mit Gewürzen

Drinks:
Cider  – The English answer to wine
Water – almost Avon-like


Die elizabethanischen Essgewohnheiten

Wie heute Abend, bestand die Diät der Elizabethaner vorwiegend aus Brot und Fleisch.
Das gemeine Volk musste mit grobem Roggenbrot auskommen, während vornehmere Schlünde das Gleiten eines reibungsfreien Weizenbrotes spürten.
Es gab ein reiches Angebot an Fleisch vom Schwein, Ziege und Lamm bis zu Hirsch, Waldschnepfe, Fasan und Kapaun.
Besonders bei Veranstaltungen wie Jahrmärkten oder Theateraufführungen wurden fertig-gekochtes Fleisch und diverse Pasteten verkauft.
Die Elizabethaner mochten also schon ihr „Fast Food“.

Es gab auch Fisch und Gemüse, aber Gemüse betrachteten sie mit ein wenig Misstrauen und aßen Fleisch eigentlich lieber zusammen mit Brot, wobei dieses oft als Teller benutzt wurde, so wie wir es heute Abend auch tun.

Aus Übersee kamen bereits neue Gemüse und Früchte ins Land, Kartoffeln durch Sir Walter Raleigh, Tomaten – Liebesäpfel- , Kidney-Bohnen und Truthühner. Aber noch fehlten entsprechende Zubereitungsmethoden, sodass sie nicht so gut waren, wie sie hätten sein können.

Süßes war besonders beliebt, man buk Törtchen und Kuchen, viel Zucker und Marzipan, Nüsse und Mandeln wurden benuzt, Cremes und süße Saucen genossen.
Obst, besonders Äpfel, Birnen und die „Waldrüchte” Erdbeeren, Brombeeren, aber auch Stachelbeeren und Johannisbeeren wurden in Sirup, Kuchen oder Fool genossen.
Die besser gestellten Leute tranken gerne Weine aus Frankreich „Claret”, Deutschland „Rhenish” und Spanien „Sack” oder „Sherry”. Aber nachdem der Import solcher Produkte durch Kriegshandlungen erschwert wurde, gewann der heimische Apfel- oder Birnenmost, Cider, den auch wir heute Abend anbieten, an Beliebtheit.

Wohlfeil war auch das Ale, ein hopfenloses Bier aus Gerste hergestellt, verfeinert mit frischem Gewölle.

Hatte es einem geschmeckt, wurde leidenschaftlich gebölkt.

Guten Appetit.

 

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Bretagne mit AVANTI – der Heimweg: Chartres Teil 2

Chartres 91


Am Sonntagmorgen, nach einem reichhaltigen Frühstück im Hotel, hatten wir noch bis 13 Uhr Zeit, die Altstadt von Chartres zu erkunden.
Das Hotel lag zentral, direkt neben der Mediathek von Chartres.



Ancienne église Sainte-Foy



Chartres 97


Jardins de l’Évêché – hinter der Kathedrale


Chartres 99


Collégiale Saint-André
Hier gibt es einen wunderschönen mittelalterlichen Kloster-Kräutergarten, im Innern finden Ausstellungen statt.


 


Weiter geht es in die Altstadt an der Eure entlang mit malerischen Gassen.



Vor der Heimfahrt noch eine Erfrischung…


Chartres 143



Das war unsere Sommer-Urlaubsreise 2015!

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Bretagne – Eine Wanderreise mit AVANTI (8): Wir schwänzen einen Wandertag und machen einen Ausflug nach Quimper

Quimper 1


Als wir am Morgen unseres fünften Tages in der Bretagne aufwachten, regnete es draußen.
Der Markgräfler und ich hatten bei diesem Wetter überhaupt keine Lust zu wandern. Außerdem stand an diesem Tag mit 20 Kilometern die längste Wanderung unserer Reise auf dem Programm.

Wir (und auch ein paar andere der Mitreisen) entschieden uns also dafür, stattdessen einen Ausflug mit dem Bus zu unternehmen.
Wenn man von Douarnenez mit dem Bus irgendwo hinfahren möchte, muss man immer zuerst nach Quimper (Bretonisch: Kemper) fahren.
Quimper ist die Präfektur (Hauptstadt) des Départements Finistère. Manch einem von euch  wird Quimper aus den Romanen von Jean-Luc Bannalec bekannt sein.

Die Stadt ist vor allem für seine Fayencen (kunsthandwerklich hergestellte Keramik) bekannt und hat eine sehr schöne Altstadt mit einer Markthalle, in der man alles bekommt, was das Herz begehrt.
Am mittelalterlichen Place au Beurre gibt es nicht weniger als 9 Crêperien – wir haben zum Mittagessen eine davon besucht.


 Hortensien am Busbahnhof von Quimper




Vom Busbahnhof gelangt man auf Brücken, die über das Flüsschen Odet führen, direkt ins historische Zentrum von Quimper. Die Cathédrale Saint Corentin überragt alles.
Da es noch immer regnerisch war, sind wir als erstes zur Markthalle gegangen. Die Markthalle ist neueren Datums, von aussen nicht besonders sehenswert…
aber innen gibt es alle bretonischen Köstlichkeiten, die man sich nur vorstellen kann.


 Süßes: Kouign Amann – Kuchen Spezialität mit viel Butter!


Quimper 8


Der obligatorische Crêpes-Stand



Kartoffeln, Obst und Gemüse


Quimper 9


Fisch und Meeresfrüchte


Quimper 20


 „Snacks”


Quimper 24


Fassbutter und Crème fraîche, auch in Bio-Qualität



In einem Geschäft schräg gegenüber von der Markthalle haben wir dann auch einen Gâteau Breton gekauft.
Hier gibt es auch den Kouign amann und die kleinen Kouignettes, Galettes bretonnes, palet breton (nature ou chocolat), macarons, Pralinen und die Torchetes – eine Keksspezialität aus Quimper mit Mandeln, getrockneten Weinbeeren und Algen.
Und eine Nachbildung der Cathedrale Saint Corentin aus Schokolade!!!


Maison Georges Larnicol



 Die Cathedrale Saint Corentin



Gleich neben der Cathédrale kann man sich mit Fayencen eindecken…



Im Museum neben der Cathédrale kann man noch viel mehr Fayencen sehen und ausserdem so einiges über die Geschichte der Gegend erfahren.


Quimper 71


Und dann war es Zeit für’s Mittagessen und sogar die Sonne kam endlich raus.



 La Place au Beurre, Mittagessen in einer der besten Crêperien von Quimper


Salat als Vorspeise
Salat als Vorspeise
Crêpe bzw. Galette complet - mit Schinken, Käse und Ei
Crêpe bzw. Galette complète – mit Schinken, Käse und Ei
La Quimper - Galette mit Schinken, Käse, Ei, Tomaten und Champignons à la Crème
La Quimper – Galette mit Schinken, Käse, Ei, Tomaten und Champignons à la Crème
Café
Café

Quimpber


Und dann fuhren wir mit dem Bus wieder zurück nach Douarnenez. Nachdem wir uns etwas ausgeruht hatten, gingen wir nochmal in Douarnenez spazieren.
Um 20 Uhr trafen wir uns wieder mit allen anderen der Wandergruppe im Restaurant Ty Port Rhu zum gemeinsamen Abendessen.


Bier Buchweizen


Da es am Nachmittag schon Cidre zum Mittagessen gab, entschieden wir uns für ein Bier, das mit Malz und Buchweizen gebraut wurde bzw. ein Panaché für die Margräflerin.


Die Vorspeise


Thy Port Rhu Galette Zwiebel Andouille
Galette, gefüllt mit gebratenen Zwiebeln und Andouille

Das Hauptgericht


Thy Port Rhu Canard pt pois
Ente (canard) und Erbsen (petit pois)

Das Dessert


Ty Port Thu panna cotta fraises
Erdbeer- Panna Cotta
Regenmesser
Garten, Natur & Garten

Der Garten freut sich: Endlich Regen …

Regenmesser
Knapp 30 Liter pro Quadratmeter Regen in der vergangenen Nacht

Mein Garten freut sich über den Regenguss der vergangenen Nacht. Knapp 30 Liter hat es pro Quadratmeter geregnet, das ist mehr, als es im vergangenen Monat bei uns insgesamt geregnet hat. Die Pflanzen im Garten können das richtig gut brauchen …

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Bretagne – Eine Wanderreise mit AVANTI (2) – Douarnenez, die Stadt der Sardinen

Douarnenez 1
Douarnenez

Am zweiten Tag unserer Reise mit AVANTI in die Bretagne fuhren wir um 9 Uhr von Orleans über Le Mans – das ist dort, wo das berühmte 24-Stunden Rennen (Autorennen) stattfindet – und Rennes, der heutigen Hauptstadt der Bretagne an unseren Zielort Douarnenez.
Während unserer Mittagspause bei Rennes gab es schon die erste bretonische Köstlichkeit. Wir haben uns zur Einstimmung auf die kommenden Tage einen Himbeer-Cidre gegönnt…


Cidre Framboise 1


Gegen 17 Uhr kamen wir in Douarnenez an.
Nachdem wir unsere Zimmer in dem kleinen, familiengeführten „Hotel Le Bretagne” mit maritimem Charakter bezogen hatten, ging es zu einem ersten Spaziergang durch Douarnenez.


 Le Bolomig („Kleiner Mann”) / ägyptisch inspirierte Statue



Douarnenez 4


Douarnenez ist vor allem für seinen Fischereihafen und die Erfindung der Sardinenbüchse bekannt.
Kein Wunder also, dass wir – kaum angekommen – schon am ersten Geschäft mit allerlei Sardinenbüchsen vorbeikamen.



Die ersten Sardinen hatten wir übrigens schon in Orléans entdeckt. Jedes Jahr werden Sammeldosen mit einem neuen Motiv herausgegeben.
Und natürlich gibt es nicht nur die klassischen Sardinen in Olivenöl mit Zitrone, sondern auch mit Muscadet (Wein aus dem Loiretal), Tapenade (Olivenpaste), mit getrockneten Tomaten, Chilies, Kräutern, Oliven, Senf, in Sonnenblumen- oder Erdnussöl…



Und dann wollen wir alle zuerst einmal das Meer sehen, das sich schon auf dem Weg dorthin durch maritime Farben an den Häusern ankündigt…



Und endlich….


Douarnenez 13




Die Konservenfabrik für Sardinen, Makrelen und Thunfisch Spezialitäten


Douarnenez 15


Blick auf den Strand und Île Tristan – wo die Geschichte der Sardinenbüchse begann


Douarnenez 22



Nach diesem Spaziergang hatten wir alle Hunger und es war auch schon Zeit für’s Abendessen.
Wir sind ins Restaurant „Ty Port Rhu” gegangen, das sich in der Nähe des Freizeithafens am Fluss Rhu befindet. Dort war für uns an 5 Tagen Abendessen gebucht.
Ein Tag, an dem keine Wanderung stattfand, stand zu unserer freien Verfügung und an diesem Tag sind der Markgräfler und die Markgräflerin auch mal woanders zum Essen ausgegangen.
Bericht folgt…



Zum Apéro gab es einen „Kir Breton”, der uns vom Hotel als Begrüßung spendiert wurde.
Ein Kir Breton besteht aus Cidre mit einem Schuss Crème de Cassis (Likör aus schwarzen Johannisbeeren).



Unser Busfahrer Gerhard hatte prompt noch die passende Geschichte zum Kir:

Félix Kir (1876–1968), ehemals Bürgermeister von Dijon, machte das bei den Weinbauern in der Region beliebte Getränk „Blanc-Cassis” zum offiziellen Getränk der Region, das bei Empfängen im Rathaus ausgeschenkt wurde, denn die Côte d’Or ist ein wichtiges Anbaugebiet für die Schwarze Johannisbeere, die Grundlage für den Cassis.

Der klassische Kir besteht aus Bourgogne Aligoté, einem trockenen, milden Weißwein von der Côte-d’Or, dem etwas Crème de Cassis beigefügt wird (1 Glas = 90-100 ml Bourgogne Aligoté und 10 ml Crème de Cassis).
Wenn man den Likör vorsichtig in das Glas gleiten lässt, hat er am Boden eine höhere Konzentration, so dass sich ein ansprechender Farbverlauf ergibt und das Getränk umso süßer wird, je weiter man es austrinkt.

Für „Kir Royal” wird ein Teil Crème de Cassis in ein Sektglas bzw. Champagnerschale gegeben und mit neun Teilen Champagner aufgefüllt.


Ty Port Rhu 1
Cidre de presson (Cidre vom Fass), serviert in einem Krug (pichet)

Zum Essen bekommt man in Frankreich immer stilles Wasser mit auf den Tisch gestellt. Die obligatorische „caraffe d’eau” – was nicht heißen soll, dass man sich nur damit begnügen sollte.
Man bestellt entweder ein Glas Wein oder teilt sich eine Flasche (zum Beispiel einen Muscadet, der hierzulande sehr gerne getrunken wird), Bier oder Cidre.
Alkohol gehört hier scheinbar einfach dazu.

Als mögliche Erklärung dafür möchte ich an dieser Stelle eine Passage aus dem neusten Roman von Jean-Luc Bannalec, Kommisar Dupins vierter Fall (Bretonischer Stolz) , den ich gerade lese, zitieren 😉

Der Kellner brachte eine kleine Flasche Wasser, die Dupin nur aus schierer Verzweiflung darüber bestellt hatte, keinen weiteren Kaffee trinken zu dürfen.
Auch der Kellner hatte komisch geguckt – und es zunächst wenig überraschend vergessen; Wasser zum Trinken hatte keinen guten Ruf in der Bretagne, aus gesundheitlichen Gründen.
Es verursachte Rost, sagten die Bretonen – »l’eau ça fait rouiller, l’alcool ça conserve!«


 Die Vorspeise


Ty Port Rhu 2
Terrine de Saumon (Lachsterrine) mit Dill-Sahne-Sauce

Das Hauptgericht


Ty Port Rhu 3
Fischfilet mit Chili-Sauce, Butterreis

 Das Dessert


Ty Port Rhu 4
Far aux pommes

Das Dessert bestand aus einem typisch bretonischen Auflauf aus Eiern, Zucker, Milch, Mehl, Vanille und Rum, „Far” oder „Far Breton” genannt.
Oft werden entsteinte Dörrpflaumen/Backpflaumen (pruneaux) oder Äpfel hinzugefügt.
Den Far Breton mit Pflaumen habe ich hier im Blog schon einmal mit Rezept vorgestellt. Das Rezept stammt noch aus dem Französischunterricht in meiner Schulzeit.
Die Rezepte für Far, welche ich jetzt neu aus dem Urlaub in der Bretagne mitgebracht habe, erscheinen demnächst in einem separaten Beitrag.

Far Breton1
Far Breton aux pruneaux
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Unterwegs im Markgräflerland: Z’Lörrach uff’em Märt

Loerrach Markt 1


Neulich waren der Markgräfler und die Markgräflerin zum Bummeln in Lörrach. Es war Samstag, und es bot sich die Gelegenheit, einmal über den Marktplatz zu schlendern.
Dass man hier so richtig im Markgräflerland ist, beweist das Angebot an den Bauernständen.
Heimischer Spargel, Obst und Gemüse, Kräuter, Tomaten- und Chilipflanzen und allerlei Selbstgemachtes – von Eierlikör über Eingemachtes bis hin zur Linzertorte mit ihren Varianten Mailänder (heller Teig mit Aprikosenmarmelade gefüllt) und Hüsi(n)ger (mit Nuss- und Marmeladenfüllung).
Von der Stadt Lörrach gibt’s übrigens einen netten Flyer „Wochenmärkte in Lörrach“ mit den Wochenmarkt-Terminen. Auf der Rückseite ist ein Kalender, der zeigt, welches Gemüse gerade Saison hat.


Loerrach Markt 4



An einem Bauernstand habe ich weißen Spargel aus dem Örtchen Fischingen mitgenommen. An einem anderen gab es Brunnenkresse im Topf. Ausserdem haben ein paar Oliven, gefüllte Weinblätter, Grünspargel und neue Kartoffeln und frisches Holzofenbrot von der Bäckerei „Heiners Backparadies” … den Weg in den Ikea-Einkaufstrolley („Hackenporsche”) gefunden.


 Blumen


Loerrach Markt 11



Gemüse


Loerrach Markt 6


Loerrach Markt 5


Kräuter und Gemüsepflanzen


Loerrach Markt 19


Loerrach Markt 25


Loerrach Markt 7


Und dann, auf unserem Rückweg zum Parkhaus waren wir froh, dass wir auf dem Markt noch Spargel bekommen hatten:


Loerrach Markt 26
Alle wollen Spargel….

Spargelrezepte folgen….


Vorschau:

Spargel Brunnenkresse neue Kart 1
Spargel mit Brunnenkresse

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Aus meinem Garten: Mai

Garten Mai 7
Bartiris / Irises

Der Mai zeigt sich derzeit nicht gerade von seiner schönsten Seite… Es ist kalt und grau und zwischendurch fallen hässliche Regentropfen.
Aber mein Garten….! Es blüht und duftet. Seit vergangener Woche blühen die Rosen und es tröstet mich zu wissen, dass auch wieder sonnige Tage kommen – an denen man allerdings täglich die Pflanzen gießen muss und alles viel zu schnell verblüht.
Die Markgräflerin lässt euch gerne an ihrem Gartenglück teilhaben.
Hier habe ich die bisher schönsten Impressionen des Monats Mai aus meinem Garten für euch zusammengefasst. Lehnt euch zurück und genießt die schönen Blumen.


 Die Rosen / The Roses


Rose Louise Odier

Rose de Resht

Garten Mai 16

Rose Westerland

Garten Mai 21
Rose Westerland mit ersten Knospen der Passionsblume / Rose Westerland with first buds of my passion flower

Rote Rose (Name unbekannt) vor unserem Schlafzimmerfenster /  Red Rose (no name) in front of our bedroom window


Garten Mai 13


Lupine


Garten Mai 9


 Jungfer im Grünen / Love-in-a-mist [Nigella damascena]



Die Bartiris / The Irises



Und andere… / Others…


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Ein Besuch bei der Gräfin von Zeppelin in Laufen

Zeppelin Staudengärtnerei 1


Mindestens einmal im Frühjahr steht ein Besuch in der Staudengärtnerei „Gräfin von Zeppelin” in Laufen auf dem Programm der Markgräflerin. Zum einen, um sich die Pfingstrosen- und Bartiris-Blüte anzusehen, zum anderen um sich neue Anregungen für den Garten zu holen und natürlich auch, um ein paar neue Pflänzchen zu kaufen. Ganz nebenbei gibt es auch einen Laden mit allerlei Büchern (Garten, Kochen, Backen) und Gärtner-Zubehör und  kleines Café, wo man ein leckeres Frühstück genießen oder zur Mittagszeit eine kleine Mahlzeit einnehmen kann. Am Nachmittag gibt es Kaffee, Kuchen und kleine Desserts…

Mein bereits zweiter Besuch in diesem Jahr habe ich zusammen mit meiner Nachbarin am bisher heißesten Tag unternommen. Die Blüten waren wieder mal eine wahre Pracht.


Am 16. und 17. Mai findet übrigens das Gartenfest statt:


Zeppelin Staudengärtnerei 20

Die Natur zeigt sich im Mai von ihrer allerschönsten Seite – dazu gehört auch das beeindruckende Schauspiel der blühenden Iris- und Pfingstrosenfelder in der Staudengärtnerei Gräfin von Zeppelin.


These are the photos from a visit to the nursery of the „Gräfin von Zeppelin” in Laufen which is most of all famous for its varieties of peonies, irises and day lilies.


Zeppelin Staudengärtnerei 3


Die Pfingstrosen / The Peonies



Die Bartiris und die Malerin / The Irises and the painter


Zeppelin Staudengärtnerei 24


– Mittagspause –



…beim Frühlingsfest am 11. April – zusammen mit dem Markgräfler…

An diesem Tag war es kühl, regnerisch und sehr windig. Die Bewirtung war im Gewächshaus und die Markgräflerin hatte sich mit den ersten Kräutern eingedeckt.


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Spargel vom Hardthof Pfrengle in Hartheim

Hardthof Pfrengle 4


Heute möchte ich euch wieder mal einen Einkaufstipp geben.
Da wir ja mitten in der Spargelsaison sind, wollte ich meiner Freundin Zoë auch zeigen, welche verschiedenen Kategorien von Spargel es gibt.

Außerdem wollte ich mit ihr auch mal einen besondes schönen Hofladen besuchen.
Also bin ich mit ihr nach Hartheim zum Hardhof Pfrengle gefahren. Das ist ein richtiger Experte, was guten Spargel angeht. Ausserdem bekommt man frische Frühlingssalate, Radieschen, Frühlingszwiebeln, Kräuter, Kartoffeln Eingemachtes, Wein … eben alles, was man für eine frühlingsfrische Küche so braucht.
Sogar wunderschöne Geranien kann man kaufen – die Englischen Edelgeranien haben es mir dabei besonders angetan (ich konnte nicht widerstehen und habe mir eine gekauft).
Kräuter habe ich keine mitgenommen, da wir am Tag zuvor schon beim Kräuterhof in Hügelheim eingekehrt waren. Dort sind neben einigen Tees und Gewürzen auch Kräuter in Töpfen in meinem Einkaufskorb gelandet.
Und wir haben Salat, Frühlinszwiebeln, wunderschöne Radieschen und natürlich auch grünen und weißen Spargel mitgenommen. Rezept folgt…


Hardthof Pfrengle 1

Hardthof Pfrengle 5


Und wir haben uns natürlich auch ein wenig auf dem Hof umgesehen.
Neben den Spargelfeldern gibt es auch einen liebevoll angelegten Kräutergarten und ein mediterran anmutendes Feld mit vielen verschiedenen Rosen und Lavendel.
An einer Scheune rankt sich eine wunderschöne Ramblerrose hoch. Leider hat noch nichts geblüht.
Nicht nur zum Einkaufen schön – sondern auch zum Schauen.