Essen & Trinken, Food, Rezepte

(Mexikanische) Apfeltorte

Das Rezept habe ich in einer Broschüre von Kölln gefunden „Aus Großmutters Backbuch“.
Wir waren gestern zu einer Geburtstagsfeier (natürlich mit EM-Spiel anschauen) eingeladen, was für mich wieder einmal Anlass war, einen Kuchen zu backen.
😉

Irgendwas in Schwarz-Rot-Gold ist mir leider nicht eingefallen, aber Apfelkuchen – das ist doch was Deutsches?!
Andere Gäste waren da kreativer, es gab einen selbstgemachten Schwarz-Rot-Gold-Pudding (Schoko-Erdbeer-Vanille) – mmmh!

Aber nun zur Apfeltorte, für die man die Äpfel vorher schält, entkernt, in Stücke schneidet und mit Zitronensaft weich dünstet.

„Mexikanische“ Apfeltorte

Zutaten für die Füllung:
700 g Äpfel
Saft einer Zitrone
40 g Butter
75 g gehackte Mandeln (Mandelstifte gehen auch)
50 g Zucker

Für den Teig:
225 g Butter
150 g Zucker
5 Eier (M)
200 g zarte Haferflocken („Blütenzarte Kölln Flocken“)
75 g helles Dinkelmehl (im Originalrezept: Weizenmehl Type 405)
2 gestrichene Teelöffel Backpulver
abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone
1 Prise Jodsalz
Fett für die Form
kernige Haferflocken zum Ausstreuen der Form

Für die Füllung die Äpfel schälen, und zerkleinern und mit dem Saft der Zitrone dünsten.

Butter, Mandeln und Zucker untermischen, vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

Aus den übrigen Zutaten einen Teig rühren, von dem 2/3 in eine gefettete, dick mit kernigen Haferflocken ausgestreute Springform (26 cm Ø) gegeben wird.
Die Füllung darauf verteilen und mit enem Teelöffel kleine Häufchen des übrigen Teiges darauf geben.

Bei 190 °C auf mittlerer Einschubleiste 60 Minuten backen.

Abkühlen lassen und nach Belieben mit Puderzucker übersieben.

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2 Gedanken zu „(Mexikanische) Apfeltorte“

  1. ich wundere mich immer wieder: wenn hundert leute ein gleiches rezept bekommen, wie unterschiedlich doch die kuchen aussehen! 🙂
    die frage ist – ob sie auch anders schmecken!
    früher hatte man ja keine genauen angaben zu den ztutaten- dass kam erst viel später: dabei ist leider irgendwie die kreativität abhanden gekommen!
    oder?
    früher sagte man – ein ein – und heute steht man doof da- und fragt sich, was für ein, welche klasse, welche größe…….! das war früher praktisch: man nahm nur ein ei! und alles andere passste ma mengenmäßig an!
    ist etwa, wie eierkuchenteig machen: die menge der milch bestimmt, wie der teig nachher wird- auch beim braten merkt man das!
    wenn man also zuviel mehle oder zuwenig rein gibt…..oder gar (ist mir selbst passiert, dass die in der tat (amerikanisch!!)) backtriebmittel in pulverform dazugeben muss- weiss man nie, was rauskommt! amerikanische backtriebmittel erkennt man auch- am geschmack!

    man ging essen- auswärts, wenn man unterwegs ist – und erkannte überall kreative leute. heute sind rezepte sehr viel detaillierter – die genauen angaben stehen da- aber irgendwie wirken kuchen trotz verschiedener kreativer zubereitungen der einzelnen – beliebig- irgendwas fehlt!
    was das wohl sein kann?
    wenn schon der gasherd besser kochen und heizen ermöglicht, als ein elektrisches kochfeld….. 🙂
    ich habe das rezept auch noch aus einer uralten broschüre mit gleichem titel: die gab es damals auf der grünen woche in berlin.
    tip: haferflocken in einer pfanne ohne fett – anrösten, ebenso die mandelstifte oder was auch immer an nüssen…..! das gibt ein schönes aroma, röststoffe!
    und äpfel: ja- da gehen die geschmäcker weit auseinander: schon der richtige apfel kann da einiges aufwiegen- oder gar alles dominieren vom geschmack her!

    komisch: bei mir im rezept steht nichts von äpfel dünsten oder andünsten! hast gemogelt?
    beim düsten geben die viel ab- verlieren also geschmack- unwiederbringlich- den hätte ich gerne im kuchen!
    ebenso mag ich eher nicht, das äpfel geschält werden: es ist besser – vor allem auch geschmacklich – wenn man die schale dran läßt! dann schmeckt der kuchen besser. zugegeben- ist nicht jedermanns sache, bei hartschaligen äpfeln……
    alles in allem: ist ein bewährtes und tolles rezept!

    1. Hallo Detlef, danke für Deinen ausführlichen Kommentar.
      Es ist definitiv so – man kann ein Rezept noch so detailliert aufschreiben, eine persönliche Note ist aber immer dabei. Es bäckt eben nicht jeder Ofen gleich und der Teig wird kürzere oder lägere Zeit gerührt 😉
      Bei unseren Großmüttern war es in der Tat so, dass allenfalls die Zutaten aufgeschrieben wurden, mit der Angabe 1 Ei, etwa ein halbes Pfund Mehl usw. Die Zutaten wurden oft auch mit Tassen oder Esslöffeln abgemessen. Es gab Grundrezepte für verschiedene Teige, die man beliebig variieren konnte, mal mit Äpfeln, Birnen, Zwetschgen… Die Grundrezepte hatte man damals im Kopf und auch, wie die Konsistenz des Teigs sein sollte und welche Backtemperatur für welches Gebäck benötigt wurde.
      Die Eier waren halt genau so groß, wie sie von den hauseigenen Hühnern gelegt wurden, ob noch mehr Mehl oder mehr Flüssigkeit an den Teig musste, wusste man aus Erfahrung.
      Ab und zu wurde eine Geheimzutat hinzugefügt (der berühmte Schuss Kirschwasser oder Rum)…
      Für manche Rezepte wurden die Eier mit Schale abgewogen und die übrigen Zutaten wurden dann im Verhältnis dazu abgemessen.
      Heutzutage möchten die Vermarkter von Backzutaten aber bestimmt sichergehen, dass der vielleicht noch unerfahrene Kuchenbäcker ein Erfolgserlebnis hat, wenn er sich genau an das Rezept hält, denn wenn das nicht so ist, ist er vielleicht frustriert und bäckt nie wieder – und kauft demnach auch keine Backzutaten mehr 🙂 Und davon gibt es eine ganze Menge….

      Zu der Größe der Eier
      XL/sehr groß = über 73g
      L/groß = 63g bis 73g
      M/mittel = 53g bis 63g
      S/klein = unter 53g

      Die Kölln-Flocken Broschüre, die ich habe, ist etwas neueren Datums. Dort steht tatsächlich drin, dass man die geschälten, zerkleinerten Äpfel mit Zitronensaft dünsten soll.
      Danke für Deinen Tipp mit den gerösteten Haferflocken. Das kann ich mir gut vorstellen, dass es gut schmeckt. Früher hat oft auch geröstete Haferflocken zum Kuchenbacken verwendet – nämlich als Ersatz für Nüsse, wenn diese rar waren.
      In der Broschüre sind noch viele weitere interessante Rezepte, von denen ich sicherlich das eine oder andere noch ausprobieren werde.
      Liebe Grüße aus dem Markgräflerland
      Karin

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