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Veganismus – der neuste Ernährungsirrtum?! – Rezept für ein vegetarisches Süßkartoffel-Curry

Gemuesecurry
Vegan sein – oder sagen wir einmal so: anders sein, sich in Sachen Ernährung von anderen abgrenzen – ist modern. Und – so wirkt es zumindest nach außen – gilt vegane Ernährung als besonders gesund – Fleisch und andere tierische Produkte sind bäh – alles was aus Gemüse, Körnern und Hülsenfrüchten besteht ist gesund und deshalb auch besonders lecker, und überhaupt Allheilmittel für jegliches Wehwehchen.

Dass Veganer oft das Gegenteil mit ihrer angeblich so bewußten Ernährung bewirken, davor warnen inzwischen vermehrt Ärzte und Ernährungswissenschaftler. Diese Woche eben erst in der ARD-Sendung Plusminus vom 30.04.2014. Seit 2012 hat sich der Verkauf und somit auch der Konsum von veganen Produkten rasant entwickelt.
Grundsätzlich ist an einer vitaminreichen Ernährung mit Obst und Gemüse nichts auszusetzen. Aber der Mensch ist eben nun mal ein Säugetier, das ist unsere Natur, die wir vorerst nicht ändern können und unser Körper ist auf tierisches Eiweiß angewiesen- der Rest ist und bleibt Sache der Evolution.

Ich bin zwar auch kein Verfechter von übermäßigem Fleischkonsum aber ganz ohne tierische Erzeugnisse zu leben, wäre mir zu extrem und ich halte eher etwas von bewußtem und ausgewogenen Genuss.
Nur einmal in der Woche Fleisch – dann aber ein richtig gutes Stück, Fisch, Salat und Gemüse, Kartoffeln, Getreideprodukte Obst und Hülsenfrüchte – solch eine Vielfalt ist nicht nur viel gesünder als eine einseitige Ernährung mit Veggie Produkten – sondern diese Ernährungsweise macht mir persönlich auch viel mehr Spass. Saisonal und vor allem möglichst regional sollten die verwendeten Produkte sein.
Nach neusten Erkenntnissen bin ich dann also ein Flexitarier… 😉

Margarine schmeckt mir nicht, und in den Kuchen gehören Eier und Butter und Sahne!- nicht umsonst schmecken uns Omas Kuchen besonders gut. Auf echten Käse und Milch könnte ich auch nicht verzichten …

Was mich immer schon ein wenig gestört hat ist, dass Veganer zwar tierische Produkte meiden, aber trotzdem Ersatzprodukte brauchen, die Fleisch möglichst ähnlich sehen – wie zum Beispiel Veggie-Burger, Döner aus Seitan (Weizenextrakt), Sojawürstchen, Weizen-Geschnetzeltes bis hin zur Entenbrust. Also sorry – vor meinem geistigen Auge erscheint da sofort Louis de Funés in dem Film „Brust oder Keule”.
Hat sich schonmal jemand überlegt, wieviel Soja und Weizen für die Herstellung von Soja-, Tofu oder Seitan-Fleischersatz -Produkten aufgewendet werden müssen und was dann eventuell noch beigemischt wird, damit es die fleischähnliche Konsistenz ergibt und auch noch so schmeckt? Nein, ich will gar nicht dran denken!

Wenn ich Lust auf etwas ohne Fleisch habe, dann aber richtig – aus weitgehend frischen Zutaten und selbst gekocht. Zufällig hatte ich am selben Abend, als der Plusminus-Bericht ausgestrahlt wurde, ein Süßkartoffel Curry mit Auberginen, Paprika, Tomaten, Frühlingszwiebeln und Kokosmilch gekocht. Grundlage für die Sauce war nur rote Currypaste, Rapsöl und etwas zusätzliches Wasser und etwas Salz. O.k. die verwendeten Gemüsesorten sind jetzt nicht unbedingt regionaler Herkunft, schon gar nicht die Kokosmilch und die Currypaste oder der Reis – aber es ist absolut lecker!

Gemuesecurry 1

 Süßkartoffel-Curry mit Auberginen und Reis

1-2 Esslöffel rote Currypaste
1 Esslöffel Rapsöl
1 Dose Kokosmilch
1 Süßkartoffel, geschält und in Würfel geschnitten
1 Aubergine, gewürfelt
1 grüne Paprika, in Streifen geschnitten
1 Tomate, halbiert und in Scheiben geschnitten
3-4 Frühlingszwiebeln, schräg in Streifen geschnitten
glatte Petersilie
Salz

gekochter Reis (z. B. Basmati) nach Belieben (Nudeln passen auch)

Rapsöl im Wok erhitzen, die Currypaste einrühren, nach und nach die Gemüsesorten dazu geben (bis auf Tomate und Frühlingszwiebel, die kommen zum Schluss), unter Wenden andünsten, dann die Hälfte der Kokosmilch zugeben.

Gemuesecurry 2
Unter gelegentlichem Umrühren köcheln lassen, bis die Süßkartoffeln weich sind, zwischendurch langsam die restliche Kokosmilch dazugeben, bei Bedarf noch etwas Wasser. Zum Schluss Tomate und Frühlingszwiebel untermischen. Mit etwas Salz abschmecken. Mit gehackter Petersilie bestreuen und zusammen mit dem Reis servieren.

Gemuesecurry 3

 Sweet potato curry with eggplant and rice

1-2 tablespoons red curry paste
1 tablespoon canola oil (rapeseed oil)
1 can of coconut milk
1 sweet potato, peeled and cut into cubes
1 eggplant, diced
1 green pepper, cut into strips
1 tomato, halved and sliced
3-4 spring onions, diagonally cut into strips
flat-leaf parsley
salt

cooked rice (eg Basmati) or pasta – as you like it

Heat the canola oil in a wok, stir in the curry paste, gradually add the vegetables (except tomato and spring onion), sauté while turning from time to time, then add half of the coconut milk.

Let simmer, stirring occasionally, until the sweet potatoes are soft, in between slowly add the remaining coconut milk, if needed add some water. Finally, add tomato and spring onion, mix. Season with a little salt. Sprinkle with chopped parsley and serve with the rice.

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Chili-Ernte und ein Auberginen-Kürbis-Curry

Auberginen Curry 1

Ich habe meine erste Jalapeño Chili in diesem Jahr geerntet! Dieses Jahr habe ich nicht so viele Chilies, das Wetter im Frühjahr war einfach zu schlecht.

I harvested my first jalapeno chili of this year! This year I don’t have many chilies, the weather in spring was just too bad.
Auberginen Curry 6

Diese hübsche Aubergine habe ich auf dem Kartoffelmarkt in Neuenburg gekauft, einen angeschnittenen Butternut-Kürbis hatte ich noch im Kühlschrank und ausserdem die restlichen, kleinen Strauchtomaten aus dem Garten.

This beautiful eggplant I bought at the potato market in Neuenburg and I had a piece of cut butternut squash in the fridge and the remainders of the last small tomatoes from my garden.

Was könnte man daraus machen? Ein Curry wäre doch nicht schlecht, dachte ich mir und schlug mal in dem Buch „Hiltl. Vegetarisch nach Lust uns Laune” nach, welches mir meine Nachbarin Gertrund ausgeliehen hat.
Hilt – das ist das bekannte vegetarische Restaurant in Zürich. Dort war ich im Frühjahr mal zum Kaffee trinken.
In dem Buch habe ich ein Rezept für Auberginen-Curry gefunden. Leider fehlten mir einige indische Gewürze und so habe ich mein eigenes Rezept daraus gemacht:

What could you do with it? A curry was not bad, I thought, and had a look at the recipes in the book „Hiltl. Vegetarian as you like it“ which I have borrowed from my neighbour Gertrud.
Hilt – this is the well-known vegetarian restaurant in Zurich. I’ve been there once to have coffee.
In the book, I found a recipe for eggplant curry. Unfortunately, I didn’t have some of the Indian spices that were needed and so I made my own recipe for a curry with eggplant and butternut squash:
Auberginen Curry 4Auberginen-Kürbis-Curry / Eggplant and pumpkin curry
1 kleine, rote Jalapeño Chili / 1 jalapeno chili
1 Aubergine / 1 eggplant
1 Stück Butternut Kürbis / a slice of butternut squash
6 Mini-Tomaten / 6 mini tomatoes
1 Esslöffel Rapsöl / 1 tablespoon rapeseed oil
1 Esslöffel Sesamsamen / 1 tablespoon sesame seeds
1 Teelöffel Kreuzkümmel Samen / 1 teaspoon cumin seeds
2 Teelöffel Raz el Hanout / 2 teaspoons Raz el Hanout
½ Teelöffel Ingwerpulver / ½ teaspoon powdered ginger
wenig Salz / little salt
500 ml Gemüsebrühe / 500 ml vegetable stock
Die Chilischote (Stiel und Kerne entfernt) fein hacken. Aubergine und Kürbis (geschält) in ca. 1,5 cm große Würfel schneiden. Die Tomaten vierteln.
Das Rapsöl im Wok erhitzen, den Kreuzkümmel darin andünsten, Chili und Sesamsamen hinzufügen und kurz mitdünsten, dann alle Gewürze dazu geben, nochmals kurz dünsten, dann Aubergine und Kürbis dazugeben. Etwa 5 Minuten anbraten, dabei ab und zu wenden.Finely chop the chili (stem and seeds removed), cut eggplant and pumpkin (peeled) in about 1.5 cm cubes and the tomatoes into quarters.
Heat the rapeseed oil in a wok, fry the cumin in it, add chili and sesame seeds and cook briefly, then add all the spices, fry briefly again, then add eggplant and pumpkin. Sauté for about 5 minutes, turn it from time to time.
Auberginen Curry 2
Die Gemüsebrühe langsam angießen und ca. 5 Minuten kochen lassen. Dann die Tomaten dazu geben und noch etwa 10 Minuten fertig kochen.
Slowly pour in vegetable broth and cook for about 5 minutes. Then add the tomatoes and cook for another further 10 minutes.
Auberginen Curry 3
Ging doch schnell, oder nicht? Dazu gibt es Reis, der in der Zwischenzeit auch fertig ist.
That was quick, wasn’t it? On the side we have rice which was cooked in the meantime.
Am nächsten Tag ein kleiner, aber leckerer Stilbruch mit den Curry-Resten:
The next day  – a small break of style – but so delicious:
Auberginen Curry 5
Auberginen-Kürbis Curry mit bunter Pasta
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Reste-Essen: Mediterranes Ofengemüse auf Couscous

Ofengemuese3
Ich hatte für’s Wochenende viel zu viel Gemüse gekauft, und das musste irgendwie weg. Es sollte möglichst wenig Arbeit machen und schnell gehen. Also habe ich alles kleingeschnippelt (1 Aubergiene in Würfel, ein paar Schalotten, Knoblauchzehen, kleine Tomaten aus dem eigenen Garten, gelbe und grüne Zucchini  – Rest von der vegetarischen Pizza). Dann in eine Schüssel gegeben, mit Olivenöl beträufelt, gut gemischt, auf einem mit Dauerbackfolie belegtem Blech ausgebreitet, mit Kräutern der Provence gewürzt, dann Fleur de Sel und etwas Pfeffer darüber verteilt, Chilischote dazu und bei 200 °C für etwa 20 Minuten in den Backofen.

Ofengemuese1

So sah das Gemüse dann fertig aus:

Ofengemuese2

Für’s Couscous eine Tasse Couscous in eine Schüssel mit Deckel geben, etwas Salz oder gekörnte Gemüsebrühe dazu geben, mit dem Heißwasserkocher Wasser zum Kochen bringen, zwei Tassen abmessen und über den Couscous gießen. Deckel auflegen und ein paar Minuten mit aufgelegtem Deckel quellen lassen, bis das ganze Wasser aufgezogen ist, ein nussgroßes Stück Butter untermengen – fertig!

Ofengemuese4

Hat lecker geschmeckt…. War doch ganz einfach, oder nicht? – Und es bleibt mehr Zeit für den Garten, denn derzeit ist Aufräumen angesagt. Kräuter und Sträucher abschneiden, noch ein paar Stauden neu pflanzen oder teilen und umpflanzen, und, und, und….
Es ist September und der Wind weht schon herbstlich – also werden wir auch noch die letzten warmen Sonnenstrahlen auf der Terrasse genießen, bevor wir schon wieder an’s Kürbisaushöhlen denken….

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Auberginen-Lasagne mit Hüttenkäse

auberginen lasagne 3
Neulich abends hatte ich Lust auf Lasagne – aber eigentlich wollte ich nicht so viel dafür tun, das heisst keine Bechamelsauce kochen, keinen Käse reiben und überhaupt: schnell sollte es gehen!

Dafür ist diese Auberginen-Lasagne Marke Eigenkreation bestens geeignet. Statt Bechamelsauce habe ich einfach einen Becher Hüttenkäse mit einem Becher Ziegenfrischkäse gemischt, mit Salz und Pfeffer gewürzt und damit es obendrauf eine schöne goldfarbene Käseschicht gibt, habe ich einen schön cremigen Mozzarella di Bufala klein geschnitten und darüber verteilt.

Ausserdem sind wieder mal frische Kräuter aus dem Garten drin.

auberginen lasagne 6

Meine Auberginen-Lasagne
(reicht für 3-4 Personen)

1 mittelgroße Aubergine
Olivenöl, Meersalz

1 Zwiebel, fein gehackt
1 Packung passierte Tomaten à 500 g
2-3 Esslöffel Tomatenmark
2 Knoblauchzehen, Salz, Pfeffer frisch gemahlen
reichlich frische Kräuter (Zitronen-Thymian, Blättchen abgezupft, Basilikum)
nach Belieben eine Chilischote und etwas getrockneter Oregano
ganz wenig Liebstöckel oder ein paar Tropfen Maggi

1 Becher Hüttenkäse (200 g)
1 Becher Ziegenfrischkäse (150 g)

6 Lasagneblätter (ohne Vorgaren)

1 Büffelmozzarella

Zuerst die Aubergine waschen, abtrocknen, den Stiel und grüne Teile abscheiden, dann die Aubergine längs in knapp 1 cm dicke Scheiben schneiden. In einer Grillpfanne ganz wenig Olivenöl verteilen, dann die Auberginenscheiben darin grillen, bis sie weich sind und ein schönes Muster haben. Aus der Pfanne nehmen und mit leicht mit Meersalz würzen.

In einem Topf zwei Esslöffel Olivenöl erhitzen, die gehackte Zwiebel darin andünsten, bis sie glasig sind, dann Tomatenmark und durch die Presse gedrückten Knoblauch dazugeben und unter Rühren kurze Zeit mitdünsten.
Die passierten Tomaten hinzugeben, dann mit Salz, Pfeffer und gehackten Kräutern und Chili würzen. Die Hitze reduzieren, Deckel auflegen und 5 Minuten köcheln lassen. Ein wenig Wasser in den Tetrapack der passierten Tomaten geben, damit die Tomatenreste aus der Packung lösen und zur Sauce geben.

Hüttenkäse und Ziegenfrischkäse verrühren, mit Salz und Pfeffer würzen.

Dann eine flache Auflaufform mit Olivenöl einfetten und eine dünne Schicht von der Tomatensauce auf dem Boden verteilen, dann eine Schicht Lasagneblätter auflegen. Anschliessend kommt wieder eine Schicht Tomaten, dann Auberginenscheiben mit reichlich gehacktem Basilikum und die Hälfte der Frischkäse-Mischung darauf verteilen.

auberginen lasagne mit Hüttenkäse

auberginen lasagne 2
Eine zweite Lage Tomatensauce, Auberginen, gehackten Basilikum, Käsecreme und Lasagneblätter darüber geben mit Tomatensauce, Basilikum und Käsecreme abschließen, zum Schluss den klein geschnittenen Mozzarella darüber verteilen und im Backofen bei 225 °C ca. 40 Minuten überbacken. War doch einfach, oder nicht?

auberginen lasagne 5
Mit einem Glas gut gekühlten Roséwein genießen!

auberginen lasagne 8

Lecker war’s – und weil ich soviel für den Markgräfler und mich gemacht hatte, hat es sogar noch für mein Mittagessen am nächsten Tag gereicht – und wie immer war das Aufgewärmte nochmal so gut!

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Ratatouille-Reispfanne

Ratatouille Reispfanne1

Gestern Abend gab es mal eine schnelle Gemüsepfanne mit Aubergine, Zucchini, Paprika, rote Zwiebeln, Knoblauch, Tomate, und Kräutern und Weißwein.

Ratatouille Reispfanne3

Zuerst habe ich den Reis aufgesetzt (für zwei Personen 1 Tasse Reis mit 2 Tassen Wasser und etwas Salz aufkochen – Deckel geschlossen, dann Hitze etwas reduzieren und je nach Reissorte 12-15 Minuten köcheln, den Herd abschalten und ausquellen lassen).

Das Gemüse waschen, von Stielansätzen befreien und kleinwürfeln (Zwiebel etwas grober würfeln.) Knoblauch schälen und halbieren.

In einer hohen, beschichteten Pfanne (man kann dafür auch einen Wok verwenden) soviel Olivenöl erhitzen, dass der Boden leicht bedeckt ist. Das Gemüse bis auf die Tomaten dazugeben, unter Rühren rundum andünsten. Mit Salz, Pfeffer und getrockenten Provencekräutern übermahlen, mit etwa einem Glas Weisswein (trockener Gutedel) ablöschen. Etwas einreduzieren lassen, die Tomatenwürfel untermischen.

Zum Schluss den Reis (es sollte kein Wasser mehr im Topf übrig sein) dazugeben und untermischen. Einige Minuten sanft braten und in der Pfanne auf den Tisch stellen.

Ratatouille Reispfanne4

Mit Parmesankäse und mit frischen Kräutern bestreut servieren.

Ratatouille Reispfanne2

Schmeckt nach Sonne und Süden!

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Auberginen-Frittata mit Pecorino

Auberginen O 11
In einem Kochbuch aus der Toskana hatte ich ein Rezept für Auberginen-Frittata – also Omelette- entdeckt und wollte sowas unbedingt ausprobieren. Beim genaueren Druchlesen stellte ich fest, dass die Auberginen zuerst in Mehl gewendet und dann in einem Liter Olivenöl frittiert werden sollten… Wer schon öfters Auberginen in Olivenöl gebraten hat weiss, dass das ein ziemlich fettige Angelegenheit wird, da Auberginen anscheinend Unmengen von Fett aufsaugen können.

Ich dachte als Alternative sofort an die gegrillten Auberginen, die ich neulich gemacht hatte. Dort kommt das Olivenöl erst nach dem Garen dazu.
Wegen des Geschmacks habe ich dann bei der Auberginen-Frittata doch ein klein wenig Öl in die Grillpfanne gegeben und mit einem Back- Pinsel darin verteilt. Das Omelett ist dann ebenfalls in Olivenöl ausgebacken – das gibt Geschmack, spart aber jede Menge Fett – mag zwar sein, dass Olivenöl gesund ist, aber Fett ist halt Fett, ob gutes oder schlechtes Fett – zuviel sollte nicht sein. Ausserdem habe ich unter die Eier 2 Esslöffel frisch geriebenen Pecorino gemischt.

Für zwei Personen reicht eine Frittata, dafür braucht man aber nur 1/2 Aubergine. Man kann aber trotzdem die ganze Menge grillen und danach wie bei den gegrillten Auberginen würzen und mit Olivenöl beträufeln. Das ist ein wunderbares Antipasti – oder auch als Belag für Ciabatta geeignet…

Auberginen O 6

Auberginen-Frittata (für 2 Personen)

1 Aubergine
Meersalz aus der Mühle
2 Esslöffel Olivenöl
frisch gemahlener, schwarzer Pfeffer
1 Knoblauchzehe
4 Eier
2 Esslöffel frisch geriebener Pecorino (oder Parmesan)
italienische Kräuter (oder Herbes de Provence)
eine Handvoll Mini-Strauchtomaten

Die Aubergine waschen, den Stielansatz entfernen und quer in etwa 1/2  bis 1 cm dicke Scheiben schneiden.  Leicht mit Salz übermahlen. 1 Esslöffel Olivenöl in die Grillpfanne geben und mit einem Backpinsel gleichmässig darin verteilen. Bei mittlerer Hitze die Auberginenscheiben unter mehrmaligem Wenden grillen, bis sie weich sind. Besonders hübsch sieht das aus, wenn man die Scheiben so wendet, dass dabei ein Gittermuster entsteht. Aus der Pfanne nehmen und abkühlen lassen.

Die Eier in einer Schüssel verquirlen, mit wenig Salz, etwas frisch gemahlenem Pfeffer und Kräutern würzen, dann den Pecorino untermischen. Die Tomaten waschen und vierteln.

In einer flachen, beschichteten Pfanne (Crêpes-Pfanne) 1 Esslöffel Olivenöl erhitzen, die Eiermasse hineingeben. Zuerst Auberginenscheiben, dann die Tomatenviertel gleichmässig darauf verteilen.
Die Knoblauchzehe abziehen und durch die Presse drücken und ebenfalls auf der Omelette/Frittata verteilen.

Auberginen O 1

Bei sanfter Hitze wird die Frittata solange gegart, bis sie unten fest und auf der Oberfläche noch ganz leicht flüssig ist. Mit einem Holzspatel leicht vom Rand lösen…

Auberginen O 4
Dann legt man einen Teller, der ein wenig größer als die Pfanne ist darauf und stürzt mit dessen Hilfe die Frittata auf den Teller. Dann lässt man die Frittata (mit der gebräunten Seite nach oben) sofort wieder in die Pfanne gleiten und brät sie in wenigen Minuten fertig.

Auberginen O 5

Sofort servieren. Am besten teilt man die Frittata mit dem Holzspatel in vier Teile. Wer mag, kann noch einen grünen Salat oder Rucola dazu servieren.

Auberginen Frittata

Auberginen Frittata1

Auberginen O 10

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Vegetarische Maultaschen-Spiesse mit mediterranem Ofengemüse

Maultaschen Spiess10
Maultaschen vom Grill – diese Werbung geht mir zwar mächtig auf den Wecker, aber irgendwie scheint sie doch Auswirkungen zu haben. Für diese Maultaschen-Spiesse habe ich vorgeschnittene Gemüsemaultaschen verwendet, die eigentlich für die Pfanne zum Anbraten gedacht sind. Zusammen mit roter Paprika und violetten Zwiebeln gibt das einen originellen vegetarischen Grillspiess. Da die Witterung aber derzeit alles andere als sommerlich ist, haben wir die Spiesse in der Pfanne gegrillt. Und damit es in der Wohnung kuschelig warm wird, wurde das Gemüse im Backofen zubereitet. Gewürzt mit Fleur de Sel, frisch gemahlenem Pfeffer und Kräutern der Provence, der frische Knoblauch vom Markt am vergangenen Sonntag wurde einfach mit auf’s Blech gelegt.

Schwaben trifft Provence, würde ich sagen – und beide passen hervorragend zueinander…

Maultaschen Spiess1
Wir beginnen mit dem mediterranen Ofengemüse:

Zutaten:

1 Aubergine
1 Knolle frischer Knoblauch
1 gelbe Paprika
eine Handvoll Mini-Strauchtomaten
1 kleine Zucchini
1 Peperoncino
eine Handvoll getrocknete, in Öl eingelegte Tomaten
Fleur de Sel, schwarzer Pfeffer aus der Mühle, Kräuter der Provence und von dem Öl der eingelegten Tomaten
etwas Weisswein oder Roséwein zum Beträufeln

Das Gemüse waschen, putzen, Paprika und Auberginen in Würfel , Zucchini in Ringe schneiden. Mini Tomaten vierteln. In einer Schüssel mischen, dann die in Streifen geschnittenen, getrockneten Tomaten untermischen. Mit ein wenig von dem Tomatenöl übergießen und gut mischen. Die Knoblauchknolle in die Mitte eines mit Dauerbackfolie oder Backpapier belegten Blechs legen, das Gemüse darum verteilen, Peperoncino dazulegen. Mit etwas Fleur de Sel bestreuen und mit Pfeffer und Provencekräutern übermahlen.

Maultaschen Spiess3
Bei 200 °C 20-30 Minuten im Ofen garen. Zwischendurch leicht mit Wein beträufeln.

Maultaschen Spiess4Für die Maultaschen-Grillspiesse:

1 Packung geschnittene Gemüsemaultaschen
lange Grillspiesse
1 violette Zwiebel
1 rote Paprikaschote
etwas Butter für die Grillpfanne

Die Zwiebel schälen, je nach Größe vierteln oder achteln. Paprika waschen, putzen, Kerne entfernen und in mundgerechte Stücke schneiden. Maultaschen abwechselnd mit Zwiebel- und Paprikastücken auf die Spiesse stecken.

Maultaschen Spiess5

Wenig Butter (für den Geschmack) in der Grillpfanne zerlassen, die Spiesse einlegen  und bei mittlerer Hitze von allen Seiten grillen.

Maultaschen Spiess6
Zusammen mit dem Ofengemüse auf Tellern anrichten. Mmmh!

Maultaschen Spiess9

Maultaschen Spiess7

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Barbecue – Spareribs mit Gemüsepfanne

Spareribs1
Der Grill darf wieder ausgepackt werden! Diese Spareribs gab es bei uns schon am Wochenende. Sie sind wieder mal vom Metzger unseres Vertrauens und wie praktisch – sie sind schon vorgegart und mit würziger Marinade bepinselt – und das Beste daran: wer unter der Woche keine Lust oder Zeit hat, den Grill anzumachen, kann die Rippchen problemlos ohne Zugabe von Fett in der Grillpfanne  auf dem Herd zubereiten. Ganz schnell geht das. Dazu gibt es ein superschnelles Pfannengemüse aus roter Auberginenwürfeln, roter Paprika, Champignons und Frühlingszwiebeln (das geht natürlich auch auf dem Grill in einer Grillschale). Das Gemüse waschen, Pilze mit der Bürste säubern, alles kleinschnippeln und mit etwas Olivenöl beträufeln, mischen. Dann entweder in der Pfanne braten oder grillen.  Mit Salz und Pfeffer, Kräutern und nach Belieben mit Knoblauch würzen. Lecker….

Spareribs2

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Gegrillte Aubergine

Aubergine4

Ein einfaches, vielseitiges, vegetarisches/veganes  Rezept für die Grillsaison, pur mit einem Dip,  als Beilage zu Fleisch (z. B. Lammsteak) oder auf dem Antipasti-Teller.
Vegane Variante: Mit Tomatensauce servieren.

Die Aubergine waschen, den Stielansatz entfernen und quer in dünne Scheiben schneiden (etwa 1/2 cm dick). Ohne Öl auf den Grillrost oder in eine Grillpfanne legen, einige Minuten garen, sobald sich die Abdrücke des Rosts braun färben wenden. Wenn die Auberginen weich sind, d. h. wenn sie auf Druck leicht nachgeben vom Grill nehmen, mit Salz und Pfeffer bestreuen, in eine Auflaufform schichten. Auf jeder Schicht ein wenig durch die Presse gedrückten Knoblauch und gehackte Petersilie verteilen, mit Olivenöl beträufeln. Für warme Temperaturen empfehle ich ein gutes Olivenöl mit Zitronenauszügen.

Aubergine2

Dazu passt Weissbrot oder ein Knoblauch- oder Kräuterdip, Tsatziki, Sour Cream mit Zwiebeln (Sauerrahm glatt rühren, Frühlingszwiebel-Röllchen untermischen, mit Salz würzen).

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