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Sommer-Wanderung und Stärkung im Café Mondweide

Ein Café Mondweide Sommersalat für die Dame…

Ein Vesperteller für den Herrn!

Nach unserer Wanderung auf dem neu eingerichteten geologischen  und bergbaugeschichtlichem Rundweg (Badenweiler-Sehringen) kehrten wir zur Belohnung im Café Bistro Mondweide in Sehringen ein. Im schönen Garten, in dem immer ein kühlendes Lüftchen weht, lässt es sich gut aushalten.

…inklusive schöner Blumenbeete

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Wanderung mit Geologie und Bergbaugeschichte – Badenweiler

Gestern war Wandertag – ganz in unserer Nähe, in Badenweiler bei Sehringen, startet der „Geologische und bergbaugeschichtliche Wanderweg Badenweiler-Sehringen“, der erst vorm kurzem eröffnet wurde. Der Weg ist sehr abwechslungsreich – natürlich mit Steigungen und Gefälle und variabel von knapp 6 km bis etwa 8 km und verläuft unterhalb unseres „Hausbergs“, des „Blauen“.
Ein Infoblatt mit Plan kann man in Badenweiler oder in Müllheim bei der Info (Fremdenverkehrsbüro) erhalten.

„(…) Nach Meinung von Experten hat der Bergbau bei Badenweiler in der keltischen Zeit begonnen. Im Laufe der Zeit wurde Blei, Silber und Eisenerz abgebaut. Der Abbau von Gips wurde bis in die 1960er Jahre betrieben. Das reiche Erzvorkommen in der Region basiert auf dem Einbruch des Oberrheingrabens, der sich im Tertiär zwischen Schwarzwald und Vogesen vollzogen hat. Das an den Bruchstufen der stärksten Bewegung, der sog. Hauptverwerfung entstandene Quarzriff, erstreckt sich mit seinen dabei aufgerissenen Spaltungshohlräumen und Erzgängen als Hartsteinsrippe deutlich sichtbar im Geländer von Sulzburg über Badenweiler bis nach Schloss Bürgeln. (…)

Man kann entweder in Badenweiler beim Inhalatorium einsteigen, oder direkt vom Info-Pavillon an der L123 (Sehringer Straße) starten. Dort kann man sich in den Schaukästen verschiedene Gesteinsproben ansehen und mehr über die Geschichte des Bergbaus und die geologischen Besonderheiten der Gegend erfahren.
Dort hat es auch einen Parkplatz, wo man sein Auto abstellen kann.


…beim Aussichtspunkt Sophienruhe (mit Schutzhütte)-
ist ein schöner Rastplatz in etwa der Hälfte der Wanderung

Am Weg unterhalb der Sophienruhe gibt es eine Stelle, die ich noch aus meiner Schulzeit kenne.
Dort waren wir mit dem Geologie Grundkurs, um allerlei Gesteinsproben zu entnehmen, bewaffnet mit einem Hammer und gutem Schuhwerk – „Steineklopfen“
Der Platz ist bei Interessierten bekannt, früher dafür, dass man mit viel Geklopfe und ein wenig Glück Amethyste finden konnte. Ob man heute noch welche finden kann?!

Zwischen den Steinen wächst dort jede Menge wilder Thymian – sogar einen weißen Thymian habe ich dort gefunden. Das duftet…!

…vorbei an eindrucksvollen Felsen…


…über Felsspalten, entstanden durch eingefallene, ausgebeutete Gruben (die werden „Alter Mann“ genannt),
bis zur alten Bergschmiede, deren Gebäude schon beginnen, zusammen zu fallen:


Einst soll es hier einen geheimnisvollen Waldsee gegeben haben, wo Kobolde und Hexen gehaust haben sollen.
Die Narrencliquen „Blauenkobolde“ haben hier z. B. ihren Namen gefunden.

Man kann anhand des feuchten Waldbodens und dem üppigen Moosbewuchs noch den See erahnen.

Wenn ich sowas sehe denke ich immer: schade – dass es niemanden gibt, der solche Dinge instandhält und pflegt…

Einkehrmöglichkeiten:
Landgasthof Grüner Baum/Sehringen, Cafeteria Reha-Klinik Hausbaden, Café Mondweide/Sehringen – oder die zahlreichen Gastronomiebetriebe direkt in Badenweiler
(wir haben uns für’s Café Mondweide mit seinem herrlichen Garten entschieden, siehe folgender Post

Essen & Trinken, Rezepte

Es war einmal…das Kochduell mit Frank Buchholz

Piccata vom Putenschnitzel mit Parmesan-Ei-Hülle

Dieses Menü wurde von Frank Buchholz entwickelt.

Ende der 90-er Jahre, bei Vox läuft wochentags im Vorabendprogramm das  „Kochduell“. Paprika kocht gegen Tomate. Zwei Teams mit Starkoch und Amateur kochen in 20 Minuten um die Wette.
Die Zutaten hatten jeweils die Kandidaten ausgesucht, und kosten durfte das zu kochende 3-Gang Menu anfangs nur 15 DM (ja, damals wurde noch mit Deutscher Mark gerechnet), später 10 Euro. Die Köche erfuhren erst zu Beginn der Sendung, welche Zutaten zur Verfügung standen. Es war also Improvisationskunst gefragt.
In den restlichen 10 Minuten wurde gequatscht, Wein zum Essen ausgesucht und die Tischdekoration vorgestellt.
Ich fand die Sendung toll – abgeguckt war sie von der Englischen Serie „Ready, steady, cook“.

Und es begab sich zu der Zeit, als das „Bajazzo“ Dinnerspektakel im Spiegelzelt in Badenweiler zu Gast war und Frank Buchholz, Koch beim Kochduell, das Menu gekocht hat.
Mein Mann sollte damals für eine Wochenzeitung einen Artikel darüber schreiben. So hatte ich die Möglichkeit, mit Frank Buchholz zu sprechen und ihm meine persönlichen Kochduell-Zutaten zu nennen, und zwar folgende:

2 Zucchini
2 Tomaten
2 Putenschnitzel
Parmesankäse
1 Fenchelknolle
1 Packung Tagliatelle
1 Packung Löffelbiskuits
2 Grapefruit
1/2 Liter Naturjoghurt

(Dabei wurde von folgenden Grundzutaten ausgegangen, die im Haushalt immer vorrätig sein sollten: Eier, Geflügelbrühe, Butter, Olivenöl, Zucker, Honig, Salz, Gelatine – für die Deko: frische Minze)

Ich gebe zu: wenn man alleine kocht, dauert es etwas länger als 20 Minuten!

Und so geht’s:

Das Gemüse waschen. Fenchel (harte Stiele und Grün entfernen, Fenchelgrün für die Deko aufbewahren) und Tomaten in Stücke schneiden. In wenig Olivenöl andünsten, mit wenig Geflügel- (oder Gemüse-) brühe angießen. Bei geschlossenem Deckel ca. 15 Minuten köcheln lassen. Dann mit dem Mixstab pürieren.
Ich habe das Rezept etwas verfeinert und noch etwas Tomatenmark und zum Schluss einen Schuss Noilly Prat hinzugefügt.

Die Zucchini mit einem Gemüsehobel in feine Stifte schneiden. 2 Knoblauchzehen schälen, durch die Presse drücken und zusammen mit den Zucchinistiften in Olivenöl anbraten.

In der Zwischenzeit das Nudelwasser aufsetzen. Die Tagliatelle nach Packungsanweisung al dente kochen (8-10 Minuten). Abgießen.

Für die Piccata Parmesankäse reiben. 1-2 Eier mit einer Gabel verquirlen, den Parmesankäse (ca. 2-3 Esslöffel) untermischen. Die Putenschnitzel salzen, nach Belieben mit Pfeffer oder scharfem Paprikapulver würzen. Mit Mehl bestäuben, in der Käse-Ei Masse wälzen und gleich in einer beschichteten Pfanne von beiden Seiten mit Butter anbraten und bei niedriger Hitze durchgaren.

Hier geht’s zum Dessert

Joghurt-Grapefruit Mousse

Wie man sieht, hatte ich für die Dekoration keine frische Minze, aber die Schokoherzchen sehen auch nett aus!

Essen & Trinken, Rezepte

Das Café & Bistro Mondweide in Badenweiler-Sehringen

Heute gibt es von mir mal einen Ausgehtipp.
Gestern abend war ich im Café Mondweide in Badenweiler zu einem „Stimmungsvollen Leseabend“ mit Heidi Knoblich.

Sie hat aus ihrem Buch „Winteräpfel“ über das Leben der Feldbergmutter Fanny Mayer vorgelesen und bei Kerzenlicht eindruckvoll ihre Erlebnisse geschildert.

Winteräpfel: Über das Leben der Feldbergmutter Fanny Mayer
Winteräpfel: Über das Leben der Feldbergmutter Fanny Mayer

Dazu wurden kleine Speisen aus dem Buch angeboten, wahlweise Kartoffelsuppe mit oder ohne (Bio-) Würstchen und Apfelküchle mit Vanille-Eis. Ich hatte mich für die Apfelküchle entschieden.
Ein alter Stall wurde liebevoll zum kleinen Café ausgebaut.

Die Speisekarte bietet eine Auswahl an saisonalen Speisen.
Es gibt weitere Sonderveranstaltungen, wie den Rossini-Freitag (Speisen bei Kerzenschein und Rossini Musik), Raclette-Abende am Samstag, Feuerzangenbowle….
Wichtig: unbedingt vorbestellen, die Platzzahl ist nur begrenzt.
Ausserdem kann man sonntags frühstücken und zum Nachmittagskaffee den hausgemachten Kuchen genießen.

Es bietet sich auch als gemütliche Einkehr bei einer Wanderung rund um Badenweiler an.

Apfelküchle mit Vanilleeis
Apfelküchle mit Vanilleeis

hier geht’s zu meinem Rezept für Apfelküchle mit Vanillesauce

Vanille-Eis

1 Liter Sahne
200 g Zucker
10 Eigelb
Mark von 1 Vanilleschote

Ei und Zucker über dem heißen Wasserbad schaumig rühren. Die Sahne erhitzen und sobald sie kocht, vom Herd nehmen. Den Eizucker löffelweise unter die Sahne geben, gut verrühren. Die Masse nochmals erwärmen, bis sie eine dickliche Konsistenz hat. Dann mit dem Vanillemark in die Eismaschine geben und nach Anleitung zubereiten.

Hier habe ich noch ein Rezept für Apfelküchle im Bierteig

150 ml Bier (es geht auch alkoholfreies)
125 g Mehl
1 Eigelb

Aus diesen Zutaten einen glatten Teig rühren und 1 – 2 Stunden ruhen lassen.

4 saure Äpfel
schälen, Kerngehäuse ausstechen, pro Apfel rund 5 Scheiben schneiden.
Das Eiweiß mit 1 Prise Salz steif schlagen, sorgfältig unter den Bierteig ziehen.
Reichlich stark erhitzbares Öl (z. B. Erdnuss-oder Sojaöl) in einer Gusseisenpfanne erhitzen. Apfelscheiben in den Bierteig tauchen und im Öl schwimmend goldbraun backen. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Wer mag kann 1 Teelöffel Zimt mit 4 Esslöffeln Zucker mischen und die Apfelküchlein damit bestreuen.

Hier geht’s zu meinem Rezept für Kartoffelsuppe (mit Merquez) – die Würstchen können auch durch Wienerle oder Debreziner Würste ersetzt werden.