Fotografie, Frühling, Markgraeflerland, Reisen, Winter

Impressionen vom Fasnachtsfeuer/Schiebefiier in Niederweiler

Fasnachtsfeuer 4
Die Markgräflerin war gestern – wie es sich für einen echten Markgräfler gehört – beim Fasnachtsfeuer/Scheibenfeuer, um ein paar Scheiben zu schlagen und damit den Winter zu vertreiben und im kommenden Jahr viel Glück zu haben. Je höher und weiter die Scheibe fliegt, umso besser.
Ein paar Scheiben flogen richtig gut und somit kann der Frühling kommen.

Fasnachtsfeuer 1

Schiebi, schiebo, die Schieebe soll go, die Schiebe soll suure, em [Name des Opfers] an d’ Schnuure.oder: Schiebi, schiebo, wem soll die Schiebe go? Die Schiebe soll em … go. Goht sie it, so gilt sie it.,
(d.h. Scheibi, scheibo, die Scheibe soll gehen, die Scheibe soll surren, dem [Name des Opfers] auf die Schnauze. oder Scheibi, scheibo, für wen soll die Scheibe gehen? Die Scheibe soll für […] gehen. Geht sie nicht, so gilt sie nicht.

Hier sind ein paar Impressionen:

Fasnachtsfeuer 3
Die Holzscheiben sind aus Buchenholz. Man steckt sie auf einen möglichst geraden Stecken/Stock vom Haselnuss-Strauch, den man sich vorher im Wald besorgt hat. Dieser wird am dünnen Ende angespitzt, so dass man die Scheiben gut aufstecken kann. Zwischendurch sollte man den Stecken immer wieder anspitzen, da er im Feuer teilweise abbrennt.
Der Stecken sollte daher nicht zu kurz sein.
Dann bringt man die Scheiben im Feuer zum Glühen.

Fasnachtsfeuer 8

Fasnachtsfeuer 2

Fasnachtsfeuer 6

Wenn die Scheibe glüht, schwingt man sie vorsichtig kreisend, hoch über dem Kopf, damit sie weiter glüht und wartet so, bis eine Abschussrampe frei wird.

Fasnachtsfeuer 5

Fasnachtsfeuer 9Und jetzt kommt’s:

Schiebi, schiebo, die Schieebe soll go

Fasnachtsfeuer 16

Fasnachtsfeuer 17
Und zwischendurch stärkt man sich mit einer heißen Wurst und Glühwein oder einem Bierchen – für die Kinder gibt es Kinderpunsch oder Fanta…

Fasnachtsfeuer 20
Fasnachtsfeuer 18
Zu Fuß geht es wieder den Berg hinunter….bis zum nächsten Jahr!

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Tag der offenen Gärten und Höfe – Teil 5: In Britzingen heisst’s „Schnecken raus….!”

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Der Garten der Familie Wüst (Löhlefeldstr. 2) wird im Plan des Tages der offenen Gärten in Britzingen als alemannisch-mediterraner Garten bezeichnet. Mit viel Liebe zum Detail wurde hier rund ums Haus, das ein Flair von Südfrankreich verbreitet, ein wunderschöner Garten angelegt. Ich habe mich deshalb auch auf wenige Kleinigkeiten beschränkt, sonst wäre ich beim Fotografieren vom Hundertsten ins Tausendste gekommen… Den Garten muss man selbst gesehen haben…

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Hier gab es Bruschetta, Ice Tea, Wasser, Schorle und Sekt

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Maronen-Kirsch-Tarte / Tarte aux marrons et cerises

Schmeckt einfach göttlich – nach einem Rezept aus Südfrankreich (mit Markgräfler Edel-Kirschen).

Dafür verwendet man die vakuumverpackten Marroni (ich habe mich während der vergangenen Kastanien-Saison vorsoglich gut damit eingedeckt).

Tarte aux marrons et cerises

Zutaten für eine Tarteform (28-30 cm Ø)

Für den Teig:
225 g Mehl
120 g kalte Butter
2 Päckchen Vanillezucker
1 Prise Salz

Für den Belag:

500 g frische, knackige Kirschen
250 g gekochte, vakuumverpackte Maronen
100 g Sahne
70 g Zucker
etwas gemahlene Vanille
150 g Crème fraîche
3 Eier

Für den Teig das Mehl (ich habe Dinkelmehl Type 630 verwendet) mit der Butter in kleinen Stücken, dem Vanillezucker, 1 Prise Salz und 2 Esslöffel eiskaltem Wasser zu einem glatten, geschmeidigen Teig kneten.

Den Teig zu einer Kugel formen und zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie rund und dünn ausrollen. Die Form mit dem Teig einkleiden, dabei einen Rand hochziehen. Den Teig in der Form für 30 Minuten ins Tiefkühlfach stellen.

Inzwischen die Kirschen waschen, entstielen und entkernen. Den Backofen auf 180 °C vorheizen. Die Maronen zerkrümeln und im Mixer mit der Sahne fein pürieren. Mit dem Zucker, der gemahlenen Vanille und der Crème fraîche verrühren, nach und nach die Eier untermischen.

Den Teig im heißen Ofen (Mitte) ca. 10 Minuten vorbacken.

Dann die Kirschen auf dem Teigboden verteilen

und mit der Maronencreme bedecken.

Den Kuchen wieder in den Ofen stellen und ca. 50 Minuten backen, bis die Creme fest und leicht gebräunt ist.


Noch ein kleiner Kurs in Allemannisch: diese Körbe, die man sich mit einem Gürtel umbindet, um Kirschen (=“Chriesi“) zu ernten (=“günne“) heißt
Chriesi-Chratte
(Somit hat man die Hände frei, um auf einer Leiter den Kirschbaum hochzuklettern, und dann die Kirschen zu pflücken).

Definition laut alemannischem Wörterbuch:
Chratte, de Chriesichratte  = Kirschpflückkorb m. zwei Henkeln an einer Seite