Amerika, Englisch, Essen & Trinken, Food, Fotografie, Frankreich, Herbst, Schweiz, Winter

Adventskalender 2013: Nr. 9 – Gingerbread Man

Gingerbread Man 1
Der klassische Gingerbread Man – Lebkuchen auf Amerikanisch.
Der „Lebkuchen“ kommt von Lateinisch „libum“: Laib, Portion, galt früher als Fastenspeise, da er damals ohne Eier und tierisches Fett hergestellt wurde.
Vor vielen Jahre war ich einmal in einem Lebkuchenmuseum in Einsiedeln, Schweiz. Die Kulisse von Einsiedeln wird von der prächtigen Klosterkirche beherrscht, die alles überragt. Im Kloster hat man schon sehr früh Lebkuchen gebacken, als Wegzehrung für die Pilgerer und als Mitbringsel für die Daheimgebliebenen. Bei der Kerzenproduktion fiel als Nebenprodukt Honig an, der in den Lebkuchen verarbeitet wurde. Urkundlich sind die Einsiedler Lebkuchen seit 1550 bekannt.
Als typisches Gebäck gibt es dort die Schafböcke, runde Lebkuchen mit einer Erhebung in der Mitte, die ein Schaf darstellen soll.

Gingerbread Man 4

„Lebkuchen“ comes from Latin „libum“: Which means loaf, serving and was in earlier days Lenten food, because it was then made ​​without eggs and animal fat.
Many years ago I visited a Gingerbread Museum in Einsiedeln, Switzerland. The backdrop of Einsiedeln is affected by the magnificent abbey church, which towers above everything. In the monastery Gingerbread has been baked for a long time, as provision for pilgrims and as souvenirs for the folks back home. Honey was a byproduct of candle production,was processed in the gingerbread bakery. The gingerbread is documented to be known since 1550.
As typical pastries there are the rams, round gingerbread with a bump in the middle, that is meant to be a a sheep.
 

Gingerbread Man 5

Aus Basel kennen wir die Basler Läckerli, die mit Marzipan gefüllten Biberle, aus Nürnberg die Elisenlebkuchen, aus dem Elsass das Pain d’Épices, aus Schweden die Pfefferkuchen – kurz gesagt, Lebkuchen tauchen in irgendeiner Form überall irgendwo auf.

From Basel, we know the Basler Läckerli, and the Biberle (filled with marzipan), from Nuremberg the Elisenlebkuchen, the Pain d’Épices, from Alsace, the pepparkakor we know from Sweden – in short, you’ll find some sort of gingerbread everywhere.

Gingerbread Man 3

Heute widmen wir uns also dem Gingerbread Man:

Gingerbread Man Cookies

300 g Mehl
1 Teelöffel gemahlener Zimt
1 Messerspitze Ingwerpulver
1 Prise Muskatnuss, 1 Prise gemahlene Nelken
1 Prise Salz
180 g Butter
120 g Zucker
100 g brauner Zuckerrübensirup
1 großes Ei
1 Teelöffel Natron

Mehl, Gewürze und Natron in einer Schüssel mischen. Butter, Zucker und Zuckerrübensirup in einem großen Topf erhitzen, bis sich alles gelöst hat, etwas abkühlen lassen. Dann in die Mitte der Mehlmischung geben, das Ei dazugeben und alles gründlich mit dem Knethaken oder Flachrührer der Küchenmaschine vermischen. Den Teig mit den Händen zu einer Kugel formen, zwischen Dauerbackfolie oder Frischhaltefolie ca. 5 mm dick ausrollen, auf und auf einem Backblech mindestens 2 Stunden gut gekühlt ruhen lassen (ich habe das auf dem Terrassentisch gemacht, bei Temperaturen um die 0 °C (oder im kühlen Keller oder im Kühlschrank).

Figuren ausstechen auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Die Teigreste zusammenfügen, erneut ausrollen und Formen ausstechen. Die Lebkuchen bei 175 °C etwa 10 Minuten backen. Abkühlen lassen.

Für die Dekoration  ein 1 Eiweiß steif schlagen, nach und nach den Puderzucker unterschlagen und mit etwas Butter-Vanille-Aroma aromatisieren. Bei Bedarf noch ganz wenig Wasser hinzufügen. In einen Spritzbeutel mit ganz dünner Tülle füllen und die Plätzchen verzieren.

Gingerbread Man 6

Gingerbread Man Cookies

300 g flour
1 teaspoon ground cinnamon
1 pinch of ginger powder
1 pinch nutmeg, 1 pinch ground cloves
1 pinch of salt
180 g butter
120 g sugar
100 grams of brown sugar syrup
1 large egg
1 teaspoon bicarbonate of soda

Mix the flour , spices and baking soda in a bowl. Heat butter, sugar and syrup in a large saucepan until everything has dissolved. Allow to cool slightly. Then pour into the center of the flour mixture, add the egg and mix everything thoroughly with the dough hook. Form th dough with your hands into a ball , roll out about 5 mm thick between baking foil or plastic wrap, and leave to rest on a baking sheet for at least 2 hours and keep well chilled ( I ‚ve done this on the patio table, at temperatures around 0 ° C / 32 °F (or in the cool cellar or refrigerator) .
Cut out little men with the cookie cutter,  place them on a baking sheet lined with baking paper. Put the remainign dough together, roll out again and cut out gingerbread men. Bake the Gingerbread at 175 ° C for about 10 minutes. Allow to cool .
For the icing decoration beat 1 egg white and gradually stir in 300 g icing sugar and a bit vanilla flavor. Fill in a pinping bag and decorate the cookies.

Gingerbread Man 2

Der Vollständigkeit halber sind hier noch die Rezepte für:

Basler Läckerli

BaslerLaeckerli

Pain d’Épices

Pain d'epices6

Biberle Konfekt

BiberleDose (1 von 1)

Magenbrot

Magenbrot9

Werbeanzeigen
Essen & Trinken, Food, Rezepte

Herbschtmäss und Jahrmarkt – Rahmtäfeli und Biberli Konfekt

Biberle Konfekt
Rahmtäfeli

In meiner Küche duftet es heute nach Vanille, Lebkuchengewürz, Zitrusfrüchten und Honig. Ja ist denn schon Weihnachten?
Nee, aber in knapp zwei Wochen ist in Basel „Herbschtmäss“ und der Müllheimer Jahrmarkt ist auch nicht mehr weit.
Ein erstklassiges Rezept für Magenbrot (und schöne Bilder) findet man bei lamiacucina.

Nachtrag 13.12.2012: Ich habe endlich mal Magenbrot gebacken – und zwar Weihnachts-Magenbrot, nach einem Rezept aus dem Bayrischen Lauingen.

Magenbrot6
Magenbrot – 13.12.2012

Ich widme mich heute den Rahmtäfeli, auf Deutsch Sahne-Karamell-Bonbons, und den Biberli – als Konfekt. Biberli, das sind Honiglebkuchen mit Marzipanfüllung.

Beide kann man gut an einem Nachmittag machen – die Rahmtäfeli habe ich so nebenbei gemacht, während der Biberliteig geruht hat.

Rahmtäfeli

5 dl Rahm (500 ml)
2-3 Messerspitzen gemahlene Vanille (oder 2 Teelöffel Paté de Vanille“)
600 g Zucker
evtl. 2-3 Esslöffel kalte Milch

Alle Zutaten zusammen in einem großen, weiten Topf aufsetzen. Kochen unter stetigem Rühren mit einem Pudding-Kochlöffel, bis die Masse anfängt dick zu werden und sich von der Pfanne löst. Das dauert ca. 25 bis 30 Minuten.


Wird die Masse plötzlich zu dick und blasig, noch 2-3 Esslöffel kalte Milch dazumischen und wieder glatt rühren.

Sofort auf ein Backblech oder eine mit Koch-/Backpapier ausgelegte Auflaufform gießen. Wenn nötig mit einem nassen Spachtel ausstreichen, ca. 1/2 cm dick.

Etwas abkühlen und fest werden lassen (mit einem Messer probieren). Die steife Masse mit einem in warmes Wasser getauchten, stumpfen Messer in viereckige Täfelchen von ca . 2 x 2 cm schneiden.

(…) Im Kanton Basel-Landschaft werden heute die Rahmtäfeli als eigene Spezialität verstanden. Dies hat damit zu tun, dass man hier seit anfangs des 20. Jahrhunderts Rahmtäfeli auch gewerblich herstellt. Begonnen hat dies der Konditor Adolf Freivogel in Gelterkinden. Er stellte damals Rahmtäfeli nach einem französischen Rezept her. Ein Konkurrent, Willy Weber begann Ende der 1920-er Jahre ebenfalls mit der Rahmtäfeliherstellung. Im Jahr 1928 verkaufte Willy Weber seine Rahmtäfeli erstmals an der Schweizer Mustermesse in Basel. Das Produkt war so erfolgreich, dass er voll auf die Täfeliproduktion setzen konnte. Seine Firma gibt es noch heute und produziert die im Baselbiet so beliebten Rahmtäfeli. (…)

(…) Anfangs des 19. Jahrhunderts nahm man Caramels auch aus medizinischen Gründen zu sich, so führt Krünitz in seiner Encyklopädie aus: „Caramel, Caramelle, nennen die Franzosen den recht stark braun gesottenen Zucker. Man braucht ihn auch in Täfelein für die Brust, zur Beförderung des Auswurfs, wie andren gebrannten Zucker.“(…)

…mehr zu den Rahmtäfeli hier

Biberli-Konfekt

Zutaten für den Honigteig:

300 g Weizenmehl
2 gestrichene Teelöffel Backpulver
2 gestrichene Teelöffel Natron
2 gestrichene Teelöffel Lebkuchengewürz
abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone
(oder ein Päckchen geriebene Zitronenschale)
125 g Zuckerrübensirup
75 g Honig (z. B. Waldhonig)
etwa 3 Esslöffel Wasser

Für die Füllung:
200 g Marzipan-Rohmasse

Mehl mit Backpulver, Natron und Lebkuchengewürz mischen und in eine Rührschüssel sieben. Die übrigen Zutaten hinzufügen und alles mit einem Handrührgerät oder der Küchenmaschine (Knethaken) zu einem Teig verarbeiten. Den Teig zu einer Kugel formen und i Frischhaltefolie gewickelt ca. 1/2 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Inzwischen die Marzipanrohmasse zu bleistiftdicken Rollen formen.
Den Teig auf leicht bemehlter Arbeitsfläche dünn zu einem Rechteck ausrollen, mithilfe eines Backpinsels dünn mit Wasser bestreichen und die Marzipanrollen darin einschlagen. Die „Naht“ schließen, indem man die Rollen etwas auf der Arbeitsfläche rollt. Zum Schneiden müssen die Rollen auf der „Naht“ liegen.


Nun die Rollen schräg in etwa 2 cm große Stücke schneiden und auf das mit Backpapier belegte Backblech legen.
Das Blech auf die mittlere Enschubleiste in den vorgeheizten Backofen schieben.
Ca. 10 Minuten backen. Das Gebäck mit dem Backpapier auf einen Kuchenrost ziehen und erkalten lassen.
Die Biberli sollten nicht kross gebacken werden. Sie sind gar, wenn sie etwas Farbe haben.