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Der Basler Fasnachtscocktail: Waggis

Waggis 1


Der „Waggis“ ist eines der beliebtesten Figuren der Basler Fasnacht. Das Kostüm umfasst traditionell eine blaue Bluse, eine weiße Hose, Holzschuhe, Halstuch, Zipfelmütze und eine Maske mit großer Nase. Seit 1874 sind die „Waggis“ Teil der Basler Fasnacht.


 

Basel Souvenir


Die Figur beschreibt die typische Kleidung eines elsässischen Tagelöhners – nicht unbedingt eines Bauern, wie vielfach zu lesen ist – in der Zeit der industriellen Revolution. Im alemannischen und baseldytschen Dialekt wird „Waggis“ meist scherzhaft als umgangssprachliche – manchmal auch abwertende –  Bezeichnung für die elsässischen Nachbarn gebraucht.

Ein lesenswerter Artikel über die Herkunft des Wortes ist auf der Internetseite des Basler Journalisten Jürg-Peter Lienhard zu finden: Ein Elsässer ist kein Waggis!

Doch nun zu unserem Basler Fasnachtscocktail: Ein „Waggis“ ist ein Mischgetränk aus Weißwein und Tonic Water.
Uns hat er am besten mit der Zitronenscheibe im Glas (nicht am Glas als Deko) geschmeckt. Das macht den Wagis noch spritziger.


Waggis 2


Waggis Cocktail


Zutaten:
• 5 cl Weißwein
• 5 cl Tonic Water (z.B. Schweppes Indian Tonic Water)
• Eiswürfel
• Zitronenscheibe (Bio Zitrone)

Zubereitung:
Tonic Water, den Weisswein und die Eiswürfel in ein Weinglas geben, mit einer Zitronenscheibe dekorieren.

Der erfrischende Cocktail ist schnell und einfach zu machen – und er schmeckt nicht nur an den „drey scheenschte Dääg“ sondern das ganze Jahr über.

Zum bitteren Tonic Water passt ein leicht süßlicher Weißwein. Wir empfehlen einen „Chardonnay Kabinett trocken“ vom Winzerkeller Auggener Schäf oder einen „Ehrenstetter Oelberg Weißburgunder Kabinett feinherb“ von der Bezirkskellerei Markgräflerland.

Eine sommerliche fruchtige Variante wäre der Cocktail „Lillet Vive“ den ich im vergangenen Sommer schon mal gebloggt habe: : Lillet Vive


Lillet Vive


Zutaten:
• 5 Eiswürfel
• 1 Erdbeere
• 4 Minzblätter oder 1 Minzezweig
• 1 dünne Gurkenscheibe
• 5 cl Lillet blanc
• 10  cl Tonic Water (z.B. Schweppes Indian Tonic Water oder Schweppes Dry Tonic Water)

Zubereitung:
Lillet blanc in ein Glas geben, mit vier bis fünf Eiswürfeln auffüllen. Tonic Water dazugeben und mit Gurke, Erdbeere und Minze garnieren.

*****

The „Waggis“ is one of the most popular figures of the Basler Fasnacht (Carnival). The costume includes a traditional blue blouse, white pants, wooden shoes, scarf, stocking cap and a mask with a big nose. Since 1874 the „Waggis“ have been part of the Basler Fasnacht.

The figure describes the typical dress of an Alsatian day laborer – not necessarily a farmer how it often is read – in the days of the Industrial Revolution. In the Alemannic dialect and Baseldytscha „Waggis“ usually is a jokingly and colloquial – but sometimes also pejorative – used term for the Alsatian neighbours.

An article worth reading about the origin of the word is to be found on the website of the Basel journalist Jürg Peter Lienhard: An Alsatian is no Waggis!

But now let’s have a look at today’s Carnival Cocktail: A „Waggis“ is a mixed drink made from white wine and tonic water.


Waggis Cocktail


5 cl white wine
5 cl tonic water (for example, Schweppes Indian Tonic Water)
Ice Cube
Slice of an organic lemon

Give tonic water, white wine and some ice cubes in a wine glass, garnish with a slice of lemon.

The refreshing cocktail is quickly and easily prepared – and it is not only a delicious drink during the „drey scheenschte Dääg“ but also all over the year.

For the wine we recommend a „Chardonnay Kabinett“  from the „Winzerkeller Auggener Schäf“ or „Ehrenstetter Oelberg White Burgundy Cabinet off-dry“ from „Bezirkskellerei Markgräflerland“.

A summery and fruity variant would be the Cocktail „Lillet Vive“:

Lillet Vive

5 ice cubes
1 strawberry
4 mint leaves or 1 sprig of mint
1 thin slice of cucumber
5 cl Lillet blanc
10 cl tonic water (eg Schweppes Indian Tonic Water or Dry Schweppes Tonic Water)

Pour Lillet blanc into a glass, fill up with four to five ice cubes. Add tonic water. Garnish with cucumber, strawberry and mint.


Noch mehr Rezepte zur Basler Fasnacht hier im Blog:


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Palmkohl-Chips mit Algen-Estragon-Salz nach Tanja Grandits

Palmkohlchips 2Palmkohlchips 3

Dieses Buch von Tanja Grandits hatte ich vom Markgräfler zum Geburtstag bekommen.
Als kleine Kräuterhexe habe ich mich sehr darüber gefreut und gleich ausgiebig darin gestöbert.
Dann kam die Ernüchterung – nicht wegen der  Rezepte im Buch, sondern weil ich die Rezepte eigentlich erst nächstes Jahr ausprobieren kann.
Die Saison für frische Kräuter ist im November einfach vorbei…

Dennoch habe ich eine Kleinigkeit ausprobieren können – obwohl mir der frische Estragon fürs Estragonöl gefehlt hat, außerdem kein schwarzer Sesam aufzutreiben war und ich statt Nori-Algen Meerbohnen (haricots de mer), eine andere Algenart aus der Bretagne verwendet habe:
Statt Estragonöl gab es Olivenöl pur und statt schwarzem Sesam wurde geschälter Sesam verwendet.

Die Palmkohlchips haben trotzdem super geschmeckt!

Und natürlich habe ich tausend Pläne im Kopf, wie mein Kräuterbeet im nächsten Frühjahr neu angepflanzt werden soll.


Palmkohlchips 4
Palmkohl-Chips / Kale Chips

Tanja Grandits war mir bis vor etwa einem halben Jahr noch kein Begriff. Dabei hat sie ihr Restaurant ganz in unserer Nähe, nämlich in Basel.

Ihre Laufbahn als Köchin begann sie nach dem Abitur mit einer Kochlehre in der Traube Tonbach bei Harald Wohlfahrt in Baiersbronn. Danach ging sie nach London ins Restaurant Claridges und später wechselte sie nach Südfrankreich ins Château de Montcaud in Bagnols-sur-Cèze.

2001 zog Grandits mit ihrem späteren Ehemann René Graf in die Küche ihres ersten eigenen Restaurants, dem Thurtal in Eschikofen in die Schweiz. 2006 wurde Tanja Grandits von Gault Millau als „Köchin des Jahres“ und mit 16 Punkten ausgezeichnet.

Seit 2008 ist sie Chef des Restaurant Stucki in Basel, benannt nach Hans Stucki. Dort inszeniert sie mit Farben und Gewürzen ihre Gerichte und wurde mit zwei Sternen im Guide Michelin ausgezeichnet. 2013 erhielt sie die Auszeichnung „Koch des Jahres 2014“ von Gault Millau und wurde mit 18 Punkten bewertet.

Von Tanja Grandits gibt es mittlerweile vier Bücher. Ausserdem betreibt Sie einen kleinen Delikatessen-Shop mit eigenen Produkten.
Des Weiteren sind ihre Produkte bei Globus in Basel am Marktplatz erhältlich.


Palmkohlchips nach Tanja Grandits


Zutaten
• 200 g Palmkohlblätter, ohne Strunk, in großen Stücken
• 2 Esslöffel Estragonöl
• 1 Esslöffel Algen-Estragon-Salz

Zubereitung

In einer großen Schüssel die Kohlblätter mit dem Öl gut vermischen, sodass sie komplett mit dme Öl benetzt sind. Mit dem Estragonsalz würzen und gut vermengen.
2 Bleche mit Backpapier auslegen und die Kohlblätter darauf verteilen.
Im 160 °C heißen Backofen 12-15 Minuten rösten.


Palmkohlchips 1


Estragonöl


• 200 Estragonblätter
• 120 ml Olivenöl
• 120 ml Sonnenblumenöl

Die Estragonblätter blanchieren, in kaltem Wasser abschrecken und mit einem Geschirrtuch gut ausdrücken.
Beide Öle in einen Topf geben und auf 60 °C erwärmen. Dann die Blätter hinzufügen und 5 Minuten mixen.
Das Öl über Nacht ziehen lassen und am nächsten Tag durch einen Kaffeefilter abgießen.

Nach dem gleichen Rezept lassen sich auch Minzöl, Petersilienöl, Basilikumöl oder Thaibasilikumöl herstellen.


Palmkohlchips 5


Algen-Estragon-Salz


• 30 g grobes Meersalz (fleur de sel)
• 3 Esslöffel Estragon, getrocknet
• 3 Esslöffel Nori-Algen, gemörsert
• 20 g schwarzer Sesam
• ½ Teelöffel Ingwerpulver
• 1 Teelöffel Kornblumenblüten, getrocknet

Alle Zutaten gut mischen und in eine Salzmühle füllen.


Kale chips by Tanja Grandits
(famous chef at the Stucki Restaurant in Basel, Switzerland/cook of the year 2014)

ingredients
200g kale leaves, without stalks, in large pieces
2 tablespoons tarragon oil
1 tablespoon of seaweed and tarragon salt

preparation
In a large bowl, sprinkle the cabbage leaves with tarragon oil. Mix well, so that they are completely covered with oil. Season with the seaweed and tarragon salt. Mix well.
Line two baking sheets with baking paper and spread the cabbage leaves on it.
Bake in a preheated oven at 160 ° C (320 °F) for 12-15 minutes.

Tarragon oil
200g tarragon leaves
120 ml olive oil
120 ml sunflower oil

Blanch the tarragon leaves, dip in cold water and squeeze it with a dish towel.
Pour both oils into a skillet and heat up to 60 ° C (140 °F). Then add the tarragon leaves and mix for 5 minutes.
Leave the oil to rest overnight. The next day, strain through a coffee filter.
Following the same recipe you can also prepare mint oil, parsley oil, basil oil or Thai basil oil.

Seaweed and tarragon salt
30 g coarse sea salt (fleur de sel)
3 tablespoons tarragon, dried
3 tablespoons nori seaweed, mortared
20 g black sesame
½ teaspoon ground ginger
1 teaspoon cornflower blossoms, dried

Mix all ingredients well and fill into a salt mill.

 

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Einen Cupcake zum Dessert – Cupcake Affair in Basel


Im Bericht über unseren Besuch in Basel hatte ich ja schon erzählt, dass ich zum Dessert bei Cupcake Affair (Spalenberg 16) einkehren wollte….
Das taten wir dann auch. Ein Träumchen in Rosa und Weiß!
Und vor lauter schönen Cupcakes konnte ich mich zuerst gar nicht entscheiden, welchen ich denn nehmen sollte…
Es wurde dann ein Vanille-Cupcake im Grace Kelly-Look (Bourbon Vanille & Vanille-Cream Cheese Topping), der Markgräfler bekam nur einen Mini Cupcake (Salzkaramell) – denn er hatte zuvor ja schon ein Dessert!



Hier steckt das liebevolle Detail auch in der Zuckerdose…


Cupcake Affair 13


Wie wäre es mit einer Hochzeitstorte aus Cupcakes?



Cupcake Affair 10Cupcake Affair 11Cupcake Affair 14


In der Frühling-/Sommerausgabe des Magazins Zut!, das zweisprachig (Französisch und Deutsch) über Kultur, Trends und Lifestyle in der Regio berichtet, steht ein Artikel über „Cupcake Affair”

„Der kleine weiße Laden mit der rosafarbenen Markise, der sich zu 100% auf Cupcakes spezialisiert, bietet 1001 köstliche Rezepte zum Genießen in einer hübschen Verzierung an.
Das Unternehmen bietet auch einen Partyservice an, was perfekt ist für eine Hochzeit oder eine baby shower!

Geöffnet von Montag bis Mittwoch,
sowie freitags jeweils von 10.00 Uhr bis 18.30 Uhr
donnerstags von 10.00 Uhr bis 20.00 Uhr
und samstags von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr

Aus Zut! City magazine Colmar – Mulhouse – Freiburg – Basel


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Ein Ausflug nach Basel und „Falsche Schnägge” in einer Basler Beiz mit Tradition

Basel 17
Kleinhüningen: Blick vom Fußgängersteg über die Wiese auf den Roche Turm

Nach dem Urlaub in der Bretagne hatte die Markgräflerin noch eine Woche Urlaub, während der Markgräfler schon wieder arbeiten musste.
Einen Tag konnte er sich jedoch freimachen und so haben wir mal wieder einen Ausflug nach Basel gemacht.
Unser Auto hatten wir im etwas preisgünstigeren Stücki Parkhaus in Kleinhüningen abgestellt.
Denn – in der Innenstadt werden die günstigen Parkplätze immer rarer. Die Stadt Basel möchte nämlich eine verkehrsberuhigte Innenstadt – sprich: am liebsten gar keine Blechkarossen mehr.
Erst kürzlich war dann noch  in der Zeitung zu lesen, dass die Parkgebühren am Rheinufer – frührer noch ein Geheimtipp für’s günstige Parkieren in Innenstadtnähe – demnächst auf satte 3 Franken pro Stunde hochgeschraubt werden sollen!!!
Die Basler Geschäftsleute freut es gar nicht, zumal sowieso schon viele Kunden wegen des günstigen Euro-Tauschkurses und der MwSt-Rückerstattung ihre Kaufkraft ins „Deutsche” tragen.
Der Einzelhandel verzeichnet deshalb gravierende Umsatzeinbußen und einige Geschäfte mussten deshalb schon aufgeben.
Seit der Ausweitung der Tramlinie 8 bis nach Weil am Rhein im vergangenen Jahr ist der Einkaufstourismus sowieso schon stärker angestiegen.
Wer aus Deutschland also überhaupt noch zum Shoppen (zum Beispiel wegen der guten Schoggi, Teigwaren, Kaffee) oder der Kultur wegen nach Basel reist ist gut beraten, sein Auto gleich auf der deutschen Seite zu lassen und die Stadt per Tram zu bereisen.
Die vielen Velofahrer in Basel wird es aber bestimmt freuen, dass sie in Zukunft womöglich ein wenig sorgloser in der Stadt herumfahren können.

Genug davon. Das Gesicht von Basel wird neuerdings von dem Bau im Bild oben geprägt. Das neue Roche-Bürogebäude überragt inzwischen alles.
Und wer sich noch erinnern kann – im Frühjahr hatten wir schon gestaunt, wie gut man den Turm vom Markgräflerland aus sehen kann…

Mit der Tram fuhren wir also in die Stadt.
Und es war trotz allem doch wieder mal schön, einfach durch Basel zu schlendern, mal wieder in der Feinkostabteilung bei Globus am Marktplatz zu stöbern oder altbekannte Ecken wieder zu entdecken.


Sehenswert – das Tram Depot am Wiesenplatz


Tramdepot Wiesenplatz
Tram Depot

Am Tinguely Brunnen kann man im Schatten der Bäume eine Pause einlegen und den Wasserspielen zusehen.


Tinguely Brunenn
Tinguely Brunnen

Am Spalenberg



Das ist der grösste Nischenbrunnen von Basel. Die beiden Säulen müssen das darüberliegende Haus stützen.
Dank der symmetrischen Anordnung der Säulen fallen sie beim Betrachten des Brunnens gar nicht als Störfaktoren auf. Das Wandbild vom Maler Numa Donzé zeigt Ausschnitte aus dem Leben von Johannes dem Täufer.




Schaufensterdekorationen: Selbst beim Christbaumschmuck ist die Basler Fasnacht präsent.
Bei Johann Wanner gibt es das ganze Jahr über Weihnachtsschmuck – um den ersten August rückten aber rot-weiße Dekorationen und Lampions mit Schweizerkreuz in den Vordergrund.



Innenhöfe


Basel 22


Der Affenbrunnen in Basel auf dem Andreasplatz:

Bereits im 14. Jahrhundert wird ein Affenbrunnen in Basel erwähnt. Dieser wurde im Jahre 1585 abgebrochen. Ein „neuer“ Affe entstand im 17. Jahrhundert.
Er trägt neben einem Hut auch ein Hemd und verspeist gerade Trauben.
Der Affe wurde 1867 auf den heutigen Affenbrunnen gesetzt. 1916 musste Jean Hym eine Nachbildung von diesem Affen anfertigen, weil das Original ins Historische Museum abgegeben wurde. Bereits 1973 musste der Affe ein weiteres Mal nachgehauen werden. 1974 wurde er mit Mineralfarben bemalt.


Alte Beizen mit Tradition



Restaurant Gifthüttli (bekannt für die saftigen Cordon Bleu in zahlreichen Varianten)

Hasenburg (wird derzeit renoviert – Eröffnung im Spätherbst 2015)


Mittagessen im Restaurant Schnabel


Basel 5


Das Restaurant Schnabel ist bekannt für die  „Falsche Schägge” = Falsche Schnecken.
Das sind grillierte Rindfleisch-Würfel mit Café de Paris Sauce überbacken und im Schneckenpfännchen serviert.
Dazu gibt es Pommes Frites.
Die musste ich unbedingt probieren. Als Vorspeise habe ich noch einen Salat bestellt – hätte ich gewusst, dass beim Mittagsmenü des Markgräflers so viel Salat dabei war, hätte ich mir den Vorspeisensalat sparen können.
Für ihn gab es grillierte Schweinerippchen (Spareribs) mit Pommes. Die Vorspeise bestand wahlweise aus Tomatensalat oder Suppe – und er hatte Tomatensalat gewählt, weil es an diesem Tag so heiß war…



Ich hatte auf ein Dessert verzichtet, denn ich wollte noch bei Cupcake Affair auf einen Espresso einkehren….
Davon berichte ich aber in einem anderen Beitrag.


Basel 38


Am Marktplatz / Rathaus


Basel 41
Schokolade!!!

Noch ein alter Bekannter – der Lällekönig (Lälle oder Lälli = Zunge auf Alemannisch)



Über den Rhein ins Kleinbasel



Unsere Badesachen hatten wir nicht dabei – aber das Schwimmen im Rhein haben wir im August beim traditionellen Rheinschwimmen der SLRG Basel nachgeholt.
Das Rheinschwimmen, bei dem der Rhein für den Schiffsverkehr gesperrt wird, findet immer am 1. Dienstag nach den Sommer-Schulferien statt.



Über den Dächern von Basel
Blick von der Dach-Terrasse des Claramarkts (Migros) in Richtung Rhein / Uni-Kantonsspital.


Basel 58


Und wenn man nach dem Schwimmen noch eine Stärkung braucht, oder abends nach der Arbeit ein wenig am Rhein chillen will, wird man an den Buvetten bestens versorgt….
z. B. Flora Buvette oder Oetlinger Buvette – geöffnet nur bei schönem Wetter.



Und eins noch zum Schluss… der Müll gehört natürlich in die extra dafür aufgestellten Container!


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Ein Blütenspaziergang am Abend mit Alpensicht

Bluetenspaziergang 1

Am Mittwochabend war das Wetter so schön, dass sich der Markgräfler und die Markgräflerin spontan auf den Weg zu eim Abendspaziergang gemacht haben.
Das Eggenertal war unser Ziel – und weil die Sonne schon bald untergehen würde, sind wir zur „Stelli” gefahren, ein Wanderparkplatz mit Grillhütte, wo dieses Wochenende auch ein Blütenhock stattfindet.
Ich hatte es zuerst gar nicht gesehen, weil ich nur auf die Kirschblüte fixiert war – die Alpen, die in der Ferne von der Abendsonne angestrahlt wurden und weiß leuchteten.
Mir war zuerst auch nur der Basler Roche-Turm im Tal aufgefallen. Der ist ja wirklich riesig, dachte ich, und egal aus welcher Richtung man sich Basel nähert – dieser Turm fällt sofort ins Auge.

Bluetenspaziergang 2
Die Motive sind natürlich mit dem Teleobjektiv herangezoomt, aber dennoch kann man Alpen und Roche-Tower auch mit bloßem Auge identifizieren.

Kirschbluete Eggenertal 1

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Kartoffel-Zwiebel-Wähe…ein traditioneller Zwiebelkuchen aus Basel?

Kartoffel Zwiebel Waehe7

Diese Wähe steht schon einige Zeit auf meiner TO DO – Liste. Vor einiger Zeit hatte ich über das Kontaktformular meines Blogs eine E-Mail von einem Leser erhalten, der etwa um diese Jahreszeit im schönen Markgräflerland im Urlaub war.
Er habe in Bamlach (bei Bad Bellingen) einen flachen Kartoffelbrei-Kuchen gegessen und man hatte ihm gesagt, das sei eine hiesige Spezialität und ob ich ein Rezept dafür hätte.

Die Markgräflerin war ratlos… Flacher Kuchen – das muss eine Waie bzw. Wähe sein. Und im Herbst gibt es Ziiebelewaie (Zwiebelkuchen) – aber mit Kartoffeln? Ja, ganz bestimmt, der war so luftig und cremig und da seien Kartoffeln drin gewesen, hätte man ihm gesagt, und obendrauf war eine tolle Kruste…
Also wurden alle Freunde und Bekannten nach dieser vermeintlich regionalen Waie befragt und überall fand ich nur große Fragezeichen in den Augen. Möglich, dass es sich um eine Quiche aus dem nahegelegenen Elsass oder einer Wähe aus der Schweiz handelte?
Im Internet, nach zahlreichen Suchbegriff Eingaben wurde ich fündig – Schweizer Röstichueche oder: Kartoffel-Zwiebel-Wähe, der von Dr. Oetker auf seiner Rezeptseite als „Traditioneller Zwiebelkuchen aus Basel” untertitelt wurde.
Im Belag sind tatsächlich Kartoffeln, die vorher zu einer Art Brei verarbeitet werden. Cremig passt auch – gleich drei Becher Crème Double werden darin verarbeitet. Das Ganze auf einem dünnen Mürbeteig und oben drauf kommen Speckwürfel und Appenzeller Käse. Die Luftigkeit kommt durch die untergerührten Eier zustande. Na bitte.
Und ich habe es ausprobiert – die Wähe schmeckt wirklich fantastisch, aber die Frage, ob es sich nun wirklich um ein ursprüngliches Rezept aus Basel handelt, ist immer noch nicht geklärt. Ich habe es nämlich sonst nirgends gefunden. Das Röstichueche Rezept ist etwas anders in der Zubereitungsart, enthält aber auch Kartoffeln, nur eine Zwiebel, Rahm (Sahne) und Eier im Belag, wobei die Kartoffeln vorgekocht werden. Ausserdem werden Gruyère und Bratspeck verwendet.
Liebe Basler – kennt von euch jemand dieses oder zumindest ein ähnliches Rezept? Oder kennt irgendein Markgräfler ein entsprechendes regionales Rezept?

Kartoffel Zwiebel Waehe5

Kartoffel-Zwiebel-Wähe
Traditioneller Zwiebelkuchen aus Basel-warm und kalt ein Genuss

Zutaten (etwa 12 Stück)
Für das Kuchenblech (Ø 30 cm):
etwas Fett (Butter)
Teig:
200 g Weizenmehl
75 g kalte Butter
1 gestr. TL Salz
75 ml kaltes Wasser
Füllung:
500 g Zwiebeln
2 EL Speiseöl
500 g mehligkochende Kartoffeln
3 Be. Dr. Oetker Crème double (je 125 g)
2 TL Salz
frisch geriebene Muskatnuss
frisch gemahlener Pfeffer
4 Eier (Größe M)
Außerdem:
100 g durchwachsene Speck- oder Schinkenwürfel
100 g geriebener Käse, z. B. Appenzeller

1
Teig:

Mehl in eine Rührschüssel geben. Butter in kleinen Stücken hinzufügen. Alles mit den Händen zerkrümeln. Salz und Wasser hinzufügen und rasch zu einem weichen Teig vermengen. Den Teig flach drücken und in Folie verpackt mind. 30 Min. in den Kühlschrank stellen.

2
Füllung:
Zwiebeln abziehen und würfeln. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln unter Rühren etwa 15 Min. dünsten, bis sie goldbraun sind. Kartoffeln schälen, abspülen und grob raspeln. Crème double in einem großen Topf aufkochen, die Kartoffelraspel hinzufügen und etwa 5 Min. zugedeckt bei mittlerer Hitze unter gelegentlichem Rühren angaren. Zwiebeln zufügen, mit Salz, Muskat und Pfeffer abschmecken und abkühlen lassen. Kuchenblech fetten. Backofen vorheizen.

Ober-/Unterhitze: etwa 220°C

Heißluft: etwa 200°C

3
Den Teig auf bemehlter Arbeitsfläche zu einem Kreis (Ø etwa 35 cm) ausrollen und die Form so damit auskleiden, dass der Teig etwas überlappt. Mit einer Gabel mehrmals einstechen. Form auf dem Rost in den Backofen schieben und vorbacken.

Einschub: Mitte

Backzeit: etwa 10 Min.

4
Die Eier unter die abgekühlte Zwiebel-Kartoffel-Masse rühren und auf dem vorgebackenen Boden verteilen. Mit Speck und Käse bestreuen und fertig backen.

Einschub: unteres Drittel

Backzeit: etwa 35 Min.

Den Kartoffel-Zwiebel-Kuchen am besten heiß servieren.

Quelle: Dr. Oetker Rezepte

En Guete! Dazu passt übrigens hervorragend ein Gutedel oder im Herbst ein Viertele Neue Wy / Neuer Wein. Wer mag, serviert als Beilage einen grünen Salat.
Das Weizenmehl habe ich durch helles Dinkelmehl, Type 630 ersetzt!

Potato and onion tart
Traditional onion tart from Basel-warm and cold a treat

Ingredients (makes 12 pieces)

For a cake tin (Ø 30 cm):
some fat (butter)

Dough:
200 g wheat flour
75 g cold butter
1 teaspoon salt
75 ml cold water

Filling:
500 g onions
2 tablespoons vegetable oil
500 g floury potatoes
3 Cups double cream (375 g)
2 teaspoons salt
freshly grated nutmeg
freshly ground pepper
4 eggs (size M)
also:
100 g marbled bacon or ham cubes
100 g grated cheese (e.g. Swiss Appenzeller)

1
Dough:
Place flour in a mixing bowl. Add butter in small pieces. Crumble with your hands. Add salt and water and mix quickly into a soft dough. Press the dough flat and wrap in foil, cool in the refrigerator for at least 30 min.

2
Filling:
Peel onions and finely chop. Heat oil in a pan and fry the onions while stirring for about 15 minutes until golden brown. Peel potatoes, rinse and grate coarsely. in a large saucepan, bring double cream to the boil, add the grated potatoes and boil over medium heat and covered with a lid for about 5 minutes, stirring occasionally. Add fried onions, season with salt, nutmeg and pepper and allow to cool down. Grease the baking tin. Preheat the oven.

Conventional oven: about 220 ° C (428 °F)

Convection/fan oven: about 200 ° C (392 °F)

3
On a floured working surface, roll out the dough into a circle (about 35 cm in diameter) and line the mould so that the dough overlaps slightly. Prick with a fork for several times. Slide form onto the grate in the oven and pre-bake on the middle rack for about 10 minutes.

4
Add the eggs to the onion-potato-filling and fold in. Spread onto the pre-baked dourgh. Sprinkle with bacon and cheese and bake.

Place the tart onto the rack – in the lower third of the oven and bake for about 35 min.

 

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Wollschwein-Kotelett, ein Ausflug in den Tierpark „Lange Erlen” und Pro Specie Rara Markt

Wollschwein 4
Kotelett vom Wollschwein mit Süßkartoffel-Puffern und Pfifferling-Rahmsauce

Am ersten September-Sonntag war es draußen nochmal wunderschön, sonnig und heiß. Der Markgräfler und die Markgräflerin hatten beschlossen, einen Ausflug zu machen. Der „Tierpark Lange Erlen” am Rande von Basel stand schon sehr lange auf unserer Liste und deshalb beschlossen wir, dorthin zu fahren.
Ein Parkplatz in der Nähe war nicht zu finden, deshalb haben wir unser Auto auf dem Parkplatz des Laguna Badelandes in Weil am Rhein abgestellt und sind über einen Teil des ehemaligen Landesgartenschau Geländes und über Feldwege und grüne Grenze und an dem Flüsschen Wiese entlang zum Tierpark gewandert.

Lange Erlen 1
Blumen am Rande von Weil am Rhein

  Weil am Rhein – man findet nur noch wenige Spuren der Landesgartenschau „Grün ’99“

Lange Erlen 4
Blick auf den Sendeturm St. Chrischona

Lange Erlen 2Die Basler nutzen das schöne Wetter um sich in der Wiese abzukühlen und ausgiebig zu grillieren.

Lange Erlen 5
Als wir im Tierpark ankamen, wussten wir, warum es keinen Parkplatz mehr in der Nähe gab – der einmal jährlich im Herbst stattfindende Markt von Pro Specie Rara war genau an diesem Tag – ganz zufällig hatten wir uns diesen Sonntag ausgesucht, und dabei wollte ich schon immer mal zu diesem speziellen Markt, bei dem es um seltene gewordene Obst- und Gemüsesorten und auch Tiere geht. Die Stiftung Pro Specie Rara setzt sich für deren Erhaltung ein.

Lange Erlen 54
Und wirklich ganz zufällig hatten wir am Samstag beim Metzger unseres Vertrauens Wollschwein- Koteletts für unser Sonntagsessen besorgt (eigentlich sollte es Saltimbocca mit Kalbfleisch geben, weil der Salbei in meinem Garten so üppig wächst – aber unser Metzger hatte kein Kalb geschlachtet…).
Was glaubt ihr wohl, was wir im Tierpark gesehen haben??? Wollschweine, auch Mangalitza genannt.

Das Kotelett habe ich gesalzen, dann in einer Grillpfanne von beiden Seiten wenige Minuten scharf angebraten und dann in den vorgeheizten Backofen (80 °C) auf einen Platte gelegt, die im Ofen vorgeheizt war. Dann mit der Niedriggarmethode etwa 30 Minuten im Ofen lassen, bis das Fleisch eine Kerntemperatur von 60 °C hat (mit einem Bratenthermometer prüfen). Perfekt gegart und supersaftig.
Dazu gab es Süßkartoffel-Puffer und eine Pfifferling-Rahmsauce:

Die Pilze mit der Pilzbürste säubern. Gehackte Zwiebeln und Knoblauch im Bratensatz in der Pfanne glasig dünsten. Die Pilze dazugeben, mit anbraten, mit Salz und Pfeffer würzen, Nelke und Lorbeerblatt dazugeben, dann reichlich Weißwein angießen.
Bei sanfter Hitze die Flüssigkeit einreduzieren lassen. Lorbeerblatt und Nelke herausnehmen, etwas Butter dazugeben, rühren, bis die Butter geschmolzen ist. Dann mit etwas Sahne verfeinern und mit Petersilie bestreuen. (siehe auch Schweinefilet mit Champignon-Rahmsauce)

Das Rezept für die Süßkartoffel-Puffer folgt in einem separaten Post. man kann auch einfach ein paar Kartoffeln dazu kochen und in Butter anrösten oder frisches Brot und einen Salat dazu servieren.

Wollschwein 5Wenn man die Bilder betrachtet, weiß man, warum diese Tiere ihren Namen tragen – ihr Fell bzw. ihre Borsten sehen tatsächlich ein wenig aus wie Schafwolle.

Wollschwein 8Die Sau hatte gerade Junge…

Wollschwein 7

Wollschwein 11
Wollschwein mit Apfel in der Schnauze

…und denen war wohl zu warm, die meisten haben geschlafen, munter geworden sind sie erst gegen Abend, zur Fütterung und als die Sonne nicht mehr so runterbrannte.

 Wollschwein 13Wollschwein-Erzeugnisse auf dem Markt von Pro Specie Rara

Lange Erlen 56

Und was gab es sonst noch auf dem Markt zu sehen? Allerlei Sorten Tomaten:

Lange Erlen 9

Lange Erlen 16Natürlich wurde auch etwas zu Essen und Trinken angeboten: Tomatenrisotto mit Ochsenherz-Tomaten oder Ziegen-/Schafs-Hot Dog, Süßmost aus Äpfeln…

Noch Noch mehr Gemüse:

Kartoffeln

Wurzelgemüse

Mediterranes Gemüse

Und noch viel mehr… Brotaufstriche, Käse, Planzen und Deko….

Lange Erlen 33
…es gibt sie wieder in unseren Wäldern: Europäische Wildkatze

Dann gibt es natürlich ganz viele Tiere (überwiegend einheimische und selten gewordene), natürlich auch Fuchs, Hase und Wildschwein, Ziegen, Esel (für die Kinder auch Ponys zum Reiten)….

Lange Erlen 34
Luchs

AEs gibt aber auch Pfauen, die sich hier zu Hause fühlen. Wunderschöne Tiere – ich könnte ihnen stundenlang zusehen.

Lange Erlen 43

Blumenwiese für Schmetterlinge und Bienen

Im Eingangsbereich gibt es noch einen kleinen Versuchsgarten und ein Haus, in dem man einiges über Spinnen, Käfer und Fledermäuse erfahren kann….

Lange Erlen 55

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Die neue Messe in Basel – oder ein Landeplatz für Raumschiffe?

Basel Messe6
Messe Basel

Der relativ neue Messe-Bau im Kleinbasel. Die Bilder sind bei unserem Weihnachtsmarkt– und Spielzeugwelten Museum – Besuch im Dezember entstanden.
Lange Zeit hatte es an dieser Stelle Bauzäune und ein Überqueren der Straße war nur mit Umwegen möglich. Jetzt erstrahlt die Messe in Basel in neuem Glanz – sehr futuristisch mutet das ganze an, und wäre unter dem Guckloch nach oben in den Himmel keine Tram-Haltestelle, wäre man versucht zu glauben, dass das ein Raumschiff-Landeplatz ist.  – Scotty beam me up! – und ruckzuck landet der mit elektrischen Kerzen belichterte Tannenbaum pünktlich zum Weihnachtsfest im All.

Basel Messe1
Weiter in Richtung Kleinbasel scheint noch alles beim alten zu sein. Der nackte etwas puttige Knabe würgt noch immer den Schwan, damit er Wasser speit, dabei der neumodischen Messe abgewandt mit einem sehnsüchtigen Blick in Richtung der Gaststätte „Zum alten Warteck“, eine der alten, traditionellen Beizen im Kleinbasel – ein frisches Bier wäre ihm wohl lieber…

Basel Messe2
Von dieser Seite sieht die Messe-Überbauung schon etwas aus wie ein UFO!

Basel Messe3

Basel Messe8

Basel Messe10
Blick auf den ganz alten Teil der Messe links und auf den Messeturm, der aber schon seit ein paar Jahren steht. Noch ist er mit 105 Metern das höchste Gebäude in Basel und auch eines der höchsten in der ganzen Schweiz – er wird aber Ende 2015 mit Fertigstellung des Roche-Turms (Projekt Bau 1) überragt werden. Er wird dann mit 178 Metern Höhe sogar zum höchsten Gebäude der Schweiz.
Ja, Basel verändert sich…

Basel Messe9

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Matcha Schokolade von Beschle

Matcha Schokolade1-2
Diese Matcha Schokolade (Criollo Marcaibo – weiss 36%) hatte ich auf dem Salon du Chocolat in Zürich im vergangenen Jahr entdeckt.
Sie wird vom Chocolatier Beschle in Basel  hergestellt.
Der Geschmack ist erfrischend und einfach anders als bei normaler Schokolade (aber Kalorien hat sie genau die selben…). Sehr fein und aussergewöhnlich!

Matcha wurde vor über 800 Jahren von buddhistischen Möchen als Meditationsgetränk erschaffen und gilt heute als hochwertigste und seltenste Teesorte Japans. Nur einige Dutzend Teebauern besitzen die komplexe Kenntnis, diesen Tee herzustellen. Matcha enthält hohe Werte an positiv wirkenden Antioxidantien, insbesondere Epigallocatechingallat (70 mg/g).

This matcha chocolate (Criollo Marcaibo – white 36%) I had discovered at the Salon du Chocolat in Zurich last year.
It is made from Chocolatier Beschle in Basel.
The taste is refreshing and different from normal chocolate (but the calories are exactly the same …). Very fine and unusual!

Created over 800 years back in time by Buddhist monks as meditational drink Matcha is kown today as the rarest and most premium of all tea varieties of Japan. Only Japan’s elite tea farmers are blessed with the know-how of true Matcha production. Matcha has high contents of antioxidants like the Epigallocatechin gallate (70 mg / g) which have many positive effects. 

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Adventskalender 2013: Nr. 14 – Dresdner Christstollen

Dresdner Christstollen2
Christstollen – da muss es schon das Original aus Dresden sein. Vergangenes Jahr hatte ich schon bei einer Kollegin, die von dort kommt, einen Stollen bestellt. Und weil der so gut war, dieses Jahr wieder. Dabei stehe ich nicht auf Schnick-Schnack mit Marzipanfüllung, Schokolade oder so – der konservative Stollen mit Rosinen muss es sein. Ganz viel Butter kommt in einen Stollen, außerdem feinste Gewürze und kandierte Früchte.
Das war nicht immer so…

Christstollen Stueck2

Der Christollen hat eine lange Tradition. Bereits im Jahre 1329 wurde er urkundlich erwähnt, als Weihnachtszugabe für den Bischof Heinrich von Naumburg. Der „Dresdner Christstollen” wurde erst 1471 auf der Rechnung des christlichen Bartholomäus-Hospitals an den Dresdner Hof als Fastengebäck erwähnt.
Am 11. November begann nämlich traditionell die vorweihnachtliche, 42 Tage dauernde Fastenzeit, in der auf Eier und tierische Fette wie Butter und Milch verzichtet wurde. Seinerzeit bestand das Gebäck lediglich aus Hafer, Wasser und Rüböl. Der Geschmack des Dresdner Christstollens hatte deshalb damals wenig mit dem heute bekannten zu tun.

In der Mittelhochdeutschen Sprache wurde er zunächst als „Struzel” oder „Striezel” bezeichnet, ein Hefegebäck in länglicher, teils auch geflochtener Form.
In einigen sächsischen Städten wurde dieses „Christbrot” wegen seines wulstartigen Körpers auch „Stollen” genannt. Vermutlich sollte es an das in Windeln gewickelte Christkind erinnern.

Im Jahre 1491 wandten sich Kurfürst Ernst von Sachsen und sein Bruder Albrecht an Papst Innozenz VIII. mit der Bitte, das Butterverbot aufzuheben. Der Heilige Vater verfasste daraufhin den sogenannten „Butterbrief”, der den Gebrauch von Butter anstelle von pflanzlichem Öl erlaubte.
Selbstverständlich war die Genehmigung nicht ohne Bedingung – der sächsische Hof musste eine Buße zahlen. Der Butterbrief galt damals nur für das Herrscherhaus und seine Lieferanten, wurde aber bald sehr grosszügig ausgelegt.
Der Hofbäcker Heinrich Drasdo von Torgau soll dann den Advents Fastenstollen mit weiteren, reichhaltigen Zutaten wie Rosinen, Mandeln und kandierten Früchten verfeinert haben.
Um 1500 wurden in Dresden bereits Christbrote auf dem Striezelmarkt verkauft. Mit der Zeit wurden die Zutaten immer mehr verfeinert und das Rezept wurde von Generation zu Generation überliefert. Seit 1617 ist der Stollen fester Bestandteil des Christfestes.

(Quelle: weitgehend aus dem Katalog zur Sonderausstellung „Weihnachtsgebäck aus aller Welt” im Spielzeug Welten Museum in Basel übernommen)

Christstollen Stueck1

Dresdner Christstollen

1 kg Mehl
450 g Butter
1/2 Liter Milch
200 g Zucker
120 g frische Hefe
10 g Salz
1 Teelöffel Ingwerpulver
1 Teelöffel Zimt
1 Teelöffel Kardamom
1 Teelöffel Muskatblüte
1 Prise gemahlene Nelken
1 abgeriebene Zitronenschale (unbehandelt)
1 Esslöffel Mandelaroma
1 Teelöffel geriebener Ingwer
30 g Ingwer
500 g Rosinen
150 g Korinthen
150 g Mandeln
150 g kandierte Zitrone
150 g kandierte Orange
100 g Butter
60 g Hagelzucker
70 g Puderzucker
4 Päckchen Vanillezucker

Vorteig:
Das Mehl in eine Schüssel sieben und in der Mitte eine Mulde drücken. Die Hefe hineinbröckeln. Ein wenig erwärmte Milch und einen Teelöffel Zucker dazu geben und zu einem flüssigen Brei verrühren.  Den Vorteig an einem warmen Ort 45 Minuten gehen lassen.

Hauptteig:
Rosinen und Korinthen mit kochendem Wasser überbrühen und 15 Minuten quellen lassen. Abschütten und mit Küchenkrepp sorgfältig trocken reiben.
Kandierte Zitronen und Orangen hacken. Butter und Milch lauwarm erwärmen. Den Vorteig mit Butter, Milch, Zucker und den Gewürzen verrühren und so lange kräftig schlagen, bis er sich vom Schüsselrand löst. Rosinen, Mandeln und die kandierten Früchte hinzufügen. Nochmals gut durchkneten und 1 Stunde gehen lassen.

Formen/Trocknen:
Backblech mit Butter einfetten, den Teig als Stollen formen. (Wer eine Stollen-Form=Stollenbackhaube hat, buttert diese und bestäubt sie mit Mehl. Dann den Teig hineingeben und die Form mit der Öffnung auf das Blech setzen.)

Backen:
Bei 180 °C im vorgeheizten Ofen ca. 60 Minuten backen. 10-15 Minuten vor Ende der Backzeit kann die Stollenbackhaube abgenommen werden. Nach dem Backen den Stollen mit flüssiger Butter bepinseln, dann mit Hagel-, Vanille- und Puderzucker bepudern.

Christstollen 1

Christmas Stollen – for me it has to be the original from Dresden. Last year I had ordered one at a colleague, who comes from the Dresden area. And because it was so good I ordered again this year. I ‚m not into bells and whistles with marzipan filling, chocolate or anything – it must be the conservative and traditional Stollen with raisins. There’s pretty much butter in a Stollen, furthermore the finest spices and candied fruit.
This was not always the case…

The Christollen has a long tradition. It was first mentioned in 1329, as a Christmas bonus for the Bishop Heinrich von Naumburg. The “ Dresdner Stollen “ was first mentioned in 1471 on the bill of the Christian Bartholomew’s Hospital to the Dresden court as lenten pastry.
On Nov. 11th the traditional pre-Christmas lent began, lasting 42 days. During that time eggs and animal fats such as butter and milk were omitted. At this time the famous  Stollen only consisted of oats, water and turnip oil. The taste of the Dresdner Stollen at that time therefore had little to do with today’s well-known fine taste of the Stollen.

In the Middle High German language, it was initially referred to as “ Struzel “ or “ Striezel „, a yeast cake in oblong or partly braided form.
In some Saxon cities this „Christ Bread “ was also called “ tunnel “ because of its bulbous body. Presumably, it should have reminded of the swaddled Christ Child.

In 1491 the Elector Ernst of Saxony and his brother addressed to Pope Innocent VIII with a request to lift the ban on butter. The Holy Father then wrote the so-called
„Butter Letter“, which permitted the use of butter instead of vegetable oil .

It goes without saying that this permission was not without condition – the Saxon court had to pay a fine. The „butter letter“ was only for the ruling house and its suppliers at that time, but was soon treated very generous .
The court baker Heinrich Drasdo of Torgau is said to have then refined the Advent Lenten Stollen with further and richer ingredients such as raisins, almonds and candied fruit.
In 1500, these Christian loaves were already sold on the Striezelmarkt in Dresden. Since then, the ingredients have become more and more refined and the recipe has been passed from generation to generation. Since 1617 the Stollen has been an integral part of Christmas.

(Source: largely taken from the catalog for the exhibition “ Christmas cookies from all around the world “ in the Toy Worlds Museum in Basel)

Dresdner Stollen

1 kg flour
450 g of butter
1/2 liter of milk
200 g of sugar
120 g of fresh yeast
10 g salt
1 teaspoon of ginger powder
1 teaspoon of cinnamon
1 teaspoon cardamom
1 teaspoon mace
1 pinch of ground cloves
1 lemon zest (untreated)
1 tablespoon almond
1 teaspoon grated ginger
30 g ginger
500 g raisins
150 g currants
150 grams of almonds
150 g candied lemon
150 g candied orange
100 g of butter
60 g of granulated sugar
70 g of powdered sugar
4 tsp vanilla

Sponge:
Sieve the flour into a bowl and make mold in the middle. Crumble the yeast. Add a little warmed milk and a teaspoon of sugar and stir to receive a liquid slurry. Let the dough rise for 45 minutes in a warm place.

Main dough:
Pour boiling water over the raisins and currants allow to swell for 15 minutes. Drain and carefully rub dry with kitchen paper .
Chop the candied lemons and oranges. Heat butter and milk until lukewarm. Mix the sponge with butter, milk, sugar and spices and beat vigorously until it releases from the edge of the bowl. Add raisins, almonds and candied fruit. Knead well again and let rise for 1 hour.

Shaping / drying:
Grease a baking sheet with butter , shape the dough as Stollen / loaf . ( Those who have a Stollen mould = Stollen baking hood, butter and dust it with flour, then put the dough in it and place the mould with the open side on the sheet .

Baking:
At 180 ° C (356 °F) in a preheated oven for about 60 minutes. 10-15 minutes before end of baking time the Stollenbakchaube can be removed. After baking, the tunnels Brush with melted butter , then dusting with hail , vanilla and powdered sugar.