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Kaktusfeigen am Kaiserstuhl

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Es ist Feiertag, die Sonne scheint und ich habe heute ausnahmsweise mal kein Rezept für euch auf Lager, sondern einen Ausflugstip:

Vergangenes Jahr waren der Markgräfler und die Markgräflerin an einem sonnigen Tag Ende September unterwegs am Winklerberg im Kaiserstuhl.

Wenn man diese Bilder sieht, meint man, sie wären in südlicheren Gefilden entstanden.
Tatsächlich wurden die Opuntien, die hier wachsen, vor vielen, vielen Jahren hier angepflanzt, vielleicht ein Urlaubsmitbringsel, das hier verwildert ist.

Aber müssten die denn nicht im Winter eingehen, weil es zu kalt ist?
Nein, da sie auf Vulkangestein wachsen – der Kaiserstuhl war nämlich vor langer, langer Zeit (ca. 15-23 Mio. Jahre) Vulkangebiet – und diese Steinart Wärme hervorragend speichert, finden die Kakteen hier in einer der sonnenreichsten und wärmsten Gegenden Deutschlands optimale Bedingungen vor.


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Nicht umsonst wächst hier auch hervorragender Wein (besonders Burgunder- und Muskatellerweine):

Boden: Löß + vulkanische Tuffe
Fläche: 117 ha
Neigung: hängig-steil
Ausrichtung: W-S-SO

Der Ihringer Winklerberg bildet den südlichen Ausläufer des Kaiserstuhls und gilt als wärmste deutsche Lage mit fast subtropischem Klima.




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Opuntia ficus-indica ist eine Pflanzenart in der Gattung der Opuntien (Opuntia) aus der Familie der Kakteengewächse (Cactaceae). Das Artepitheton ficus-indica bedeutet indische Feige. Die oft als Kaktusfeigen bezeichneten Früchte und die jungen Triebe sind essbar und gehören zur mexikanischen Standardküche.  (https://de.wikipedia.org/wiki/Opuntia_ficus-indica)

Links: http://www.naturzentrum-kaiserstuhl.de

 


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Die kleine Wanderung, die wir unternommen hatten war zwar von der Strecke her nicht so lang, aber die Steigungen mit den vielen zu bewältigenden Treppenstufen war bei dem sommerlichen Herbstwetter ganz schön anstrengend.


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Hier sind die Bilder:


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Hier spielen die Gehäuseschnecken den „Wetterfrosch”: Klettern die Schnecken in der Nacht zuvor die Stängel der Grashalme hoch, so wird es ein heißer Tag – in luftiger Höhe ist es nämlich kühler als auf dem von der Sonne aufgeheizten Vulkangestein, auf dem die Schnecken dann nicht überleben würden.



Eine Gottesanbeterin haben wir leider nicht gesehen, aber ganz viele Eidechsen waren unterwegs..
Bei diesem Rebhäuschen hoch oben auf dem Berg haben wir im Schatten ein Päuschen eingelegt, gevespert und die schöne Aussicht genossen.


 

Blick auf das Breisacher Münster und die Vogesen im Hintergrund


Dann ging es durch die Reben wieder bergab….



Und hier wächst eine ganz neue Rebsorte – die Pomodoro-Traube – nein, ist natürlich ein Scherz. Hier hat ein Winzer inmitten seiner Weinstöcke auch Tomaten angebaut.
Vielleicht sogar als Schutz vor der Essigflieg, wer weiß?! Ich meine einmal gelesen zu haben, dass der Duft von Tomaten Stechmücken vertreiben kann und dass man deshalb Tomatenpflanzen vor’s Fenster stellen soll…


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Schweden-Urlaub: Ein Ausflug zum Fryken See und Tossebergsklätten


Ich hatte euch doch noch eine Fortsetzung zum Bericht von unserem Ausflug an den Fryken See und dem Tossebergsklätten versprochen….
Nachdem wir die Stöpafors Mühle besucht hatten, sind wir weiter auf der Europastraße E45 aus Richtung Sunne kommend zum Tossebergsklätten, einem 343 m hohem Berg, gefahren.



Auf halber Strecke zwischen Sunne und Torsby in Värmland gibt es einen Rastplatz mit beeindruckender Aussicht, der nach dem Berg benannt ist.

Und wir haben natürlich Halt gemacht. Es gibt dort mehrere überdachte Holzbänke und auch ein WC-Häuschen mit Wasserspülung!
Wir hatten den Rastplatz per Zufall entdeckt, denn wir hatten die Abfahrt zum Tossebergsklätten verpasst und so haben wir den Rastplatz auch zum wenden benutzt.



An diesem Tag war es wieder sonnig und sehr heiß, deshalb sind wir anschließend nicht auf den Tossebergsklätten gewandert, sondern mit dem Auto bis zum Aussichtsturm auf dem Berg gefahren. Selbst die Steigung der Autostraße (2 km ab Stöpafors) ist mit 20% enorm.



Auf dem Tossebergsklätten gibt es einen Aussichtsturm, auf dem man steigen kann, ausserdem ein Restaurant/Café in dem man Kaffee, Kuchen und typisch Värmländische Spezialitäten genießen und Souvenirs kaufen kann.
Wir hatten hier bei unserem ersten Besuch vor 12 Jahren Kaffee getrunken und Kuchen, der mit geröstetem Hafermehl von der Stöpafors Mühle gebacken war, gegessen.
Diesmal hatten wir aber etwas anderes vor.


Café / Restaurant auf dem Tossebergsklätten


Die Traditions-Eiscreme aus Südschweden SIA Glass & Sorbet, bekannt als das „Eis mit dem Schutzengel“ hat in Schweden Kultstatus – wir haben leider versäumt, es zu probieren.



Auf dem Weg zum Tossebergsklätten kamen wir an einem amerikanischen Diner vorbei, wo wir einen Burger probieren wollten.
Die Schweden, insbesondere die im Värmland, scheinen nicht nur einen ausgeprägten Sinn für Nostalgie zu haben, sie haben auch ein Faible für alte amerikanische „Schlitten”.
Und so passt ein Diner ganz hervorragend hierher.
Aber erst einmal wieder zurück zum Tossebergsklätten.


Der Tossebergsklätten

In Selma Lagerlöfs Roman “Gösta Berling” nennt sie den Tossebergsklätten “Gurlitta Klätt”. Ein holzgeschnitzter Bär nahe dem Aussichtsturm geht auf ihren Roman zurück, in dem ein gefürchteter Meister Petz nur durch eine geweihte silberne Kugel zu erlegen sei aber nicht wird: das Fell wird ihm trotzdem über die Ohren gezogen.



Wir sind zuerst einmal über eine sehr schmale Treppe auf den Aussichtsturm gestiegen.



Blick von der unteren Plattform (Bild oben) und Blick durch’s Panoramafenster ganz oben (Bild unten)- der Blick nach unten sieht fast aus wie ein Gemälde.



Wer nicht auf den Turm steigen möchte – es ist ziemlich anstrengend, besonders wenn es so heiß ist wie an diesem Tag – kann sich die Landschaft auch vom Aussichtsfelsen aus ansehen.



Hier kann man das harte Hyperitgestein sehen, aus dem der Tossebergsklätten besteht.



Dann hatten wir aber wirklich langsam Hunger. Ein kurzer Blick ins Café / Restaurant – dort habe ich die 1 dl Maße gefunden, in denen in Schweden die Backzutaten abgemessen werden.
In Schwedischen Rezepten werden nämlich Zucker und Mehl in dl angegeben. Damit die Markgräflerin zukünftig nicht alle schwedischen Rezepte umrechnen muss, hat sie sich natürlich das wichtige Accessoire als Souvenir mitgenommen.
Die Tische sind mit Tischdecken bzw. Tischläufern aus der Leinenweberei Klässbols eingedeckt. Bei schönem, nicht zu windigem Wetter sitzt man mit herrlichen Ausblick auf dem  hölzernen Aussichtsbalkon.



Typische Souvenirs aus dem Värmland:
Körbe, die aus Birkenrinde geflochten wurden, geröstetes Hafermehl (Skrädmjöl) von der Stöpafors Mühle, 1 dl Maß mit dem man Mehl und Zucker abmessen kann …



Dann sind wir zurück in Richtung Sunne zum Diner gefahren…
Fortsetzung folgt.

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Pfingstmontag – Mühlentag: Die Ölmühle Eberhardt in Oberweiler


Am Pfingsmontag haben wieder zahlreiche Mühlen anlässlich des deutschen Mühlentags geöffnet.
Im vergangenen Jahr haben wir die Ölmühle der Familie Eberhardt in Oberweiler besichtigt. Sie hat am 10. Juni 2019 auch wieder geöffnet.



Hier ist ein kleiner Bericht von unserem Besuch der Mühle – damals war es sommerlich heiß. Wir hatten das Auto beim Sportplatz in Niederweiler abgestellt und sind dann etwa einen Kilometer zu Fuß nach Oberweiler spaziert.
Kurz vor Oberweiler gibt es eine große Wiese, auf der glückliche Kühe grasen – als Schutz vor der Sonne hatten sich die meisten von ihnen in den Schatten unter die Bäume verzogen.



Die Ölmühle befindet sich von Müllheim kommend am Ortseingang von Oberweiler.


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aktuelles Bild 2019

2018 wurde im Innenhof der Mühle bewirtet – es gab Fleisch und Würstchen vom Grill, dazu verschiedene Salate. Ausserdem Kaffee und Kuchen.



Die 300 Jahre alte historischen Ölmühle der Familie Eberhardt am Klemmbach in Badenweiler-Oberweiler wird nur noch im Nebenerwerb betrieben.
Gerade noch einmal pro Woche presst Jürgen Eberhardt hochwertiges Öl aus Walnüssen aus der Region. Ausserdem werden Haselnüsse und Kürbiskerne verarbeitet.


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aktuelles Bild 2019


Am Klemmbach zwischen Schweighof und Müllheim liefen einst 40 Wasserräder, die Getreide- und Ölmühlen, Sägen und Hammerschmieden antrieben.
Die einzige, die davon heute noch mit ihrem alten Mahlstein in Betrieb ist, ist die der Familie Eberhardt, die schon seit Generationen im Besitz der Familie ist.


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Klemmbach in Oberweiler – 2019


Das Wasser im Mühlkanal bewegt das Mühlrad. Im Inneren der Mühle wird die Kraft über hölzerne Zahnräder auf Transmissionsriemen übertragen und so werden verschiedene Geräte angetrieben.


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Die Walnusskerne werden von Landwirten und Nussbaumbesitzern aus der Regio in Säcken à 50 kg angeliefert.



Der erste Arbeitsschritt beim Ölpressen ist das Mahlen der Nüsse. Der Mahlstein stammt noch aus der Zeit der Gründung der Mühle.



Nach dem Mahlen werden die Nüsse über einem Holzfeuer langsam erwärmt, ein Rührwerk sorgt dafür, dass die Temperatur gleichmäßig verteilt wird.
So werden die gemahlenen Nüsse schonend auf 38 bis 40 Grad erhitzt.


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Die erwärmte Nussmasse wird in Tücher aus Kokosfasern gelegt. Mit Hilfe der Schlagpresse, unter welche diese gelegt werden, wird das wertvolle Öl gewonnen.
Etwa alle 30 Sekunden fällt ein langer, schwerer Balken, der sogenannte Stempel, auf die Schlagpresse. Aus einem unscheinbaren dünnen Rohr im Sockel fließt das goldgelbe Öl in einen kleinen Krug.


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2019

Für einen Liter Öl benötigt man zwei Kilogramm Nüsse. Walnussöl gilt wegen seines hohen Gehalts an ungesättigten Fettsäuren besonders wertvoll.
Mit seinem nussigen Aroma passt es besonders gut zum Feldsalat (bzw. Nüssli- oder Döchterlisalat) der nicht nur im Markgräflerland im Herbst und Winter sehr beliebt ist.


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Feldsalat mit Speck und Kracherle

Das frische Öl wird zunächst in große Plastikkanister gefüllt. Nach drei Wochen haben sich die Trübstoffe abgesetzt und das Öl ist klar und kann zum Verkauf in Flaschen abgefüllt werden.
Die übriggebliebene Nussmasse bzw. Nussmehl kann zum Backen verwendet werden.

Das Öl ist – kühl und dunkel gelagert – etwa ein Jahr haltbar. Am Mühlentag kann man das Öl probieren.
Wir haben uns natürlich auch ein Versucherle eingekauft, je eine kleine Flasche Walnuss- und Haselnussöl. Beide wurden im Herbst geöffnet und als Salatdressing verwendet – beide Sorten übrwiegend für Nüsslisalat (Feldsalat). Das Haselnussöl passt aber auch wunderbar zu Süßspeisen!
Jedenfalls werden wir und dieses Jahr nicht nur mit kleinen Fläschchen für unseren Vorrat begnügen…



Walnussöl • kaltgepresst

Walnussöl ist, ähnlich dem Distelöl, durch seinen extrem hohen Gehalt an Linolsäure ein sehr wertvolles Öl. Es stärkt das Immunsystem, wirkt positiv auf den Fettstoffwechsel und das Gehirn, fördert die Regeneration der Haut und bringt den Hormonhaushalt in Schwung.
Das kaltgepresste Walnussöl schmeckt hervorragend. Mit dem feinen Walnussaroma werden vor allen Dingen Salate zu einer besonderen Köstlichkeit.



Haselnussöl • kaltgepresst

Haselnussöl ist durch seinen hohen Anteil von einfach ungesättigter Ölsäure leicht verdaulich. Es ist mit seinem zarten Duft ein ideales Hautpflegemittel (ähnlich wie Mandelöl).
Haselnussöl hilft bei vielen Hautproblemen, insbesondere bei empfindlicher, trockener Haut. Haselnussöl ist in der Küche eine delikate Kostbarkeit. Salate, Gemüse aber auch Nusskuchen und Plätzchen kann man mit Haselnussöl verfeinern.



Kürbiskernöl • kaltgepresst

Das Öl ist von dickflüssiger, dunkelgrün/ brauner Konsistenz und hat einen intensiv nussigen Geschmack. Kürbiskerne und –Öl sollen bei Reizblase aber insbesondere bei Prostataproblemen hilfreich sein. Kürbiskernöl scheint tatsächlich die Harnwegsorgane günstig zu beeinflussen. Dafür ist ein kleiner Fettbegleitstoff, ein Phytosterol verantwortlich.
In der Küche lassen sich mit Kürbiskernöl salat-, Fondue– und Kräutersoßen vorzüglich verfeinern. Sein unverwechselbares Nussaroma eignet sich ausgezeichnet zum Abschmecken von Gemüse, Reis, Nudeln und mehr.


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Mit Blumen geschmückter Brunnen in Oberweiler 2018

Und weil es ein paar Meter weiter in Richtung Badenweiler eine kleine Eisdile mit sensationell gutem Eis gibt, haben wir uns nach dem Mittagessen in der Ölmühle noch zum Dessert ein Eis auf die Hand (in der Waffel) für den Rückweg gegönnt.
Die folgenden Bilder stammen von unserem ersten Besuch im Eiscafé zum Kuckuck im April 2018.

Das Eis ist super, kommt aber leider – selbst beim Verzehr vor Ort – im Einweg-Plastikbecher daher. Hierfür gibt es doch bestimmt eine umwelfreundlichere Lösung!!!



Weitere (bewegte) Bilder findet ihr im Bericht des Markgräflers.

Anmerkung: Der Beitrag wurde am 10.06.2019 um Bilder von unserem erneuten Besuch anlässlich des Deutschen Mühlentags 2019 um einige Bilder ergänzt.

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Zwei-Brückenschwimmen in Mumpf… ohne Polizeiauto-Fund aber mit Fischessen

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Der Rhein bei Mumpf

Neulich, als in der Zeitung die Rede von der Bergung des verschwunden geglaubten Polizeiautos aus dem Rhein beim Mumpf war, erinnerte mich der Markgräfler daran, dass wir ja noch vor ein paar Wochen dort im Rhein schwimmen waren.


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Stimmt! Und das hat mich wieder daran erinnert, dass ich noch gar nicht darüber berichtet habe.
Das letzte mal waren wir vor zwei Jahren dort.
Hier geht es zu den Berichten von 2012 und 2013.
Dieses Jahr gibt es keine Bilder vom Schwimmen, wir hatten schlichtweg die wasserdichte Einweg-Kamera vergessen.
Es war so warm, dass ich diesmal auf meinen Neopren-Shorty verzichten konnte… Am Start war es zeitweise sehr windig, und es war zuerst noch unsicher, ob wir überhaupt mit den Booten von Mumpf zum Startpunkt in Bad Säckingen losfahren würden, denn der Wind und die damit verbundene starke Strömung hätte für die Schwimmer gefährlich werden können.
Aber wir haben es dann doch geschafft – 3,5 km dr’Bach ab. Am Ziel erwartete uns wieder ein köstliches Fischessen und als Andenken gab es diesmal einen Schlüsselanhänger.


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Ein Besuch bei der Gräfin von Zeppelin in Laufen

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Mindestens einmal im Frühjahr steht ein Besuch in der Staudengärtnerei „Gräfin von Zeppelin” in Laufen auf dem Programm der Markgräflerin. Zum einen, um sich die Pfingstrosen- und Bartiris-Blüte anzusehen, zum anderen um sich neue Anregungen für den Garten zu holen und natürlich auch, um ein paar neue Pflänzchen zu kaufen. Ganz nebenbei gibt es auch einen Laden mit allerlei Büchern (Garten, Kochen, Backen) und Gärtner-Zubehör und  kleines Café, wo man ein leckeres Frühstück genießen oder zur Mittagszeit eine kleine Mahlzeit einnehmen kann. Am Nachmittag gibt es Kaffee, Kuchen und kleine Desserts…

Mein bereits zweiter Besuch in diesem Jahr habe ich zusammen mit meiner Nachbarin am bisher heißesten Tag unternommen. Die Blüten waren wieder mal eine wahre Pracht.


Am 16. und 17. Mai findet übrigens das Gartenfest statt:


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Die Natur zeigt sich im Mai von ihrer allerschönsten Seite – dazu gehört auch das beeindruckende Schauspiel der blühenden Iris- und Pfingstrosenfelder in der Staudengärtnerei Gräfin von Zeppelin.


These are the photos from a visit to the nursery of the „Gräfin von Zeppelin” in Laufen which is most of all famous for its varieties of peonies, irises and day lilies.


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Die Pfingstrosen / The Peonies



Die Bartiris und die Malerin / The Irises and the painter


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– Mittagspause –



…beim Frühlingsfest am 11. April – zusammen mit dem Markgräfler…

An diesem Tag war es kühl, regnerisch und sehr windig. Die Bewirtung war im Gewächshaus und die Markgräflerin hatte sich mit den ersten Kräutern eingedeckt.


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Ein Besuch auf dem Rüeblimärt in Aarau

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Jeden ersten Mittwoch im November findet in Aarau der Rüeblimärt (Karottenmarkt) statt. Die Markgräflerin hatte sich schon vor einigen Jahren vorgenommen, einmal dorthin zu fahren. Dieses Jahr wurde das Vorhaben endlich umgesetzt.
Das örtliche Bus- und Reiseunternehmen WILL hatte die Fahrt, wie jedes Jahr im Angebot. Leider kam kurz vorher eine Absage – es hätten sich zu wenig Teilnehmer für den Ausflug angemeldet…
Also wurde kurzerhand ein Zug rausgesucht und von Müllheim ging es über den schweizerischen Bahnhof SBB nach Aarau, wo die drei beteiligten Damen dann gegen  …Uhr eintrafen.
Der Wetterbericht hatte Regen und kühl vorausgesagt, und so war es dann auch. Aber ich hatte mir ja einen Tag Urlaub genommen, und den wollte ich trotzdem genießen.

Two weeks ago I went to a carrot market in Aarau, Switzerland. This post is all about the Rüebli – this is what carrots are called in Switzerland and what you can do with it….
The market takes place once a year, on the first Wednesday in November.

Nach der Ankunft im  hochmodernen, aber zugigen und daher ungemütlichen Bahnhof in Aarau, wurde das erste Café auf dem Weg zum Markt angesteuert.

Erst mal einen Cappuccino und ein Gipfeli….

Breakfast with Cappuccino and croissants (Gipfeli) in a Swiss Café. It was a cold and rainy day and we needed something to start the day on the market a to let us (two friends of mine accompanied me) feel a little more comfortable….

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Auf dem Rüeblimärt bekommt man nicht nur verschiedene Rüebli Sorten, sondern auch anderes Wurzelgemüse wie Rote und gelbe Bete, aber auch Zwiebeln und Knoblauch werden angeboten.
Ausserdem gibt es auch schon vorweihnachtliche Stände mit Dekoartikeln oder Zubehör für die Weihnachtsbäckerei.

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Typisch: Tannenbäume mit Rüeblischmuck

Und zum Essen und Trinken gibt es allerlei Köstlichkeiten rund um die Rüebli: Rüeblitorten, Rüeblibrot, Rüeblimuffins, Rüebli-Teigwaren, Rüebli-Konfitüre, Rüebli-Senf…
Hier sind ein paar Impressionen:

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Aarau3Halbfett Käse mit Rüebli – sehr lecker, davon habe ich ein Stück mit nach Hause genommen.

Rüebli Waffeln mit Puderzucker oder mit Rüebli Konfitüre:

Aarau61Das Taurin-haltige Getränk „Red Bull” ist in der Schweiz bei den jungen Leuten angesagt. Im Café und auch andernorts fiel uns auf, dass oft Red Bull konsumiert wird – und das sogar schon zum Frühstücks-Gipfeli.
Es wird stilecht serviert – die Bedienung öffnet die Dose und füllt das Getränk ins Glas…. Die Aargauer Variante aus Rüebli ist aber bestimmt viel gesünder als das Original!

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Küttiger Rübli ist eine Sorte, die im Aargau wieder häufiger angebaut wird. Hier im Vordergrund zu sehen:

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Baum aus Grünkohl, Salat, und Rüebli, im Vordergrund Küttiger Rüebli / Tree made from cabbage, lettuce and carrots – in front of it  you can see a special species cultivated in this region  – the Küttiger Rüebli (the white ones)

Küttiger Rüebli‘ sind eine alte, robuste Schweizer Karottensorte, die ursprünglich aus dem Aargauer Dorf Küttigen stammt. Sie gehören zum Sortiment von ProSpecieRara.Küttiger Rüebli sind eher gross, von konischer Form und weisser Farbe. Ihr Geschmack ist aromatisch, erdig und kaum süss.

Geschichte
Das Dorf Küttigen war schon im 19. Jahrhundert für sein Gemüse bekannt, das regelmässig am Aarauer Wochenmarkt verkauft wurde.
Im traditionellen Anbau wurden die Rüebli im Winter über die Wintergerste gesät. Nachdem die Gerste mit der Sense geerntet worden war, wurden die zu diesem Zeitpunkt etwa 15 cm hohen Karottenpflanzen mit der Hacke ausgedünnt und hatten nun bis zur Ernte im Oktober oder November genügend Platz und Licht. Aus dieser Anbauart kamen sie zu ihrem früheren Namen „Gerstenrüebli“.
Nachdem die Küttiger Rüebli im zwanzigsten Jahrhundert fast vergessen gegangen waren, wurden sie in den 1970er Jahren eigenständige Sorte „entdeckt“. Seit 1978 kümmert sich der Küttiger Landfrauenverein sich um die Vermehrung und Erhaltung der Art.

Quelle: Wikipedia

Mehr Infos: Kulinarisches Erbe der Schweiz

Aarau 6Auch das Schweizer Radio ist da…
Swiss Radio interviewing

Hier geht es zum Bericht vom SRF (link to interview in German Swiss language)

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Hier ein weißes Rüebli, die Sorte Schneewittchen – sie ist süßer als andere Rüebli und bei Kindern sehr beliebt, wie man mir sagte.
Another white carrot, named „Snow White” – it tastes sweeter than the traditional orange coloured ones.

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orangefarbene und gelbe (Pfälzer) Rüebli
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Rüebli „Bluepower”
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violette Rüebli – die „Urmöhre” – very old species: purple carrots

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Das hier sind Räbe – oder weiße Rüben. Aus diesen Rüben werden in der Schweiz die traditionellen Laternen für den Räbelichtli-Umzug geschnitzt.

Als Räbenlichter bezeichnet man im alemannischen Raum eine traditionelle Laterne, gefertigt aus Herbstrüben (Bezeichnung im alemannischen Sprachraum Räbe). Rüben nahmen im Mittelalter die gleiche Stellung in der Grundernährung ein wie die heutige Kartoffel. Aus Anlass des Einbringens der letzten Feldfrüchte im November stellen die Kinder in verschiedenen Schweizer Kantonen solche Laternen her.

Heute hat die Räbe ihre Bedeutung als Grundnahrungsmittel verloren. Die Lichter werden aus der Rübe geschnitzt. Dazu werden sie zuerst mit einem Löffel ausgehöhlt und dann mit einem spitzen Messer aus der violetten Haut Sujets herausgelöst. Als Sujets dienen traditionell hauptsächlich die auch in den Liedern besungenen Sonne, Mond und Sterne.

Während diese Arbeit früher vor allem zu Hause im Kreise der Familie verrichtet wurde, hat sie sich – wie auch die Umzüge – stark in örtliche Jugendvereine, Schule und Kindergarten verlagert. Die Räben werden oft von der Schule oder örtlichen Verkehrs- oder Gewerbevereinen der Jugend zur Verfügung gestellt.

An drei Schnüren aufgehängt und an einem Stock getragen, werden die mit einem Kerzchen bestückten Räbenlichter von den Kindern durch die dunklen Strassen getragen, wobei das Licht vor allem bei den Sujets durch die dünnen Wände scheint. Bei der heute üblichen Strassenbeleuchtung wird oft ein Abend im November für einen Räbenlichterumzug reserviert, an welchem die Strassenbeleuchtung ausgeschaltet wird. Nach den Umzügen werden die Räbenlichter ins Fenster gestellt, bis die Kerze heruntergebrannt ist. Oft werden die Umzüge in der Familie oder Nachbarschaft allabendlich wiederholt, bis die Lichter verschrumpelt sind und kompostiert werden.

Zu den Umzügen gehören auch die entsprechenden Lieder, wie etwa Ich geh mit meiner Laterne, das ebenfalls schriftdeutsche Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne oder auf alemannisch Rääbeliechtli, wo gasch hii?.

Quelle: Wikipedia

Das erinnert an die St. Martins-Umzüge, die es in Deutschland gibt, aber auch an den Halloween-Brauch, ihr erinnert euch an die Sage von „Jack ‚O Lantern”?

Ja, und Kürbisse gibt es hier auch – aber nur ganz wenige….

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Grünkohl, Lauch, Weiß- und Rotkabis (Kohl) und was man sonst noch so braucht….)

 An diesem Stand von Ernst Lässer-Teuscher aus Bottenwil habe ich dann um die 2 Kilo verschiedene Rüebli gekauft…..
Der Gemüsegartner ist schon viele Jahre mit dabei….

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Uns was es sonst noch zu sehen gab:

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Ein Rüebli-Kürbis Igel

Zwiebel- und Knoblauchzöpfe:

Der Stand einer Pferdemetzgerei:

 

Spezialitäten aus dem Tessin und Italien:

Antipasti:

Pasta:

Und der Marroni-Mann an der Ecke darf nicht fehlen (der hat wenigstens schön warm…)

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Aarau ist auch ohne den Rüeblimärt einen Besuch wert – das werden wir bestimmt einmal bei etwas besserem Wetter nachholen.

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Eine Suppe aus Großmutters Küche wäre zwar köstlich gewesen und war auch verlockend, aber wir wollten endlich ins Warme.

Und so suchten wir nach einem Restaurant um eine Kleinigkeit zu essen, uns hinzusetzen und uns aufzuwärmen. Aber den Gedanken hatten wohl alle und in den Restaurants, wo es Gerichte passend zum Rüebli Markt gab, waren alle Tische belegt oder reserviert. In einem kleinen, etwas alternativen Café bekamen wir Platz an der Theke.
Es standen verschiedene Salate und eine Sellerie-Birnen Suppe zur Auswahl. Bis zur Suppe hat mein Fotoapparat noch mitgespielt – beim leckeren Salat Mondial mit Ziegenkäsle („die Frau, die den Ziegenkäse macht, sitzt hier auch gerade”), Hummus und Guacamole hat er dann gestreikt – zu feucht und kalt draussen – die Linse war beschlagen und so sind das die letzten Bilder aus Aarau.

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Sellerie-Birnen Suppe mit Croutons aus Baumnussbrot
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Salat Mondial mit Ziegenkäsle – und beschlagener Linse….

Ich hatte in weiser Voraussicht ein Handtuch aus Mikrofaser eingepackt und den Fotoapparat auf der Heimfahrt im Zug schonmal notdürftig getrocknet. Zu Hause wurde er dann auf einem Tischchen mit ausreichend Abstand zur Heizung platziert und vollständig trockengelegt. Danach war alles wieder gut.
Was ich vom Rüeblimärt alles mitgebracht habe, und wie die ganzen Rüebli verarbeitet wurden, folgt in weiteren, separaten Beiträgen.

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Das Schaubergwerk Teufelsgrund – Münstertal im Schwarzwald mit Einkehr im Bergwerkstüble

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Im Juli waren wir an einem verregneten Sonntag auch im Besucherberwerk Teufelsgrund in Münstertal. Ein Besuch lohnt sich immer. Es ist vom 1. April bis 29. Oktober zu besichtigen.
Während der Wintermonate wird das Bergwerk geschlossen, es finden keine Führungen statt – Gruppenführungen und Kindergeburtstage auch außerhalb der Öffnungszeiten auf Anfrage.
Zu Halloween gab es sogar Gruselführungen für Kinder…
Die Temperatur im Stollen beträgt das ganze Jahr über konstant 8 °C. Man sollte besonders im Sommer warme Kleidung für die Besichtigung mitnehmen.

Zuerst wird man mit einem Helm ausgestattet, denn die Gänge sind teilweise sehr eng und niedrig, so dass die Gefahr besteht, dass man sich am Kopf verletzt – also unbedingt anziehen!
Am Anfang der Besichtigung wird ein Video gezeigt, in dem die Geschichte des Bergwerks und der Abbau von Erz und weiteren Produkten erläutert wird. Anschließend geht es in den Stollen.
Hier ist eine kleine Diashow von unserem Besuch im Bergwerk.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Und anschließend mussten wir uns noch im Bergwerkstüble stärken. Sonntag Nachmittag gibt es selbstverständlich Kaffee und Kuchen, ausserdem zünftiges Vesper mit Speck, Wurst und/oder Käse, Bauernbrot, Kalbsbratwürste, Strammer Max….. und manchmal spielt abends eine Zwei-Mann Band auf dem Waschbrett, das sind richtige Originale….

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Wollschwein-Kotelett, ein Ausflug in den Tierpark „Lange Erlen” und Pro Specie Rara Markt

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Kotelett vom Wollschwein mit Süßkartoffel-Puffern und Pfifferling-Rahmsauce

Am ersten September-Sonntag war es draußen nochmal wunderschön, sonnig und heiß. Der Markgräfler und die Markgräflerin hatten beschlossen, einen Ausflug zu machen. Der „Tierpark Lange Erlen” am Rande von Basel stand schon sehr lange auf unserer Liste und deshalb beschlossen wir, dorthin zu fahren.
Ein Parkplatz in der Nähe war nicht zu finden, deshalb haben wir unser Auto auf dem Parkplatz des Laguna Badelandes in Weil am Rhein abgestellt und sind über einen Teil des ehemaligen Landesgartenschau Geländes und über Feldwege und grüne Grenze und an dem Flüsschen Wiese entlang zum Tierpark gewandert.

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Blumen am Rande von Weil am Rhein

  Weil am Rhein – man findet nur noch wenige Spuren der Landesgartenschau „Grün ’99“

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Blick auf den Sendeturm St. Chrischona

Lange Erlen 2Die Basler nutzen das schöne Wetter um sich in der Wiese abzukühlen und ausgiebig zu grillieren.

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Als wir im Tierpark ankamen, wussten wir, warum es keinen Parkplatz mehr in der Nähe gab – der einmal jährlich im Herbst stattfindende Markt von Pro Specie Rara war genau an diesem Tag – ganz zufällig hatten wir uns diesen Sonntag ausgesucht, und dabei wollte ich schon immer mal zu diesem speziellen Markt, bei dem es um seltene gewordene Obst- und Gemüsesorten und auch Tiere geht. Die Stiftung Pro Specie Rara setzt sich für deren Erhaltung ein.

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Und wirklich ganz zufällig hatten wir am Samstag beim Metzger unseres Vertrauens Wollschwein- Koteletts für unser Sonntagsessen besorgt (eigentlich sollte es Saltimbocca mit Kalbfleisch geben, weil der Salbei in meinem Garten so üppig wächst – aber unser Metzger hatte kein Kalb geschlachtet…).
Was glaubt ihr wohl, was wir im Tierpark gesehen haben??? Wollschweine, auch Mangalitza genannt.

Das Kotelett habe ich gesalzen, dann in einer Grillpfanne von beiden Seiten wenige Minuten scharf angebraten und dann in den vorgeheizten Backofen (80 °C) auf einen Platte gelegt, die im Ofen vorgeheizt war. Dann mit der Niedriggarmethode etwa 30 Minuten im Ofen lassen, bis das Fleisch eine Kerntemperatur von 60 °C hat (mit einem Bratenthermometer prüfen). Perfekt gegart und supersaftig.
Dazu gab es Süßkartoffel-Puffer und eine Pfifferling-Rahmsauce:

Die Pilze mit der Pilzbürste säubern. Gehackte Zwiebeln und Knoblauch im Bratensatz in der Pfanne glasig dünsten. Die Pilze dazugeben, mit anbraten, mit Salz und Pfeffer würzen, Nelke und Lorbeerblatt dazugeben, dann reichlich Weißwein angießen.
Bei sanfter Hitze die Flüssigkeit einreduzieren lassen. Lorbeerblatt und Nelke herausnehmen, etwas Butter dazugeben, rühren, bis die Butter geschmolzen ist. Dann mit etwas Sahne verfeinern und mit Petersilie bestreuen. (siehe auch Schweinefilet mit Champignon-Rahmsauce)

Das Rezept für die Süßkartoffel-Puffer folgt in einem separaten Post. man kann auch einfach ein paar Kartoffeln dazu kochen und in Butter anrösten oder frisches Brot und einen Salat dazu servieren.

Wollschwein 5Wenn man die Bilder betrachtet, weiß man, warum diese Tiere ihren Namen tragen – ihr Fell bzw. ihre Borsten sehen tatsächlich ein wenig aus wie Schafwolle.

Wollschwein 8Die Sau hatte gerade Junge…

Wollschwein 7

Wollschwein 11
Wollschwein mit Apfel in der Schnauze

…und denen war wohl zu warm, die meisten haben geschlafen, munter geworden sind sie erst gegen Abend, zur Fütterung und als die Sonne nicht mehr so runterbrannte.

 Wollschwein 13Wollschwein-Erzeugnisse auf dem Markt von Pro Specie Rara

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Und was gab es sonst noch auf dem Markt zu sehen? Allerlei Sorten Tomaten:

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Lange Erlen 16Natürlich wurde auch etwas zu Essen und Trinken angeboten: Tomatenrisotto mit Ochsenherz-Tomaten oder Ziegen-/Schafs-Hot Dog, Süßmost aus Äpfeln…

Noch Noch mehr Gemüse:

Kartoffeln

Wurzelgemüse

Mediterranes Gemüse

Und noch viel mehr… Brotaufstriche, Käse, Planzen und Deko….

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…es gibt sie wieder in unseren Wäldern: Europäische Wildkatze

Dann gibt es natürlich ganz viele Tiere (überwiegend einheimische und selten gewordene), natürlich auch Fuchs, Hase und Wildschwein, Ziegen, Esel (für die Kinder auch Ponys zum Reiten)….

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Luchs

AEs gibt aber auch Pfauen, die sich hier zu Hause fühlen. Wunderschöne Tiere – ich könnte ihnen stundenlang zusehen.

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Blumenwiese für Schmetterlinge und Bienen

Im Eingangsbereich gibt es noch einen kleinen Versuchsgarten und ein Haus, in dem man einiges über Spinnen, Käfer und Fledermäuse erfahren kann….

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Food, Fotografie, Markgraeflerland, Natur & Garten, Reisen, Schweiz, Wandern, Winter

Ein Ausflug zur Burg Rötteln

Burg Roetteln3
Die Burgruine Rötteln, oberhalb von Lörrach – immer einen Besuch wert

Viele Jahre waren wir schon nicht mehr auf Burg Rötteln. Wir hatten das gestrige, unerwartet schöne Wetter dazu genutzt, wieder mal dorthin zu gehen. Die Burg Rötteln befindet sich oberhalb von Lörrach, der „Hauptstadt des Markgräflerlandes”, wie sie sich nennt.
Es handelt sich um eine der imposantesten Burgruinen Südbadens. Im Sommer finden Theateraufführungen statt, man kann die Gegend in mehreren Rundwegen durchwandern, sie ist Station auf dem Westweg von Basel nach Pforzheim, man kann dort heiraten und in der Burgschenke fein essen. Ausserdem hat man man bei klarem Wetter einen sagenhaften Rundblick auf Lörrach, Basel und die Berge….
Hierzu kann man zwei Türme erklimmen – im Winter muss man dort oben ein wenig aufpassen, es kann gefährlich glatt sein. Auf jeden Fall Schal und Mütze nicht vergessen, es weht zuweilen ein eisiger Wind!
Natürlich sind wir auch in der Burgschenke eingekehrt – aber das folgt in einem zweiten Bericht.

Hier ist also ein kleiner Spaziergang auf die Burg – lasst euch in eine längst vergangene Zeit entführen….

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Im Eingangsbereich findet man noch ein kleines Museum, in der verschiedene Fundstücke, wie mittelalterliche Waffen und allerlei Kurioses zu sehen sind. Dort kann man sich an einem Kachelofen aufwärmen, es sind auch Kacheln eines alten, für unsere Gegenden typischen Ofens, ausgestellt und es gibt einen Schaukasten über altes Wissen der Kräuterweiblein von damals zu sehen. Auch Hildegard von Bingen hat ihren Platz gefunden und es wird über allerlei Kräuter und Heilmittelchen berichtet:

Burg Roetteln24

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Es wundert mich, dass auf den freien Grünflächen im Teil der unteren Burg noch kein Kräutergärtlein angelegt wurde – das wäre doch ganz nett?!
Und dass noch kein findiger Apotheker aus Lörrach auf die Idee gekommen ist, nach dem Rezept der „Alte Hex von Binze” Kräuter-Mümpfeli (Kräuterbonbons) herzustellen und als Souvenir anzubieten, ist mir schleierhaft.

Burg Roetteln27„Alte Hex‘ vo Binze“ von Waldemar Lutz und Traute Enderle-Sturm – ISBN 3-922 107-02-8

„Alte Hex‘ vo Binze“ von Waldemar Lutz und Traute Enderle-Sturm

Hier ist noch ein Buchtipp, ein sehr schön illustriertes Buch mit der Geschichte von der „Alte Hex‘ vo Binze” – sie beruht auf einer uralten Sage und spielt auf der Burg und auf dem Marktplatz von Basel – nicht nur für Kinder!
Ach ja, ein Linsengericht wäre auch ganz nett: „Alte Hex vo Binze, koch mir gueti Linse; Aber nit so dick, dass i nit verstick!” – so heißt es in dem altbekannten Kinderreim, den im Markgräflerland fast jedes Kind kennt.

Photos from our visit to the Burg Rötteln in Lörrach – a medieval castle – one of the biggest and most impressive in our area.

Essen & Trinken, Food, Fotografie, Garten, Natur & Garten, Reisen, Rezepte

Schwetzinger Spargel im Sesam-Tempurateig auf Wildkräutern mit Zitronenschmand

Schwetzinger Spargel1

Vergangenes Wochenende waren wir im äussersten Norden Badens unterwegs. Schwetzingen, Weinheim und Heidelberg haben wir besucht. Anlass waren die Badischen Landesmeisterschaften der DLRG. Den Samstag Vormittag hatten wir als HLW Wettkampfrichter zu tun, am späten Nachmittag waren wir fertig. Am Freitagabend und am Samstag Vormittag hatte es in Strömen geregnet. Dann kam endlich die Sonne raus und wir sind noch in den Schwetzinger Schlosspark gegangen. Die Wolken waren zwar immer noch da, aber es hatte sich ausgeregnet.

Schwetzingen 3
Das Schwetzinger Schloss

Mehrere Stunden sind wir so umherspaziert, das macht einen ordentlichen Hunger. Während der Sommerzeit-Monate hat der Schlosspark nämlich bis 20 Uhr geöffnet.

Wenn man schonmal in Schwetzingen ist, sollte man mal den Schwetzinger Spargel probieren. Schwetzingen und vor allem Bruchsal haben ein großes Anbaugebiet. Der Bruchsaler Spargelmarkt soll der größte sein. Übernachtet haben wir in Weinheim, weil rund um Schwetzingen wegen verschiedener Veranstaltungen an diesem Wochenende nahezu ausgebucht war.

Schwetzingen 5

Wir fuhren also nach Weinheim zurück – irgendwo wird es ja Spargel geben, wenn man hier in der Gegend ist.

Im Restaurant Diebsloch in Weinheim am Marktplatz wurden wir dann fündig… Verschiedene Spargelgerichte standen zur Auswahl. Der Markgräfler hielt sich an den klassischen Spargel mit Schinken, Kartoffeln und Sauce Hollandaise.

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Ich wollte mal was anderes probieren:

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Spargel im Sesam-Teigmantel auf Wildkräutersalat mit Zitronenschmand – superlecker

Natürlich habe ich für euch ein passendes Rezept dafür aufgeschrieben:

Spargel im Sesam-Teigmantel auf Wildkräutersalat mit Zitronenschmand

Zutaten:

500 g weisser Spargel

Für den Sesam – Tempura Teig:
1 Ei
1 Prise Salz
50 g Mehl
25 g Speisestärke
50 g Sesam
1/4 l eiskaltes Wasser

Wildkräuter-Salat
Cocktailtomaten, Gurkenscheiben

1 Becher Schmand, 1 unbehandelte Zitrone, Salz

Zubereitung

Für den Salat:

Gemischte Wildkräuter und nach Belieben essbare Blüten, wie z. B. Feldsalat, Bärlauch, Sauerampfer (Blutampfer), Rucola, Löwenzahn, Giersch, Chicoree etc., Gänseblümchen, Veilchenblüten…
Ein Dressing aus Olivenöl, Balsamicoessig, Salz und Pfeffer cremig anrühren.

Sesam -Tempura -Teig:
Den Sesamsamen in einer kleinen Stielpfanne ohne Fett leicht anrösten. Das Mehl mit der Speisestärke und 1 Prise Salz mischen und mit dem kalten Wasser glatt rühren.
Das Ei und den gerösteten Sesam unterrühren, alles ca. 30 min. kalt stellen.
Zitronenschmand:
1 Becher Schmand, etwas Zitronensaft, abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone (vorher heiss abspülen und abtrocknen)
Schmand in eine Schüssel geben, die Zitronenschale dazugeben, mit etwas Zitronensaft glattrühren. Mit etwas Salz abschmecken.
Den Spargel schälen, die Enden um ca. 1 cm. kürzen.
Den Spargel einzeln durch den Teig ziehen, etwas abstreifen und bei 180 °C in Pflanzenöl goldgelb ausbacken, auf Küchenkrepp abtropfen lassen.
Die Wildkräuter und evtl. Gurkenscheiben und Cocktailtomaten auf einem Teller anrichten, die Salatsauce darüber träufeln, dann den Spargel darauf geben und einen Klecks Zitronenschmand dazu geben.
Dazu passt ein Riesling. Wir mussten unbedingt den hiesigen probieren. Wir waren natürlich mit der Straßenbahn unterwegs – das Auto blieb vor der Unterkunft stehen…
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Weinheim bei Nacht – der Marktplatz
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