Camparino in Galleria, Milano – und über den Dächern Mailands

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Die Markgräflerin und der Markgräfler haben das vergangene verlängerte Wochenende dazu genutzt, nach vielen Jahren wieder einmal ins etwa 5 Busstunden entfernte Mailand zu fahren.

Wir waren wieder mal mit einem roten AVANTI Bus unterwegs, der einen Teil der Reisenden in Mailand im Hotel abgesetzt hat, bevor für den Rest die Reise nach Turin weiterführte.
Am Samstag ging es früh am Morgen los und gegen 13 Uhr waren wir dann in Mailand.



Erstes Ziel war natürlich der Domplatz und die Galleria Vittorio Emanuele II, wo wir bei wunderbarem Wetter die Aussicht von den Dachterrassen auf die Stadt genießen konnten und wo man auch die Milano Card für 48 oder 72 Stunden bekommen kann. Mit dieser Karte kann man Busse, Trams und Metropolitana innerhalb des Stadtgebiets unbegrenzt nutzen und außerdem gibt es damit in vielen Museen und Sehenswürdigkeiten Ermäßigungen.



Galleria Vittorio Emanuele II.


Die Galleria Vittorio Emanuele II. wurde im Jahr 1877 erbaut und verbindet den Domplatz mit der Piazza della Scala. Man nennt sie mit ihren Luxusgeschäften und Restaurants auch den  „Salon Mailands”.
Das gläserne Dach der Galerie bildet ein Kreuz. Bei der Projektierung der Galerie entschied man, das Kreuz der Galleria mit vier großen Fußbodenmosaiken zu dekorieren. Außer dem Wappen der Savoyer sind die Symbole der vier bedeutendsten Städte Italiens zu sehen: das rote Kreuz auf weißem Grund Mailands, der Römische Wolf, der Schwan von Florenz und der Stier von Turin.


Der Stier von Turin


Auf dem Wappen der Stadt Turin ist ein Stier abgebildet. Angeblich bringt es Menschen Glück, wenn sie auf der Position zwischen den Beinen des Stiers eine Drehung im Uhrzeigersinn vollziehen. Das kann man auch ständig beobachten. Meistens ist ein kleiner Schwarm Touristen um das Wappen versammelt.


Bild oben: Europa


In der Mitte der Galerie kann man, wenn man den Blick nach oben schweifen lässt, 4 Bilder bestaunen, die jeweils einen Kontinent aus Sicht der Menschen im 19. Jahrhundert zeigt. Zu sehen sind Europa, Afrika, Amerika und Asien.



Die Dachterrassen der Galleria Vittorio Emanuele, von denen man ein herrliches Panorama über Mailand hat, gibt es erst seit 2015 – für uns also noch neu und sehr sehenswert.

Der Terrassen-Weg ist 250 Meter lang und es gibt Schautafeln, die die Geschichte der Galerie erzählen.

Öffnungszeiten: täglich von 09.00 Uhr bis 23.00 Uhr



Danach haben wir einen ausgedehnten Spaziergang bis zum Castello Sforzesco und Parco Sempione unternommen.



Vor dem Teatro alla Scala war leider eine Baustelle, deshalb habe ich nur Fotos von den Arkaden zur Scala und den Spielplan.


Piazza dei Mercanti




Giuseppe Garbaldi



Castello Sforzesco und Parco Sempione



Wir hatten Glück und konnten mit dem letzten Lift dieses Tages auf die Aussichtsplattform des Torre Branca fahren.



Torre Branca


Der Aussichtsturm Torre Branca befindet sich im Parco Sempione neben dem Designmuseum Triennale.
Der Turm wurde anlässlich der V. Triennale (dreijährige internationale Ausstellung für moderne dekorative und industrielle Kunst und moderne Architektur) in Mailand im Jahr 1933 in nur zweieinhalb Monaten  errichtet und hieß damals Torre Littoria.
Der Architekt Gio Ponti schuf mit dem Turm zu dieser Zeit ein Kunstwerk, bei dem „moderne Architektur und neue Technik zusammen finden“.
Die architektonische Herausforderung bestand darin, eine schlanke und transparente Konstruktion zu entwerfen.

1933 wurde der 108,60 Meter hohe Stahlturm des Architekten Gio Ponti eingeweiht. Im Jahr 1972 wurde der Turm geschlossen.
Nach kompletter Rekonstruktion unter der Leitung der Firma Branca (Hersteller des Bitter Fernet Branca) wurde der Turm im Jahr 2002 wiedereröffnet.

Man kann mit einem Aufzug auf 97 m Höhe herauffahren und hat von der runden Aussichtsplattform einen einmaligen Blick über Mailand, das Castello und die Domspitze mit der Madonnina, sowie über den Schlosspark und die Arena Civica.

Am Fuße der Torre Branca befindet sich das Designer-Cafè Just Cavallieine der Top-Locations für abendliche Treffen….
Wir sind dort nicht eingekehrt, sondern mit einer Tram zurück zum Domplatz gefahren, um den Tag mit einem Apéro in der berühmten Camparino Bar ausklingen zu lassen.
Wer dort seinen Apéro oder Cocktail günstiger genießen möchte, der tut das im Stehen, an der Bar.
Wir haben uns einen der kleinen, runden Tische vor der Bar hingesetzt und zu etwas höheren Preisen unseren Apéro genossen, um unsere müden Füße auszuruhen.


Negroni in der Camparino Bar


Beim Markgräfler gab es einen Negroni – Rezept siehe hier und die Markgräflerin hat sich einen Campari Spritz gegönnt – Rezept folgt.
Dazu gab es feine Pizza-Pane Häppchen, mit Thunfisch gefülltes Blätterteiggebäck und kleine Kalbskroketten, Oliven und die hier obligatorischen Kartoffelchips.
Hier in Mailand stellt die Firma San Carlo, die in ganz Italien bekannt ist, die besten Chips her!
Am letzten Tag haben wir gleich zwei große Tüten davon mit nach Hause genommen.
Zurück im Hotel waren wir wirklich zu müde, um nochmal loszuziehen und da es schon recht spät war, haben wir in der Hotelbar, in der es auch ein paar Kleinigkeiten gab, zu Abend gegessen.


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