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Tina’s White Dinner: Zitronen-Panna-Cotta mit Lemon-Gin Sauce und Basilikum

Zitronen Panna Cotta 1
Zitronen-Panna Cotta mit Lemon-Gin Sauce und Basilikum

Tagelang habe ich mir das Hirn zermartert, um für das „White Dinner“ von TinasTausendschön etwas passendes zu finden.

Und plötzlich war die Idee da – eine Zitronen-Panna-Cotta!
Die klassische Panna Cotta besteht aus Sahne, Zucker, Vanille und Gelatine. Ich habe die Vanille gegen abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone ausgetauscht. Und damit die Panna Cotta nicht so einsam ist, habe ich noch eine Zitronensauce gekocht, die mit Gin verfeinert wurde.
Zitronenmelisse als Deko fand ich etwas eintönig, und so habe ich eine pfeffrige Prise in Form von Basilikumblättchen aus meinem Garten hinzugefügt.

Liebe Tina, ich geselle mich gerne dazu und bringe als Dessert Zitronen-Panna Cotta mit zum White Dinner…. Hier ist das Rezept.


Zitronen Panna Cotta 2


Zitronen-Panna-Cotta mit Lemon-Gin Sauce und Basilikum


1. Zitronen-Panna-Cotta

Zutaten
• 500 g Sahne
• abgeriebene Schale von einer Zitrone
• 50 g Zucker
• 6 Blatt weiße Gelatine (für 500 ml Flüssigkeit)
• Zitronenzesten für die Deko

Zubereitung

6 Blatt weiße Gelatine in kaltem Wasser einweichen.

500 g Sahne in einen Topf geben. Die abgeriebene Zitronenschale und 50 g Zucker zur Sahne geben. Langsam erhitzen und 15 Minuten leicht köcheln lassen.

Den Topf vom Herd ziehen. Die eingeweichten Gelatineblätter tropfnass in den Topf geben, unter Rühren vollständig auflösen.

Die Sahne in 4-6 kleine, kalt ausgespülte Förmchen füllen. Etwas abkühlen lassen, dann im Kühlschrank 3-4 Stunden fest werden lassen.


2. Lemon-Gin Sauce

• 1 Bio-Zitrone
• 1 Ei
• 50 ml Wasser
• 150 g Zucker
• 115 g Butter
• 2-3 Esslöffel Gin (Monkey 47 aus dem Schwarzwald)

Die Bio-Zitrone mit heißem Wasser abspülen, dann trockenreiben.

Von der Zitrone eine Hälfte der Schale fein abreiben, von der anderen Hälfte mit einem Zestenreißer von der Schale feine Streifen abschneiden. Die Zitronenzesten für die Deko beiseite stellen. Dann die Zitrone auspressen.

Ei, Wasser, Zitronensaft und abgeriebene Zitronenschale in einem kleinen Saucentopf mit dem Schneebesen aufschlagen, bis die Zutaten gründlich gemischt sind.
Die Mischung im Topf bei mittelstarker Hitze erwärmen. Nach und nach Zucker und Butter einrühren, dabei ständig mit dem Schneebesen umrühren, bis die Butter geschmolzen ist und die Sauce anfängt zu kochen.

Nach Belieben mit Gin verfeinern, nochmal kurz aufkochen lassen und vom Herd nehmen. Vollständig auskühlen lassen.
Die Panna Cotta aus den Förmchen auf Teller stürzen. Mit Zitronensauce und mit Zitronenzesten und Basilikum dekoriert servieren.


Lemon panna cotta with lemon gin sauce and basil

1. Lemon panna cotta

Ingredients

500 g cream
grated zest of one lemon

50 g sugar
6 sheets of white gelatine
lemon zest for decoration

Preparation
Soak 6 leaves of white gelatine in cold water.
Pour 500 g cream into a saucepan. Add the lemon zest and 50 g sugar. Heat slowly heat and  let simmer for 15 minutes.
Take the pan off the heat. Give soaked and dripping wet gelatine leaves to the cream in the pot, dissolve completely by stirring.

Fill the cream into 4-6 small, cold rinsed moulds. Allow to cool slightly, then leave to set in the fridge for 3-4 hours.

2. Lemon and Gin Sauce

Ingredients

1 organic lemon
1 egg
50 ml water
150 g sugar
115 g butter
2-3 tablespoons gin (Monkey 47 from the Black Forest)

Rinse the organic lemon with hot water, then pat dry with kitchen paper. Finely grate one half of the lemon zest. With a zester, make fine strips of the other half. Put the lemon zest strips aside for decoration. Then squeeze the lemon.

Give egg, water, lemon juice and lemon zest in a small saucepan and stir with a whisk until the ingredients are thoroughly mixed. Heat the mixture in the saucepan over medium-heat. Gradually stir in sugar and butter, stirring constantly with the whisk until the butter has melted and the sauce begins to boil.

Refine to taste with Gin, brint to a boil again and remove from rhe heat. Let cool completely.

Place the panna cotta on a plate by turning over the ramequins. Serve with lemon sauce and lemon zest. Decorate with basil.

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Linzertorte – Klappe zu, die zweite….

Adventskalender 20

Beinahe hätte es am weihnachtlichen Kaffeetisch enttäuschte Gesichter gegeben. Aber zum Glück nur beinahe….
Mir ist nämlich dieses Jahr beim Linzertorte Backen ein riesiges Malheur passiert. Ich hatte schon alle drei Linzertorten gebacken. Beim Herausnehmen aus der Form sahen sie irgendwie anders aus, als die üblichen Linzertorten. Zuerst dachte ich ja, weil ich diesmal Margarine statt Butter verwendet habe, so wie es Oma Martha immer macht, würde sie anders aussehen. Dann ist aber ein Stückchen Teig vom Rand abgebrochen und ich habe mal probiert. Ich hatte den Zucker im Teig vergessen…
Zuerst war ich richtig sauer auf mich, dann dachte ich mir – es hätte schlimmer kommen können, ich hätte Zucker mit Salz verwechseln und es nicht merken können. Und in dem Moment musste ich an meine ehemalige Handarbeitsleherin denken, die immer jeden Fehler im Strick- oder Häkelzeug gefunden hat, alles bis zum Fehler aufgeribbelt hat und dann trocken sagte: „Nicht zur Strafe – nur zur Übung…”, dann durfte man manchmal wieder von vorne anfangen, je nachdem wo der Fehler war! Damals war das nur nervig, aber inzwischen bin ich ihr dankbar. Sie hat uns beigebracht, Dinge nicht perfekt, aber ordentlich zu machen. Und das heisst  eben sauber und nicht zu schnell etwas hinwurschteln – dann klappt es auch fehlerfrei.
Also bin ich nochmal zum Einkaufen gegangen, und habe noch einmal in Ruhe einen Teig mit Zucker zusammengeknetet und kühl gestellt. Und dann habe ich meine Laufklamotten angezogen, meine Stöcke geschnappt und habe mir meinen Frust bei Sonnenschein von der Seele gewalkt. Und später hat dann alles wunderbar geklappt.

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Markgräfler Linzertorte
nach Oma Marthas Rezept
(Menge für 2-3 Stück, je nach Dicke und Durchmesser der Form)

Zutaten:
500 g Mehl
500 g Zucker
500 g Nüsse (ich nehme immer je zur Hälfte Mandeln und Walnüsse)
500 g Pflanzenmargarine zum Backen (z. B. Sanella)
2 Eier
1 Teelöffel Kakaopulver
2 Teelöffel Zimt
1 Messerspitze gemahlene Nelken
1/2 Teelöffel Backpulver
1 Schnapsglas Kirschwasser
die abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone
Himbeermarmelade und Kirschwasser
1 Eigelb mit etwas Milch oder Rahm verquirlt zum Bestreichen

Mehl, Zucker, Gewürze, Backpulver und Nüsse mischen, auf ein Backbrett häufen und in der Mitte eine Mulde machen. Eier, Kirschwasser und Zitrone in die Mitte geben. Das Fett in Stücken auf den Teigrand geben. Mit den Händen von außen nach innen schnell zu einem Teig verkneten.
Den Teig ca. 1/2 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
Teig in 2 Stücke teilen, dann jeweils etwa 2/3 des Teigs in Größe des Blechs auf leicht bemehlter Arbeitsfläche ausrollen, in die mit Backpapier ausgelegte Springform geben.

Aus dem restlichen Teig mit einem Teigrad Streifen ausrädeln und zuerst einen Rand auf dem Boden legen, mit einer Gabel leicht festdrücken und mit verquirltem Ei bestreichen.
Die Himbeermarmelade (mit Kernen, kein Gelee verwenden!) mit etwas Kirschwasser verrühren und auf den Teigboden streichen.
Dann aus weiteren Teigstreifen ein rautenförmiges Gittermuster (3+3 oder 4+4) auf den Marmeladenbelag legen.
Das verquirlte Ei mit einem Backpinsel auf Rand und Gitter streichen.

Zum Backen:
Ich backe die Torten im vorgeheizten Backofen bei 175 °C etwa 30-40 Minuten. (Form 26 cm Ø, Teig nicht zu dick ausgerollt).

Dieses Jahr habe ich eine Form mit 26 Ø, eine mit 24 Ø, eine mit 20 Ø und zwei kleine Alu-Förmchen für die Teigreste. Die kleinen sehen mit einem ausgestochenen Stern in der Mitte besonders hübsch aus…

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Altenländer Sauerkirschkuchen – ein schneller Kuchen mit Tassen-Quick-Teig

….und dann gab es als zweites Geburtstags-Leckerli noch einen Sauerkirschkuchen. Vor vielen, vielen Jahren war das Rezept mal auf einer Packung Speisestärke abgedruckt. Früher habe ich immer frische Sauerkirschen vom Baum, der im Garten meiner Eltern stand verwendet. Die waren eine Spur säuerlicher als die Schattenmorellen, die es im Glas zu kaufen gibt. In einem guten Jahr hatte meine Mutter immer Sauerkirschen für den Winter eingeweckt. Irgendwann wurde der Baum zu alt und hatte kaum mehr Früchte getragen…

Ich habe diesmal nicht die Speisestärke aus Mais (Mondamin oder Maizena) verwendet, sondern Kartoffelstärke (Kartoffelmehl) und Schattenmorellen aus dem Glas. Die fein geriebene Zitronenschale im Guss macht den Kuchen erfrischend. Der Kardamom im Teig erinnert mich an Schwedischen Hefeschnecken und es schmeckt nach einer Vorahnung von Weihnachten…  Im Büro kam der Kuchen sehr gut an – alles ratzeputz aufgegessen….   🙂

Und das beste daran ist: der Kuchen ist superschnell fertig und man braucht keine Waage, um die Zutaten abzuwiegen, da alles mit Tassen oder Esslöffeln abgemessen wird.

Altenländer Sauerkirschkuchen

Die Zutaten:
0,5 Tasse Kartoffelmehl (oder Mondamin/Maizena)
2 Tassen Dinkelmehl Type 630
0,5 Teelöffel Backpulver
1 Prise Kardamom
1 Eigelb
1 Tasse Zucker
125 g Butter

Für die Füllung:

500 g Sauerkirschen, frisch oder ein Glas Schattenmorellen, ohne Kerne

Für den Guss:
1 Eigelb
2 Esslöffel Zucker
3 gestrichene Esslöffel Speisestärke
1/2 Becher saure Sahne
1 gestrichener Teelöffel fein abgeriebene Zitronenschale
2 Eiweiß

Für den Teig Speisestärke, Mehl, Kardamom und Backpulver miteinander mischen. Eigelb und Zucker dazugeben, die Butter in Stücken daraufgeben und mit den Fingern zu einem krümeligen Teig verreiben. Die entstandenen Streusel in eine gefettete Form (26-28 cm Ø) drücken, einen Rand hochziehen.

Den Backofen auf 200 °C vorheizen.

Frische Sauerkirschen entsteinen, Schattenmorellen durch ein Sieb gut abtropfen lassen. Die Sauerkirschen auf dem Teigboden verteilen und 20-25 Minuten vorbacken.

Das Eiweiß steif schlagen. Dann das Eigelb mit dem Zucker schaumig rühren, Speisestärke, saure Sahne und Zitronenschale unterrühren, dann vorsichtig das steif geschlagene Eiweiß unterheben.

Den Guss auf den Kirschen verteilen und nochmals 15-20 Minuten backen, bis der Guss goldgelb ist. In der Form abkühlen lassen. Aus der Form lösen, aufschneiden und genießen!

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Käsekuchen mit Streusel vom Blech

Der Klassiker unter den Blechkuchen: Hefeteig mit Käsekuchenbelag und Butterstreusel mit einer feinen Zimtnote.
Schmeckt erfrischend – wer den zitronigen Geschmack nicht mag, lässt die geriebene Zitronenschale im Belag weg und verwendet stattdessen evtl. etwas gemahlene Vanille.

Für den Teig:

400 g Mehl
30 g Hefe
65 g Zucker
1/8 Liter Milch
80 g Margarine
1 Prise Salz
abgeriebene Schale von 1 Zitrone
Fett zum Ausfetten des Blechs oder Backpapier

Für den Belag:

150 g Butter
125 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
nach Belieben abgeriebene Schale von 1 Zitrone
2 Esslöffel Zitronensaft
2 Eier
750 g Quark (ich habe 250 g  mit 40% Fett und 500 g Magerquark verwendet)
2 Esslöffel Speisestärke (Kartoffelmehl)

Für die Streusel:

200 g Mehl
100 g Butter
100 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
2 Messerspitzen Zimt

Zwei Drittel des Mehls in eine Schüssel sieben, in die Mitte eine Vertiefung drücken, Hefe hineinbröckeln, etwas Zucker und die Hälfte der lauwarmen Milch dazugeben, alles mit etwas Mehl vom Rand verrühren und mit Mehl bestäuben. Den Vorteig zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen. Die Butter in der restlichen Milch auflösen und zusammen mit dem restlichen Zucker, Salz und Zitronenschale auf den Mehlrand geben. Alles mischen und  zu einem glatten Teig verarbeiten . Das restliche Mehl unterkneten und den Teig sehr dünn auf dem gefetteten oder mit Papier belegten Backblech ausrollen.

Die offenen Seite des Backblechs mit einem mehrfach geknickten, 2 bis 3 cm hohen Streifen aus Alufolie verschließen (oder die Fettpfanne verwenden), damit der Belag nicht herunterlaufen kann. Für den Belag die Butter schaumig rühren, nach und nach Zucker, Vanillezucker, Zitronenschael und Zitronensaft, Eier und zum Schluss Quark und Speisestärke unterziehen. Dies Masse auf den Teig geben und verstreichen. Für die Streusel das gesiebte Mehl mit der Butter, Zucker, Vanillezucker und Zimt vermischen und mit bemehlten Händen zu Streuseln verreiben. Auf den Belag streuen. Den Teig nochmals gehen lassen, dann auf der mittleren Schiene im vorgeheizten
Backofen (200 – 220°C) 30-40 Minuten backen.